Hallo, woher bekomme ich Flüssigkristall um ein kleines LCD-Display herzustellen? Mir geht es ums experimentieren. In einem thread den ich einfach nicht mehr hier finde, wurde eine holländische (???) Firma genannt, welche ein Set zum Selbstbau anbot. Aus vager Erinnerung beschäftigte sich die Firma aber in der Hauptsache mit Solarenergie. www.fluessigkristalle.de ist bekannt. Ich suche explizit nach der holländischen Firma. Oder Alternativen. Grüße Marco aus diez an der Lahn
Merck in Darmstadt ist wohl immer noch führend bei Flüssigkristallen. Du wirst aber auch ITO beschichtetes Glas sowie Polarisationsfolien brauchen. Weisst du denn wo du diese Dinge bekommst?
Ja, das Glas sollte strukturierte Leiter drauf haben. Da gibt es zwei Moeglichkeiten. Aufdampfen und Wegaetzen. Und Einbrennen. Das Aufdampfen bedeutet eine duenne Schicht Metall, ein Stueck duenner wie die Lichtwellenlaenge, die aetzbar ist. Sowas gibt man in Auftrag. Also zB 20nm dick, aus Metall, das nicht grad oxidiert, und nicht mit Fluessigkristll reagiert, und aetzbar ist. Dann benoetigst du also noch eine Photoschicht zum Belichten drauf, die kann man mit je nach Anforderung mit einem Layout programm machen. Zum Aetzen benoetigt man erst noch eine Geometriereferenz, denn die Strukturen sind nicht sichtbar. Vielleicht ist das Metall mit der ueblichen Pampe aetzbar, sonst muss man zum Plasmaaetzen greifen. Auch das gibt man Extern. Alternativ kommen die leitenden Strukturen mit Einbrennen drauf. Titandioxid diffundiert ins Glas und bildet eine leitfaehige Schicht. Dasselbe wie oben, bis man eine strukturiert Schicht aus Titandioxid auf dem Glas hat, dann Einbrennen. Dann kommt das Positionieren der Kontaktierung. Ein strukturiert leitfaehiger Silikon Gummi macht Kontakt zu einer Leiterplatte wo die Ansteuerung drauf ist. Aeh ja. Es darf kein DC anliegen, die Elektroden muessen AC bringen. Viel Glueck.
Marco S. schrieb: > www.fluessigkristalle.de ist bekannt. Bist Du Dir sicher, dass die Adresse stimmt, sie funktioniert nämlich nicht. Hingegen http://www.fluessigkristalle.com schon. Der dort angebotene Experimentalbausatz ist zwar teuer aber man hat alles beisammen und mit etwas Geschick funktioniert er sehr gut.
Hp M. schrieb: > Merck in Darmstadt ist wohl immer noch führend bei Flüssigkristallen. Hier mal der Link zur entsprechenden Sparte: http://www.sigmaaldrich.com/materials-science/material-science-products.html?TablePage=16378837
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