mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Flüssigsalz AKW, die Zukunft?


Autor: Jörg S. (joerg-s)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Vor ein paar Tagen kam eine interessante Doku auf Arte. Es ging dabei um 
einen in Vergessenheit geratenen AKW Typ, den Flüssigsalzreaktor.
Angebliche Vorteile: In sich sicher, kaum Atommüll.

http://www.arte.tv/guide/de/050775-000-A/thorium-a...

Kommt die Atomkraft in verbesserter Form zurück?

Autor: Dirk E. (drbinsl)
Datum:

Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
Ein Blick in den (diesmal wirklich guten ;)) Wiki-Artikel sollte Dich 
erhellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigsalzreaktor

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Wer bei Atomkraftwerken heute noch von Zukunft spricht
ist irgendwie von gestern.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg S. schrieb:
> Vor ein paar Tagen kam eine interessante Doku auf Arte. Es ging dabei um
> einen in Vergessenheit geratenen AKW Typ, den Flüssigsalzreaktor.

Ja, die habe ich mir auch angeschaut. Eigentlich kein schlechtes System: 
deutlich einfacher und viel sicherer.

Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte man dort wohl sogar 
wirklich langlebige Isotope (also heutigen Müll) zugeben und mit 
"verbrennen", wenn die Reaktion erstmal läuft - quasi eine Art 
Vielstoff-Motor.

> Angebliche Vorteile: In sich sicher, kaum Atommüll.

Wobei die dort interviewten Wissenschaftler von 20% der heutigen Menge 
sprachen. Auch 20% sind immer noch sehr viel, wenn man nicht weiß, wohin 
denn nun damit ;-)

Für mich überzeugend ist auf jeden Fall die inhärente Sicherheit gegen 
das Durchgehen. Fukushima und Tschernobyl wären wohl nie geschehen.

> Kommt die Atomkraft in verbesserter Form zurück?

Ich denke, der Zug ist abgefahren. Es gibt zwar viele Bauvorhaben, aber 
wirklich realisiert werden kaum noch neue Kraftwerke. Und dann mit neuer 
(teurer) Technologie starten?

Autor: M. T. (restfet)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Chris D. schrieb:
> Jörg S. schrieb:
>> Kommt die Atomkraft in verbesserter Form zurück?
>
> Ich denke, der Zug ist abgefahren. Es gibt zwar viele Bauvorhaben, aber
> wirklich realisiert werden kaum noch neue Kraftwerke. Und dann mit neuer
> (teurer) Technologie starten?

China will einen Haufen neuer Meiler bauen und forscht nebenbei an 
Flüssigsalzreaktoren. In naher Zukunft wollen die Chinesen mit den neuen 
Reaktoren auch kommerzielle Kraftwerke bauen. Ich hab die Doku nicht 
gesehn, wurde davon auch was erwähnt?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/energie/50874...

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
M. T. schrieb:
> China will einen Haufen neuer Meiler bauen und forscht nebenbei an
> Flüssigsalzreaktoren. In naher Zukunft wollen die Chinesen mit den neuen
> Reaktoren auch kommerzielle Kraftwerke bauen. Ich hab die Doku nicht
> gesehn, wurde davon auch was erwähnt?
>
> 
http://diepresse.com/home/wirtschaft/energie/50874...

Ja, das wurde auch in dem Gespräch danach erwähnt.

Allerdings haben die Chinesen in der Vergangenheit schon viel 
versprochen.

2017 sollte ein erster Flüssigsalzreaktor an Netz gehen, aber das ist 
wohl schon verschoben worden (um zwei Jahre, wenn ich mich richtig 
dunkel erinnere).

Auch von den geplanten AKWs "alter Bauart" liegen derzeit dort sehr 
viele auf Eis - auch weil die Bevölkerung dort mittlerweile nicht mehr 
alles einfach schluckt und es massiven Gegenwind gibt.

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Chris D. schrieb:
> ....auch weil die Bevölkerung dort mittlerweile nicht mehr
> alles einfach schluckt und es massiven Gegenwind gibt.

Da bietet es sich doch an, den Gegenwind für Windkraftanlagen zu nutzen. 
Auch bei den Gelben wird es doch Grüne geben....

MfG Paul

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hab es auch ein Stück weit gesehen. Schön waren die Zeichentrickteile, 
wo erst der von der Navy mit seinem Atomuboot herumspielt, und dann der 
von der Luftflotte auch ein Atomflugzeug haben will.
Blubb-Blubb...

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg S. schrieb:
> Vor ein paar Tagen kam eine interessante Doku auf Arte.

Wäre wohl interessant gewesen, aber die Machart dieser Doku war für mich 
inakzeptabel.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Chris D. schrieb:
> Ja, die habe ich mir auch angeschaut. Eigentlich kein schlechtes System:
> deutlich einfacher und viel sicherer.

Ich hatte vor ein paar Jahrzehnten Doku zu Brutreaktoren Typ Kalkar 
gelesen, und zum THTR. Demgemäss war auch klar, dass man unbedingt diese 
Wege gehen sollte, weil deutlich besser und sicherer. ;-)

Ja, das klingt gut. Die Pferdefüsse stellen sich heraus, wenn man eine 
Weile damit arbeitet. Wahrscheinlich müsste man die erste produktive 
Generation nach ein paar Jahren aufgrund eklatanter Mängel gleich wieder 
einstampfen. Ob man das aber angesichts des darin vergrabenen Geldes tun 
wird?

: Bearbeitet durch User
Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Der THTR-300 war soweit ich mich erinnern kann ein gasgekühlter 
Kugelhaufenreaktor. Der sollte auch so supersicher und strahlungsarm 
sein, bis sich herausstellte, daß die Kugel die Beschickungsanlage 
blockieren und beim Versuch, sie dann zu entfernen, öfter zerbrechen.

Der Brutreaktor in Kalkar sollte mit Natrium gekühlt werden, in 
Frankreich sind derartige Reaktoren teilweise recht lange gelaufen 
(Phenix). Die große Version davon erwies sich aber als sehr 
fehleranfällig und inzwischen sind solche Reaktoren nur noch in Russland 
in Betrieb.

Schade, daß ich nicht mehr erlebe, wie die Menschheit irgendwann 
aufgrund von weiteren Katastrophen oder Resourcenmangel einsieht, daß 
100% erneuerbare Energien auf lange Sicht der einzig mögliche Weg sind. 
Kohle, Öl und sämtliche Kernbrennstoffe reichen noch ein paar 100 Jahre. 
Und dann? Nichtmal die Kernfusion ist aus heutiger Sicht eine dauerhafte 
Quelle, denn wenn wir Billionen Tonnen (des sehr wertvollen Rohstoffs) 
Wasser in Helium und Wärme verwandeln, verdampft der Rest davon in den 
Meeren irgendwann von ganz alleine und wir reden alle wie Micky Maus.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
-6 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Wäre wohl interessant gewesen, aber die Machart dieser Doku war für mich
> inakzeptabel.

Das glaube ich Dir sofort. Bloß nicht mal grinsen müssen, oder ein 
wenig Erheiterung zeigen.

MfG Paul

Autor: Jörg S. (joerg-s)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Windräder und Solar-Wechselrichter halten aber auch nicht ewig und 
verbrauchen auch Ressourcen ;)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
A. K. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Ja, die habe ich mir auch angeschaut. Eigentlich kein schlechtes System:
>> deutlich einfacher und viel sicherer.
>
> Ich hatte vor ein paar Jahrzehnten Doku zu Brutreaktoren Typ Kalkar
> gelesen, und zum THTR. Demgemäss war auch klar, dass man unbedingt diese
> Wege gehen sollte, weil deutlich besser und sicherer. ;-)

Schon klar ;-)

Trotzdem ist das Konzept an sich schon deutlich einfacher und bietet 
weniger katastrophale Fehlerquellen - die man ja beim Druckwasserreaktor 
durchaus schon von Anfang an auf dem Schirm hatte.

Die Vermutung des Beitrags, dass es bei der Überführung von 
militärischer in zivile Nutzung auch darum ging, weiterhin waffenfähiges 
Plutonium zu erbrüten und darum der aktuelle Reaktortyp gewählt wurde, 
halte ich durchaus substantiell.

> Ja, das klingt gut. Die Pferdefüsse stellen sich heraus, wenn man eine
> Weile damit arbeitet. Wahrscheinlich müsste man die erste produktive
> Generation nach ein paar Jahren aufgrund eklatanter Mängel gleich wieder
> einstampfen. Ob man das aber angesichts des darin vergrabenen Geldes tun
> wird?

Vielleicht werden in der Art ja ein paar "Müllverbrennungsanlagen" 
gebaut. ;-)

Autor: Rolf B. (falker)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Tja,solange die Kernfusion nicht funktioniert wird es wohl keine 
Alternative geben.

Lieber sichere Kernkraftwerke als fossile Brennstoffe

solong

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Chris D. schrieb:
> Die Vermutung des Beitrags, dass es bei der Überführung von
> militärischer in zivile Nutzung auch darum ging, weiterhin waffenfähiges
> Plutonium zu erbrüten und darum der aktuelle Reaktortyp gewählt wurde,
> halte ich durchaus substantiell.

Dafür sind ausgerechnet die üblichen Druck/Siedewasser-Reaktoren 
ziemlich wenig geeignet. Solche Reaktoren mit "Druckkochtopf" muss man 
alle paar Wochen komplett abschalten, um an waffenfähiges Plutonium 
heran zu kommen. Höchst ineffizient. Für Waffen braucht man Pu239, zu 
viel Pu240 darin schadet.

Bei Druckröhrenreaktoren wie Tschernobyl hingegen kommt man im laufenden 
Betrieb an die Brennstäbe. Es ist kein Zufall, dass die Sowiets diesen 
Reaktortyp nur in den Sowietrepubliken selbst gebaut haben. Deren 
Export-Reaktoren waren die üblichen Leichtwasser-Reaktoren. So viel 
Vertrauen in die "Bruderstaaten" hatten sie dann doch nicht.

Auch an anderer Stelle sind die Leichtwasser-Reaktoren für Bomben 
unpraktisch. Es gibt Schwerwasser-Druckröhren-Reaktoren, die Natururan 
nutzen können. Erspart die umständliche und zeitraubende Anreicherung. 
Die kanadischen CANDU-Reaktoren sind so gebaut. Die Kanadier hatten den 
Indern so ein Kraftwerk hingesetzt, gegen das hochheilige Versprechen 
damit nicht... 2 Jahre später hatte Indien die erste Bombe und die 
Kanadier zogen bedröppelt von dannen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Falk B. (falk)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
@ Rolf Berger (falker)

>Tja,solange die Kernfusion nicht funktioniert wird es wohl keine
>Alternative geben.

Es gibt IMMER Alternativen!!!

>Lieber sichere Kernkraftwerke als fossile Brennstoffe

Es gibt auch schon einen vollkommen funktionsfähigen und SICHEREN 
Fusionsreaktor in gerade mal 150 Millionen km Entfernung. Nennt sich 
Sonne. Der wird die Menschheit 3x überleben . . .

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rolf B. schrieb:
> Lieber sichere Kernkraftwerke als fossile Brennstoffe

Als ob man zu Skylla und Charybdis keine Alternative hätte.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Falk B. schrieb:
> Es gibt auch schon einen vollkommen funktionsfähigen und SICHEREN
> Fusionsreaktor in gerade mal 150 Millionen km Entfernung. Nennt sich
> Sonne. Der wird die Menschheit 3x überleben . . .

Auch der wird irgendwann hochgehen. Garantiert. ;-)

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nur dreimal?
Im TV gab es die Serie "Die Welt in 100 Millionen Jahren". Da schwingen 
sich Tintenfische von Ast zu Ast. Andere elefantengroße Tintenfische 
stapfen durch den Wald.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Christoph K. schrieb:
> Andere elefantengroße Tintenfische
> stapfen durch den Wald.

Die gibt es doch heute schon. Nennen sich "Schopftintlinge".
http://www.passion-pilze-sammeln.com/schopftintling.html
mfG Paul

Autor: Markus M. (mmvisual)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
"Die Welt in 100 Millionen Jahren" - da werden die Erfinder wohl eine 
Möglichkeit gefunden haben wie man 100% vom Gehirn nutzen kann - 
Gehirnsuppe g

Autor: Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Rolf.

Rolf B. schrieb:
> Tja,solange die Kernfusion nicht funktioniert wird es wohl keine
> Alternative geben.
>
> Lieber sichere Kernkraftwerke als fossile Brennstoffe

Das Problem ist

1) Weniger die Sicherheit des Kraftwerks, als die Endlagerung des 
Atommülls.
Und dafür sind auch 20% zuviel, und vermutlich auch "das bisschen" 
radioaktiven Abfall, das Fusionskraftwerke produzieren.

2) Auch Molten Salt Reaktoren ergeben ein proliferations Problem.

>  als fossile Brennstoffe

Interessanterweise führt der immer geringere Eneriebedarf unserer 
Technologie dazu, dass diese so weit verbreitet verstärkt genutzt wird, 
dass in Summe der Energiebedarf trozdem steigt.

Vermutlich hat das Problem keine andere Lösung, als auf eine 
Technologiestufe aus der Vergangenheit zurückzufallen. Speziell vor 
verwendung fossiler Brennstoffe, also vor dem Zeitalter der 
Industriealisierung.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Resourcen, die Solarwechselrichter oder Windräder "verbrauchen", 
können recycledt werden. Bei zu Helium umgewandelten Wasserstoff, Kohle 
oder Uran wird das etwas schwieriger ... weg ist weg.

Autor: Falk B. (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na zum Glück weiß das unsere Sonne nicht und macht da schon seit ein 
paar Milliönchen Jahren . . .

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja insofern ist die Sonne unser einzig sicheres Atomkraftwerk.

Erstens können wir sowieso nichts dagegen machen,
zweitens ist es weit genug von bewohnten Gebieten weg
und drittens beliefert es uns mit mehr Energie als wir benötigen.

BTW. Die Sonne wird die fehlende Nachhaltigkeit der Kernfusion in etwa 5 
Millarden Jahren auch noch zu spüren bekommen. Sie wird ein wenig rot 
anlaufen und dicke Backen machen wenn sie merkt, daß man Helium und 
höhere Elemente doch nicht so gut verbrennen kann. Davon bekommt sie 
Bauchschmerzen, läßt noch kein kleines Fürzchen und stirbt. Schade drum.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk B. schrieb:
> Na zum Glück weiß das unsere Sonne nicht und macht da schon seit ein
> paar Milliönchen Jahren . . .

Sie weiss es und bleibt deshalb klugerweise bescheiden. Andere Exemplare 
ihrer Gattung protzen mit viel mehr Masse und sind deshalb schon nach 
ein paar Millionen Jahren am Platzen.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
Ben B. schrieb:
> zweitens ist es weit genug von bewohnten Gebieten weg

Das haben wir massgeblich auch Mutter Erde zu verdanken, nicht nur der 
Entfernung. Ohne ihre biologischen Schilde wie Magnetfeld und Atmosphäre 
säh das auf Dauer anders aus.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jörg S. (joerg-s)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Ben B. schrieb:
> Die Resourcen, die Solarwechselrichter oder Windräder "verbrauchen",
> können recycledt werden.
Nicht zu 100%. Zudem fällt bei der Produktion ja schon Gift- und 
Atommüll an.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Von der ansteigenden Entropie durch den Bau der Windräder wollen wir gar 
nicht erst reden ;-)

Wo man auch hinschaut: Verfall und Tod!

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Axel L. (axel_5)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Bernd W. schrieb:
> Hallo Rolf.
>
> Rolf B. schrieb:
>> Tja,solange die Kernfusion nicht funktioniert wird es wohl keine
>> Alternative geben.
>>
>> Lieber sichere Kernkraftwerke als fossile Brennstoffe
>
> Das Problem ist
>
> 1) Weniger die Sicherheit des Kraftwerks, als die Endlagerung des
> Atommülls.
> Und dafür sind auch 20% zuviel, und vermutlich auch "das bisschen"
> radioaktiven Abfall, das Fusionskraftwerke produzieren.
>

Nun, vor allem die Kosten. AKW sind vor allem viel zu teuer. Die 
aktuellen Neubauten sind von den Kosten her katastrophal gelaufen, 
dagegen ist BER geradezu Klasse.

Gruss
Axel

: Bearbeitet durch User
Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Ich sehe den vorteil vom Flüssigsalzreaktoren ehr dadrin das er mit den 
Resten der Jetzigen Reaktoren Laufen kann.
Also die 80% die jetzt ohne Wiederaufbereitung nicht genutzt werden 
können.
Er leuft mit den schwächer reaktiven Elementen, und diese bis zum 
"Kompletten" Verbrauch im Reaktor verbleiben, wenn ich das richtig in 
der Doku rausgehört habe auch mit dem Jetzigen Atommüll läuft, und das 
Endprodukt nur noch einige 100 Jahre Strahlt,nicht einige 1000.

Wir werden erstmal nicht um die Atomkraft Rumkommen, aber wenn dann doch 
lieber sicherer, und dafür dann Kohle/Gas abschaffen.

Autor: H.Joachim S. (crazyhorse)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jo, der Atombomber war Klasse :-)
Das ausschliesslich das Militär hinter den gegenwärtigen Reaktoren 
steckt sollte auch jedem klar sein.
Die MSR-Geschichte, insbesonders in Verbindung mit Thorium klingt auf 
den ersten Blick ganz gut, ist aber letztendlich auch nur alter Wein in 
neuen Schläuchen, kommt regelmässig wieder hoch. Besser als die 
gegenwärtigen ja, aber die grosse und endgültige Lösung auch nicht. Im 
Versprechen war die Atomindustrie schon immer gross (Billig, gefahrlos, 
umweltverträglich), es gibt wohl keine andere Industrie, die dermassen 
dreist gelogen, verschleiert und verdummt hat.

Die eigentliche Frage bleibt: wieviel Energie brauchen wir wirklich und 
wofür?

Erschöpfung der Vorräte nuklearer Brennstoffe? Hm, eher nicht. Uran235 
ja, U238 ist mehr als ausreichend vorhanden, aber das Thema 
(Plutoniumwirtschaft) scheint ja glücklicherweise gegessen zu sein.
Thorium ist noch viel mehr vorhanden.
Und das der Fusionsbrennstoff ausginge - naja.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
H.Joachim S. schrieb:
> Das ausschliesslich das Militär hinter den gegenwärtigen Reaktoren
> steckt sollte auch jedem klar sein.

Nur teilweise. Auf manche Typen trifft das zu, auf andere nicht.

Die Druckwasser-Reaktoren wurden für Militär-Schiffe entwickelt und ein 
paar hierzulande nicht verwendeten Typen wurden entweder für 
Plutonium-Gewinnung (z.B. in Hanford und Windscale) oder für 
Kombi-Nutzung entwickelt (RBMK/Tschernobyl). Und weil die Technik der 
Druckwasser-Reaktoren da war und man damit schon Erfahrung hatte wurde 
sie dann auch für zivile Reaktoren verwendet. In Deutschland und 
anderswo hatte man anfangs amerikanische Druck/Siedewasser-Typen 
übernommen und dann selbst weiterentwickelt.

Es gibt andere Reaktortypen, die keine militärische Verwendung haben. 
Die ebenfalls sehr verbreiteten Siedewasser-Reaktoren wurden m.W. nur 
für zivile Nutzung entwickelt und sind für Plutonium-Gewinnung und 
Schiffe unpraktisch, Brutreaktoren der Kalkar/Phénix-Bauart ebenso.

Bei den schon erwähnten CANDU-Reaktoren sieht es nicht so aus, als ob 
das Motiv militärisch war, denn Kanada hat das selbst offenbar nie 
genutzt. Das Motiv der Kanadier dürfte eher in der Nutzung von Natururan 
gelegen haben. Die Motive einiger Kunden waren freilich eindeutig.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rainer U. (r-u)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es nun also um die Zukunft der Energieversorgung geht - ich finde 
diese Idee mit den sehr effektiven, großen Wasserrädern für kleine 
Höhenunterschiede gut:

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannov...

Ich weiß zwar nicht, wie das sich so im Winter verhalten wird, aber 
zufrieren sollte es besser nicht.. :-) Ansonsten läuft es im Unterschied 
zu Sonne und Wind auch nachts / kontinuierlich und trägt zur dezentralen 
Versorgung bei. Ich bin dafür, daran weiter zu forschen.

Und am "Power to Gas": Mit der Windmühle im Meer oder wo auch immer 
Strom erzeugen und in Gas umwandeln. Das Gas vor Ort speichern und mit 
Tankern abholen, bestehende Gas-Infrastruktur nutzen, im Gasauto tanken 
oder wieder Strom draus machen. mag derzeit noch zu teuer sein, aber es 
wäre autark(er) und nicht vom Öl abhängig.

Man darf ja mal träumen.. :-)

Autor: Timm T. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rainer U. schrieb:
> ich finde
> diese Idee mit den sehr effektiven, großen Wasserrädern für kleine
> Höhenunterschiede gut

Sowas hätte ich hier am Bach nebenan auch gern gemacht. Das Problem: Du 
kommst nicht an die Wasserrechte ran. Die liegen auf alten Grundstücken 
teilweise verschwundener Mühlen, die Leute haben kein Interesse daran, 
wenn Du nicht gleich das ganze Grundstück kaufen willst.

Schon allein die vorsichtige Anfrage, aus dem Fließgewässer Wasser zu 
entnehmen, das einer Wärmepumpe zuzuführen und danach wieder 
zurückzuleiten wurde mit einem "Vergessen Sie es, das bekommen Sie nie 
genehmigt." abgewürgt.

Man könnte so viel machen...

Autor: Rainer U. (r-u)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Timm T. schrieb:
> Schon allein die vorsichtige Anfrage, aus dem Fließgewässer Wasser zu
> entnehmen, das einer Wärmepumpe zuzuführen und danach wieder
> zurückzuleiten wurde mit einem "Vergessen Sie es, das bekommen Sie nie
> genehmigt." abgewürgt.
>
> Man könnte so viel machen...

Wie dicht darfst Du denn mit einem vergrabenen Wärmetauscherrohr an den 
Bach heran?

Timm T. schrieb:
> Sowas hätte ich hier am Bach nebenan auch gern gemacht.

Sowas soll aber wohl ca. 10 Meter hoch und breit werden, damit es 
effektiv läuft. Klingt zu groß für den "Bach nebenan.


Warum ist das Wasserrecht relevant? Du entnimmst oder veränderst das 
Wasser mit einem Wasserrad ja nicht, oder?

Autor: Timm T. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rainer U. schrieb:
> Wie dicht darfst Du denn mit einem vergrabenen Wärmetauscherrohr an den
> Bach heran?

Weiß ich nicht, da die flach verlegten Erdwärmetauscher die 
Wiederaufladung durch die Sonne benötigen und der Bachlauf von hohen 
Bäumen bestanden wird, ist es irrelevant.

> Sowas soll aber wohl ca. 10 Meter hoch und breit werden, damit es
> effektiv läuft. Klingt zu groß für den "Bach nebenan.

Das soll wohl eher 2-3m hoch werden, für 10m müßtest Du an deutschen 
Fließgewässern schon wieder mehrere km Flußlauf anstauen. Die alten 
Mühlen hier erreichen mit Anstauung und Abzweigung über einen Mühlgraben 
über bis zu 3km Länge gerade mal 2-3m Höhenunterschied.

Es gab auch mal Schiffsmühlen, auf dem Wasser schwimmende und am Ufer 
verankerte Mühlen, die nur die Strömungsenergie ausgenutzt haben.

> Warum ist das Wasserrecht relevant? Du entnimmst oder veränderst das
> Wasser mit einem Wasserrad ja nicht, oder?

Ähm, Du glaubst doch nicht, daß Du in Deutschland irgendwas ohne 
Genehmigung bauen darfst. Und um die Genehmigung zu bekommen, mut Du 
nachweisen, daß Du das Wasserrecht an diesem Gewässer hast, entweder 
durch Eigentum, sprich Dir gehört das Grundstück, auf das das 
Wasserrecht im Grundbuch eingetragen ist, oder durch Pacht.

Autor: Sebastian L. (sebastian_l72)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Rolf B. schrieb:
> Tja,solange die Kernfusion nicht funktioniert wird es wohl keine
> Alternative geben.
Kernfusion funktioniert. Das sehe ich jeden Morgen, wenn die Sonne 
aufgeht.

scnr

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Timm T. schrieb:
> Ähm, Du glaubst doch nicht, daß Du in Deutschland irgendwas ohne
> Genehmigung bauen darfst.

Na klar! MIST! Mist kannst Du bauen, ohne Konsequenzen fürchten zu 
müssen.

SCNR
Paul

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> Na klar! MIST! Mist kannst Du bauen, ohne Konsequenzen fürchten zu
> müssen.

Nix da. Auch das hat Konsequenzen:
http://www.rp-online.de/politik/zu-viel-guelle-eu-...

Autor: Matthias X. (current_user)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sebastian L. schrieb:
> Kernfusion funktioniert. Das sehe ich jeden Morgen, wenn die Sonne
> aufgeht.

Aber nicht stabil. Das sehe ich jeden Abend, wenn die Sonne unter geht.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.