Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzparallel Kondensator


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von Hans (Gast)


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Servus,

welche Art von Kondensator eignet sich direkt parallel zur 
Netzversorgung? 10uf soll der gute haben

: Verschoben durch Moderator
von hahaha (Gast)


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von Harald W. (wilhelms)


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Hans schrieb:

> welche Art von Kondensator eignet sich direkt parallel zur
> Netzversorgung?

Da sollte man normalerweise sog. X-Kondensatoren nehmen. Aber da
wirst Du mehrere parallel schalten müssen.

Wozu soll das eigentlich gut sein? Willst Du induktive Blindlast
kompensieren? Und wenn ja warum?

von Hans (Gast)


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Hochfrequente Störanteile filtern.

von Hans (Gast)


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von techniker (Gast)


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10µf und "hochfrequent" passt nicht so gut zusammen .....

von Hans (Gast)


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wieso

von Harald W. (wilhelms)


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Hans schrieb:

> Hochfrequente Störanteile filtern.

Das klappt zuverlässig nur mit einer vorgeschalteten Drossel.
Ausserdem braucht man für unterschiedliche Frequenzen unter-
schiedliche Kondensatoren. Siehe auch "Netzentstörfilter"
und deren Datenblätter.

von Teo D. (teoderix)


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><((°)>

von Hans (Gast)


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Ja, eine 1,5mH Drossel mit 20A Stromfestigkeit hab ich mir schon zurecht 
gebastelt.

mir gehts hauptsächlich um die Begrifflichkeiten AC und DC, mit denen 
Kondensatoren angeboten werden.... weil ich glaube nicht, dass ich einen 
Kondensator der "100V/DC" aushält, im Wechselstromverkehr garnicht 
benutzen darf...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Hans schrieb:
> weil ich glaube nicht, dass ich einen
> Kondensator der "100V/DC" aushält, im Wechselstromverkehr garnicht
> benutzen darf...

Darfst du schon, aber wenns nicht spezifiziert ist bei dem Bauteil, 
weisst du ja nicht, bis zu welcher Höhe.
Dafür gibts ja die X und X2 Kondensatoren (und auch die Y Typen), bei 
denen der Betrieb an Wechselspannung definiert ist.

von Hans (Gast)


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Wo finde ich dann die Klassifizierung im einzelnen? Irgendwie seh ich im 
Datenblatt nix...

von Manfred (Gast)


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Hans schrieb:
> Wo finde ich dann die Klassifizierung im einzelnen? Irgendwie seh ich im
> Datenblatt nix...

Ein Kondensator ist dann ein X-Kondensator, wenn es im Datenblatt 
ausdrücklich erwähnt wird, und nur dann.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Manfred schrieb:
> Ein Kondensator ist dann ein X-Kondensator, wenn es im Datenblatt
> ausdrücklich erwähnt wird, und nur dann.

Ausserdem steht es auf dem Bauteil auch drauf. Oft findet man noch 
VDE/UL/CSA Symbole - wenn der Platz auf dem Kondensator reicht.
z.B.:
https://www.conrad.de/de/mkp-x2-funkentstoer-kondensator-radial-bedrahtet-056-f-275-vac-10-275-mm-l-x-b-x-h-30-x-11-x-20-mm-mkp-x2-1-st-450259.html

oder
https://www.conrad.de/de/mkp-x2-funkentstoer-kondensator-radial-bedrahtet-0047-f-275-vac-20-10-mm-l-x-b-x-h-13-x-6-x-125-mm-wima-mkx21w24703h00kssd-1-st-451095.html

von Arno H. (arno_h)


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Hier findest du einen relativ guten für wenig Geld:
http://www.pollin.de/shop/dt/NjAyOTk3OTk-/Bauelemente_Bauteile/Passive_Bauelemente/Folienkondensatoren/Kondensator_VISHAY_MKP338_4_X2_10_F_305_V_.html

Das dort verlinkte Datenblatt zeigt dir, dass der Kondensator schon bei 
Frequenzen über 100kHz nur noch bedingt brauchbar ist. Wie hoch ist also 
deine zu filternde Frequenz?

Arno

von Teo D. (teoderix)


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Auch gut für wenig Geld.
Ebay-Artikel Nr. 171978290699

von Hans (Gast)


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2kHz, sollte also passen! Das 305Vac irritiert mich. Ist damit eine 
Effektivwertspannung oder die Amplitude gemeint? ... Im Falle der 
Amplitude kann benötige ich 325V.

von Ralph B. (rberres)


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Hans schrieb:
> welche Art von Kondensator eignet sich direkt parallel zur
> Netzversorgung? 10uf soll der gute haben

Das ist ein Blindwiderstand wenn ich mich nicht verrechnet habe von 318 
Ohm

Das sind an 230Veff Netzwechselspannung ein effektiver Blindstrom von 
0,723 Amp.

Was der Stromversorger dazu meint?

Ralph Berres

von Kev (Gast)


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Nix, was soll er dazu auch meinen

von Hans (Gast)


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Soll ich wohl besser einen kleineren nehmen, um den Blindstrom geringer 
zu halten.

von Ralph B. (rberres)


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Hans schrieb:
> Soll ich wohl besser einen kleineren nehmen, um den Blindstrom geringer
> zu halten.

Ja maximal 0.1uF und gegen Schutzleiter noch kleinere

Aber schön drauf aufpassen, das das VDE Zeichen drauf ist und als Y 
Kondensator gekennzeichnet ist.

Ralph Berres

von Ralph B. (rberres)


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Kev schrieb:
> Nix, was soll er dazu auch meinen

wenn jeder das so machen würde, dann wären die Leitungen und Generatoren 
schnell durch den Blindstrom ausgelastet und die Versorger könnten dann 
kaum Strom mehr verkaufen.

Es sei denn sie berechnen auch den Blindstrom, was wohl nur in der 
Industrie der Fall ist, und nicht beim privaten Verbraucher.

Ralph Berres

von Hans (Gast)


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Mein Netzfilter soll im Rahmen von Gegentaktstörungen seinen Einsatz 
finden, demnach brauche ich keine Y Kondensatoren. Ich brauche lediglich 
einen X Kondensator direkt parallel zum Netz.

von Hans (Gast)


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Aber ich denke das mit 0,1uF wird schwierig. Der Bereich meiner 
Störspannung ist zwischen 2kHz bis 150kHz

von Kev (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> Kev schrieb:
>> Nix, was soll er dazu auch meinen
>
> wenn jeder das so machen würde, dann wären die Leitungen und Generatoren
> schnell durch den Blindstrom ausgelastet und die Versorger könnten dann
> kaum Strom mehr verkaufen.
>
> Es sei denn sie berechnen auch den Blindstrom, was wohl nur in der
> Industrie der Fall ist, und nicht beim privaten Verbraucher.
>
> Ralph Berres



glaub ich nicht

von Elektrofan (Gast)


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> Das ist ein Blindwiderstand wenn ich mich nicht verrechnet habe
> von 318 Ohm
> Das sind an 230Veff Netzwechselspannung ein effektiver Blindstrom von
> 0,723 Amp.

> Was der Stromversorger dazu meint?

Das erforderd zwingend einen zusätzlichen Blindleistungszähler!
Oder wenigstens einen separaten Phasenschiebergenerator ...   ;-)

von Harald W. (wilhelms)


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Ralph B. schrieb:

> Das sind an 230Veff Netzwechselspannung ein effektiver Blindstrom von
> 0,723 Amp.

Der freut sich, weil dieser Blindstrom den ansonsten überwiegend
induktiv anfallenden Blindstrom kompensiert.

von batman (Gast)


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Ja gut aber bis zum Zähler sind ja noch ein paar Meter Draht, der bei 
dem Strom auch seinen Teil verbraucht? Oder sind solche Blindströme im 
Haushalt üblich?

von Kev (Gast)


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Bei mir geht es um ein Prüfgerät für lediglich eine EMV Prüfung, und für 
erwähnten Frequenzbereich benötige ich größere 
Kapazitäten/Induktivitäten. Der Netzfilter soll also nicht permanent an 
der Steckdose hängen, also geht das mit dem Blindstrom auch klar.

von Hans (Gast)


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also kann ich doch mit 10uF arbeiten?

von Volker S. (sjv)


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Hans schrieb:
> also kann ich doch mit 10uF arbeiten?

Kauf dir ein fertiges Entstörfilter, das funktioniert besser und ist 
sicherer!

MfG

von Hans (Gast)


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Nein. Der Netzfilter ist nur Teil eines Netzwerks

von Der Andere (Gast)


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Teo hatte wohl recht:

Teo D. schrieb:
>><((°)>

von Harald W. (wilhelms)


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Hans schrieb:

> also kann ich doch mit 10uF arbeiten?

Das kannst Du gerne tun, nur dürfte der Effekt fast gleich Null
sein, weil die Impedanz Deines Kondensators wesentlich höher
als der Innenwiderstand des Stromnetzes ist.

von Kev (Gast)


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Die Impedanz bei 0,1uF ist größer

von Elektrofan (Gast)


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batman (Gast) schrieb:
> Ja gut aber bis zum Zähler sind ja noch ein paar Meter Draht, der bei
> dem Strom auch seinen Teil verbraucht? Oder sind solche Blindströme im
> Haushalt üblich?

Ja. Wenn ein gewöhnlicher Lichtdimmer auf Teillast steht, gibt es die 
sog. "Steuerblindleistung". Und die ist induktiv.

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