Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ausgänge schalten LOW


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von Andi .. (futility)


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Hi liebe Elektroniker,

ich habe mir so ein preisgünstiges Funkmodul beim Chinamann gekauft und 
hierzu eine Frage. Beim Messen der Spannung an den Ausgängen habe ich 
festgestellt, dass alle Ausgänge immer 5V ausgeben. Drücke ich einen 
Knopf auf der Fernbedienung, fällt der Ausgang auf 0V (für den Zeitraum 
der Auslösung).

Fehlproduktion oder bin ich der Fehler? ;)
Kann man platinenseitig die Beschaltung umkehren (NC auf NO)?

Danke für eure Hilfe!

Hier die Daten:
http://www.banggood.com/2Pcs-IC2272-315MHz-4-Channel-Wireless-RF-Remote-Control-p-959260.html?rmmds=myorder

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Andi .. schrieb:
> Hier die Daten:
> 
http://www.banggood.com/2Pcs-IC2272-315MHz-4-Channel-Wireless-RF-Remote-Control-p-959260.html?rmmds=myorder

Zuerst ein Wort der Warnung: Der Frequenzbereich um 315MHz ist in Europa 
nicht zur Nutzung durch zivile Dienste freigegeben, sondern dem 
Militär vorbehalten. Wenn die Dinger also wirklich auf 315MHz senden, 
wundere dich nicht über Besuche der BNetzA oder der Streitkräfte.

Andi .. schrieb:
> Kann man platinenseitig die Beschaltung umkehren (NC auf NO)?

Neine, platinenseitig geht das nicht, der PT/SC2272 bietet nur eine 
Ausgangspolarität. Allerdings kann jeder Inverter, ob in IC Form oder 
als Einzeltransistor, die Polarität umdrehen.

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Fehlproduktion oder bin ich der Fehler?

Das ist sicher so beabsichtigt und durchaus üblich.

Für diejenigen, die das unlogisch finden, habe ich zwei Hilfestellungen:

1) Für mich ist Strom = Bewegte Elektronen. Die Elektronen fließen vom 
Minus-Pol zum Plus-Pol. Also schalte ich normalerweise den Minus-Pol, da 
wo die Elektronen heraus kommen.

2) Open-Kollektor Ausgänge, die den Minus-Pol schalten, können in der 
Regel erheblich höhere Lastspannungen schalten, als die 
Versorgungsspannung des Mikrochips. Beim Plus-Pol würde das nicht so 
einfach gehen.

: Bearbeitet durch User
von Wolfgang (Gast)


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Andi .. schrieb:
> Fehlproduktion oder bin ich der Fehler? ;)

Letzteres ;-(

von Andi .. (futility)


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Hi,


Wolfgang schrieb:
> Letzteres ;-(

Danke euch beiden. :)

Wie könnte ich denn das ganze so drehen, dass eine angeschlossene LED 
nur angeht, wenn ich auf meine Fernbedienung drücke und nicht die ganze 
Zeit leuchtet?

Danke für eure Hilfe!

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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"Minuspol" der LED an Funkmodul anschließen, "Pluspol" an 
Versorgungsspannung (natürlich irgendwo den Vorwiderstand nicht 
vergessen).

von Christian M. (Gast)


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Andi .. schrieb:
> Wie könnte ich denn das ganze so drehen, dass eine angeschlossene LED
> nur angeht, wenn ich auf meine Fernbedienung drücke und nicht die ganze
> Zeit leuchtet?

Ich such mir jetzt nicht einen runter, bis ich ein Datenblatt finde, 
aber: Wenn die Ausgänge Open-Collector sind, nur mit Pull-Ups und 
Inverter, sonst einfach die LEDs gegen "Plus" schalten!

Gruss Chregu

von Andi .. (futility)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> "Minuspol" der LED an Funkmodul anschließen, "Pluspol" an
> Versorgungsspannung (natürlich irgendwo den Vorwiderstand nicht
> vergessen).

Will ich anstelle der LED ein Relais schalten, müsste ich dann zwingend 
mit Pull-Up Widerständen arbeiten? Das Relais soll natürlich nur auf 
Knopfdruck schalten.

Danke & Gruß

von Hubert G. (hubertg)


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Wenn du das Relais nach Plus schaltest, wozu dann PullUp?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Andi .. schrieb:
> Will ich anstelle der LED ein Relais schalten

Kann denn das Funkmodul derartige Ströme schalten?

Und wieso Pullup? Ich bezog mich auf den bei LEDs zwingend 
erforderlichen Vorwiderstand (der in Reihe zur LED geschaltet wird) zur 
Strombegrenzung.

von Andi .. (futility)


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Vorwiderstand ist klar, PullUp war auf den Beitrag von Christian Müller 
bezogen. :)

Sorry für die schlechte Erklärung. Hier daher kurz die Beschreibung, was 
ich eigentlich machen möchte:

Die Funkfernbedienung soll 4 Ausgänge an dem Empfängermodul xd-yk04 (s. 
Bild oben) schalten. Das Ausgangssignal soll als Eingang an eine Siemens 
Logo 230RC angeschlossen werden, um versch. Funktionen auszulösen. Da 
die Logo aber eine Eingangsspannung >80V verlangt, möchte ich dies der 
Einfachheit halber mit einer Relaiskarte realisieren.

Daten Relaiskarte: 
http://www.banggood.com/5V-4-Channel-Relay-Module-For-Arduino-PIC-ARM-DSP-AVR-MSP430-Blue-p-87987.html?rmmds=search

Jetzt habe ich wie gesagt das Problem, dass der Eingang ja permanent 
anliegt.
Habt ihr vielleicht eine einfachere Lösung?

Bin noch nicht allzu bewandert in der Mikroelektronik und daher für jede 
Hilfestellung dankbar.

: Bearbeitet durch User
von Hubert G. (hubertg)


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Da braucht man die Schaltung der Relaiskarte. Ich habe so eine, ist zwar 
8-fach, die schaltet gegen VCC. Also genau das was du brauchen würdest. 
Wie deine genau funktioniert kann ich nicht sagen.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Die Relais auf dieser Platine von Banggood haben Wechselkontakte. Damit 
ist es durchaus möglich, den Verbraucher einzuschalten, wenn das Relais 
aus schaltet.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Den SC2272 (oder auch den PT2272), der als Dekoder auf dem Empfänger 
sitzt, gibt es mit schaltenden (mit einem SC2272Lx für 'Latch') oder mit 
tastendenden Ausgängen (dann SC2272Mx für 'Momentary'). Das kleine 'x' 
steht dabei für die Anzahl der Kanäle, die der jeweilige Chip 
verarbeiten kann.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Andi .. schrieb:
> wenn ich auf meine Fernbedienung drücke

Wenn das im Sinne von "wenn ich den Fernbedienungssender dazu 
veranlasse, ein Signal im 315MHz-Band auszusenden" gemeint ist, machst 
Du Dich strafbar!
Warum sollten wir Dich bei derart kriminellen Handlungen unterstützen?

von Andi .. (futility)


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Andreas S. schrieb:
> Andi .. schrieb:
>> wenn ich auf meine Fernbedienung drücke
>
> Wenn das im Sinne von "wenn ich den Fernbedienungssender dazu
> veranlasse, ein Signal im 315MHz-Band auszusenden" gemeint ist, machst
> Du Dich strafbar!

Mache ich nicht. In Dtl. mag das viell. so sein. Aber das muss ja nicht 
dein Problem sein. Kannst dich daher wieder locker machen.

Stefan U. schrieb:
> Die Relais auf dieser Platine von Banggood haben Wechselkontakte. Damit
> ist es durchaus möglich, den Verbraucher einzuschalten, wenn das Relais
> aus schaltet.

Ja, aber dann würden die Relais ja ebenfalls permanent angezogen sein. 
Bei Stromausfall vom Modul würde mein Eingang auf der SPS also 
durchschalten - daher m.E. nicht so optimal.

Matthias S. schrieb:
> gibt es mit schaltenden (mit einem SC2272Lx für 'Latch') oder mit
> tastendenden Ausgängen (dann SC2272Mx für 'Momentary')

Hast du da eine Bezugsquelle? Konnte keine Alternative mit NO finden.

von Hubert G. (hubertg)


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Hast du das mit deiner Relaiskarte schon probiert? Oder glaubst du nur 
das es nicht funktioniert?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Bei Stromausfall vom Modul würde mein Eingang auf der
> SPS also durchschalten

Und was macht die SPS bei Stromausfall? Wenn sie nicht ebenfalls 
ausfällt, müsste sie diese Situation nicht ohnehin erkennen und 
angemessen darauf reagieren?

Es hindert dich niemand daran, einen Inverter (zum Beispiel 74HC04 oder 
CD4069) dazwischen zu schalten.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Andi .. schrieb:
> Hast du da eine Bezugsquelle? Konnte keine Alternative mit NO finden.

Nö, du hast mich falsch verstanden. Die Ausgangspolarität ändert sich 
kein bisschen zwischen den verschiedenen Chips. Nur das Schaltverhalten, 
ob es 'rastende' oder 'tastende' Ausgangssignale sind.

'Rastende' sind typisch in Funksteckdosen, (z.B. SC2272L4). Eine Taste 
am Sender schaltet ein, eine andere schaltet den gleichen Kanal aus.

'Tastende' liefern nur solange ein Ausgangssignal, wie die Taste am 
Sender gedrückt wird. Lässt man die Sendetaste los, geht das Signal 
wieder auf inaktiv (z.B. der SC2272M4).

von Andi .. (futility)


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Stefan U. schrieb:
> Und was macht die SPS bei Stromausfall? Wenn sie nicht ebenfalls
> ausfällt, müsste sie diese Situation nicht ohnehin erkennen und
> angemessen darauf reagieren?

Ja, da hast du natürlich recht. Ich dachte nur, dass es vielleicht 
besser wäre, wenn die Relais nicht permanent angezogen wären.

Hubert G. schrieb:
> Hast du das mit deiner Relaiskarte schon probiert? Oder glaubst du nur
> das es nicht funktioniert?

Hi Hubert,
mache gleich noch ein paar Bilder.

Grüße!

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Ich dachte nur, dass es vielleicht besser wäre,
> wenn die Relais nicht permanent angezogen wären.

Das schadet den Relais kein bisschen.

von Christian M. (Gast)


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Andi .. schrieb:
> PullUp war auf den Beitrag von Christian Müller
> bezogen.

Damit Du auf einen Inverter-Eingang kommst. Nimm einen 7404 wie weiter 
oben angegeben oder so, und gut ist!

Chregu

von Andi .. (futility)


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Anbei noch einige Bilder, aber man sieht leider nicht viel. Der Ausgang 
1 vom Funkempfänger geht auf den Eingang 1 der Relaiskarte. Diese 
schaltet nun erwartungsgemäß dauerhaft durch, es sei denn, ich betätige 
die Fernbedienung.

Stefan U. schrieb:
> Das schadet den Relais kein bisschen.

Leider steigt aber dadurch der Stromverbrauch bei meiner Relaiskarte von 
2mA auf 70mA permanent. :(

Christian M. schrieb:
> Damit Du auf einen Inverter-Eingang kommst. Nimm einen 7404 wie weiter
> oben angegeben oder so, und gut ist!

Danke, das ist ein guter Hinweis. Muss ich mal kramen, ob ich so ein 
Bauteil bei mir noch irgendwo finde. Danke!

von Hubert G. (hubertg)


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Du hast das Relais auf VT angeschlossen, ist das der richtige Ausgang 
des Moduls?
Gibt es für das Empfangsmodul eine Beschreibung?

von Christian M. (Gast)


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Geht so ziemlich alles, was irgendwie 4x invertiert, auch NANDs und 
NORs, also so jeden 2. IC... :-))

Chregu

von Andi .. (futility)


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Hubert G. schrieb:
> Du hast das Relais auf VT angeschlossen, ist das der richtige
> Ausgang
> des Moduls?
> Gibt es für das Empfangsmodul eine Beschreibung?

Hi Hubert,
ja VT ist der Universalausgang, d.h. egal welcher Knopf gedrückt wird, 
VT schaltet immer. Zusätzlich dazu schaltet natürlich auch der 
zugehörige Ausgang.
Datenblatt: 
http://volthauslab.com/datasheets/433Mhz-RF-tx-rx/4_channel_remote/433mhz_remote_manual.pdf

Christian M. schrieb:
> Geht so ziemlich alles

Hab leider keinen 7404. Kennst du zufällig aus dem Stand einen von 
diesen hier, der geeignet wäre?

34063AP1  DC-DC Konverter
74HC107  Dual JK flip-flop with reset; negative-edge trigger
74HC113  Dual FlipFlop mit Preset
74HC132B1
74HC190N Counter
ATMega32 16PU
ATTiny13 20PU
ATTiny2313 20PU
CD4001BE Logic IC, quad NOR Gate
CD40106BE
HCF4536BE Programmierbarer Timer+Schmitt-Tr.+24 FlipFlop
HEF4021BP static shift register
HEF40374BP FlipFlop
LM324N  Quad Operationsverstärker
LM358N  Operationsverstärker
MAX232N  Quad 2-input NAND+Schmitt Tr.
MC14016B Viererkabel-Analoger Schalter/Viererkabel-Mehrfachkoppler
MC14514BCP 4-Bit Transparent Latch/4-to-16 Line Decoder
MC14514BCP 4−to−16 Line Decoder
MC14581B Arithmetic Logic Unit
NE555N Timer
Pm29F002T-90PC  2MBit Flash Memory
V4013D  Dual FlipFlop
V4035D  CMOS Logic

: Bearbeitet durch User
von Hubert G. (hubertg)


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Dann hast du ein anderes Relaismodul, meines funktioniert genau 
umgekehrt. Ich muss 0V an den Eingang legen damit das Relais anzieht.

von Christian M. (Gast)


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Andi .. schrieb:
> CD40106BE

noch am ehesten, sonst auch:

Andi .. schrieb:
> CD4001BE Logic IC, quad NOR Gate

Einfach Eingänge zusammenschalten.

Andi .. schrieb:
> 74HC132B1

Oder der auch, ja der ist doch am Besten. Haste 5V, oder?
Einfach Pull-Up, jeweils an einen Eingang, den jeweiligen Anderen würde 
ich an High machen. Ausgang an Relais-Karte, fetich!!!

Chregu

von aver (Gast)


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Andi .. schrieb:
> 74HC132B1
http://www.onsemi.com/pub_link/Collateral/MC74HC132A-D.PDF

Funk D0 auf A1 und B1, Y1 auf Relais In1.

von Andi .. (futility)


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Toll, ihr seid spitze! Ich versuche das erstmal und berichte euch 
morgen, ob es geklappt hat.

von Andi .. (futility)


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Das mit 2-6V passt halt auch super, da sowohl der Empfänger als auch das 
Relais Modul mit 5V betrieben werden.

von Hubert G. (hubertg)


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Ich habe mir noch mal deine Bilder angesehen. Hast du dein Messgerät 
zwischen +5V und dem Ausgang des Moduls geschaltet?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Leider steigt aber dadurch der Stromverbrauch bei meiner
> Relaiskarte von 2mA auf 70mA permanent.

Kommt es jetzt auf einmal aufs Stromsparen an? Dann sind Relais auch 
nicht gerade die beste Wahl, oder?

von Andi .. (futility)


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Hubert G. schrieb:
> Ich habe mir noch mal deine Bilder angesehen. Hast du dein
> Messgerät zwischen +5V und dem Ausgang des Moduls geschaltet?

Ja. War das ein Fehler? Bei Messung auf Grd bekomme ich zwar den 
gewünschten NO Ausgang, weiß aber bisher nicht, wie ich dann das Relais 
ansprechen muss. Hast du eine Idee?

Stefan U. schrieb:
> Leider steigt aber dadurch der Stromverbrauch bei meiner
> Relaiskarte von 2mA auf 70mA permanent.
>
> Kommt es jetzt auf einmal aufs Stromsparen an? Dann sind Relais auch
> nicht gerade die beste Wahl, oder?

Stimmt grundsätzlich. Deshalb soll das Relais ja auch nur kurz 
durchschalten und nicht permanent.

: Bearbeitet durch User
von Hubert G. (hubertg)


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Andi .. schrieb:
> Ja. War das ein Fehler? Bei Messung auf Grd bekomme ich zwar den
> gewünschten NO Ausgang, weiß aber bisher nicht, wie ich dann das Relais
> ansprechen muss. Hast du eine Idee?

Das war ein Fehler. Solchen Messungen immer von GND weg. Daher auch die 
Irritation wegen "Ausgänge schalten LOW"
Die Ausgänge des Moduls sind auf low und werden beim aktivieren high. Es 
hätte mich doch gewundert wenn es auf einmal Relaismodule gibt die man 
mit high aktiviert.
Du brauchst also die erwähnten ICs die invertieren.

von Andi .. (futility)


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Guten Morgen allerseits,

vielen Dank erst einmal für eure Hilfe und Beteiligung an diesem Thread. 
Ich habe jetzt versucht, nach eurer Anleitung das ganze zu verdrahten. 
Im Anhang findet ihr meinen Plan vom Board. Leider schaltet der Ausgang 
vom Receiver (nun über den Inverter IC) immer noch permanent durch und 
das Relais liegt dauerhaft an.
Könnt ihr mir bei der Fehlersuche helfen?

Danke!

PS: Bei der Bauteilsymbolik habe ich behelfsmäßig genommen, was da 
war...

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Andi .. schrieb:
> Da
> die Logo aber eine Eingangsspannung >80V verlangt

Vermutlich meinst Du 8V.
Relais sind da etwas überdimensioniert, Optokoppler sollten reichen, 
z.B. HCPL-817-00DE.

von Hubert G. (hubertg)


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Hast du schon mal gemessen, diesmal richtig. Am Ausgang des Moduls 
sollten 0V sein, an den beiden Eingängen des IC ebenfalls. Am Ausgang 
des IC sollten es dann 5V sein.

von Andi .. (futility)


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Peter D. schrieb:
> Vermutlich meinst Du 8V.
> Relais sind da etwas überdimensioniert, Optokoppler sollten reichen,
> z.B. HCPL-817-00DE.

Hi Peter, die Logo schaltet bei >80V / 0,08mA (s. Anhang).

Hubert G. schrieb:
> Hast du schon mal gemessen, diesmal richtig. Am Ausgang des Moduls
> sollten 0V sein, an den beiden Eingängen des IC ebenfalls. Am Ausgang
> des IC sollten es dann 5V sein.

Hallo Hubert, genau so habe ich es gemacht. Das Receivermodul gibt am 
Ausgang (in der Grafik Nr. 1 ganz links) 5V Spannung aus, die ich auf 
Pin 1 lege und auf Pin 2 brücke. Messe ich direkt am Ausgang vom 
Receiver, bzw. am Eingang 1 oder 2 vom Inverter (gegen GRD!) wird mit 0V 
angezeigt. Am Ausgang (Pin 3) vom Inverter wird mit 5V angezeigt. Beim 
Betätigen geht der Wert ordnungsgemäß auf 0V. So weit so gut. Wo ist 
jetzt der Denkfehler? grübel
Wenn ich direkt vom Ausgang Receiver auf den Eingang von der Relaiskarte 
gehe, schaltet diese wieder permanent durch.

von Hubert G. (hubertg)


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Wenn am Ausgang des Inverter 5V sind, dann darf doch das Relais nicht 
anziehen. Hast du mal direkt am Eingang der Relaiskarte gemessen?

von Nop (Gast)


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Stefan U. schrieb:
> 1) Für mich ist Strom = Bewegte Elektronen. Die Elektronen fließen vom
> Minus-Pol zum Plus-Pol. Also schalte ich normalerweise den Minus-Pol, da
> wo die Elektronen heraus kommen.

Die technische Stromrichtung geht von plus nach minus. Deswegen sind 
sämtliche Zeichnungen so gemacht. Das die physkalische Stromrichtung 
andersrum ist, spielt keine Rolle.

von Peter D. (peda)


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Auf dem Foto sieht es aus, als ob die Relais mit Opto-MOS geschaltet 
werden.
Da könnte man die Leiterzüge durchkratzen und sie gegen VCC schalten.

Die Steuerung hat also 230V Eingänge. Da ist Basteln nicht ganz 
ungefährlich.

von Andi .. (futility)


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Liegt der Fehler evtl. am Jumper auf der Relaiskarte? Dieser ist mit 
"Gnd", "Vcc" und "JDVcc" gekennzeichnet und hatte die letzteren beiden 
gebrückt.

: Bearbeitet durch User
von Hubert G. (hubertg)


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Andi .. schrieb:
> Liegt der Fehler evtl. am Jumper auf der Relaiskarte? Dieser ist mit
> "Gnd", "Vcc" und "JDVcc" gekennzeichnet und hatte die letzteren beiden
> gebrückt.

Der Jumper gehört nur heraus wenn die Relais mit einer eigenen 
Stromversorgung betrieben werden. Diese gehört dann auf JDVCC 
angeschlossen. Wird der GND mit der Ansteuerseite nicht verbunden, dann 
hat man eine richtige Potentialtrennung zu den Relais.

von Andi .. (futility)


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Hubert G. schrieb:
> er Jumper gehört nur heraus wenn die Relais mit einer eigenen
> Stromversorgung betrieben werden.

Sowohl Receiver, Relaiskarte als auch ggf. Inverter würden auf gleichen 
5V laufen. Bietet sich ja schon an...


Bei Amazon habe ich noch folgende Infos zum Relais gefunden:

Es handelt sich um 4 Wechselrelais (1xUm = 1 Öffner- und 1 
Schließer-Kontakt) mit 10A Schaltleistung bei 250V Wechselspannung o. 
30V Gleichspannung. Die Eingänge werden über Optokoppler angesteuert (5V 
LOW Signal, 10mA). Also für die Verwendung mit Arduino-Boards (z.B. UNO 
o. LEONARDO) bestens geeignet. Die Stromaufnahme der Relais beträgt 
wenige mA)
GND = Minus , VCC= Plus 5V, IN1-IN4 sind die Steueranschlüsse für die 
Relais (GND = LOW-Signal an IN1-IN4 und die Relais schalten

: Bearbeitet durch User
von aver (Gast)


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Andi .. schrieb:
> Ausgang Receiver, bzw.  1 oder 2 Inverter (gegen GRD!) = 0V
OK
> Pin 3 Inverter = 5V
OK
> Betätigen geht der Wert ordnungsgemäß auf 0V.
Der Inverterausgang bzw. In1 der Relaiskarte? Dann wäre das auch in 
Ordnung.

Trozdem sollten alle unbenutzten Eingänge des 74HC132 direkt an 5V oder 
GND liegen, aber keinesfalls offen bleiben. Auch ein Kondensator 100n 
zwischen Vcc(14) und GND(7) des IC kann nicht schaden (bedrahteten C 
quer über das IC).
Mach mal ein Bild von deinem Aufbau mit Inverter.

p.s. Du kannst auch versuchen, den Ausgang Qn direkt mit Pin3 des 
jeweiligen Optokopplers zu verbinden.

von Andi .. (futility)


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Hi Leute,
danke schon mal für die Tipps. Ich habe jetzt die Schaltung neu 
aufgebaut, zunächst so, wie aver geschrieben hat. Sieheda, es klappt, 
wie es soll. Dann habe ich nach und nach die Brücken an den anderen 
(bisher ungenutzten) Eingängen des Inverters entfernt. Es funktioniert 
immer noch. Ich habe keine Ahnung warum. Allerdings dreht das Relais 
durch und schaltet 100x/Sekunde, sobald ich die Verbindung Receiver <-> 
Eingang Inverter unterbreche.

Bilder anbei.

Ich versuch das als nächstes mit den Einzelausgängen auf Platine zu 
bekommen.

Erste Gehversuche...

von Hubert G. (hubertg)


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Andi .. schrieb:
> Ich habe keine Ahnung warum. Allerdings dreht das Relais
> durch und schaltet 100x/Sekunde, sobald ich die Verbindung Receiver <->
> Eingang Inverter unterbreche.

Es wird doch ein Schaltungsfehler drin gewesen sein.
Das flattern des Relais kannst du verhindern wenn du einen Widerstand 
mit etwa 47k am Eingang des IC nach GND schaltest. Ansonsten ist der 
Eingang offen und offene Eingänge mögen die ICs überhaupt nicht.

von Andi .. (futility)


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Hubert G. schrieb:
> 47k am Eingang des IC nach GND

Toll! Meinst du an jedem der 4 gebrückten Eingänge mit 47k nach GND?

von Hubert G. (hubertg)


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Andi .. schrieb:
> Meinst du an jedem der 4 gebrückten Eingänge mit 47k nach GND?

Ja, genau so meine ich das. Dann kannst du das Empfangsmodul problemlos 
wegnehmen.
Übrigens solltest du mal die Batterie deines Messgerätes tauschen.

von Andi .. (futility)


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Danke für deine Hilfe Hubert. Und auch allen anderen. Es ist schön, 
erste kleine Erfolgserlebnisse zu haben und hier auch noch Leute zu 
treffen, die wirklich weiterhelfen und nicht nur trollen oder meckern, 
bloß weil man nicht sofort alles kapiert.

Hubert G. schrieb:
> Übrigens solltest du mal die Batterie deines Messgerätes tauschen.
Darauf wär ich nicht gekommen^^ :P

Im Anhang der vorläufige Entwurf. Gibt es Einwände oder 
Verbesserungsvorschläge? Ist bisher nicht schön, aber dafür funktional.

von Hubert G. (hubertg)


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Wenn du noch je einen 100n Kondensator zwischen VCC und GND direkt am 
Empfangsmodul und am IC einfügst, dann wird einem störungsfreien Betrieb 
kaum was in Wege stehen.

von Andi .. (futility)


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Ich hab hier so ganz kleine 100nF/63V Folienkondensatoren liegen. Gehen 
die auch?
Und du meinst das so wie im Anhang eingezeichnet?

von Hubert G. (hubertg)


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Wenn sie dir nicht zu groß sind, dann passen sie.

von Andi .. (futility)


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Soooo, habe jetzt die Schaltung auf die Platine gebracht. Leider bekomme 
ich bei meinen Ausgängen nun plötzlich nur noch 1V raus, statt 5V. :(
Ich tippe mal auf Kontaktierungsfehler.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Dann prüfe die Versorgungsspannung. Ist sicher irgendwo unterbrochen.

von Walta S. (walta)


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Auch bei fritzing gibt es eine Schaltplanansicht - die wäre 
aussagekräftiger.
So wie du es oben eingezeichnet hast, stimmt beim Anschluss des 
Kondensators etwas nicht.

Walta

von Andi .. (futility)


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Walta S. schrieb:
> So wie du es oben eingezeichnet hast, stimmt beim Anschluss des
> Kondensators etwas nicht.

Hallo Walter, was meinst du denn genau? Ich habe jetzt noch mal den 
Schaltplan so gezeichnet, wie er real existiert und einige Fotos 
beigefügt.

...und merke gerade, dass der Inverter ja auch bissle was von der 
Spannungsversorgung möchte (Kopfklatschsmiley). Werde das gleich noch 
ändern. Könnt ihr sonst noch irgendwo Fehler entdecken?

Kurz zur Erklärung von den Farben:
Rot= VCC oder Ausgang Receiver/Eingang Inverter
Schwarz= GND oder Ausgang Inverter
Blau= Lötstellen (Verbindungspunkt)

Bei der Schaltplanansicht stimmen die Bauteilebezeichnung natürlich 
nicht. Und der sieht auch unvollständig aus. Liegt aber m.E. an Fritzing 
und den importierten Komponenten...

: Bearbeitet durch User
von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Deine Lötstellen sehen sehr unsauber aus. Normalerweise sollte es nicht 
nötig sein, zwischen zwei Pins Kurzschlüsse weg zu schneiden. Kann es 
sein, dass du bleifreies Lötzinn verwendest? Wenn ja, probiere mal 
bleihaltiges aus.

Auf dem Steckbrett hast du Pull-Up Widerstände verwendet. Auf der 
Platine jedoch nicht. Das könnte der entscheidende Unterschied sein.

Wenn du den 74HC132 durch einen 74LS132 ersetzt, brauchst du keine 
Pull-Up Widerstände.

: Bearbeitet durch User

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