Da Osram vor dem Verkauf an einen chinesischen Konzern steht, stellt sich die Frage, ob man hier nicht etwas regulierend eingreifen sollte. Die Kuka-Geschichte, Aixtron und jetzt Osram sind ja alles wirklich wichtige Konzerne, auf die somit die chinesische Regierung Zugriff erhält. Wäre es nicht sinnvoller Übernahmen aus Ländern zu verbieten, in denen man ebenfalls nicht ungehemmt übernehmen darf, und in denen der Staat undemokratische Kontrolle über die einkaufenden Unternehmen ausübt? Gerade durch die aktuelle Geldschwemme kann ja wirklich jeder jeden übernehmen...
Das mit den Übernahmen hatten wir alles schon mal in den 80ern. Da haben die Japaner alles aufgekauft, was sie kriegen konnten. Das Geschrei war entsprechend. Und auch in Japan ist es für fremde Investoren sehr schwierig, Erfolg zu haben, demensprechend war das auch damals eine Einbahnstrasse. Nun, heute geht es den Japanern eher bescheiden und viele der Aquisitionen sind wieder verkauft, selbständig oder eingegangen. Ich sehe da nicht so eng. V.a. wenn kleinere Spezialisten von grossen Konzernen aufgekauft werden, ist es vorbei mit Flexibilität und Kundennähe. Das ebnet das Terrain für neue Spezialisten. Wer hätte damals mit Google, Facebook, Netflix gerechnent. Oder dass Motorola an die Wand gefahren wird? Oder das ARM dermassen erfolgreich wird? Die Bäume wachsen auch in China nicht in den Himmel. Man sollte den Dingen ihren lauf lassen!
Ist ja nicht so, das Osram alternativlos ist.
in D wird derzeit alles an die Chinesem verkauft was nich niet und nagelfest ist Deutschland verkauft sich als ehemaliges hightech-Produktionsland selbst an die Komkurrenz. wie aufgezählt z.B. KuKa aber auch sowas wie der Transrapid und Schiffbau Die Dummheit der Nicht-Regulierung wächst über alle Maßen. Normal wäre es die Pflicht der Regierung, wie in allen anderen Ländern auch, hier die Zukunft des Landes als Standort industrieller Produktion zu sichern und eben nicht dem Konkurrenten Zugriff auf ein wesentliches Standbein der Volkswirtschaft zu gewähren. Aber D scheint es zu reichen, Gewhere, Panzer, Kanonen und UBoote zu produzieren und an jeden anklopfenden freundlich lächelnden Herrn mit dickem schwarzen Koffer zu liefern. und Autos (noch)
Das ist einer der Nachteile des Kapitalismus. Er verkauft sich selbst an die Konkurrenz. Wenn man das (den Kapitalismus) so will ... Im Gegenzug will der Kommunismus etwas selbst machen, das er anderswo guenstiger beziehen koennte. Wenn man das (den Kommunismus)so will ... Jede Volkswirtschaft enthalt Beides. Was als strategisches Gut angesehen wird wird auf alle Faelle, zu jedem Preis, selbst gemacht. Ueberall. Zu Osram. Es ist ja nicht so, dass die Chinesen, Osram klauen, nein, die Besitzer wollen an sie verkaufen. Es steht jedem frei, die Chinesen zu ueberbieten...
Aixtron ist ein tragischer Fall von schlechtem Management und zu viel Geld von schlecht informierten Investoren. Die Firma war Marktführer in ihrem Bereich, hat sich dann aber auf ihrem Erfolg ausgeruht (z.T. ausgelöst durch ein Chinesisches Subventionsprogramm für MOCVD-Anlagen) und die Kunden z.T. am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Dazu hat man sich gegenüber den Aktionären für die Einführung von SAP selbst beweihräuchert, statt Entwicklungs-Prozesse zu definieren oder die Kundenanforderungen im Sinne der eigenen Produktroadmap zu priorisieren. Zumindest bis vor wenigen Jahren ist die Firma geführt worden wie eine zu große Garagenfirma, hat sich nach außen aber den Anstrich eines Weltkonzerns gegeben. Ganz zu schweigen davon, dass nach jeder Entlassungsrunde das Verhältnis von gut bis sehr gut bezahlten Departmentmanagern, Senior Department Managern, Directors, Senior Directors usw. in Bezug auf normale Angestellte immer schlechter geworden ist. Das das auf Dauer nicht funktioniert versteht man auch ohne BWL-Studium. Was ich an der Sache so merkwürdig finde: Sanaan Opto ist die Firma, mit der Aixtron vor zwei Jahren den größten Deal der Firmengeschichte einfädeln wollte. Den Auftrag haben die Chinesen dann platzen lassen, nachdem schon ein Teil der Anlagen gebaut war. Und die gleiche Firma will jetzt Osram übernehmen, während ein anderer chinesischer Investor die angeschlagene Aixtron übernehmen will. Ob und wie weit diese chinesischen Firmen untereinander vernetzt sind oder direktem oder indirektem staatlichen Einfluss unterliegen, kann ja hier auch niemand beurteilen... Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Thorsten O. schrieb: > Das das auf Dauer nicht funktioniert versteht man auch > ohne BWL-Studium. ...aber mit nicht. MfG Paul
> as das auf Dauer nicht funktioniert versteht man auch ohne BWL-Studium.
Oder vielleicht sogar "nur ohne"!
Thorsten O. schrieb: > Was ich an der Sache so merkwürdig finde: Sanaan Opto ist die Firma, mit > der Aixtron vor zwei Jahren den größten Deal der Firmengeschichte > einfädeln wollte. Den Auftrag haben die Chinesen dann platzen lassen, > nachdem schon ein Teil der Anlagen gebaut war. Und die gleiche Firma > will jetzt Osram übernehmen, während ein anderer chinesischer Investor > die angeschlagene Aixtron übernehmen will. Ob und wie weit diese > chinesischen Firmen untereinander vernetzt sind oder direktem oder > indirektem staatlichen Einfluss unterliegen, kann ja hier auch niemand > beurteilen... Die Zusammenhänge gibt es http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aixtron-investor-liu-zhendong-spricht-erstmals-ueber-plaene-a-1115032.html hat aber natürlich gar nichts miteinander zu tun <hust>. Wobei, um Osram traure ich nicht. Die haben uns Normalbürger gef**** denn sie waren einer der Lobbyisten für das Glühlampenverbot. Sollen die Chinesen die ruhig mal gut durchbürsten.
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