Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ungleichmäßig geladene Akkus in Halter


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von max619 (Gast)


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Hallo, ich habe eine frage.
Ich habe mir mit AVR+Barometer+Solar+ 8xAA 1.2V NiMH +Steppermotor+4Leds 
eine Wetterstation gebaut.
Habe auch schon viel gelesen, vorallem das "Versorgung aus einer Zelle".
So.. also die 8 Akkus ergeben geladen 9.6V-10V.

(Wenn ich die im BC700 lade sogar 11.11V was 1.39V pro Akku bedeutet.. 
ist das nicht zuviel? aber nicht meine Hauptfrage)

Die 10V brauch ich fürn Stepper und als LED beleuchtung.
Der Rest braucht nur 5V bzw. 3.3V (avr+barometer).

Zurzeit nutze ich die 10V mit nem 5V Linear-Regler. Aber der Regler 
macht mir zuviele Verluste wie auch hier überall zu lesen ist. (AVR 90% 
Power-Down-Modus)
Nächste Möglichkeit wäre nun ein Low-Drop-Regler zu nehmen oder wie die 
heißen..(steht ja alles in "Versorgung aus einer Zelle").
Noch besser wäre ja garkeinen Regler zu verwenden.

Könnte ich denn dann nicht einfach nach den ersten 3-4 Akkus in dem 
Halter einen Abzweig für die 3.3V-5V machen?
Dann würde ja die "unteren" 3-4 Akkus mehr entladen werden als die 
restlichen.

Nun meine Frage: Stört das, wenn die Batterien nicht gleichmäßig in dem 
Batteriehalter geladen sind?
Also fließen da Ausgleichströme von den "oberen Batterien" und das 
gleich sich selbst in dem Halter aus?
Oder bekommen dann beim Laden die "unteren" mehr Entladenen Akkus mehr 
Strom ab und können dadurch heißer werden?

Wenn das mit nur eine Seite entladen nicht so gut ist, würde es gehen 
wenn ich immer die Seiten wechsel?
Also zb. 12h nur akku 1-4 in dem Halter belasten und 12h Akku 4-8.

Es soll hier bitte nur um die Akkus gehen.
Ob mir das noch reicht wenn die entladen sind, wie man das genau 
realisiert oder was ich wo wie verwendet habe steht hier NICHT zur 
Frage.

MFG

von Horst (Gast)


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max619 schrieb:
> Stört das, wenn die Batterien nicht gleichmäßig in dem
> Batteriehalter geladen sind?

Ja. Wen die unteren leer sind und weiter Strom entnommen wird, werden 
die leeren Akkus tiefentladen, möglicherweise sogar umgepolt und das 
überleben sie nicht.
Entweder Du benutzt einen Ballancer der die unterschiedliche LAdung 
ausgleicht oder Du bleibst dabei alle Zellen gleichmäßig zu entladen.

max619 schrieb:
> Nächste Möglichkeit wäre nun ein Low-Drop-Regler zu nehmen oder wie die
> heißen..

Nein, ein LowDropOut-Regler ändert überhaupt nichts, die 
Spannungsdifferenz zwischen Ein- und Ausgang bleibt gleich und damit 
auch die verheizte Leistung. Du suchst einen Schaltregler.

von Jacko (Gast)


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Die Spannung vollgeladener NiCds und NiMHs ist 1,44 V / Zelle
bei Raumtemperatur. 8 mal 1,44 V = 11,52 V.

Der Linear-Regler mit Low-Drop hilft garnicht! Low-Drop heißt
nur, dass die Eingangsspannung nur wenig höher (z.B. 0,5 V) sein
muss, als die Eingangsspannung des Reglers. Du hast ja eher zu viel
Eingangsspannung.

NiMH in Reihe sollten alle mit dem gleichen Strom entladen werden,
damit sie mit dem (in Reihenschaltung!) gleichen Ladestrom wieder in
den etwa gleichen Ladezustand gebracht werden.

Wenn klar ist, um wieviel Prozent mehr die unteren Zellen entladen
werden, wäre aber eine Trickschaltung denkbar, die ihnen beim Aufladen
einen um diese Prozent höheren Ladestrom zukommen lässt.

In erster Näherung könnte das ein passend berechneter Widerstand
parallel zu den oberen Zellen erreichen.

von oszi40 (Gast)


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max619 schrieb:
> Stört das, wenn die Batterien nicht gleichmäßig

Ja, es stört und eine ganz einfache Lösung wäre: für die niedrige 
Spannung ein paar zusätzliche Batterien NUR für diesen Zweck zu 
benutzen. Damit sparst Du auch Ärger mit Lastsprüngen durch Deine 
Großverbraucher.

von Jacko (Gast)


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Dieser Parallel-Widerstand darf natürlich nur bei Aufladung
(Diode!) wirksam sein.

Und: Es muss sicher sein, dass die unteren Zellen KONSTANT um
einen gewissen Betrag mehr entladen werden, als die oberen.

von Manfred (Gast)


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max619 schrieb:
> Aber der Regler
> macht mir zuviele Verluste

Datenblatt angucken von MCP1703 und MCP1702.
Bitte maximale Eingangsspannung und Verlustleistung beachten!

von max619 (Gast)


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Vielen Dank für eure Antworten.

>für die niedrige
>Spannung ein paar zusätzliche Batterien NUR für diesen Zweck zu
>benutzen

hatte ich auch schon überlegt..
aber dann muss ich 2 verschiedene "Spannungen" auch wieder Laden durch 
Solar.

Zurzeit: 5WSolar->China-UMppt(Ebay-Artikel Nr. 131786056881) 
-->10v Akkublock

(anm.: ja der China-UMppt bekommt noch ein bisschen mehr raus als ohne; 
vllt. nicht der beste aber ok)

Also bräuchte ich noch einen 2. mppt für den 5V Zweig.(?)
Schon allein wegen der LED auf dem "UMPPT" dürften 2 von denen mehr 
Verluste machen
als nur einer + empfohlene Regler
>Datenblatt angucken von MCP1703 und MCP1702.



>Wenn klar ist, um wieviel Prozent mehr die unteren Zellen entladen
>werden, wäre aber eine Trickschaltung denkbar

hmmmm... würde die ganze Informationsverarbeitung (Messung der ganzen 
Größen / Speicherung) nicht die Energie übersteigen was mann dadurch 
einspart?


Also nochmal vielen Dank für die guten Antworten.
Zusammenfassend würde ich nun zu dem Entschluss kommen, dass ich nicht 
effizienter komme als:

5WSolar->UMPPT->Akkus(10v)->MCP1703/MCP1702->AVR->Barometer
                          |
                          ->Stepper/Leds

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