Schottky Diode woran erkennt man das sie Schneller schaltet?

#4744273
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Hallo woran erkennt man das eine Schottkydiode schneller schaltet?

Auf der Kennlinie zeigt es doch das gegenteil oder nicht? Dort geht die 
Germanium Spitzen Diode schneller hoch als die Schottkydiode oder nicht?

Link zum Bild:
http://www.ieap.uni-kiel.de/plasma/ag-piel/elektronik/f10_8.jpg
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#4746361
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Alex F. schrieb:
> Hallo woran erkennt man das eine Schottkydiode schneller schaltet?

In dieser Kennlinie überhaupt nicht.

> Auf der Kennlinie zeigt es doch das gegenteil oder nicht? Dort geht die
> Germanium Spitzen Diode schneller hoch als die Schottkydiode oder nicht?
>
> Link zum Bild:
> http://www.ieap.uni-kiel.de/plasma/ag-piel/elektronik/f10_8.jpg

Du hast einen Denkfehler. Die Kennlinie zeigt nur, wie das Verhalten der 
Vorwärtsspannung zum Vorwärtsstrom ist, also der Spannungsabfall über 
die Diode abhängig vom durchfließenden Strom.

Nur weil die Kennlinie steiler ist, ist sie deshalb nicht schneller bzw. 
nur weil die Kennlinie früher aus dem Knick kommt.

Wie schnell eine Diode anspringt hängt ganz wesentlich von ihrer 
Geometrie und ihrem Aufbau ab. Mit Sicherheit kann man Ge-Dioden bauen, 
die um ein vielfaches schneller sind, als Si-Dioden - und umgekehrt.

Prinzipiell kann man schon grob sagen: Je mehr Strom sie abkönnen, umso 
langsamer sind sie.
Gast #4746413
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Christoph K. schrieb:
> Um die Appnote 44 zum Schaltregler LT1070 zu zitieren:
> "60Hz Diodes : The LT1070 will eat 1N914 and 1N4001 diodes and not even
> burp." ( http://www.linear.com/docs/4176 Seite 71)
> Schnelle Dioden überleben das eher.

Liest sich zwar lustig, ist aber etwas unfair zitiert. Die 1N914 gehört 
mit 2ns trr zu den schnellsten Dioden. Sie ist einfach nicht belastbar.
#4746546
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Martin S. schrieb:
> Nur weil die Kennlinie steiler ist, ist sie deshalb nicht schneller bzw.
> nur weil die Kennlinie früher aus dem Knick kommt.

ACK

> Wie schnell eine Diode anspringt

<Oberlehrer>
Wenn es um die Geschwindigkeit von Dioden geht, dann i.d.R. darum, wie 
schnell die Diode ausschaltet. Das Einschalten geht für alle Dioden 
schnell (insbesondere: schnell genug). Die Unterschiede sind beim 
Übergang vom Durchlaß- in den Sperrzustand und werden durch den Kennwert 
Sperr-Erholzeit (reverse recovery time) spezifiziert.
</Oberlehrer>

> hängt ganz wesentlich von ihrer
> Geometrie und ihrem Aufbau ab. Mit Sicherheit kann man Ge-Dioden bauen,
> die um ein vielfaches schneller sind, als Si-Dioden - und umgekehrt.

Schottky-Dioden haben prinzipiell keine Sperrerholzeit, weil der 
Ladungstransport ausschließlich durch Majoritätsladungsträger erfolgt. 
Wer das jetzt nicht versteht, kann sich entweder damit abfinden daß es 
halt so ist, oder er führt sich ein Lehrbuch über Halbleiterphysik zu 
Gemüte. Hilfsweise erstmal Wikipedia.

Martin S. schrieb:
> Prinzipiell kann man schon grob sagen: Je mehr Strom sie abkönnen, umso
> langsamer sind sie.

Die parasitäre Kapazität bewirkt natürlich auch bei einer Schottky- 
Diode eine kurze Stromspitze beim Umschalten in den Sperrzustand.
Das ist aber eine eher triviale Erkenntnis.

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