Gast
#4726166
Hallo, ich habe ein paar Fragen zur Elektroinstallation eines Holzhauses, das etwas abseits steht. Die Elektrik erscheint mir ein bisschen fragwürdig. Nach den vorhandenen Unterlagen wurde sie Anfang der 70er Jahre installiert und danach maximal von Bastlern erweitert, aber nie mehr von einem Profi angefasst. Ausgangssituation: Holzhaus steht auf einem gemauerten Fundament in einem Hang, so dass es zwei kleine gemauerte "Kellerräume" gibt, der Rest hangaufwärts ist zu flach und nicht zugänglich. In dem "Kellerraum" gibt es einen Hausanschlusskasten (plombiert). Von dort geht eine dicke Leitung zum Zählerschrank, in den 6 Sicherungsautomaten integriert sind. Vom Zählerschrank aus geht es dann zu den individuellen Verbrauchern, zum Glück alles Aufputz und damit komplett nachvollziehbar. Der obere Teil des Zählerkastens mit den Sicherungsaustomaten ist nicht plombiert, die Verdrahtung lässt sich somit auch einsehen. Der größte Verbraucher ist ein Durchlauferhitzer für Bad und Küche, montiert an der gleichen Wand neben dem Zählerkasten. Hier sind drei einzelne, nicht mechanisch verbundene 35A-Sicherungsautomaten verbaut (zulässig)? Einen FI-Schutzschalter gibt es gar nicht (noch zulässig)? Die drei anderen Sicherungsautomaten gehen zu den Lichtstromkreisen und Steckdosen, wobei auch eine Außensteckdose vorhanden ist. Leitungslängen und Querschnitte passen m.E. nicht zu den Sicherungsautomaten (je ein 10, 16 und 20 A Leitungsschutzschalter, alles 1,5mm², teilweise 20 bis 30 Meter Leitungslänge). Der Schutzleiter ist bei allen Leitungen abgezwackt, obwohl diese dreiadrig sind. Die Steckdosen sind dreiadrig angeschlossen, aber nur bis zu den Abzweigdosen obendrüber. Dort ist jeweils der Schutzleiter auf den Neutralleiter geklemmt. Es gibt keinerlei Potentialausgleich (zulässig?). Die dicke Hauptleitung vom Hausanschluss scheint vieradrig zu sein, hier sind N und PE draufgeklemmt. Es geht nirgendwo ein Kabel ab zu einem Fundamenterder, zumindest nicht sichtbar. Die Wasserleitungen sind optisch (und messtechnisch) nicht mit der elektrischen Anlage verbunden. Telefon, Gas oder sonstiges gibt es nicht. Lediglich aus dem Hausanschlusskasten kommt ein einadriges grün-gelbes Kabel heraus (ca. 6 mm²), das aber nach einem Meter endet und nirgendwo angeschlossen ist. Frage: Was sollte alles geändert werden, damit das ganze sicherheitstechnisch halbwegs auf Stand ist? Plan ist, die Verdrahtung bis in den Keller selbst auszuführen und für den Rest einen Elektriker kommen zu lassen - natürlich mit vorheriger Absprache.
