mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik XLR Audio Signal splitten


Autor: Spannungsteiler (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Forum !

Zugegeben, der Titel ist vielleicht nicht ganz verständlich, deshalb
schildere ich ausführlicher mein Vorhaben.

Als Audio Quelle dient ein Stereo Gerät mit 2x XLR symmetrischen
Ausgängen. (XLR Kanal-L und XLR Kanal-R).
Die 2 Ausgänge möchte ich über Auswahlschalter auf 2 Endstufen
weiterschalten, so dass immer nur eine Endstufe die Signale bekommt.

Die Endstufen sind immer auf max-Volume eingestellt. Die XLR
Signalquelle hat Lautstärkeeinstellmöglichkeit.

Die Umschaltung soll bei jeder Lautstärke Knackfrei erfolgen.

Es handelt sich um symmetrische Audiosignale, die verteilt werden
sollen.

Mein erster Gedanke war es, Relais im Signalweg zu schalten, so,
dass der Eingang vom nicht geschalteten Verstärker auf Masse
gelegt wird. (siehe Schaltplan)
Ich befürchte aber, dass hier je nach Lautstärke, Knackgeräusche
entstehen.

Welche Lösung würde sich hier noch anbieten?

Vielen Dank für euere Anregungen!!!

Autor: Audiomann (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Meine Fresse! Endstufen bei voller Lautstärke mit Signalen versorgen und 
das auch noch mechanisch!

Ganz vorsichtig und zurückhaltend fomruliert:

Ja, es könnte sein, dass dort das eine oder andere Knackgeräusch 
entstehen könnte. Es könnte auch so laut werden, dass sich die eine oder 
andere Kalotte verabschiedet.

Und es könnte so laut sein, dass sich das Trommelfell verabschiedet.

Autor: Werner F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Spannungsteiler schrieb:
> Die Umschaltung soll bei jeder Lautstärke Knackfrei erfolgen.

Hallo,
mit einem selbst gebauten Optokoppler bestehend aus LED oder Glühlampe 
mit einem LDR.
Das funktioniert zu 100% knackfrei, ist aber Uralttechnik.
Allerdings: Was alt ist, muss nicht unbedingt und gleichzeitig schlecht 
sein.

MfG. Zeinerling

Autor: Spannungsteiler (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Werner F. schrieb:
> mit einem selbst gebauten Optokoppler bestehend aus LED oder Glühlampe
> mit einem LDR.

Du meinst etwa so eine (prinzip) Schaltung wie hier ;
http://electronics.stackexchange.com/questions/227...

Wobei ich den LED mit eine kleine Lampe ersetzen würde, und sie
über einen schalter schalten würde. Die Lampe braucht sogar Zeit
bis sie ganz hell leuchtet, dies würdee eine schnelle Lautstärkeregelung
entsprechen.....

Autor: Werner F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Spannungsteiler schrieb:
> Du meinst etwa so eine (prinzip) Schaltung wie hier ;
> 
http://electronics.stackexchange.com/questions/227...

Ja sowas meine ich.
Allerdings arbeitet der LDR dann mit einem Serienwiderstand als optisch 
einstellbarer Spannungsteiler. Eine 100% ige Trennung des Signals wirst 
Du damit nicht erreichen können.
Einfach mal mit verschiedenen Widerstände und LDR ausprobieren.  Kostet 
ja nicht die Welt.

MfG. Zeinerling

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Spannungsteiler schrieb:

> Die 2 Ausgänge möchte ich über Auswahlschalter auf 2 Endstufen
> weiterschalten,

Warum wllst Du überhaupt schalten? Reicht es Dir nicht,
die jeweils benutzte Endstufe einzuschalten? Das Nf-Signal
am Eingang sollte eine ausgeschaltete Endstufe nicht stören.

Autor: Spannungsteiler (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die 2 Endstufen sind etwa 10m Von der Quelle entfernt und immer
mit maximaler Lautstärke eingeschaltet.
Die Signalquelle ist eine externe USB-Soundkarte mit XLR-Ausgängen.

Nun sind an den Endstufen unterschiedliche Lautsprecherpaare 
angeschlossen.
Es handelt sich um eine "Abhöre" (im Musikstudio meines Freundes).

Wir möchten also zwischen 2 Lautsprecherpaaren, während eine Musik 
lauft,
umschalten können. Möglichts ohne störende Knackgeräusche.

Ideal wäre also eine Umschaltung mit schnellem Volumenreglern....
Die Idee mit der Lampe-LDR Kombination ist sehr plausiebel, müsste
ich erstmal ausprobieren.

Eine kompliziertere Lösüng wäre vielleicht mit digitalen
Potibausteinen, wie der AD5204 oder ähnliches....

Autor: Max Mustermann (jens2001)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und was spricht gegen ein Tandempoti?
Wenn's fernbedienbar sein soll mit Motor!

Autor: Werner F. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass man das auch mit einem 
Analogschalter CD4066 machen kann.
Du müsstest denn wohl 2 oder auch 3 Schalter in Reihe schalten, da ein 
einzelner Schalter ein Audiosignal nicht vollständig trennen kann.
Doppelt genäht hält besser.
Ob diese Lösung knackfrei ist, weiß ich nicht, da ich das nie probiert 
habe.

MfG. Zeinerling

Autor: Spannungsteiler (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Gedanke war, den Umschaltbox direkt bei den Endstufen zu
platziern. Mit einer Drahtverbindung (oder auch IR-Vernbedienung)
zu einem kleinen Gehäuse, der sich bei dem Hörer befindet, und in dem
nur ein Schalter untergebracht ist, um das Signal während dem
Hören umzuschalten.

Also, wir wollen so unnötig lange Signalleitungen vermeiden.
Wir könnten dieses Gerät hier kaufen:
https://www.thomann.de/de/palmer_monicon_l.htm

das genau die gewünschte Aufgabe erfüllt....aber;
dann müsste das Signal vom PC zum Hörer und von dort dann doppelt
zu den 2 Endstufen, was wir dann eben vermeiden wollen.

Ich dachte nur, eine Umschaltung (knackfrei) könnte man einfach mit
2 Relais hinbekommen, wie auf dem Schaltplan ganz oben....
Deshalb wollte ich noch euere Meinungen und Vorschläge dazu
miteinbeziehen.

Ich sehe schon, es gäbe viele Möglichkeiten, aber die Kosten und
der Aufwand dürfte auch in Grenzen bleiben, wobei wir gerne
bischen Hobbyarbeit leisten würden ;-))

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ob diese Lösung knackfrei ist, weiß ich nicht, da ich das nie probiert
> habe.

Ohne analogen Fade-in hängt das im wesentlichen von der DC-Freiheit der 
symmetrischen Ausgänge ab. Da es eher selten ist, dass da schon ein 
Trafo sitzt, wirds bei hartem Schalten immer etwas knacken...

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

Eingang                                    Ausgang A

1 o------+--------------------------------------o 1
         |
2 o---------+-------[1kΩ]-------+---------------o 2
         |  |                   |
3 o------------+----[1kΩ]----------------+------o 3
         |  |  |                |        |
         |  |  |                |        |
         |  |  |                |        |
         |  |  |               | |      | |  Poti
         |  |  |               | |<---->| |  Stereo
         |  |  |               | |      | |  2x 10kΩ lin
         |  |  |                |        |
         |  |  |                |        |
         |  |  |                |        | Ausgang B
         |  |  |                |        |
         +--------------------------------------o 1
            |  |                |        |
            +-------[1kΩ]-------+---------------o 2
               |                         |
               +----[1kΩ]----------------+------o 3


Möglicherweise müssen die 1kΩ-Widerstände aufgrund der Belastbarkeit der 
Quelle größer ausfallen.


Gruß

Jobst

Autor: HildeK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Jobst M.
Du solltest noch die beiden Poti-Abgriffe mit Masse (Ltg. 1) verbinden 
...

Autor: Karl B. (gustav)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,
bei Tonbandgeräten trat immer mal wieder das Problem auf, dass der 
angeschlossene Endverstärker ins Overload/Clipping gefahren wurde beim 
Umschalten von Aufnahme auf Wiedergabe. Der Schaltknacks war so gross.

Dafür wurde dann serienmässig ein Muting circuit eingebaut.

Das zeigt, dass das Prob. garnicht so weit hergeholt ist.

Evtl. kann die vom TO vorgestellte Relaisschaltung die Relais mit 
definierter Verzögerung schalten. Sprich, zuerst Signal "muten", dann 
umschalten.

ciao
gustav

Autor: nitro (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hey,

wollt ihr damit Lautsprecher vergleichen?
Wenn ja ist das nur sinnvoll mit passendem preset zu jedem Lautsprecher 
und kalibrierter Lautstärke, dass beide exakt gleichlaut sind.

Das sinnigste wäre sich eine DSP zu kaufen und fernzusteuern falls die 
obere Annahme zutrifft.

Im günstigsten Preisegment die DCX2496 oder t.racks ds2/4

Autor: Karl B. (gustav)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja,
"...Schalten Sie immer zuerst das Lautsprecher-Management-System und 
danach die angeschlossenen Geräte ein, um Einschaltknacken und mögliche 
Schäden an den angeschlossenen Lautsprechern zu vermeiden..."
Punkt 6 Seite 20 im Manual
http://images.thomann.de/pics/prod/c_198101_de_online.pdf

Gehe einmal davon aus, dass die Anlage des TO nicht ständig 
eingeschaltet ist, also evtl. auch ein Einschaltmoment mit 
Lautsprecherknacken vorhanden ist.

Inwieweit das hier zutrifft, kann ich nicht entscheiden, weil ich's 
nicht ausprobieren kann.



ciao
gustav

Autor: nitro (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es ging hier um die Umschaltung nicht um das Einschalten?
Da kann man Auto mute aktivieren dann passiert da garnichts.
Sollte er dann auch jedes mal machen wenn er die Soundkarte 
einschaltet...

Was auch noch eine Möglichkeit ist:
Die Endstufen mit einem einfachen Splitter anzuschließen, in jeder 
Signalleitung (hot und cold) zu jeder Endstufe einen 10k Widerstand 
einzufügen und dannach die zu mutende Endstufe die Signalleitungen per 
Relais auf masse ziehen.

Dabei sollte kein knacken entstehen, da kein Signaltrennung stattfindet.
Der Pegel fällt leider von der Soundkarte zur Endstufe sollte aber 
funktionieren, einfach im Aufbau und verdammt günstig.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
HildeK schrieb:
> Du solltest noch die beiden Poti-Abgriffe mit Masse (Ltg. 1) verbinden

Nein!


Gruß

Jobst

Autor: GND (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jobst M. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Du solltest noch die beiden Poti-Abgriffe mit Masse (Ltg. 1) verbinden
>
> Nein!

Also, ich verstehe die Beispielschaltung auch so, wie auf der Zeichnung.
Kein GND an die Schleife.

In der obere Potistellung werden Hot un Cold kurzgeschlossen.
Damit löschen sich die Signale gegenseitig aus. Der Kanal bleibt stumm.
Das Gleiche passiert mit dem anderen Kanal, wenn die Schleifen in der 
unteren Stellung sind

Allerdings belaste ich die Quelle sehr arg, wenn die Serienwiderstände
1K bleiben. (?)

Vielleicht 10K nehmen? Allerdings haben die Endstufen 10K 
Eingangsimpedanz.
Halbiert sich dann die Lautstärke bei R-ser.=10K?

Welche Wert wäre hier das Richtige?

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.