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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Nema24 Schrittmotor mit 70V Leadshine EM806


Autor: Daniel K. (danno)
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Hallo zusammen,
bin neu hier und habe eine Frage die mich nun etwas beschäftigt.

Haber hier eine CNC Fräsmaschien Steuerung mit einer Spannung von 70V DC 
und eingebauten EM608 Endstufen der Marke Leadshine.

Nun stell ich mir die frage ob es Probleme geben könnte wenn ich nun 
Nema24 Schrittmotoren an der Steuerung betreibe.

Die Motoren stehen noch zur Auswahl nur sollten die nicht größer wie 
NEAM24 sein.

Hat wer Erfahrungen diesbezüglich?


Gruß
Danno

: Verschoben durch Admin
Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Hallo Daniel,

Willkommen bei µC.net :-)

Ich sehe da keine größeren Probleme.

Entscheidend ist immer der Strom, den Du in der Endstufe einstellst, 
nicht die Flanschgröße des Motors. Bei den EM608 geht das mWn in 
0,1A-Schritten

Wenn Dein Motor die Spannung von 70V verträgt (ich kenne keinen Nema24, 
der das nicht täte, 70V sind nicht so arg viel), dann sollte das 
problemlos machbar sein.

Ein Blick ins Datenblatt der zur Auswahl stehenden Motoren sollte Dich 
erhellen :-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Daniel K. (danno)
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Hallo Chris ;)

Danke für die schnelle Antwort!

Leider steht es nirgends im Datenblatt!
Oder von was leite ich es ab?

Die in der engeren Auswahl stehenden Motoren.

http://de.nanotec.com/fileadmin/files/Datenblaette...

und

http://www.omc-stepperonline.com/download/pdf/24HS...

Bei den letzteren steht was von empfohlener Netzteil Spannung von 24-48V 
aber das wird wohl eine Allgemeine Angabe bei den Chinesen sein.

Der letztere ist aber für mich eigentlich der interessantere.

Gruß

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Schau mal nach, was der Begriff "Dielectric strength" auf den beiden 
Datenblättern bedeutet. Das sollte Dir weiterhelfen :-)

Autor: Daniel K. (danno)
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Das ist doch nur die Durchschlagfestigkeit oder nicht?
Dachte das hat nicht wirklich was mit der sinnvoll nutzbaren 
Maximalspannung zu tun.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Doch, hat sie :-)

Das ist die Spannung, ab der die Wicklung kaputtgeht.

Ansonsten kannst Du die Spannung beliebig hoch ansetzen - natürlich mit 
entsprechenden Sicherheitsmargen. Aber bei 70 Volt liegst Du ja wirklich 
sehr deutlich darunter. Dazu kommt noch, dass offenbar mit 
Wechselspannung getestet wurde, die Spitzenspannung also vermutlich 
nochmal deutlich darüber liegt - und die Wicklung auch dort immer noch 
nicht durchschlägt.

Wie geschrieben: entscheidend ist der Maximalstrom, den der Motor 
verträgt.

Die Endstufe regelt den Spulenstrom immer so ein, dass dieser Strom 
fliesst, indem sie die Spannung immer solange einschaltet, bis der 
gewünschte Strom erreicht ist. Dann wird abgeschaltet, und wenn der 
Strom wieder unter die Schwelle sinkt, wieder holt sich das Spiel.

Die angelegte Spannung spielt insofern eine Rolle, dass der Strom in den 
Spulen umso schneller ansteigt, je höher diese ist. D.h., der Motor kann 
mit höherer Taktrate angesteuert werden, ohne an Leistung zu verlieren 
(was passiert, wenn die Zeit zwischen den Schritten nicht mehr 
ausreicht, um den vorgegebenen Strom zu erreichen).

Autor: Daniel K. (danno)
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Vielen Danke,
super erklärt!

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Hallo Chris,

vorsicht vor solchen Tipps! Von der Durchschlagspannung sollte man schon 
deutlich(!) Abstand halten. Die liegt bei Schrittmotoren meist bei 
einigen hundert Volt, und niemand wird einen Nema23-Motor ernsthaft mit 
100V oder mehr betreiben wollen. 70V DC sind noch gerade so im Bereich 
der Schutz-Kleinspannung, dass sollte also noch gehen. Trotzdem würde 
ich dazu raten, Motoren mit Erdungsschraube zu verwenden und das Ganze 
entsprechend gut zu erden.

http://www.schrittmotor-blog.de/die-richtige-spann...

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Thorsten O. schrieb:
> vorsicht vor solchen Tipps! Von der Durchschlagspannung sollte man schon
> deutlich(!) Abstand halten. Die liegt bei Schrittmotoren meist bei
> einigen hundert Volt, und niemand wird einen Nema23-Motor ernsthaft mit
> 100V oder mehr betreiben wollen.

Richtig - aber 70V sind wirklich weit genug weg.

Und man darf auch nicht vergessen, dass zumindest bei dem einen Motor 
auch nur bis 500V AC getestet wurde: die eigentliche 
Durchschlagspannung wurde da ja noch nicht erreicht.

Hast Du vielleicht Testergebnisse, bei denen wirklich bis zum 
Durchschlag hochgefahren wurde?

> 70V DC sind noch gerade so im Bereich
> der Schutz-Kleinspannung, dass sollte also noch gehen. Trotzdem würde
> ich dazu raten, Motoren mit Erdungsschraube zu verwenden und das Ganze
> entsprechend gut zu erden.

Ja, ich hatte überlegt, das noch dazuzuschreiben und vor allem bei den 
ersten Testfahrten erstmal mit 24V anstatt 70V zu arbeiten, es aber dann 
doch gelassen: man kann und muss von Leuten, die so etwas vorhaben, 
erwarten, dass sie wissen, was sie tun.

> 
http://www.schrittmotor-blog.de/die-richtige-spann...

Wobei ich da für den OP dieses hier interessanter finde:

http://www.schrittmotor-blog.de/die-sache-mit-der-spannung

Da erklärst Du das viel anschaulicher als ich :-)

Autor: Dauerlutscher (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Da erklärst Du das viel anschaulicher als ich :-)

Der will ja auch was verkaufen.

Autor: m.n. (Gast)
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Dauerlutscher schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Da erklärst Du das viel anschaulicher als ich :-)
>
> Der will ja auch was verkaufen.

Deinem nichtssagendem Beitrag kann man entnehmen, daß Du nichts 
verkaufen, sondern nur dumm rumlabern möchtest :-(

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Dauerlutscher schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Da erklärst Du das viel anschaulicher als ich :-)
>
> Der will ja auch was verkaufen.

Ja - aber man muss ja nichts kaufen. Thorsten gibt sich in seinem Blog 
jedenfalls viel Mühe und ich habe da damals schon einiges gelernt.

Davon abgesehen hilft er hier auch sonst immer sehr kompetent beim Thema 
Schrittmotor.

Jetzt benötigen wir hier nur noch einen, der sich so gut mit Servos 
auskennt ;-)

Autor: Daniel K. (danno)
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Danke für die rege Beteiligung an der Fragestellung!


Thorsten O. schrieb:
> rotzdem würde
> ich dazu raten, Motoren mit Erdungsschraube zu verwenden und das Ganze
> entsprechend gut zu erden.

Mir ist eigentlich nur ein Motor in der Nema24/23 klasse bekannt der 
eine solche Erdung biete und das wäre der Sanyo Denki, welcher aber eine 
geringes Drehmoment hat im vergleich zu dem Nanotec.

Kennen Sie eventuell vergleichbar starke Motoren die auch eine 
Erdungsschraube bzw. Erdungsleitugn besitzen ?


MfG
Daniel

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Daniel K. schrieb:
> Danke für die rege Beteiligung an der Fragestellung!
>
>
> Thorsten O. schrieb:
>> rotzdem würde
>> ich dazu raten, Motoren mit Erdungsschraube zu verwenden und das Ganze
>> entsprechend gut zu erden.
>
> Mir ist eigentlich nur ein Motor in der Nema24/23 klasse bekannt der
> eine solche Erdung biete und das wäre der Sanyo Denki, welcher aber eine
> geringes Drehmoment hat im vergleich zu dem Nanotec.
>
> Kennen Sie eventuell vergleichbar starke Motoren die auch eine
> Erdungsschraube bzw. Erdungsleitugn besitzen ?

Reicht es nicht, die Erdung unten an einer der Flanschschrauben mit 
festzuschrauben? So habe ich das hier bisher gehandhabt, allerdings eher 
aus Entstörungsgründen (hat auch geholfen :-)

Eine andere Möglichkeit, um so etwas "nachzurüsten", wäre, an passender 
Stelle einen Bolzen anzuschweißen. Dazu benötigt man aber natürlich das 
passende Gerät.

Es wäre schön, wenn Thorsten dazu noch etwas aus der Praxis schreiben 
könnte :-)

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Ich nehme an, dass man die Erdnung auch über den Flansch machen kann. 
Ich meine aber, es sei nicht zulässig, die Erdung über eine Schraube zu 
machen, die gleichzeitig für eine Befestigung verwendet wird. Hinzu 
kommt, dass die Kabelausführung bei den mir bekannten Motoren mit 
Erdungsschraube und CE meist anders gelöst ist. Entweder mit 
Klemmenkasten (IP65, teuer) oder zumindest mit einer zusätzlichen 
Ummantelung (z.T. IP54).

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

Autor: Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite
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Hallo Chris D.,

> Jetzt benötigen wir hier nur noch einen, der sich so gut mit Servos
> auskennt ;-)

Modellbau-Servos oder richtige? Zumindest im industriellen Bereich kenne 
ich mich da auch ganz gut aus (vor allem Sinumerik 611D und Beckhoff), 
incl. der verschiedenen Feedback-Systeme und Synchron-Linearmotoren.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

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