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Forum: HF, Funk und Felder Maximale Länge Koaxialkabel


Autor: Florian G. (luepo)
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Hallo beisammen,

ich bin auf dem Funkgebiet leider sehr unerfahren, und habe mich 
entschlossen, euch um Hilfe zu bitten ;).

Folgendes Problem:
Ich habe eine GPS-Antenne:
Primary Power 5V; Power Cons. 22mA,0,11W, Impedanz: 50ohm, L1 1575MHz; 
Gain 35dB; Noise 2,75dB, Pass-band width 50MHz.

Jetzt habe ich ein M17/28 RG058-Kabel zur Verfügung, Spec im Anhang.

Meine Frage ist jetzt folgende:
Wie lang kann ich das Kabel machen, ohne das ich Signalverlust habe?

Vermutlich sind die Angaben zu ungenau, und ich bezweifel, das man 
hiermit schon arbeiten kann, zumal die Spec des Empfängers fehlt.

Habe ich da keine Chance, oder habt ihr eine Idee?

: Bearbeitet durch User
Autor: Helmut L. (helmi1)
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Florian G. schrieb:
> Meine Frage ist jetzt folgende:
> Wie lang kann ich das Kabel machen, ohne das ich Signalverlust habe?

Gar nicht, schon der erste cm macht Daempfung. Die Frage sollte lauten 
wieviel Daempfung darf ich maximal haben.

Und dazu stellt man ein Linkbudget auf.  Was liefert die Antenne an 
Signal und wieviel braucht mein Empfaenger mindestens um zu 
funktionieren. Die Differenz sind deine maximalen Kabelverluste.

Autor: Possetitjel (Gast)
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Florian G. schrieb:

> Folgendes Problem:
> Ich habe eine GPS-Antenne:
> Primary Power 5V; Power Cons. 22mA,0,11W, Impedanz: 50ohm,
> L1 1575MHz; Gain 35dB;

Okay.

> Noise 50MHz.

???

> Jetzt habe ich ein M17/28 RG058-Kabel zur Verfügung, Spec
> im Anhang.

Hmm. Nicht gut geeignet für diese Frequenz.

> Meine Frage ist jetzt folgende:
> Wie lang kann ich das Kabel machen, ohne das ich Signalverlust
> habe?

Null Meter.

Einen gewissen Signalverlust hast Du immer; die Frage ist,
wieviel Du tolerieren kannst bzw. willst.

Aber mal als Anhaltspunkte: 1m geht sicherlich mit RG58,
die Verschlechterung wirst Du nicht bemerken. 10m liegt
in der Grauzone; das ist schlecht abschätzbar. 100m
kannst Du absolut vergessen, da geht nix mehr.

Gegenfrage: Welche Entfernung möchtest Du denn überbrücken?

Autor: Lurchi (Gast)
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Wenn die Antenne 35 dB Gain hat (interner Verstärker) dann sollte man im 
Kabel nicht mehr Verlust haben, sondern wenigstens etwa 6 dB weniger - 
dann hat der Eingangsverstärker im Empfänger immer noch einen höheren 
Pegel als das Signal vor dem Empfangsverstärker, und das S/N hat die 
Chance nicht viel schlechter zu werden.

Für 1500 MHz ist das Kabel nicht gedacht und nicht mehr spezifiziert - 
da müsste man schon grob Schätzen wass man an Dämpfung bekommt. Wenn man 
100 dB/100 m annimmt wäre maximal etwa 30m noch möglich bevor es 
zwingend zu merklichen Verlusten komme. Je nach Empfänger liegt das 
Limit auch niedriger.

Autor: Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Possetitjel schrieb:
>> Noise 50MHz.
>
> ???

Da ist du ein paar Worte dazwischen weggelassen. ;-)

Autor: Florian G. (luepo)
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@Helmi1
Da liegt auch schon der Hund begraben, dass weiß ich nicht, weder zu der 
Antenne habe ich Informationen, noch zum Empfänger, ist mir auch gerade 
gekommen... damit kann ich das wohl vergessen...

@Possetitjel
die 50MHz waren falsch abgeschrieben, die Noise beträgt 2,75 dB, sorry.

das Kabel hat mich auch schon etwas stutzig gemacht, zumal es sich um 
ein High-End-System handelt.

Ich versuche an Detailinformationen zu kommen, aber die wird mir der 
Hersteller vermutlich nicht geben. Ich probiere einfach mal drauf los.

Danke euch trotzdem für eure Antworten!

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Florian G. schrieb:

> Wie lang kann ich das Kabel machen, ohne das ich Signalverlust habe?

0cm

Autor: oszi40 (Gast)
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Autor: Possetitjel (Gast)
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Jörg W. schrieb:

> Possetitjel schrieb:
>>> Noise 50MHz.
>>
>> ???
>
> Da ist du ein paar Worte dazwischen weggelassen. ;-)

Hmpf...

Ich könnte schwören, dass die vorhin noch nicht dagestanden
haben...

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Possetitjel schrieb:
> Ich könnte schwören, dass die vorhin noch nicht dagestanden
> haben...

Du hast recht.
Die hat er auch um 14.36 geaendert, dein Post war von 14.32

Autor: Florian G. (luepo)
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Scherzkekse, ja, ich habe den Post geändert :).
Als Erfahrener HF/ Funk-Stümper kann ich sowas ja nicht auf mir sitzen 
lassen :P.

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Florian G. schrieb:
> Scherzkekse, ja, ich habe den Post geändert :).
> Als Erfahrener HF/ Funk-Stümper kann ich sowas ja nicht auf mir sitzen
> lassen :P.

Jetzt kann  Possetitjel wieder jut schlafen heute Nacht.

Autor: Florian G. (luepo)
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@ Helmut Lenzen:
Na, wenigstens konnte ich einem den Tag retten.
Und viele andere amüsieren, ist ja auch was wert!

Autor: Jürgen T. (Gast)
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Interessant in diesem Zusammenhang: Wie verändert die Länge des
Antennenkabels die angezeigte Postion? Vermutlich wird das Display
des GPS-Empfängers die Koordinaten der Antenne anzeigen.

Autor: Lurchi (Gast)
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Das Antennenkabel sollte fast keinen Einfluss auf die Position haben. Es 
wird die Zeitdifferenz zwischen verschiedenen Signalen genutzt und die 
Laufzeit der verschiedenen Signal sollten beim Kabel schon sehr ähnlich 
sein. Ein Problem wäre höchstens wenn da durch ein nicht richtig 
terminiertes Kabel scharfe Resonanzen entstehen, die das eine Signal 
stärker beeinflussen als ein anderes.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Jürgen T. schrieb:

> Interessant in diesem Zusammenhang: Wie verändert die Länge des
> Antennenkabels die angezeigte Postion? Vermutlich wird das Display
> des GPS-Empfängers die Koordinaten der Antenne anzeigen.

So genau kann man die Position sowieso nicht bestimmen, das man da
einen Unterschied merken würde.

Autor: Possetitjel (Gast)
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Jürgen T. schrieb:

> Interessant in diesem Zusammenhang: Wie verändert die
> Länge des Antennenkabels die angezeigte Postion?
> Vermutlich wird das Display des GPS-Empfängers die
> Koordinaten der Antenne anzeigen.

Natürlich. Was sonst?

Autor: Possetitjel (Gast)
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Harald W. schrieb:

> Jürgen T. schrieb:
>
>> Interessant in diesem Zusammenhang: Wie verändert
>> die Länge des Antennenkabels die angezeigte Postion?
>> Vermutlich wird das Display des GPS-Empfängers die
>> Koordinaten der Antenne anzeigen.
>
> So genau kann man die Position sowieso nicht bestimmen,
> das man da einen Unterschied merken würde.

Das kommt auf die Länge des Antennenkabels an. - Womit
wir wieder am Ausgangspunkt wären... :)

Autor: GPS (Gast)
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Da bei GPS alle Satelliten auf der gleichen Frequenz 
senden(genaugenommen 2)  im Codemultiplex, CDMA-Verfahren, gibt es per 
Definition keine Laufzeitunterschiede und die Länge des Antennenkabels 
beeinflusst nur die Dämpfung.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Helmut L. schrieb:
> Florian G. schrieb:
>> Meine Frage ist jetzt folgende:
>> Wie lang kann ich das Kabel machen, ohne das ich Signalverlust habe?
>
> Gar nicht, schon der erste cm macht Daempfung. Die Frage sollte lauten
> wieviel Daempfung darf ich maximal haben.

Einem GPS Empfänger macht die Signaldämpfung, solange das von der 
"Antenne" abgegebene Signal so käftig ist, erstmal nichts aus.

Die Signalgüte wird primär vom Signal-Rausch-Verhältnis nach der 
Eingangsstufe bestimmt.

Offensichtlich handelt es sich um eine Aktivantenne, d.h. schon in der 
"GPS-Antenne" wird das Signal um 35dB verstärkt. Damit ist das Signal so 
hoch, dass das Eingangsrauschen vom GPS-Empfänger in Realtion dazu 
praktisch unbedeutend ist. Bevor man durch Kabeldämpfung wieder in den 
Bereich kommt, wo das Rauschen der Empfangseingangsstufe die 
Signalqualität beeinflusst, kann man sich einiges erlauben.

Florian G. schrieb:
> Ich habe eine GPS-Antenne:
> Primary Power 5V; Power Cons. 22mA,0,11W, Impedanz: 50ohm, L1 1575MHz;
> Gain 35dB; Noise 2,75dB, Pass-band width 50MHz.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Jürgen T. schrieb:
> Vermutlich wird das Display des GPS-Empfängers die Koordinaten der
> Antenne anzeigen.

Ja.

Harald W. schrieb:
> So genau kann man die Position sowieso nicht bestimmen, das man da
> einen Unterschied merken würde.

Also bitte, mit RTK kommst du im Bereich von 10km um die Referenzstation 
durchaus auf eine Genauigkeit von besser als ein Zentimeter, in der 
nahen Umgebung auf ein Millimeter, solange du die Phase nicht verlierst. 
Da muss man sich aber ganz deutlich Gedanken machen, wo der Bezugspunkt 
für die Messung ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Echtzeitkinematik

Autor: oszi40 (Gast)
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Wolfgang schrieb:
> auf eine Genauigkeit von besser als ein Zentimeter, in der
> nahen Umgebung auf ein Millimeter

In solchen hochgenauen RTK-Fällen müßte man sich ja schon Gedanken 
machen wo genau man die Antenne im Gerät anordnet. Sonst ist die 
"genaue" Messung drei Daumen breit daneben!

Autor: Christoph db1uq K. (christoph_kessler)
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http://www.kabel-kusch.de/Texte-Info/datenblatt.htm
ganz rechts in der Tabelle steht die Dämpfung in dB pro 100m für die 
Frequenzen 1296 und 2320 MHz, die 1575 liegen irgendwo dazwischen.
je weniger dB desto länger darf das Kabel sein - es wird aber auch 
teurer.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang (Gast)
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oszi40 schrieb:
> In solchen hochgenauen RTK-Fällen müßte man sich ja schon Gedanken
> machen wo genau man die Antenne im Gerät anordnet.

Für RTK ist die Antenne nicht irgendwo im Gerät angeordnet, sondern da 
gibt es eine separate Antenne mit ganz definierten Referenzpunkt ggf. 
für mobilen Einsatz auf einem geeigneten Vermessungsstativ. Da wird 
nicht das Gerät nach Augenmaß irgendwo hin gehalten ;-)

So sieht z.B. ein Antennenaufbau von Leica aus, oben die GPS Antenne und 
dazu eine kleine Yagi für eine Datenstrecke
http://www.leica-geosystems.us/thumbs/originals/JO...

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