Hi,
ich habe eine Anwendung, bei der ich je vier RxT, TxD-Signale (5V- oder
3,3V-Pegel) auf 7 Module umschaltbar machen möchte. Als einfachste
Methode würde sich ein 16x16 Analog-Schalterarray AD75019 anbieten.
Preislich noch OK und kann man per SPI ansteuern. Dann kann ich per
Software steuern, welche Schnittstelle auf welches Modul gehen soll.
Kann dann auch zum Testen ein Signal auf die USB-Buchse legen, um die
Signale aufzuzeichnen.
Sollte doch mit dem AD75019 gehen, oder?
Ich könnte es auch mit Digitalgattern machen (angesteuert durch
Schieberegister), der Schaltungsaufwand ist jedoch riesig.
Wäre auch mit programmierbaren Gattern möglich, jedoch fehlt mit hier
die Erfahrung. Zudem steht der Aufwand sich einzuarbeiten in keinem
Verhältnis zu der Stückzahl (ich benötige 3-5 Platinen)
Gruss
Rolf
Joe F. schrieb:.
> 4x CD74HC4051 sollte ausreichen (R_on ca. 70 Ohm, Preis pro Stück 0,50> EUR).
Ich denke es brauchte zumindest 8 mal den 74HC4051 (je 4 RX und TX).
Außerdem zusätzlich noch eine Reihe IO-Pins zum Ansteuern der
Select-Pins (oder Schieberegister). Von daher wäre ein einzelnes IC mit
serieller Ansteuerung schon irgendwie angenehmer.
Wenn die nötige Versorgungsspannung vorhanden ist und der Preis nicht
schreckt, ist der 75019 schon eine Möglichkeit. (Zwei Exemplare schickt
AD umsonst als Samples, ab dem Dritten tut der Preis dann wirklich weh.)
Was beim 75019 störend sein kann ist der undefinierte Anfangszustand. Es
können nach dem Powerup bis zum ersten Eintakten der Daten alle Schalter
geschlossen sein. Und damit auch alle Signalquellen miteinander
verbunden sein (über deutlich weniger als den 200Ohm eines einzelnen
Schalters). Man sollte den Schaltungsentwurf darauf abklopfen, dass er
damit ggf. klarkommt.
Achim S. schrieb:> Ich denke es brauchte zumindest 8 mal den 74HC4051
Ja stimmt, 8 Stck. Macht dann 4 EUR.
Achim S. schrieb:> Außerdem zusätzlich noch eine Reihe IO-Pins zum Ansteuern der> Select-Pins
Die Adress-Pins kann man alle zusammenlegen, man benötigt dann insgesamt
eben 3 I/Os.
Wenn es SPI sein muss, kann man ja noch ein 74xx595 Schieberegister
dazwischen hängen.
Joe F. schrieb:> Die Adress-Pins kann man alle zusammenlegen, man benötigt dann insgesamt> eben 3 I/Os.
4 mal 3 = 12 IOs (4 Dreiergruppen, wenn die TX und RX-Pärchen jeweils
gemeinsam geschaltet werden, so dass man jeweils zwei 74HC4051 an die
selben Selectleitungen hängen kann).
Also in Summe 8-10 ICs und Platz für die Verdrahtung. Klar hat der
AD75019 Nachteile (du hast sie ja genannt), aber wenn die nicht stören
fände ich ihn schon eleganter als 8-10 Einzel-ICs.
Achim S. schrieb:> 4 mal 3 = 12 IOs (4 Dreiergruppen, wenn die TX und RX-Pärchen jeweils> gemeinsam geschaltet werden, so dass man jeweils zwei 74HC4051 an die> selben Selectleitungen hängen kann).
Ja, das kommt darauf an, wie TO es meint.
Ich hatte es so verstanden, dass er 4 Tx und 4 Rx hat, und die werden
alle gemeinsam zu einem der 7 Module geroutet.
In diesem Fall würden 3 I/Os ausreichen.
Achso, aber das geht mit einem 16x16 crosspoint nicht.
Also wird es eher so sein, dass es 4 Tx/Rx gibt, und die werden mit 4
von 7 Modulen verbunden. 3 Module sind in der Zeit dann unerreichbar.
Richtig so, TO?
Joe F. schrieb:> 8x8 würde doch vollkommen ausreichen...?
Ja, das sollte auch nach meinem Verständnis passen. Mit SPI und 5V IOs
habe ich jetzt auf die Schnelle keine gefunden, aber mit I2C-Ansteuerung
gäbe es welche.
Joe F. schrieb:> Also wird es eher so sein, dass es 4 Tx/Rx gibt, und die werden mit 4> von 7 Modulen verbunden. 3 Module sind in der Zeit dann unerreichbar.
so verstehe ich es auch.
Achim S. schrieb:> Joe F. schrieb:>> 8x8 würde doch vollkommen ausreichen...?
...diesen Gedanken hatte ich dann schon wieder rauseditiert, weil es mit
7 Modulen x 2 (Tx/Rx) nicht hinhaut... 8x16 wäre evtl. noch eine
Möglichkeit.
Da käme dann evtl. ein MT8816 in Frage. Kostet nur ca. die Hälfte, und
lässt sich auch mit 5V betreiben.
Ja genau, ich habe 4 Rx/Tx vom Prozessor die ich auf 4 von 7 Module
verteilen muß (4 Module belegt, 3 dann ohne Rx/Tx).
Beim MT8816 müßte ich noch ein Schieberegister spendieren, sonst
benötige ich zu viele Prozessorpins. Wäre aber auch eine gute Lösung.
Das Problem, daß der 75019 keine definierten Ausgangszustand hat, ist
einfach lösbar: 1k-Serienwiderstand in die Tx-Leitungen.
zum 75019:
So wie ich das verstehe, muß man ihn für die Logik mit 5V versorgen. Die
Versorgungspins für die Analogseite würde ich mit 5V und GND verbinden
(ich würde 5V-Signal mit den Analogschaltern schalten). Ich denke da
sind dann Schutzdioden im IC, die damit verbunden sind. Oder benötigt
man eine höhere Spannung für die Analogseite?
Gruss
Rolf