Forum: HF, Funk und Felder HF Verstärkung in beide RIchtungen


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von Andreas (Gast)


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So, ich hab mal geschaut und ich meine das Thema gab es hier noch nicht. 
Falls doch bitte um Hinweis :)

Also geht darum, ich will ein HF Signal zwischen 0,9 und 2 GHz 
verstärken.
Dazu habe ich dieses lustige Verstärkermodul hier gefunden
http://www.elv.de/controller.aspx?cid=726&detail=32120

Nu hat das Ding aber nen Eingang und nen Ausgang. D.h. das was am 
Eingang rein kommt wird am Ausgang verstärkt.
Ich jedoch möchte, dass der Verstärker in BEIDE Richtungen funktioniert.
Also Sowohl Signale von A nach B als auch von B nach A verstärkt werden.
Und ich denke mir, THEORETISCH könnte ich einfach zwei solcher Versärker 
nehmen und Parallel in jeweils entgegengesetzter Richtung schalten, also 
in etwa so:

Seite A <-> -> Verstärker1 -> <-> Seite B
Seite A ...|<- Verstärker2 <-|... Seite B

Die Frage ist jetzt... Geht da nicht irgendetwas schief bei so ner 
Schaltung?
Wenn ich nen Impuls von Seite A in Richtung B habe, geht der durch 
Verstärker1, wird verstärkt und kommt dann am Eingang von Verstärker2 
an. Gibt's dann nicht ne Art Rückkopplung dass mir das Signal dann 2x 
Verstärkt wieder auf Seite A raus kommt?

Kann sein dass ich hier nen Denkfehler irgendwo hab... Aber bevor ich 
hier irgendwas anfange, frag ich lieber.
Vielleicht gibt's ja auch HF Signalverstärker die das einfach schon so 
können wie sie sollen und man sich den Kopf nicht zerbrechen braucht. 
Sowas hab ich aber nicht gefunden :-/

Danke schon mal für die Hilfe :)

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Solch eine Kombination aus zwei Verstärkern ließe sich mit zwei 
Richtkopplern realisieren. Damit man jedoch damit keinen Oszillator 
baut, müssen sowohl die Richtwirkungen möglichst groß sein als auch die 
Leitungsabschlüsse reflektionsarm sein, und zwar in dem gesamten 
Frequenzbereich, in dem die Verstärker verstärken. Das zu realisieren, 
erfordert sehr umfangreiche HF-Kenntnisse und einen passablen 
Gerätepark, d.h. Spektrumanalysator und Netzwerkanalysator.

von Andreas (Gast)


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Ehm Ok Richtkoppler gibt's zu kaufen :)
Ich weiß aber nicht wie ich es dann hier anschließen kann.
Besser wäre jetzt natürlich eine Lösung die mir das Signal einfach in 
beiden Richtungen verstärkt. Kann auch einfach eine fertige Lösung sein. 
Also anschließen - fertig. Da muss es doch was geben?

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Du solltest Dich mit den Grundlagen der Hochfrequenztechnik vertraut 
machen, denn ansonsten kommt bei solch einer Bastelei ein Oszillator 
statt eines bidirektionalen Verstärkers heraus.

von Andreas (Gast)


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Ok ohne Basteln:
Ich brauch ein Ding das mir das Signal von beiden Seiten verstärkt.
Das muss nicht Marke Eigenbau sein aber es sollte vom Prinzip her so 
funktionieren.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Welches einzelne HF-Signal hat denn bitteschön einen Frequenzbereich von 
0,9 GHz bis 2 GHz? Oder geht es etwa um eine Art Repeater für 
GSM/UMTS/LTE?

von Günter Lenz (Gast)


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Was befindet sich denn an beiden Enden der Leitung?
Muß denn wirklich gleichzeitig gesendet werden?
Wenn nicht, könnte man eine HF-Vox zur Richtungs-
umschaltung verwenden.

von Andreas (Gast)


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Das ist korrekt, denn das Signal vom Mobiltelefon liegt in diesem 
Bereich.
An der einen Seite ist die Powerbox von Wittenberg und an der anderen 
natürlich eine Außenantenne. Da es dabei mit Sicherheit verluste gibt, 
möchte ich das Signal das durch das Koax Kabel geht, verstärken.
Da ich das Signal bereits so schön im Kabel drin habe, wäre es doch 
super wenn ich da einfach nen Verstärker dazwischen schalten könnte.

Und da das Signal mal vom Telefon zur Antenne und mal von Antenne zum 
Telefon geht, muss der Verstärker ja wohl in beiden Richtungen 
funktionieren.

von Harald W. (wilhelms)


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Andreas schrieb:

> Also Sowohl Signale von A nach B als auch von B nach A verstärkt werden.
> Und ich denke mir, THEORETISCH könnte ich einfach zwei solcher Versärker
> nehmen und Parallel in jeweils entgegengesetzter Richtung schalten, also
> in etwa so:
>
> Seite A <-> -> Verstärker1 -> <-> Seite B
> Seite A ...|<- Verstärker2 <-|... Seite B
>
> Die Frage ist jetzt... Geht da nicht irgendetwas schief bei so ner
> Schaltung?

Ja, normalerweise wird das dann ähnlich wie hier funktionieren:
http://ingeb.org/Lieder/einstorc.html

von Sammy (Gast)


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Hier stehen einige Hinweise für dein Vorhaben:
https://www.fts-hennig.de/verstaerker-repeater/blog/#technik-recht

von Stefan M. (derwisch)


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Ein Repeater also, denn du möchtest irgendwie eine tote Zone 
ausleuchten?
Sowas wird verwendet, um z.B. in langen Tunneln GSM Netz zur Verfügung 
zu stellen.
Ist aber technisch sehr anspruchsvoll und für mehrere Frequenzbereiche 
afaik nicht gleichzeitig als eine Schaltung machbar.

Du brauchst einzelne Geräte. Jeweils eins für jedes "Handynetz" und für 
Datenverbindungen ( LTE ) auch was eigenes.

Ich habe so ein Teil für das "E Netz" ( nicht in Betrieb ).
Das ist ne aufwändige Kiste, mit HF Technik vom feinsten.

: Bearbeitet durch User
von Sammy (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Du brauchst einzelne Geräte. Jeweils eins für jedes "Handynetz" und für
> Datenverbindungen ( LTE ) auch was eigenes.

Nö, gibts auch als ein Gerät:
https://www.fts-hennig.de/verstaerker-repeater/aktiv/tripleband-repeater/hpc-gdw27.html

Allerdings ist der Preis nicht zu verachten. Wenn man dann aber bedenkt, 
was alles drin steckt, relativiert er sich wieder. Wie du schon sagst, 
HF-Technik vom Feinsten.

von ToNo (Gast)


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Wenn der Verstärker die Verluste der Koaxleitung ausgleichen soll, muss 
der Sendeverstärker hinter der Powerbox liegen, der Empfangsverstärker 
aber nahe der Antenne.
Die Lösung mit einem Gerät ist damit nicht möglich.

von Erwin D. (Gast)


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ToNo schrieb:
> Wenn der Verstärker die Verluste der Koaxleitung ausgleichen soll,
> muss
> der Sendeverstärker hinter der Powerbox liegen, der Empfangsverstärker
> aber nahe der Antenne.
> Die Lösung mit einem Gerät ist damit nicht möglich.

Hier geht es doch nicht darum, daß Bruchteile von dB rausgeholt werden 
sollen, oder daß Signale unterhalb des Rauschens erfaßt werden sollen. 
In diesen Fällen hättest du recht. Aber da es hier um einen 
Mobilfunk-Repeater geht, ist das eine ganz andere Sache. Viele 
Hersteller beweisen, daß es geht.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Eine passive Lösung ist einfacher machbar, zwei Richtantennen über Kabel 
verbunden.
Für das aktive Gerät wären vermutlich breitbandige Zirkulatoren nötig, 
nicht nur Richtkoppler. Oder eine Schaltung, die nur abwechselnd 
verstärkt, wenn das möglich ist.

von Erwin D. (Gast)


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Christoph K. schrieb:
> Eine passive Lösung ist einfacher machbar, zwei Richtantennen über Kabel
> verbunden.

Oder eine Goubau-Leitung. Kenn ich noch aus den 60ern. :-)
Das Prinzip müßte eigentlich bei höheren Frequenzen auch funktionieren, 
oder?
Mit tieferen Frequenzen gab es Probleme wegen den mechanischen 
Abmessungen.

von Andreas (Gast)


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Ok diese Repeater sind wirklich teuer und ist auch nicht das was ich 
suche. Die Repeater geben ja richtig Saft in die Antenne, mir geht es um 
was kleines Handliches.

Wäre es evtl möglich nur in eine Richtung zu verstärken und in 
Gegenrichtung zu Überbrücken oder mach ich damit auch nen Oszilator?

von dbru61 (Gast)


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Andreas schrieb:
>...
> Also geht darum, ich will ein HF Signal zwischen 0,9 und 2 GHz
> verstärken.
> Dazu habe ich dieses lustige Verstärkermodul hier gefunden
> http://www.elv.de/controller.aspx?cid=726&detail=32120
>
> Seite A <-> -> Verstärker1 -> <-> Seite B
> Seite A ...|<- Verstärker2 <-|... Seite B
>
> Vielleicht gibt's ja auch HF Signalverstärker die das einfach schon so
> können wie sie sollen und man sich den Kopf nicht zerbrechen braucht.
> Sowas hab ich aber nicht gefunden :-/
>

Um welche Pegel gehts hierbei eigentlich? Und welche Verluste bzw. 
wieviel Dämpfung soll da in die jeweilige Richtung ausgeglichen werden?

Grüße

Michael

von Andreas (Gast)


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Die +20dbm wie der Artikel von ELV sollten meiner Meinung nach Reichen.

von Andreas (Gast)


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Ok also vielleicht hilft eine andere Idee:
2 HF Verstärker und 2 Antennen die in einer Entfernung von einigen cm 
voneinander weg sind.
Also ein Verstärker und Antenne zum Senden der andere zum Empfangen. 
Könnte sowas funktionieren?

Ich gehe davon aus, dass die Antennen auf den Funkmasten sowas ähnliches 
haben. Ich frage mich sowieso wie so eine Mobilfunkantenne von innen 
aussieht, da gehen ja mehr als nur 1 Kabel rein...

von Tippgeber (Gast)


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> Die digitalen Daten werden mit einer Mischung aus Frequenz- und
> Zeitmultiplexing übertragen, wobei Sende- und Empfangsrichtung durch
> Frequenzmultiplexing getrennt werden und die Daten durch Zeitmultiplexing.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_System_for_Mobile_Communications

von Andreas (Gast)


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Soll heißen, Sende und Empfangsdaten gehen ohnehin auf unterschiedlichen 
Kälen einher. Dann müsste ich im Prinzip nur eine Frequenzweiche 
dazwischen schalten Hmmmmmmmmmmm...

Aber ist es nicht so, dass Sprachdaten über GSM also die niedrigeren 
Frequenzen geht und Internet über die höheren?

von Andreas (Gast)


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Weiß vielleicht jemand wie ich so ein Bandpassfilter dimensionieren 
müsste?
Ich weiß schon ist nicht ganz so einfach aber Bandpassfilter ist 
einfacher als eeeeh gucken wer wann sendet und empfägt.
Am besten wäre sowas fertiges wie in der TV Dose nur für andere 
Frequenzen natürlich :D
Bis jetzt nix gefunden :/

von Huh (Gast)


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Andreas schrieb:
> Weiß vielleicht jemand wie ich so ein Bandpassfilter dimensionieren
> müsste?

Hier ist mal die Ansicht eines solchen Filters.
http://www.microwavefilter.com/pdffiles/wirelesspdfs/18603.pdf
Oder hier:
http://yetri.am/functional-devices/modules/duplexers/gsm-900-duplexer.html
Diese Filter sind so konstruiert, daß sie im Durchlaßbereich eine 
minimale Dämpfung haben (max. 1dB) und im Sperrbereich eine sehr hohe 
Dämpfung (ca. 80dB). Und der Übergang zwische Sperr- und Durchlaßbereich 
ist sehr steil. Das willst du nicht selbst bauen, glaube mir :-)

von Ich (Gast)


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Anderer Ansatz: Einfach eine fest installierte, ordentlich ausgerichtete 
Außenantenne mit entsprechend Gewinn verwenden? Ist immer noch der 
preiswerteste und rauschärmste Verstärker ... und der Mobilfunkmast 
wandert ja schließlich nicht ;-)

von Andreas (Gast)


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Ok also die fix und fertige Lösung mit dem Bandpassfilter ist zwar ganz 
nett aber sie umfasst nur die Frequenzen um die 900MHz
Ich brauche aber auch einen für 1,7GHz für Up und 1,8GHz für Downlink.

Rechner für Bandpassfilter habe ich zuhauf gefunden aber die sind für 
Sound. Höhere Frequenzen kann man da nicht eingeben. Sollte ja im 
Prinzip nur eine Kombination aus Kondi und Spuli Parallel geschaltet 
sein. Frage ist nur welche Werte müssten die haben. Bei hohen Frequenzen 
weiß ich nur, dass die Kapazität sehr gering sein müsste.

von knallbär (Gast)


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Du wirst es schwer haben für diese Frequenz Bandpässe mit LC Schaltungen 
zu realisieren => gebräuchliche Spulen haben ein Eigenresonanz < 500Mhz. 
Spezielle induktive Bauteil bekommt man für Eigenresonazne < 6Ghz die 
Kosten aber richtig Geld und funktionieren auch nur mäßig.

Meist realisiert man Filter dann über Microstrip-Leitungen. Aber ohne 
einigermaßen Fachkenntnis und Erfahrung im Bereich HF (geschweige denn 
ohne den benötigten Gerätepark) kaum zu machen.

Am ehesten bekommt man solche Filter vielleicht noch fertig:
http://www.microwavefilter.com/(E)GSM-900_bandpass.htm

Evtl. auch auf ähnlichen Seiten.

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