Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik pptc fuse kurzschluss


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von Renato P. (renato)


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Hallo Zusammen,

Ein paar Fragen zu PPTC Fuses:
1) wenn man einen richtigen Kurzschluss verursacht, ... ueberleben die 
das und reduzieren dann den Strom?
Oder gibts da ein Limit dafuer welchen Strom die maximal aufhalten?

Bin zu deppat das aus google herauszufiltern, thx wenn mir da wer auf 
die Spruenge hilft.

Lg

von Teo D. (teoderix)


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Renato P. schrieb:
> Oder gibts da ein Limit dafuer welchen Strom die maximal aufhalten?

Klar.

Renato P. schrieb:
> Bin zu deppat das aus google herauszufiltern, thx wenn mir da wer auf
> die Spruenge hilft.

Google is doof....  aber Dablas finden kann es ;)
http://www.mouser.com/ds/2/240/Littelfuse_PTC_2920L_Datasheet.pdf-365479.pdf

von Renato P. (renato)


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Hallo, 

Danke fuer die PDF.  Ich interpretier das also so, dass z.b. die 0.3A 
fuses
a) nach 10A den geist aufgeben ( weil die skala hier aufhoert) oder
b) das einfach nicht weiter aufgenommen wurde?

von Renato P. (renato)


Angehängte Dateien:
  • preview image for a.jpg
    a.jpg
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Die letzte Nachricht war bezogen auf diesen Screenshot. :-)

von Teo D. (teoderix)


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In der ersten Tabelle steht was Du wissen wolltest.
1
I max = Maximum fault current device can withstand without damage at rated voltage (Vmax)
Weil sie darüber einfach kaputtgehen.

Polyfuse ist weniger dafür gedacht eine Zuleitung vor überlast zu 
schützen wie LS-Automa, da diese wesentlich höhere Kurzschlussströme 
aushalten, also für Quellen niederer Impedanz geeignet sind.
Polyfuse eignet sich besser als Überlastschutz für Schaltungen, zB. bei 
Verstärker die Lautsprecherausgänge.

von MiWi (Gast)


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Renato P. schrieb:
> Hallo, 
>
> Danke fuer die PDF.  Ich interpretier das also so, dass z.b. die 0.3A
> fuses
> a) nach 10A den geist aufgeben ( weil die skala hier aufhoert) oder
> b) das einfach nicht weiter aufgenommen wurde?

a: Richtig. Wenn Deine Quelle mehr als den max. Strom liefert ist die 
Wahrscheinlichkeit (!) hoch, daß aus der reversiblen "Sicherung" ein 
verkohlter Klumpen übrigbleibt. Das findet vor allem nahe der max. 
Spannung, für die die Sicherung ausgelegt ist statt.

Und damit zum nächsten, fast noch wichtigeren Punkt: beachte die max. 
zulässige Spannung für diese Teile, eine Polyfuse für 15V sollte 
definitiv nicht an einer 24V Bleibatterie eingesetzt werden...

b: wenn die Polyfuse  "kippt" dann wird der Strom auf den Haltestrom 
reduziert. Der Haltestrom ist der Strom, der die Polyfuse auf Tmperatur 
hält. Und der hängt daher von Layout, Umgebungstemperatur und Alter der 
Polyfuse ab.

Der "Kipstrom" kann je nach Umgebungstemperatur, Alter etc auch deutlich 
höher oder etwas geringer als die von Dir zB. genannten 0,3A sein.

also obacht beim Interpretieren der Tabellen.

Am besten einen Typ auswählen, eine Handvoll bestellen und dann damit 
experimentieren um zu verstehen was im DB drinnensteht.

Und die Sekundärliteratur zu den Teilen suchen und lesen, im DB steht 
wie immer nur das wesentliche Kondensat in minimalistischster Form, in 
der Sekundärliteratur (Application Notes etc) findest Du dann brauchbare 
Anwendungshilfe.

MiWi

von Renato P. (renato)


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Danke fuer die  ausfuehrlichen Antworten hierzu.
Hmm na dann ist es eventuell bloed.

Wozu ich das ganze brauche ist um einen sinus inverter zu schuetzen. und 
zwar ohne jedes mal zu resetten wenn ich mal wieder zu viel Strom zieh.

irgendwas automatisches also. wonach kann ich da auf rs components 
suchen?

thx thx :-)

von F. F. (foldi)


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Teo D. schrieb:
> Google is doof....  aber Dablas finden kann es ;)

Jetzt wissen wir endlich wer du wirklich bist. :-)
Guten Morgen Meister Joda!

von Renato P. (renato)


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230V pptc fuses hab ich zwar gefunden, aber wenn die so nicht hinhauen 
um einen echten kurzen abzufangen, dann brauch ich natuerlich wasn 
anderes.

von MiWi (Gast)


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Renato P. schrieb:
> Danke fuer die  ausfuehrlichen Antworten hierzu.
> Hmm na dann ist es eventuell bloed.
>
> Wozu ich das ganze brauche ist um einen sinus inverter zu schuetzen. und
> zwar ohne jedes mal zu resetten wenn ich mal wieder zu viel Strom zieh.
>
> irgendwas automatisches also. wonach kann ich da auf rs components
> suchen?
>
> thx thx :-)

Wenn Du eh im Bastelmodus bist - warum baust Du dir für die 230V nicht 
einen einstellbaren Kurzschlußschutz mit Stromringerl und sekundärer 
Auswertung?

So schwer ist das nicht und Du kannst alles einstellen was Du willst... 
Ansprechpegel, Ansprechzeit etc

So auf die Art: bei Strom größer als 200% Nennstrom abschaltung binnen 
10ms, wenn Strom größer 150% Anschaltung binnen 100mS und wenn Strom 
zwischen 100 & 150% Abschaltung nach 2s....

Ist keine große Kunst und funktioniert recht zuverlässig. Und wenn Du es 
analog nicht schaffst dann halt mit einem uC...

MiWi

von Renato P. (renato)


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mit uC hab ich das schon probiert. aber mein 200kHz ADC ist leider 
langsamer als die Sicherung. xD
Und naja leider auch so langsam das der inverter das nicht ueberlebt 
(musste mir schon nen neuen kaufen)

von Renato P. (renato)


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Analog werd ichs gleich probieren falls wir hier kein Standardbauteil 
finden.

von F. F. (foldi)


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MiWi schrieb:
> Ist keine große Kunst und funktioniert recht zuverlässig. Und wenn Du es
> analog nicht schaffst dann halt mit einem uC...
>
> MiWi

Dann hau doch mal deine Schaltung raus!

von Gästchen (Gast)


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Sie überleben es. Aber nur so etwa 10-1000x, je nach Typ. Das ist für 
einen Sicherungsersatz brauchbar, aber nicht für andere Anwendungen 
(dort wo das Auslösen ein normaler Betrieb ist: Finger weg).

Sie reduzieren den Strom auf den Strom, der nötig ist, um sie heiß zu 
halten. Das können zig mA sein. Dieser Strom ist auch vom Routing 
abhängig - umso mehr Wärme weggeht, ums mehr Strom ist nötig.

Sie müssen erst einmal heiß werden bevor sie hochohmig werden, das kann 
dauern, denn dafür ist einiges an Energie nötig. Das geht in Richtung 
sehr träge. Daumenregel: Umso kleiner die PTC-Fuse, ums schneller ist 
sie auch.

Die Temperaturabhängigkeit ist logischerweise grauselig. Für eine 
Schaltung für -40- +85° sind sie somit unbrauchbar - da ändert sich der 
erlaubte Strom um Faktor 2 oder mehr.

Sie werden brennheiß, wenn sie "auslösen".

Hat also alles so seine Pferdefüße.

Besser als fest verlötete Schmelzsicherungen sind sie aber allemal, und 
für den Bastler der gelegentlich mal einen Kurzen macht, reichts auch.

Hint:
Wenn die Teile die Ansprüche nicht erfüllen: Power Distribution Switches 
wie ein MIC2007 oder Hot-Swap-Controller wie den LM5069 nehmen. In 
Kombination mit einem PMOS-Verpolschutz wird das Deppensicher, dann kann 
jemand sogar AC an die Schaltung klemmen :-)

von F. F. (foldi)


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Gästchen schrieb:
> Power Distribution Switches
> wie ein MIC2007 oder Hot-Swap-Controller wie den LM5069 nehmen.

Feine Sachen. Danke für den Tipp. Kannte ich nicht.

von MiWi (Gast)


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F. F. schrieb:
> MiWi schrieb:
>> Ist keine große Kunst und funktioniert recht zuverlässig. Und wenn Du es
>> analog nicht schaffst dann halt mit einem uC...
>>
>> MiWi
>
> Dann hau doch mal deine Schaltung raus!

Ich veröffentliche sicher keine Schaltung, die ich für Kunden entwickelt 
habe und die nach wie vor in Produktion ist - blöd wäre ich.

Einen aktiven Gleichrichter hinter einem Stromringerl, ein RC Filter und 
einem Koparator, der je nach du/dt vom Pegel unterschiedlich schnell 
anspricht ist ja wohl etwas, das Du oder der TO selber ausdenken und 
dimensionieren kannst...

MiWi

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