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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Transistoren richtig auswählen


Autor: Marco T. (marcotp)
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Hallo Leute

Ich würde gerne das RTS/CTS Signal auf einer seriellen Schnittstelle 
verbinden, und dieses über einen digitalen Ausgang eines Atmegas 
steuern.

               ATMEGA
                  |
RTS  ------   TRANSISTOR   -------- CTS

Ich habe jetzt einen BFR92 dafür im Auge. Ist der gut dafür?
Wie geht man bei so einer Auswahl richtig vor?

Danke

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Wenn es sich um ein rein digitales Signal 0-3,3 oder 0-5V handelt, dann 
nimmt man lieber ein Logik-Gatter um es zu steuern.
Entweder ein stinknormales AND oder Switch/Multiplexer.

Wenn es echtes RS232 mit negativen Pegeln ist oder evt. bidirektional, 
dann einen Analog Switch.

Autor: HildeK (Gast)
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Marco T. schrieb:
> Ich habe jetzt einen BFR92 dafür im Auge.

Wie kommst du auf den BFR92? Das muss doch irgend einen Grund haben?
5GHz-Transistor für ein fast statisches Signal?
Unabhängig davon: ein Signal ist ein Ausgang, der andere ein Eingang. 
Willst du damit die Verbindung RTS-CTS per ATMEGA auftrennen/schließen?

Autor: Possetitjel (Gast)
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Marco T. schrieb:

> Ich habe jetzt einen BFR92 dafür im Auge. Ist
> der gut dafür?

Nein.
Ein Mikroskop nimmt man nicht zum Nüsse knacken.


> Wie geht man bei so einer Auswahl richtig vor?

1) Man informiert sich, wie Fachleute das Problem lösen.

2) Faustregel für Anfänger: Ein Anschluss des Transistors
gehört entweder an +Ub oder an GND. (Das stimmt nicht immer,
aber meistens.)

Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
schau mal:

Beitrag "RS232 an UART"


vielleicht ist was dabei für Dich.
Prinzipiell für RXD und TXD wie im Bild gilt dieselbe Pegelung auch für 
die Handshakes.


Es ist übrigens eine Pegelwandlung nötig zur Kommunikation mit einem PC 
z.B.
Marco T. schrieb:
> Ich würde gerne das RTS/CTS Signal auf einer seriellen Schnittstelle
> verbinden,

(Oder meinst Du "loop"  am Stecker /an der Buchse ?)


ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Marco T. (marcotp)
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HildeK schrieb:
> Marco T. schrieb:
>> Ich habe jetzt einen BFR92 dafür im Auge.
>
> Wie kommst du auf den BFR92? Das muss doch irgend einen Grund haben?
> 5GHz-Transistor für ein fast statisches Signal?
> Unabhängig davon: ein Signal ist ein Ausgang, der andere ein Eingang.
> Willst du damit die Verbindung RTS-CTS per ATMEGA auftrennen/schließen?

Ich habe im Kicad nach Transistoren gesucht, welche 3 Anschlüsse haben, 
welche vom Volt-Bereich her passen könnten, welche bei Farnell kaufbar 
sind und für welche ich einen passenden Footprint gefunden habe.

Das Signal hat 12V Pegel, und ja, damit möchte ich die RTS/CTS 
Verbindung trennen bzw. schließen.

Autor: Marco T. (marcotp)
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Possetitjel schrieb:
> Marco T. schrieb:
>
>> Ich habe jetzt einen BFR92 dafür im Auge. Ist
>> der gut dafür?
>
> Nein.
> Ein Mikroskop nimmt man nicht zum Nüsse knacken.

Verstehe ich, danke.

>
>> Wie geht man bei so einer Auswahl richtig vor?
>
> 1) Man informiert sich, wie Fachleute das Problem lösen.

Das ist der Grund warum ich hier frage.

> 2) Faustregel für Anfänger: Ein Anschluss des Transistors
> gehört entweder an +Ub oder an GND. (Das stimmt nicht immer,
> aber meistens.)

Das verstehe ich leider nicht :-(

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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Marco T. schrieb:
> Ich habe im Kicad nach Transistoren gesucht, welche 3 Anschlüsse haben,

Nur scheinst du keine Ahnung zu haben für was die 3 Anschlüsse gut sind 
und wie man die so verschaltet. Ändere das und lese dich mal in das 
Thema ein.
Deine Vorgehensweise ist schon ein wenig blauäugig.

Autor: Possetitjel (Gast)
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Marco T. schrieb:

>> Nein.
>> Ein Mikroskop nimmt man nicht zum Nüsse knacken.
>
> Verstehe ich, danke.

:-)

Der BFR92 ist ein Mikrowellentransistor; der ist für
solche Schaltaufgaben zu schade.

>>> Wie geht man bei so einer Auswahl richtig vor?
>>
>> 1) Man informiert sich, wie Fachleute das Problem lösen.
>
> Das ist der Grund warum ich hier frage.

Naja... Du hast es etwas unclever angefangen; es wäre wohl
besser gewesen, wenn Du Dein Problem geschildert hättest.
Ich habe jedenfalls noch nicht verstanden, was Du eigentlich
erreichen möchtest.

Beschreibe erstmal das Ziel Deiner Aktion.

>> 2) Faustregel für Anfänger: Ein Anschluss des Transistors
>> gehört entweder an +Ub oder an GND. (Das stimmt nicht immer,
>> aber meistens.)
>
> Das verstehe ich leider nicht :-(

Wieso nicht?

Du willst ja offenbar ein Bein des Transistors an RTS, eins
an CTS und eins an einen Signalpin des ATMega anschließen.
So etwas funktioniert nur in seltenen Ausnahmefällen.

Autor: Possetitjel (Gast)
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Marco T. schrieb:

> Das Signal hat 12V Pegel, und ja, damit möchte ich
> die RTS/CTS Verbindung trennen bzw. schließen.

Mist... zu spät gesehen.

Verstehe ich das richtig?

Du hast zwei Geräte mit RS232-Schnittstellen, die mit
+/-12V Schnittstellenpegel arbeiten.
Du möchtest über einen ATMega die RTS/CTS-Verbindung
herstellen oder trenen können.

Falls Du keine Betriebsspannung von +/-12V zur Verfügung
hast (was ich vermute): Reedrelais verwenden. Alternativ
Optokoppler aus LEDs und Photowiderstand aufbauen.

Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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Vielleicht wäre für dich ein Reed-Relais die beste und einfachste 
Lösung.
http://www.voelkner.de/products/37699/Sil-Reed-Rel...
Das kannst du direkt am ATMega betreiben.
Alle denkbaren elektronischen Lösungen werden dich wahrscheinlich 
erstmal überfordern.

Autor: Marco T. (marcotp)
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Vielen Dank für die Idee mit dem Reed-Relais. Das ist einfach und 
verstehe ich. Leider sind die Dinger ganz schön klobig und auch teuer.

(ich trau mnich kaum mehr fragen)
Kann ich für diese Aufgabe auch ein N-Channel Logic Level Gate FET 
verwenden? Wenn ja, kann mir jemand einen gängigen Typ nennen?

Eine Frage am Rande noch: Würde meine ursprünglich angedachte Lösung mit 
dem BFR92 eigentlich funktionieren?
Weil wenn ich mit einem billigen Mikroskop die Nuss knacken kann, 
bräuchte ich kein teures Reed-Relais.

: Bearbeitet durch User
Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
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Marco T. schrieb:
> Kann ich für diese Aufgabe auch ein N-Channel Logic Level Gate FET
> verwenden? Wenn ja, kann mir jemand einen gängigen Typ nennen?

Nein, auch das geht nicht ohne weiteres.
Als Einzelbauteil wäre noch ein Photomos-Relais geeignet.

PS: vielleicht hast du ja auch noch je einen RS232-Transmitter und 
Receiver frei?
Dann könntest du folgendes tun:

RTS auf den Receiver-Eingang, dessen TTL-Ausgang über einen Widerstand 
auf den TTL-Eingang des Transmitters, dessen Ausgang dann auf CTS.
Der ATMega-Ausgang kommt dann den Widerstand.
Dann hast du 3 Möglichkeiten:
-Port hochohmig schalten -> CTS folgt RTS
-Port auf 1: CTS unabhängig von RTS -10V
-Port auf 0: CTS unabhängig von RTS +10V

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
verstehe immer noch nicht ganz, was da zusammengeschaltet werden soll.
Annahme: (bitte um Korrektur, falls nicht richtig)

Es soll zwischen zwei Peripheriegeräten per RS232 hin- und hergeswitcht
werden.
Dazu soll der Einfachheit halber nur der Handshake RTS/CTS in Anspruch 
genommen werden, um zwischen Gerät A und B hin- und herzuschalten.
Das jeweils "angeschlossene" Interface soll dann mit dem "Master" 
kommunizieren können.
IMHO kann das so nicht gehen:
Denn:
Das Gerät, was gerade "ausgeschaltet" ist, braucht immer noch definierte 
Pegel oder "Loops".
Einfach einen Eingang offen lassen, führt zu nicht klarem 
Sende-/Empfangsverhalten und Zufallsergebnissen am "abgeschalteten" 
Gerät.

Schau bitte mal das Prinzip der RS232-Schnittstelle an. (Stecker-Pinout, 
bei Female ist RXD/TXD etc. etc. vertauscht!)

Dort ist rechts eingezeichnet, wie man die Jumper setzen kann bei "Loop" 
oder Benutzung der "Handshakes".
Das kann auch anstelle von Jumpern mit anderen "Schaltern"  geschehen.

1488, 1489 (etwas aus der Mode gekommen). Mit Inhibit gehts wohl 
einfacher.  - Siehe einkoperte Application note. (Anmerkung der 
Redaktion: Warum das Rad neu erfinden?)


ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Possetitjel (Gast)
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Marco T. schrieb:

> Eine Frage am Rande noch: Würde meine ursprünglich
> angedachte Lösung mit dem BFR92 eigentlich funktionieren?

Nein.

Im besten Falle funktioniert es nur nicht; im schlechtesten
geht der Transistor kaputt.

Ein Transistor (egal, ob bipolar oder FET) ist KEIN
einfacher Schalter!
Bei einem Relais kann man Spule und Kontaktsatz normalerweise
ganz unabhängig verschalten. Bei einem Bipolartransistor
funktioniert das gar nicht und bei einem FET nur in sehr
engen Grenzen.

Für den Anfang kann man sich zwei Prüfregeln merken, die
für die meisten Transistorschaltungen erfüllt sein müssen:

1. Alle Signalspannungen müssen größer (positiver) als -Ub
   und kleiner als +Ub sein, d.h. sie müssen zwischen der
   negativen Versorgung -Ub und der positiven +Ub liegen.

2. Ein Bein des Transistors (welches hängt vom Zweck der
   Schaltung ab) ist entweder mit der positiven oder der
   negativen Versorgung verbunden.

Deine Schaltung verletzt gleich beide Regeln.

Autor: Peter D. (peda)
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Marco T. schrieb:
> Eine Frage am Rande noch: Würde meine ursprünglich angedachte Lösung mit
> dem BFR92 eigentlich funktionieren?

Nein. Ein Transistor reicht da nicht.
Opto-MOS ginge, z.B. ASSR-1218 (Mouser: 0,78 €).

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