Hohe Dropout Voltage unter Last mit MCP1700

#4757043
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Ich verwende einen MCP1700-3302E/TO freistehend auf einem Breadboard, 
mit jeweils einem 4,7 uF Tantalkondensator zwischen Vin -> GND und Vout 
-> GND. Vin und GND habe ich mit einem Labornetzteil verbunden.

Ohne Last bekomme ich mit dem spezifizierten typischen differenzial von 
178 mV stabile 3,3 V raus.

Wenn ich allerdings einen 30 Ohm Lastwiederstand zwischen Vout und GND 
anschließe bricht die Spannung ein. Eine Erhöhung von Vin auf ein 
differenzial von 350 mV reicht ebenfalls nicht aus.

Um 3,3 Volt bei 100 mA last zu erreichen brauche ich ein differenzial 
von 1,44 V.

Wenn ich einen zweiten 30 Ohm Lastwiederstand parallel anschließe 
bekomme ich selbst bei 3 V differenzial nur 3,2 V raus, damit bin ich 
dann schon sehr nahe am absolute maximum.

Laut Datenblatt müsste bei 250 mA die maximale Dropout Voltage bei 350 
mV liegen und nicht über 3 V.

Was mache ich also falsch?
#4757057
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Tantal-Elkos haben im Vergleich zu Keramik einen deutlich höheren 
Widerstand. Hast du vielleicht Kerkos da?

Die 178mV sind zwar nur "typ.", es darf bis "max." aus dem Datenblatt 
gehen. Aber meine MCP1700 zicken da definitiv nicht so rum und liefern 
das, was im DB verbrieft ist.

Datenblatt: 
http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/20001826C.pdf

S.1, Marketingabteilung im DB: "Stable with 1.0 µF Ceramic Output 
Capacitor" - solche Hinweise darf man wohl als Wink mit dem Zaunpfahl 
verstehen, dass der IC für KerKos optimiert wurde. LDOs sind da sehr 
empfindlich, auf welchen ESR/Kondensatortyp die angepasst wurden. Meist 
steht das in den Datenblättern drinnen, zumindest bei aktuelleren 
Bausteinen.

S. 10, Input capacitor darf gerne alles an ESR haben:
"The type of capacitor
used can be ceramic, tantalum or aluminum
electrolytic. The low ESR characteristics of the ceramic
will yield better noise and PSRR performance at high
frequency."

S.12, Output: Erlauben hier auch alle Arten an Kondensatoren:
"The capacitor type
can be ceramic, tantalum or aluminum electrolytic. The
ESR range on the output capacitor can range from 0
to 2.0"

Ok, sollte gehen, aber probiere trotzdem mal. Steckbrett hat hohe 
Übergangswiderstände, sodass du möglicherweise über 2Ohm liegst.
#4757236
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Ich hab das ganze nochmal mit jeweils 1 uF Kerkos getestet, konnte aber 
bezüglich der Dropout Voltage keine großen Änderungen feststellen.

Um auszuschließen das es am Steckbrett liegt habe ich es auch noch auf 
einer Platine getestet auch ohne großen Änderungen.

Der Datecode des MCP1700 lautet 154732 sollte also laut Datenblatt 
YWWNNN also 54 Woche 2011 sein. Das wäre dann schon etwas älter.

Ich habe die MCP1700 von aliexpress, kann es sein das es eventuell Fakes 
sind?
#4757251
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Marc H. schrieb:
> Ich habe die MCP1700 von aliexpress, kann es sein das es eventuell Fakes
> sind?

Das ist sehr gut möglich.

Gerade bei Analogbauteilen mit Standard-Layout wie Spannungsreglern etc. 
gibt es viele Fakes. Denn da muss man nur nen neue Beschriftung 
draufmachen und dann "funktioniert" das Bauteil erst mal so lala. Für 
den Käufer ist es dann viel schwieriger herauszufinden und zu beweisen 
daß es ein Fake ist als wenn es gar nicht funktioniert wie das echte 
Teil.

Ich hab hier noch nen Tütchen "LM317" von Ali die auch definitiv Fakes 
sind. Brennen bei ~25V durch und fangen übel das Schwingen an wenn sie 
in die Temperaturbegrenzung laufen.
#4757280
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Ich habe das auch mal schnell aufgebaut, 30R Lastwiderstände hab' ich 
zufällig grad da. Ohne Last mit diesem Aufbau nicht messbarer Dropout.
Mit 30 Ohm Last dann etwas über 3,4V nötig, bis der Ausgang wieder 3,3V 
liefert. Also die Datenblatt-Specs voll getroffen.

Edit: Ach so, da sind 4,7µF-Kerkos (X7R) an Ein- und Ausgang des 
MCP1700.
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