Wie wichtig ist euch einheitliches Werkzeug?

Gast #4728662
Lesenswert?

Habe letztens von meinem Betrieb wegen Neuanschaffung einige 
Schraubenschlüssel geschenkt bekommen, viele auch von besseren Marken 
wie Stahlwille, Heyco, WGB und Gedore ist dabei, allerdings von keiner 
Marke ein komplettes Set sondern immer nur ein paar, prinzipiell ist mir 
das auch erst mal egal, das Werkzeug erfüllt seine Funktion, allerdings 
ist es optisch etwas wüst, wir verfährt ihr mit solchen Sammelsurien und 
wie könnte man das ganze sinnvoll verstauen? (Habe sie jetzt einfach 
alle zusammen in meinen Werkzeugkoffer geworfen)
Gast #4728884
Lesenswert?

oszi40 schrieb:
> BadimBadum schrieb:
>> Marke ein komplettes Set sondern immer nur ein paar
>
> ... von den Größen die man selten braucht? Dann lege sie gut konserviert
> in eine große Kiste und notiere die vorhandenen Größen drauf. :-)

Nene sind schon alle Größen von 4mm bis 19mm dabei (außer 9mm) 1/4" 
4,5mm, 5,5mm, 24mm, 25mm, 27mm und 28mm waren auch dabei und einige 
Größen eben mehrfach, vorallem 13/14er von Heyco
#4728887
Lesenswert?

Wenn ich in der Mietwerkstatt auch mit eigenem Werkzeug arbeite, möchte 
ich abends sehen, dass meine Nüsse noch komplett sind.

Deswegen ist im Stahlwille 1/2-Zoll-Kasten alles einheitlich, auch der 
Satz Gabel-Ring-Schlüssel.
Das gilt für den Hazet 854-1 in 1/4 und den größeren Hazet in 3/8 genau 
so.

Der ganze Rest muss nicht einheitlich sein, also z.B. der gekröpfte 
10/13-Ringschlüssel und der 17/19, der offene Bremsleitungsschlüssel und 
so weiter.

Die Nüsse sollten schon sortiert sein, damit man schneller auf sie 
zugreifen kann und nicht stundenlang nach der 13er suchen muss.

Gelenknüsse brauche ich zu selten, die müssen halt als Satz irgendwo 
dabei sein und müssen nicht schick geordnet sein.

Ich habe einmal Inventur gemacht und mir mal alles aufgeschrieben, was 
ich so habe, um nicht den Überblick zu verlieren.

Wenn man etwas dann nicht findet, muss es halt neu angeschafft werden.

Es hängt auch davon ab, ob die Sachen mobil sein müssen, also kompakt 
sortiert, oder ob man die Sachen im "Nagelbrett" an die Wand hängen 
kann.

Du solltest Dir für die wichtigsten Sachen eine Art Einlage basteln, wo 
die Werkzeuge hereinkommen.
Gast #4728914
Lesenswert?

Einen kompletten Satz zu haben ist mir bei Gabelschluesseln schon 
wichtig, sonst verliert/verlegtt man leicht welche. Dann den Satz in 
einen Klemmhalter, dass sie beisammen sind. Kostet nur ein paar Euro. 
Gemischte Marken waeren mir egal, aber die Form sollte schon einheitlich 
sein. Die Uebrigen, also krumme Groessen und Doppelte oder besondere 
Formen dann in die Kruschtelkiste und nicht in den Werkzeugkasten. 
Gegebenenfalls auch fehlende Groessen nachkaufen.
Gast #4728919
Lesenswert?

Es muss alles aus einem Set sein. Nur Markenqualität und die Farbe muss 
zusammenpassen. Wird alles fein säuberlich an die Wand gehängt. Ist mehr 
Deko, die Motorsäge wurde noch nie benutzt und alles andere sieht auch 
aus wie Nagel neu. Meine Frau geht alle zwei WO in den Keller zum 
Abstauben. Ich selbst war seit 3 Jahren nimmer dort, keine Zeit.
Gast #4729051
Lesenswert?

Als Ästhet tendiere ich eindeutig zu einem einheitlichen Erscheinungs-
bild meiner Werkzeuge.


> Um so erkennbar anders, um so leichter findet man das richtige Werkzeug
> "der kurze 13er Maulschlüssel ist schwarz", "Pozidriv ist grün und nicht
> rot".
> Also möglichst unterschiedlich.

Da hat der MaWin gar nicht mal Unrecht, denn im Profibereich arbeitet
man ähnlich: So findet man in den Cockpits von grossen Passagierjets 
gleichartige Bedienelemente, die sich mechanisch jedoch ganz deutlich 
voneinander unterscheiden.

Durch die unterschiedliche Optik und auch Haptik wird kaum etwas
verwechselt. In der Praxis führen dann meist andere Pilotenfehler
zu gefährlichen Situationen.
Persönliche Seite #4729672
Lesenswert?

Heimwerker schrieb:
> Durch die unterschiedliche Optik und auch Haptik wird kaum etwas
> verwechselt. In der Praxis führen dann meist andere Pilotenfehler
> zu gefährlichen Situationen.

Jetzt wird mir klar, warum der künstliche Horizont nicht wie der 
Steuerknüppel aussieht und die Flugbegleiterin sich anders anfasst als 
der Versorgungswagen – ENDLICH ergibt alles Sinn.

Es ist eben zu entscheiden, wann man die Entropie bekämpfen will. Es 
lässt sich a priori machen, d.h. man nutzt zu Beginn sehr viel Energie 
für die Sortierung und spart durch kleine Korrekturen. A posteriori geht 
ebenso, d.h. bedarfsorientiert suchen, unnütze Sortieroperationen ganz 
ausschließen.
Gast #4730379
Lesenswert?

Nein dies sollte keineswegs trollen von mir sein, ich finde es einfach 
optisch unschön das in meinem Maulschlüsselsatz nun 4 verschiedene 
Marken vertreten sind, klar ist das ein First-World-Problem, dies sollte 
auch kein Aufruf sein diese abgeben zu wollen, ich weiß bloß noch nicht 
wie ich diese sinnvoll aufbewahren soll, kennt jemand einen günstigen 
Hersteller welcher Werkzeug Inlets für Koffer herstellt?
#4730718
Lesenswert?

Der Unterschied fällt dann in der Feedback-Schleife auf...

Also, ich hatte ja auch schon Schraubenschlüssel, die ein paar Meter 
geflogen sind, aber einen Piloten hat's dazu nicht gebraucht.

Nee, also, Werkzeug mit Schneiden habe ich vorzugsweise so verstaut, 
dass die Schneiden geschützt sind oder sich zumindest nicht berühren 
können (Bohrer!), aber nach Herstellern sortiert ist da nix. Und zu 
"Werkzeug mit Schneiden" gehören eigentlich auch Feilen, und die liegen 
bei mir schlampigerweise auch noch über- und untereinander. Sie feilen 
aber trotzdem.
#4730721
Lesenswert?

Matthias L. schrieb:
> Und zu
> "Werkzeug mit Schneiden" gehören eigentlich auch Feilen, und die liegen
> bei mir schlampigerweise auch noch über- und untereinander. Sie feilen
> aber trotzdem.

So lange von den Feilen nicht nur Flachstahl, Vierkant- und Rundmaterial 
übrig sind, hast Du Deine Werkzeugkiste noch nicht lange genug 
herumgetragen.
:)
mfG Paul
#4731035
Lesenswert?

Georg schrieb:
> den Werkzeugfetischisten hier empfehle ich zu warten, bis es von Apple
> die iTools gibt. Da könnt ihr dann nachts vor dem Applestore kampieren,
> um als erste die neuen stylischen Sets zu ergattern.

Damit ich dann alle vorhandenen Schrauben aus allen Möbeln, Geräten und 
sonstwas rauswerfen und durch die neuen iScrews ersetzen muss?

Denn wenn die von Apple sind, werden ja wohl kaum kompatibel zu PH, PZ 
und Torx sein. Naja, vielleicht noch das Modell 1. Aber aber spätestens 
ab Generation 2 ist Schluss und es gehen nur noch iScrews.
#4731067
Lesenswert?

BadimBadum schrieb:
> Nein dies sollte keineswegs trollen von mir sein, ich finde es einfach
> optisch unschön das in meinem Maulschlüsselsatz nun 4 verschiedene
> Marken vertreten sind, klar ist das ein First-World-Problem, dies sollte
> auch kein Aufruf sein diese abgeben zu wollen, ich weiß bloß noch nicht
> wie ich diese sinnvoll aufbewahren soll, kennt jemand einen günstigen
> Hersteller welcher Werkzeug Inlets für Koffer herstellt?

Das braucht man nicht. Sinnvoll sind 2 Werkzeugkästen.

Kasten 1 hat Schraubenschlüssel bis SW 13, Inbus bis 6 mm,
Kreuzschlitz, Flachdreher und Torx, dazu noch einen 400g Hammer.

Die schweren Brocken in Kasten 2.
Da gibt es dann Schlüssel bis SW 32 usw. Und den 1000g Hammer.

Das schont das Kreuz.

Eine sehr sinnige Wandaufbewahrung ist folgende Methode:
Magnetleisten, Haken usw.
Dann werden Bretter gemacht, 1 m hoch, 50 cm breit.
Möglichst viele.

Jedes Brett wird bestückt, dann kommt die Spraydose.
Jedes Brett wird samt Werkzeug in einer anderen Farbe lackiert.

Man sieht sofort, das was fehlt :)

Grüße Bernd
Gast #4732674
Lesenswert?

Die pragmatische Schablonenmethode von Bernd gefällt mir.

Hast Du da mal ein Bild von ?

Ich habe hier das Problem, dass mehrere Menschen Unordnung machen. Eine 
(vollflächige) Farbkennzeichnung für die verschiedenen Werkzeugablagen 
könnte dann auch die gefürchtete Werkzeugmigration und Diffusion 
innerhalb der Liegenschaft beenden.
Ob eine rosa Werkzeugwand in der Motorenwerkstatt jedoch auf Akzeptanz 
stößt - weiß ich noch nicht.

Bernd : Hast Du einen bestimmten Frabtyp dafür benutzt (Abrieb und 
Lösemittelfestigkeit)

´vg

Maik
#4733354
Lesenswert?

BastelIng schrieb:
> Die pragmatische Schablonenmethode von Bernd gefällt mir.
>
> Hast Du da mal ein Bild von ?
>
> Ich habe hier das Problem, dass mehrere Menschen Unordnung machen. Eine
> (vollflächige) Farbkennzeichnung für die verschiedenen Werkzeugablagen
> könnte dann auch die gefürchtete Werkzeugmigration und Diffusion
> innerhalb der Liegenschaft beenden.
> Ob eine rosa Werkzeugwand in der Motorenwerkstatt jedoch auf Akzeptanz
> stößt - weiß ich noch nicht.
>
> Bernd : Hast Du einen bestimmten Frabtyp dafür benutzt (Abrieb und
> Lösemittelfestigkeit)
>
> ´vg
>
> Maik

Maik, ich habe das selbst nicht, aber in einer Autowerkstatt so gesehen.

Da reichen normale Baumarktspraydosen. Wenn das Werkzeug entfettet ist,
hält der Lack.

Dann kann man die Dosen ja auch noch aufheben und viel beanspruchte
Teile mal nachlackieren.

Dieses System hat mir sehr gefallen, weil es so eindeutig ist:)

Und es gibt soviel Farben, Rosa muss nicht.

Das menschliche Auge kann verschiedene Grüntöne super unterscheiden,
das muss also keine Farbenorgie werden.

Grüße Bernd

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren