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Forum: Offtopic Bürstenfeuer an speziellem Elektromotor vermindern


Autor: Wolf Jäger (david_von_trieplatz)
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Hallo....

Ich bin ein Freund alter (Groß-)Uhren (Regulatoren etc.) und habe zu 
meinem 50ten Geburtstag eine alte Hauptuhr geschenkt bekommen. (Eine C. 
Bohmeyer... selten) Diese Uhr besitzt einen ungewöhnlichen Elektromotor, 
bei dem mir das Bürstenfeuer nicht gefällt. Betriebsspannung sind ca 
90Volt. Der Motor ist (für mich) seltsam beschaltet: der Strom kommt an 
Klemme 1 an, wird dann durch eine Spule geleitet , die ein Magnetfeld 
für den Rotor erzeugt. Dann kommt eine RC Strecke  oder der Kommutator 
und dann die 2te Spule. Wie kann man das Bürstenfeuer minimieren... Der 
Motor ist ca 70 Jahre alt....

Autor: Mani W. (e-doc)
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Snubber?

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Bei Bürsten Motoren kann man über gezielte Feldschwächung das Feuer 
vermindern, aber mir scheint, du hast da eine Art Universalmotor, bei 
dem die Einzelwicklungen nicht zugänglich sind.
Ein Ansatz wäre, um die Uhr zu erhalten, sie mit noch weniger als den 
90V zu betreiben (wenn sie dann noch richtig geht).

Autor: Boris Ohnsorg (bohnsorg) Benutzerseite
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Wolf J. schrieb:
> Dann kommt eine RC Strecke  oder der Kommutator…

Bilder+Schaltskizze. So rein technisch würde ich das RC-Glied schon für 
einen Snubber halten. Und wenn das Bürstenfeuer nicht aus dem Gehäuse 
dringt, ist es vielleicht imanenter Bestandteil der Schaltung. Es zu 
beseitigen mindert nicht nur den heimeligen Lichteffekt sondern auch die 
Ganggenauigkeit.

Autor: Wolf Jäger (david_von_trieplatz)
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Danke erstmal... Habe Heute leider nicht die Zeit einen Schaltplan zu 
zeichnen, kommt morgen. Zum besseren Verständnis: Der Motor dient dazu 
die Gewichte wieder nach oben zu bringen, er hat mit der Ganggenauigkeit 
der Uhr NICHTS zu tuen. Im Normalfall wird er alle 2 Stunden 
eingeschaltet. Die Uhr Läuft ohne Ihn Ca 24 Stunden (Gangreseve). Ich 
habe mal 2 Bilder angehängt. Das Erste zeigt den Motor in zerlegtem 
Zustand vor der Reinigung, das 2. die Uhr auf meinem Testständer. Das 
Gehäuse ist übrigens stark ramponiert... Noch eine Aufgabe...

PS: die RC strecke liegt also schaltungstechnisch über dem Kommutator. 
Ich betreibe den Motor mit Wechselstrom... Niemand konnte mir sagen, ob 
das richtig ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Sinus Tangentus (micha_micha)
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Bist du dir sicher, dass 90V Wechselspannung richtig ist?
Solche Uhrenanlagen wurden odt zusammen mit Telefonanlagen 
installiert/betrieben. Diese liefen mit 60V Gleichspannung, und das war 
auch die übliche Versorgung der Uhrenanlagen, von 90V habe ich noch nie 
etwas gehört/gelesen.
Und Wechselspannung ist es mit Sicherheit nicht. Die Versorgung erfolgte 
aus Akkumulatoren, die wärend des Betriebes natürlich geladen wurden.

Versuche es mal mit 60V Glaichspannung, vielleicht ist dann dein 
Bürstenfeuer schon verschwunden. Wenn nicht, dann schau dir mal deine 
R/C-Kombination genauer an, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines 
oder beide der Bauelemente defekt.

Autor: Wolf Jäger (david_von_trieplatz)
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Das mit der Gleichspannung wusste ich nicht...
@ sinus tangentus: die Betriebsspannungen von Uhrenanlagen waren nicht 
einheitlich, ich weiß von 24, 48 und 96V. Meisens war es davon abhängig, 
wieviele Nebenuhren angeschlossen waren. Das es sich dabei um 
Gleichspannung handelt, ist mir neu. Ich werde mal versuchen, ob ich das 
irgendwie Probeweise gleichgerichtet bekomme. Habe momentan nur keine 
passenden Dioden für 'ne Graetz- Gleichrichtung parat.(und auch keine 
Ahnung, was man da heute nimmt. Mein Wissen über diese Dinge ist 
(leider) noch auf DDR- Niveau.)

DANKE

Autor: Sinus Tangentus (micha_micha)
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Ja, 24V und 48V kenne ich auch, aber selbst die großen Anlagen der Bahn 
waren 60V. 96V ist neu für mich, also wieder was dazugelernt.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Das schöne am Universalmotor ist, das er sowohl mit Gleichspannung als 
auch mit Wechselspannung läuft - evtl. haben die Bahnjungs sich alle 
Türen offen gelassen und deswegen diesen Motor verbaut.
Um das alte Aggregat zu schonen, empfehle ich, die Spannung soweit 
runterzusetzen, das es noch zuverlässig aufzieht, aber das Bürstenfeuer 
soweit wie möglich reduziert ist. Miss doch auch bitte mal Kapazität und 
Widerstand der beiden Bauteile im RC Glied. Es kann gut sein, das nach 
all den Jahrzehnten der Kondensator einfach am Ende ist.

Autor: Wolf Jäger (david_von_trieplatz)
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Zum messen der Kapazität bin ich zu blöd (weiß nicht wie und womit) Ich 
habe aber mal Spaßeshalber einen Kondensator (450V 1,8µF) paralell zu 
dem alten Kondensator gepackt- dann ist das Feuer weg. Auch habe ich mir 
beim Elektroniker meines Vertrauens eine Gleichrichteaustein besorgt, 
der 3,1A kann. Ergebnis: läuft mit Gleichspannung bei (unter Last)mit 
22,1 V von einem alten Steckernetzteil zuverlässig- mit dem 
entsprechenden Kondensator ohne Feuer. Der stammt übrigens aus einer 
alten Energiesparlampe...
Ich betrachte das Problem als gelöst und bedanke mich bei allen hier 
nochmal. Wer mehr Uhren sehen will kann mich im Internet besuchen: 
chaosclub.org
David

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