Rauschen identifizieren

Gast #4750724
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Vermont schrieb:
> Verstehe ich nicht... Rauschen ist was zufallsbedingtes (Stochastische
> Größe) wie kann das ein Spektrum haben?

Jegliches elektrische Signal hat ein Spektrum, genauso wie es einen 
zeitlichen Verlauf hat. Das Spektrum wird über einen Zeitraum bestimmt 
und ist eine Art Mittelwert im Frequenzraum. Mit stochastischen Signale 
haben Mittelwerte keine Probleme, solange der Zeitraum ausreichen lang 
ist.
Gast #4751163
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Wolfgang schrieb:
> Vermont schrieb:
>> Verstehe ich nicht... Rauschen ist was zufallsbedingtes (Stochastische
>> Größe) wie kann das ein Spektrum haben?
>
> Jegliches elektrische Signal hat ein Spektrum, genauso wie es einen
> zeitlichen Verlauf hat. Das Spektrum wird über einen Zeitraum bestimmt
> und ist eine Art Mittelwert im Frequenzraum. Mit stochastischen Signale
> haben Mittelwerte keine Probleme, solange der Zeitraum ausreichen lang
> ist.

Das bedeutet jetzt ich kann wie vom gemessenen Leistungsdichtespektrum 
aufs Rauschen schließen?
Admin Persönliche Seite #4761889
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Du hast also ein verrauschtes Signal, und du du möchtest das PSD des 
Signals und des Rauschens schätzen, richtig? Dazu musst du irgendwelche 
Annahmen über die Eigenschaften des Signal- und des Rauschanteils 
treffen mit denen du sie unterscheiden kannst. Z.B. dass das Rauschen 
stationär und das Signal nur kurzzeitig stationär und häufig 0 ist 
(übliche Annahme bei verrauschter Sprache). Also überleg dir erst mal 
zumindest ein grobes Modell für dein Signal und dein Rauschen, damit 
kann man dann weiter arbeiten.
Gast #4761919
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> Das ist doch gerade eine Eigenschaft des Rauschens. z.B. weißes
> Rauschen hat ein Spektrum, welches die gleiche Amplitude von
> 0...Unendlich aufweist.

Das ist allerdings ein Sonderfall. Ich nehme an, dass auch anderes 
"Rauschen" weg gefiltert werden soll.
Gast #4766831
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Es soll ein ergodischer Prozess angenommen werden.

Im Grunde muss es sich ja stets um eine Überlagerung aus detministischen 
und stochastischen Signal handeln. Aus der Autokorrelation, wird die FFT 
gebildet, womit sich dann das PSD ergibt.


Andreas S. schrieb:
> Du hast also ein verrauschtes Signal, und du du möchtest das PSD
> des
> Signals und des Rauschens schätzen, richtig? Dazu musst du irgendwelche
> Annahmen über die Eigenschaften des Signal- und des Rauschanteils
> treffen mit denen du sie unterscheiden kannst. Z.B. dass das Rauschen
> stationär und das Signal nur kurzzeitig stationär und häufig 0 ist
> (übliche Annahme bei verrauschter Sprache). Also überleg dir erst mal
> zumindest ein grobes Modell für dein Signal und dein Rauschen, damit
> kann man dann weiter arbeiten.

Du hast absolut ins Schwarze getroffen.

Welche Annahmen kann ich denn machen?
-weißes Rauschen?
Gast #4767689
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Das Problem ist das Folgende:

Der Mittelwert echten Rauschens ist immer Null, von daher gibt es 
nichts, was man von einem Signal abziehen muss.

Ein Spektrum des Rauschen kann zwar ermittelt werden, ist aber auch nur 
auf längere Perioden sinnvoll und das, was man da rausbekommt, ist zu 
klein, als dass es nach dem Abziehen eine Wirkung hätte.

Kurzfristig abziehen kann man daher nur, was man auf kurze Perioden 
bezogen ermittelt hat, und das ist nach unten bandbegrenzt. Und es ist 
ungenau:

Das Rauschen ändert sich in dem bandbereich schnell und daher ist eine 
Messung so gut wie nicht möglich. Es braucht immer Annahmen über den 
Rauschanteil und den abzuziehen, bringt oft neues Rauschen und zwar im 
niederfrequenten Bereich.
Gast #4768462
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Du könntest ein Frequenz Spektrum aufnehmen, und du Subdrahierst die 
Frequenzanteile vom Nutzsignal und hast das Rauschen, oft ist das 
Rauschen hochfrequent, als Anhaltspunkt. Um was für ein Nutzsignal 
handelt es sich bei dir?

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