Interview Führen Tipps

Gast #4741793
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Sina A. schrieb:

> kennt einer von euch literatur, internetseiten oder kurse, wie man
> vernünftige jobinterviews führt? am besten irgendwas, was ihr selber
> gelesen/gemacht habt und empfehlen könntet.


Geh in die Buchhandlung/Bibliothek und schau dir die Rubrik 
Bewerbung/Recruitment an. "Damals" fand ich ISBN 3-8094-1525-1 
brauchbar.
Gast #4741834
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Willst du das aus Sicht des Bewerbers oder aus Sicht der Personalers?

Ich wäre mit solcher Lektüre und diesem "Vorbereiten" auf 
Bewerbungsgespräche immer etwas vorsichtig. Ein Personaler hat mitunter 
oft und viele Bewerber vor sich sitzen, meist haben sie schon gewisse 
Gespüre über die Personen gegenüber. Es gibt gewisse Dinge und 
Verhaltensweisen die sich in solchen Lektüren immer gleichen. Wenn ich 
als Personaler so jemanden vor mir sitzen haben, dann fragt man sich: 
"Warum verstellt er sich?", "Warum hat er es nötig nicht er selbst zu 
sein?", "Was muss er damit kompensieren?". Da ist den meisten jemand mit 
Macken, Kanten und Fehlern lieber - denn diese sind wenigstens 
Authentisch und setzen sich keine Maske auf hinter die man erst kommen 
muss.
Gast #4741845
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Draco schrieb:
> "Warum verstellt er sich?", "Warum hat er es nötig nicht er selbst zu
> sein?", "Was muss er damit kompensieren?".

Genau das solltest du eher Personaler fragen. Was ich mich in solchen 
Situationen frage ist:
"Warum muss Personaler immer davon ausgehen dass die Bewerber schlecht 
sind", "Warum sucht er nur nach Negativem", "Warum übersieht er das 
wirkliche Potential der Bewerber", "Wie will er als jemand dessen 
Tätigkeit es oft mit Wahrheit nicht viel zu tun hat urteilen ob jemand 
geeignet ist oder nicht"?
Gast #4741856
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Gästchen schrieb:
> "Warum muss Personaler immer davon ausgehen dass die Bewerber schlecht
> sind", "Warum sucht er nur nach Negativem", "Warum übersieht er das
> wirkliche Potential der Bewerber", "Wie will er als jemand dessen
> Tätigkeit es oft mit Wahrheit nicht viel zu tun hat urteilen ob jemand
> geeignet ist oder nicht"?

Ich weiß nicht bei welchem Personaler du eingestellt wurden bist. Aber 
ich jedenfalls. Kennen keinen der:

A.) Pauschal davon ausgeht das jemand schlecht in seiner Tätigkeit ist.

B.) Das "wirkliche Potential" geeignet ist für die angebotene Stelle, 
darum geht ja das Bewerbungsgespräch. Und nicht darum ob er welches hat, 
sondern ob es zur Ausschreibung passt.

C.) Das Argument hinkt. Denn das macht seinen Job aus.


Wenn man merkt das einem Gegenüber was vorgespielt wird, was nicht "Er" 
ist - dann endet die Tätigkeit meist spätestens mit Ablauf der 
Probearbeitszeit.
Gast #4741868
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Draco schrieb:
> Ich weiß nicht bei welchem Personaler du eingestellt wurden bist. Aber
> ich jedenfalls. Kennen keinen der:
> A.) Pauschal davon ausgeht das jemand schlecht in seiner Tätigkeit ist.
Kann es sein dass du einfach trollst? Wo hast du bitte einen Personaler 
gesehen der deine berufliche Laufbahn lobt und schätzt? Warum sucht er 
dann nach Macken im Lebenslauf, warum intepretiert er jede Pause als 
Nichtstun/Rumlungern, warum versteht er als zu lange Tätigkeit bei einer 
Firma als fehlende Flexibilität, und warum versteht er mehrfachen 
Firmenwechsel als irgendeinen Fehler in der Persönlichkeit?

> B.) Das "wirkliche Potential" geeignet ist für die angebotene Stelle,
> darum geht ja das Bewerbungsgespräch. Und nicht darum ob er welches hat,
> sondern ob es zur Ausschreibung passt.
Nach deiner Logik also muss man kein geeignetes Potential haben um für 
die Ausschreibung geeigent zu sein? Und wie soll ein Personaler es 
feststellen wenn ihm jegliches fachliche Wissen fehlt? Richtig, er kann 
es nicht, hier ist er auf Technik-Leute angewiesen. Wofür braucht man 
dann die Personaler dann? Du siehst genau dass deine Argumentation 
hinkt.


> C.) Das Argument hinkt. Denn das macht seinen Job aus.
Keine Ahnung welches Argument du meinst.

> Wenn man merkt das einem Gegenüber was vorgespielt wird, was nicht "Er"
> ist - dann endet die Tätigkeit meist spätestens mit Ablauf der
> Probearbeitszeit.
Im Vorstellungsgespräch spielen beide Seiten sich etwas vor: das hat 
weder was mit Probezeit noch was mit der Tätigkeit zu tun. Daraus sieht 
jeder dass du hier nicht viel Erfahrung hast.
#4743512
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Gästchen schrieb:
> Im Vorstellungsgespräch spielen beide Seiten sich etwas vor: das hat
> weder was mit Probezeit noch was mit der Tätigkeit zu tun.

Das heißt auch Bewerbungsgespräch, man macht Werbung in eigener Sache.
Red Bull verleiht Flüüügel!
Tatsächlich hat der Red Bull einen fetten Arsch, den er nachher nicht 
mehr hochbekommt, außer zu de Pausen und zum Feierabend.

Der Personaler versucht an dieser Eigen-Werbung etwas zu kratzen, zu 
hinterfragen.
Der Bewerber kann und sollte auch nachhaken.

Klasse Arbeitsklima in einem 3, 10, 50-Mann Großraumbüro?
Arbeitszeiten, fest, flexibel, Kernzeiten, ....
#4746323
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Was werden für Tipps erwartet?

Welche Branche?
Entwicklungsabteilung Biotechnologie eines KMUs für ein Projekt mit 
Japan?
Inbetriebnahme großindustrielle Anlage im Kongo?

Standardantworten gibt es nicht.
Sonst das übliche Antworten auf
Ihre Stärken
Ihre Schwächen
Wie schätzen Sie andere ein?

halbwegs nett beantworten zu können, damit der Gegenüber eine Antwort 
hat.

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