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Forum: PC Hard- und Software SSD und Überwachungsrecorder


Autor: michael_ (Gast)
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Hallo,
gibt es Bedenken, sowas in einem Überwachungsrecorder einzusetzen.
Es wird die Platte vollgeschrieben, dann werden die ersten 
Aufzeichnungen wieder überschrieben.
Kann es da ein Problem gegenüber einer HD geben?

Autor: dxx (Gast)
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Hallo,
sicherlich wird dein Recorder auch mit einer SSD zurechtkommen, aber du 
solltest bedenken, dass der Flash-speicher nur eine begrenzte Anzahl an 
Schreibzyklen aushält. Je nach Datenmenge und SSD wird der Speicher 
recht schnell ausfallen.
Solltest du nicht Aufgrund besonderer (Umgebungs-)bedingungen, darauf 
angewiesen sein, ist eine Festplatte sicher die langlebigere, 
preisgünstigere und zuverlässigere Alternative, denn im Falle eines 
Defekts sind die Daten mindestens teilweise wiederherstellbar. Bei SSDs 
kannst du die Daten eher vergessen.
Auch gibt es spezielle HDDs für Überwachungsanwendungen.

Autor: Jörg R. (solar77)
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Für SSD's die in Computern verbaut sind gibt es den Befehl TRIM.

Wenn ich das richtig wiedergebe sorgt dieser Befehl dafür das die 
Speicherbereiche einer SSD gleichmäßig beschrieben werden um eine höhere 
Lebensdauer der SSD zu erzielen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/TRIM

Ob ein Überwachungsrecorder das kann weiß ich nicht, ich vermute aber 
mal eher nein. Das müsste mit dem Hersteller geklärt werden oder im 
Handbuch stehen.

So wie dxx schon geschrieben hat ist die Anzahl der Schreibvorgänge auf 
die Speicherstellen begrenzt.

Ich würde daher auch zu einer drehenden Platte raten. Von WD gibt es 
spezielle Platten für Videoaufzeichnungen.

Autor: A. K. (prx)
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Was die Datenmenge angelt lässt sich das in so einer Anwendung einfach 
ausrechnen, wenn man die Grösse der täglich geschrieben Videodaten 
kennt. Bei SSDs ist stets angegeben, wieviele Terabytes sich im Laufe 
des Lebens mindestens schreiben lassen sollten.

Wenn also beispielsweise der Wert von 150 TBW im Datasheet einer SSD 
steht, dann reicht das bei einer vorgesehenen Einsatzdauer von 5 Jahren 
für 80 GB pro Tag. Bei einem TV-Videorekorder für DVB in SD entspräche 
das circa 40 Stunden pro Tag.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Nicht auszuschliessen ist allerdings, dass eine SSD irgendwann mal kurz 
Pause einlegt um sich intern irgendwie neu zu sortieren. Es also nicht 
gewährleistet ist, dass ein permanenter Datenstrom zu jeder Zeit 
verzögerungsfrei verdaut wird.

Auch bei Deskpop-HDDs muss das nicht gegeben sein, da auch deren 
Firmware für dieses Szenario nicht optimiert ist. Es gibt aber 
SATA-HDDs, deren Firmware für solche Anwendungen optimiert ist.

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd K. (prof7bit)
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A. K. schrieb:
> Nicht auszuschliessen ist allerdings, dass eine SSD irgendwann mal kurz
> Pause einlegt um sich intern irgendwie neu zu sortieren.

Dann muss halt noch ein oder zwei GB RAM in den Rechner, dann kann die 
Platte ruhig auch mal zwei Stunden Mittagspause machen und wenn sie 
wiederkommt ist das was sie verpasst hat in vier Sekunden geschrieben.

Übertreibungen erhöhen die Anschaulichkeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Jörg R. schrieb:
> Wenn ich das richtig wiedergebe sorgt dieser Befehl dafür das die
> Speicherbereiche einer SSD gleichmäßig beschrieben werden um eine höhere
> Lebensdauer der SSD zu erzielen.

Dafür ist TRIM nicht erforderlich. TRIM hilft nur der SSD beim "Wear 
Leveling", das aber betreibt sie so oder so.

Um herauszufinden, ob so ein Überwachungsrecorder eine SSD 
kaputtschreiben kann, genügt es, die Datenrate anzusehen, mit der der 
Überwachungsrecorder schreibt.

Die Lebensdauer von SSDs wird in einer Einheit namens "TBW" angegeben, 
das steht für "terabytes written", also die gesamte auf die SSD 
geschriebene Datenmenge.

Samsung spezifiziert für eine 250-GB-SSD aus der EVO 850-Reihe 75 TBW. 
Das bedeutet, diese SSD kann 300 mal komplett überschrieben werden, 
bevor man anfangen muss, sich über ihre Zuverlässigkeit Gedanken zu 
machen.

Bei maximaler Auslastung der Schreibdatenrate (ca. 500 MByte/sec) wäre 
diese SSD damit nach etwa 40 Stunden hinüber.

Allerdings werden Überwachungsrecorder ganz sicher nicht mit derartigen 
Datenraten arbeiten (das wären nur 500 Sekunden Aufzeichnungsdauer auf 
der angenommenen 250-GB-SSD, ganz abgesehen davon, daß die eigentlich 
vorgesehene Festplatte eh' deutlich langsamer ist), sondern mit ganz 
drastisch reduzierten Datenraten.

Also: Welche Aufzeichnungsdauer passt bei dem Recorder auf eine 
Festplatte gegebener Größe?

Autor: soul eye (souleye)
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michael_ schrieb:

> Es wird die Platte vollgeschrieben, dann werden die ersten
> Aufzeichnungen wieder überschrieben.
> Kann es da ein Problem gegenüber einer HD geben?

Nein. Mit diesem Usecase kommen sogar die ältesten wear 
levelling-Algorithmen in 32MB CF-Karten von 2001 klar.

In Deinem Fall verteilt ja das Gerät die Schreibvorgänge schon 
gleichmäßig auf alle Blöcke. Bei einem Computer ist das nicht so, da 
werden Dateien einmal geschrieben und dann nie wieder angefasst, wogegen 
andere einmal am Tag überschrieben werden. Da muss die SSD deutlich mehr 
tricksen um auf eine gleichmässige Abnutzung aller Blöcke zu kommen.

Autor: michael_ (Gast)
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So ist es eigentlich.
Bei dem neuen Recorder mit SATA interessiert es mich doch.
Hauptgrund ist aber eigentlich, dass das Gerät absolut leise sein soll.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Also: Welche Aufzeichnungsdauer passt bei dem Recorder auf eine
> Festplatte gegebener Größe?

Auf dem alten mit einer 120Gb IDE passen etwa 3 Wochen bei 8 Std 
täglich.
Danach werden die ältesten Aufzeichnungen wieder überschrieben.
Bei zwei Kameras und mittlerer Bildrate.
Es geht recht gemütlich zu.

Bernd K. schrieb:
> Dann muss halt noch ein oder zwei GB RAM in den Rechner,

Nee, das sind Minimalsysteme, wo man nichts nachrüsten kann.

A. K. schrieb:
> Nicht auszuschliessen ist allerdings, dass eine SSD irgendwann mal kurz
> Pause einlegt um sich intern irgendwie neu zu sortieren. Es also nicht
> gewährleistet ist, dass ein permanenter Datenstrom zu jeder Zeit
> verzögerungsfrei verdaut wird.
>
> Auch bei Deskpop-HDDs muss das nicht gegeben sein, da auch deren
> Firmware für dieses Szenario nicht optimiert ist. Es gibt aber
> SATA-HDDs, deren Firmware für solche Anwendungen optimiert ist.

Die jetzige IDE macht auch kurze Pausen.
Erst habe ich an eine Manipulation gedacht.
Man sollte für sowas Video-Platten nehmen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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michael_ schrieb:
> Auf dem alten mit einer 120Gb IDE passen etwa 3 Wochen bei 8 Std
> täglich.

Aha. Also ist die effektive Datenrate 120 GB / (21 * 8) = 714 MByte/h.

Um die 75 TBW der oben erwähnten 250-GB-SSD von Samsung zu erreichen, 
braucht das etwa 105000 Stunden, was bei 8 Stunden/Tag auf 35000 Tage 
hinausläuft.

Das sind 95 Jahre.

Ich glaube, Du hast mit einer SSD in Deinem Überwachungssystem andere 
Probleme als Abnutzung durch Überschreiben.

Was Du z.B. klären musst, ist, ob Dein Überwachungssystem überhaupt die 
127-GB-Grenze überwinden kann, indem es LBA48 zur Ansteuerung der 
Festplatte verwendet. Wird offiziell der Betrieb mit Festplatten > 120 
GB unterstützt?

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Hmm, ich komme mit den Zahlen aber anderem Rechenweg auf "nur" 36 
Jahre...!?

250GB-SSD wäre in ca. 6 Wochen voll, 300x überschreiben ergibt 1800 
Wochen = ca. 36 Jahre

Ändert aber auch nichts daran, dass die Abnutzung der SSD in dem Fall 
wohl kein wirkliches Problem ist  ;-)

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Eine SSD ist für sowas eigentlich viel zu teuer. Man braucht viel Platz 
zum Aufzeichnen aber keine sehr hohen Geschwindigkeiten.

Autor: A. K. (prx)
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Oliver S. schrieb:
> Eine SSD ist für sowas eigentlich viel zu teuer.

Eine 120GB SSD reicht nach obiger Kalkulation völlig aus, weil sie 
mindestens 10 Jahre durchhält, und ist ab 40€ erhältlich.

Autor: michael_ (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Was Du z.B. klären musst, ist, ob Dein Überwachungssystem überhaupt die
> 127-GB-Grenze überwinden kann, indem es LBA48 zur Ansteuerung der
> Festplatte verwendet. Wird offiziell der Betrieb mit Festplatten > 120
> GB unterstützt?

Ich denke schon. Der neue (BSV 434)wurde vor einem halben Jahr bei 
Reichelt gekauft und erst mal mit einer normalen HD getestet. Leider ist 
er nicht mehr im Sortiment.

Wenn man hier eine 120GB einsetzt, kann man wahrscheinlich noch mehr 
draufpacken.
Das Aufzeichnungsformat ist ja H 264.
Reicht also völlig.
Es wird schon gehen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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michael_ schrieb:
> Ich denke schon.

Schriebst Du nicht was von "IDE-Platte"? Das impliziert das steinalte 
PATA-Interface.

Autor: michael_ (Gast)
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Weiter oben stand es doch.
Die Erfahrung mit der Datenrate ist auf einen 8 Jahre alten IDE-Recorder 
bezogen.
Der neue hat SATA und soll möglichst geräuschlos arbeiten, deshalb SSD.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn der eine ähnliche Datenrate produziert, dann: Nur zu.

Mit entsprechend moderneren Videocodecs sollte die Datenrate bei 
gleichbleibender oder sogar besserer Aufzeichnungsqualität eher deutlich 
geringer sein.

(Wenn ich das "gute alte" MPEG-2 vergleiche mit dem, was mittlerweile so 
möglich ist ...)

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Hi,

was mir gerade noch einfällt: die Rechnung oben berücksichtigt ja nur 
die Nutzdaten, nicht was ins Filesystem geschrieben wird.
Je nach dem, wie groß die Blöcke sind die der Recorder auf einmal in die 
Files schreibt und welches FS er verwendet, wird der Overhead irgendwas 
zwischen vernachlässigbar wenig und durchaus relevant sein...

Um sicher zu gehen, könntest mal den Recorder mit einer SSD in Betrieb 
nehmen und vorher die SMART-Daten auslesen. Dann einige Tage laufen 
lassen und nochmal SMART auslesen.

Alle SSDs die ich bisher kenne (und auch einige neuere HDDs) zählen dort 
wieviele Sektoren in deren Lebenszeit geschrieben wurden -- daraus ließe 
sich dann hochrechnen wann in dem Szenario die TBW erreicht ist.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Mathias A. schrieb:
> Alle SSDs die ich bisher kenne (und auch einige neuere HDDs) zählen dort
> wieviele Sektoren in deren Lebenszeit geschrieben wurden

Manche (zum Beispiel meine) zählen keine Sektoren sondern volle 
Gigabyte.

Hier ist meine (nagelneu nach dem 450GB dd von der vorherigen Platte)
ID# ATTRIBUTE_NAME          FLAG     VALUE WORST THRESH TYPE      UPDATED  WHEN_FAILED RAW_VALUE
  1 Raw_Read_Error_Rate     0x002f   100   100   000    Pre-fail  Always       -       0
  5 Reallocated_Sector_Ct   0x0033   100   100   010    Pre-fail  Always       -       0
  9 Power_On_Hours          0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       3
 12 Power_Cycle_Count       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       4
100 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       248704
101 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       159936
170 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
171 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
172 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
174 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       5
175 Program_Fail_Count_Chip 0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
176 Erase_Fail_Count_Chip   0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
177 Wear_Leveling_Count     0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       38
178 Used_Rsvd_Blk_Cnt_Chip  0x0002   100   100   000    Old_age   Always       -       0
180 Unused_Rsvd_Blk_Cnt_Tot 0x0002   100   100   000    Old_age   Always       -       2668
183 Runtime_Bad_Block       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       1
187 Reported_Uncorrect      0x0033   100   100   000    Pre-fail  Always       -       0
194 Temperature_Celsius     0x0022   035   100   000    Old_age   Always       -       35 (Min/Max 27/45)
195 Hardware_ECC_Recovered  0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
196 Reallocated_Event_Count 0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
197 Current_Pending_Sector  0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
199 UDMA_CRC_Error_Count    0x0012   100   100   000    Old_age   Always       -       0
201 Unknown_SSD_Attribute   0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
204 Soft_ECC_Correction     0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
231 Temperature_Celsius     0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
233 Media_Wearout_Indicator 0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       462
234 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       446
241 Total_LBAs_Written      0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       450
242 Total_LBAs_Read         0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       11
250 Read_Error_Retry_Rate   0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Bernd K. schrieb:
> Manche (zum Beispiel meine) zählen keine Sektoren sondern volle
> Gigabyte.

interessant -- ist mir bisher noch nicht untergekommen, aber dann weiss 
ich schon wonach ich suchen muss falls ich mich mal irgendwo über 
unerwartet niedrige Werte wundere :-)

Interessehalber, welche SSD ist das bei Dir?

Habe kurz bei einer Samsung EVO 840 (SSD 120 GB) und einer Seagate 
ST4000DM000 (HDD, 4 TB) geschaut die ich gerade im Zugriff habe: beide 
zählen augenscheinlich in 512-Byte-Sektoren.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Mathias A. schrieb:
> Interessehalber, welche SSD ist das bei Dir?

Das ist eine Kingston SSDNow UV400.

Autor: michael_ (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Hier mal das Innenleben des H.264 Überwachungsrecorders.
Auf- oder umrüsten kann man da nichts. Drin werkelt irgend ein Linux.

Autor: Sebastian H. (sebh)
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Mein Gott, dieses "SSDs halten nicht ewig" ist einfach lächerlich. Und 
der Typ da oben der geschrieben hat maximal 300 mal überschreiben soll 
nochmal Nachhilfe in Mathe nehmen.. Und alle anderen übernehmen die Zahl 
einfach ohne nachdenken.

Wenn jede Zelle 3k (MLC) bzw 1k (TLC) Schreibzyklen aushält, wie macht 
ihr dann die SSD nach 300 Zyklen kaputt? Und wenns ewig halten muss: SLC 
schafft 100k.

Overprovisioning kommt dann noch hinzu.

Samsung 840 Pro (256GB) 2500TB written : 
http://techreport.com/review/27909/the-ssd-enduran...

Und die günstigere 840 Evo (120GB) 78,5 TB written: 
http://ssdendurancetest.com

Und jetzt die Rechenaufgabe des Tages: wie viel Strom hat die SSD am 
Ende ihrer Tage verbraucht und wie viel würde eine HDD in diesem 
Zeitraum brauchen?

Autor: A. K. (prx)
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Sebastian H. schrieb:
> Mein Gott, dieses "SSDs halten nicht ewig" ist einfach lächerlich. Und
> der Typ da oben der geschrieben hat maximal 300 mal überschreiben soll
> nochmal Nachhilfe in Mathe nehmen.. Und alle anderen übernehmen die Zahl
> einfach ohne nachdenken.

Samsung 750 Evo 250 GB: Herstellerangabe 70 TBW.
70000 GB / 250 GB = 280.

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernd K. (prof7bit)
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A. K. schrieb:

> Samsung 750 Evo 250 GB: Herstellerangabe 70 TBW.
> 70000 GB / 250 GB = 280.

Die wissen selbst bei Samsung nicht genau was sie garantieren wollen, 
oben auf der Seite schreiben sie 100 TBW und weiter unten 70 TBW: 
http://www.samsung.com/de/consumer/memory-storage/...

Autor: A. K. (prx)
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Wobei das eine TLC Platte war - und nun eine mit MLC:
Crucial MX200 250GB: 80TBW => Faktor 320.

Autor: A. K. (prx)
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Und nun eine kleine Hausaufgabe zum selber rechnen:
Die schon ältere Crucial m4:
 64GB: 36TBW
128GB: 72TBW
256GB: 72TBW
512GB: 72TBW

Autor: A. K. (prx)
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Geht natürlich auch anders, trotz MLC.
Intel S3700 200 GB: 5 Jahre lang 10x pro Tag = 18250.

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Ich hab mir neulich die preiswerteste Kingston 480GB (TLC) gekauft die 
es für Geld zu kaufen gibt: 200 TBW.

Bis ich die irgendwann aufgebraucht habe und ein Neukauf ansteht gibts 
wahrscheinlich 128TB "Platten" aus verschränkten Quantenbits beim Aldi 
für 79.90€ mit USB-6.2 Anschluss.

Autor: Mathias A. (mrdelphi)
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Bernd K. schrieb:
> Mathias A. schrieb:
>> Interessehalber, welche SSD ist das bei Dir?
>
> Das ist eine Kingston SSDNow UV400.

OK - danke!


Sebastian H. schrieb:
> Mein Gott, dieses "SSDs halten nicht ewig" ist einfach lächerlich. Und
> der Typ da oben der geschrieben hat maximal 300 mal überschreiben soll
> nochmal Nachhilfe in Mathe nehmen.. Und alle anderen übernehmen die Zahl
> einfach ohne nachdenken.

Ich hatte die Zahl durchaus hinterfragt, weil sie mir sehr niedrig 
vorkam -- aber es stimmt tatsächlich!

Samsung garantiert 75 TBW bei der EVO 850 mit 250 GB.

Damit kannst Du sie garantiert 300 mal überschreiben.

Falls Du es anders siehst erkläre bitte.

Davon abgesehen haben wir ja schon festgestellt, dass selbst mit diesen 
Werten die SSD in dem Rekorder durchaus "ewig" halten wird.


Sebastian H. schrieb:
> Wenn jede Zelle 3k (MLC) bzw 1k (TLC) Schreibzyklen aushält, wie macht
> ihr dann die SSD nach 300 Zyklen kaputt?

Quatsch, die ist sicher nicht nach 300 Zyklen kaputt.
Umgekehrt, sie ist nach 300 Zyklen garantiert nicht kaputt!
(abzüglich gewisser Restwahrscheinlichkeit vermutlich, um sonstige 
Ausfälle abzudecken...)

Daneben könnte man ja auch ein und denselben Sektor immer wieder 
überschreiben, das wird mit den 75 TBW garantiert für immerhin (75TB / 
512B) = ~146 Mrd. mal. Da hat also selbst bei SLC das Wear-Leveling 
einiges zu tun...

Ich vermute, dass der vergleichsweise niedrige garantierte Wert für 
Überschreiben der kompletten SSD gerade durch Betrachtung des 
Wear-Leveling zustande kommt. In der Praxis wird man sicher immer 
irgendwo zwischen den Extremen "ständig ganze SSD überschreiben" und 
"nur ein Sektor wird immer wieder überschrieben" liegen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Sebastian H. (sebh)
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Mathias A. schrieb:
> Ich vermute, dass der vergleichsweise niedrige garantierte Wert für
> Überschreiben der kompletten SSD gerade durch Betrachtung des
> Wear-Leveling zustande kommt. In der Praxis wird man sicher immer
> irgendwo zwischen den Extremen "ständig ganze SSD überschreiben" und
> "nur ein Sektor wird immer wieder überschrieben" liegen.

Im allgemeinen wird vermutet das der Wert aus Marketing-Gründen niedrig 
gehalten wird: Um die Server SSDs noch verkaufen zu können.

Da wird bei 120GB MLC (oder TLC?) nämlich 170TB garantiert, bei SLC 
770TB.
Mit 240GB SSDs ist man dann schon bei 350GB bzw 1560TB (was immer noch 
weit unter den oben getesteten 2500TB ist).
http://www.samsung.com/de/news/pressemappe-roadsho...

Was eine Erwähnung Wert ist: bei den meisten SSDs kann dann auch nicht 
mehr auf dir Daten zugegriffen werden kann (was ja eigentlich noch gehen 
sollte). Und ich glaube irgendeine hat sich wirklich selbst ausser 
Betrieb gesetzt als die TBW voll waren, konnte dann nur noch gelesen 
werden (war glaube ich eine Intel Server).

Frage: wie beschreibst du bei einer SSD immer wieder den gleichen 
Sektor?

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Sebastian H. schrieb:
> Frage: wie beschreibst du bei einer SSD immer wieder den gleichen
> Sektor?

Mit "dd" in der Schleife geht das ganz einfach. ;-)

Im Ernst: Manche logischen Sektoren sind wesentlich häufiger dran als 
andere. Dafür sorgt schon die Struktur klassischer Filesysteme.

Was die Anzahl Schreibvorgänge angeht: Es reicht zwar als Erklärung 
nicht aus, aber die hübsche SMART-Statistik einer Kingston KC400 (250GB, 
300TBW) zeigt, dass für ~1TB geschriebener Daten tatsächlich ~1,5TB auf 
die Flash-Chips geschrieben wurden.
  9 Power_On_Hours          -O--C-   100   100   000    -    4927 (205 Tage)
233 Flash_Writes_GiB        PO-R--   100   100   000    -    1495 (1,5 TB)
241 Lifetime_Writes_GiB     -O--C-   100   100   000    -    1033 (1 TB)
242 Lifetime_Reads_GiB      -O--C-   100   100   000    -    4425

: Bearbeitet durch User
Autor: TestX (Gast)
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Die Werte kommen unter anderem durch die Caches in form von ddr ram und 
slc flash zustande. Ist das cache der günstigen ssds "verbraucht" kann 
es den eigentlichen flash bausteinen noch so gut gehen...die ssd ist 
hin...daher steigt bei vielen SSD modellen der TBW wert nicht mehr 
linear mit der größe.

Für einen einfachen! Recorder reichen normale consumer ssds völlig aus.

Autor: A. K. (prx)
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Die Crucial m4 hat m.W. kein SLC Cache.

Autor: michael_ (Gast)
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Ich habe mit dem Recorder und SATA-HD ein Testvideo aufgenommen.
Die Platte habe ich ausgebaut und unter WIN als auch unter Linux 
getestet.
Beide sagen, dass nur unpartitionierter Bereich vorliegt ???

Von Datein eines BS also keine Spur.
Es sollten da über Adapter auch CF oder SD-Card gehen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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michael_ schrieb:
> Beide sagen, dass nur unpartitionierter Bereich vorliegt ???

So ein rollierender Videoaufzeichner muss kein allgemein bekanntes 
Dateisystem verwenden.

Ist der Datenaustausch per ausgebauter Platte eine zugesicherte 
Eigenschaft des Gerätes oder ist das nur ein Test von Dir?

Autor: michael_ (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Ist der Datenaustausch per ausgebauter Platte eine zugesicherte
> Eigenschaft des Gerätes oder ist das nur ein Test von Dir?

Erklär mal, was du willst?
Ich habe die Platte ausgebaut und untersucht.
Mit Sicherheit werkelt da ein Linux. Was sonst?
Das aber scheinbar kein bekanntes Dateiformat nutzt.

Autor: S. R. (svenska)
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michael_ schrieb:
> Ich habe die Platte ausgebaut und untersucht.

Soweit, sogut.

> Mit Sicherheit werkelt da ein Linux. Was sonst?

Könnte auch ein BSD oder ein eigenes Echtzeitsystem sein. Oder Windows 
CE.

> Das aber scheinbar kein bekanntes Dateiformat nutzt.

Muss es auch nicht. Es darf die Platte auch unpartitioniert benutzen.

Autor: michael_ (Gast)
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S. R. schrieb:
> Könnte auch ein BSD oder ein eigenes Echtzeitsystem sein. Oder Windows
> CE.

WIN CE auf keinen Fall.
Das Erscheinungsbild ist ganz anders.
Als BS-Version ist nur eine sehr lange Nummer eingetragen.
Echtzeit ist gar nicht nötig.

Aber es ist ein Wunderwerk an Bildaufnahme und Netzwerk.
Ziemlich überladen für Leute, die nur überwachen wollen.
Mit Kenntnissen aus einem Heim-Netzwerk kommt man nicht weiter.

Ich habe das Teil aber wieder eingepackt.
Wenn man z.Bsp. mal 5h ansehen will.
Ich habe da wie bei dem alten Recorder erwartet, dass man das im 
Schnelldurchlauf ansehen kann.
Also 2x, 4x, 8x, 16x, 32x, 64x fache Geschwindigkeit.
Und das geht eben nicht.

Man kann nur einen Bereich auswählen, und den dann mit normaler 
Geschwindigkeit ansehen.

Wer sich sowas zulegen will, sollte es gründlich testen, bevor er 
bezahlt!

Autor: oszi40 (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> muss KEIN allgemein bekanntes Dateisystem verwenden.

So war es bei meinen Recorder auch, daß kein bekanntes Linux etwas mit 
dieser speziellen Platte etwas anfangen konnte. Es wird ein 
herstellerspezifisches Format sein. Der Diskeditor zeigte nur wundersame 
Einträge, die Google noch nicht kannte. Wenn es ein älteres Gerät ist, 
wäre außerdem noch zu prüfen, ob diese HW überhaupt mit einer 
preiswerten, recht neuen SATA-Version läuft. Nicht jede SSD wird überall 
erkannt. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_ATA#Versionen...

Autor: michael_ (Gast)
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oszi40 schrieb:
> icht jede SSD wird überall
> erkannt.
> https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_ATA#Versionen...

Das Wiki ist in dieser Hinsicht nur BlaBla.
Für obigen Recorder hatte ich mir eine 2,5 40GB SATA-HD aus der Bucht 
besorgt.
Leider wurde die nicht vom Recorder erkannt und merkwürdigerweise hat 
sie nicht die mechanischen Abmessungen, damit man sie in einen 2,5 
Wechselrahmen stecken kann.
Sicher ein recht seltenes Modell der ersten Generation.
Im normalen Blechkisten-PC läuft sie aber.

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