Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Optotriac mit externer Spannung ansteuern


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von Narben Johnny (Gast)


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Hallo Community,

ich möchte gern eine variable Phasenanschnittsteuerung realisieren (230 
V AC). Sprich ich schicke einen Zündimpuls und der Triac soll dann bei 
diesem Zündimpuls zünden. Mit anderen Worten, ich benötige einen 
Optotriac OHNE Zero Crossing Circuit. Für diesen Fall kommt 
beispielsweise der MOC305x als Optotriac in Frage.

Mein ausgewählter Triac (BTA14-800CW) benötigt einen Zündstrom von 35 mA 
und verträgt einen maximalen Zündstrom von 4 A. Der MOC verträgt maximal 
1 A.

Angenommen ich will genau im Spannungsmaximum (325 V) zuschalten, dann 
muss ich den Vorwiderstand so dimensionieren, dass zu diesem zeitpunkt 
nur 1 A durch den MOC fließen, sprich 325 Ohm.

Daraus ergibt sich ebenfalls, dass ich den Triac frühsten einschalten 
kann, wenn der Sinus bei 11,375 V angelangt ist. Ist das so richtig?

Nun meine zweite Frage: kann ich den MOC auch mit einer 5 V 
Spannungsquelle an mt2 betreiben und einen Widerstand so dimensioneren, 
dass bei 5 V 35 mA fließen oder geht das nicht? Wenn nicht, warum? 
Schließe ich dann die 230 V auf die 5 V kurz?

Vielen Dank für eure Hilfe

P.S.: Es gibt keine lib für LTSpice wo der benötigte MOC vorhanden ist. 
Der Schaltplan ist nur schematisch zu betrachten.

von hinz (Gast)


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Narben Johnny schrieb:
> Daraus ergibt sich ebenfalls, dass ich den Triac frühsten einschalten
> kann, wenn der Sinus bei 11,375 V angelangt ist. Ist das so richtig?

Ja.



> Nun meine zweite Frage: kann ich den MOC auch mit einer 5 V
> Spannungsquelle an mt2 betreiben und einen Widerstand so dimensioneren,
> dass bei 5 V 35 mA fließen oder geht das nicht? Wenn nicht, warum?
> Schließe ich dann die 230 V auf die 5 V kurz?

Mit DC gehts nicht, da würde der MOC nie wieder ausschalten.

von MaWin (Gast)


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Narben Johnny schrieb:
> Daraus ergibt sich ebenfalls, dass ich den Triac frühsten einschalten
> kann, wenn der Sinus bei 11,375 V angelangt ist.

Ja, schlechtestefalls, denn die 35mA sind ja der schlechteste Fall, ein 
soclher TRIAC zündet auch oft bei 5mA.

Narben Johnny schrieb:
> kann ich den MOC auch mit einer 5 V
> Spannungsquelle an mt2 betreiben und einen Widerstand so dimensioneren,
> dass bei 5 V 35 mA fließen

Im Prinzip ja, allerdings gehen von den 5V die Gate-Spannung des TRIACS 
(ggf. 1.4V) und die Zündspannung des MOC (ebenfalls ca. 1.4V) ab 
(schlechtestenfalls...) und es bleibt wenig für einen passend 
ausgesuchten Widerstand (62 Ohm). Bestenfalls fliesst dann deutlich mehr 
Strom.

von gunbel (Gast)


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Besonders bei induktiven Lasten solltest du auch sicherstellen, dass im 
Hauptkreis der Latching Current des Triac noch während des Zündimpulses 
erreicht wird.

von gunbel (Gast)


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von oldeurope O. (Gast)


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Narben Johnny schrieb:
> Angenommen ich will genau im Spannungsmaximum (325 V) zuschalten, dann
> muss ich den Vorwiderstand so dimensionieren, dass zu diesem zeitpunkt
> nur 1 A durch den MOC fließen, sprich 325 Ohm.

Wozu der Widerstand? Ist doch ein Triaclington.

LG
old.

von Narben Johnny (Gast)


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hinz schrieb:
> Narben Johnny schrieb:
> Daraus ergibt sich ebenfalls, dass ich den Triac frühsten einschalten
> kann, wenn der Sinus bei 11,375 V angelangt ist. Ist das so richtig?
>
> Ja.
>
> Nun meine zweite Frage: kann ich den MOC auch mit einer 5 V
> Spannungsquelle an mt2 betreiben und einen Widerstand so dimensioneren,
> dass bei 5 V 35 mA fließen oder geht das nicht? Wenn nicht, warum?
> Schließe ich dann die 230 V auf die 5 V kurz?
>
> Mit DC gehts nicht, da würde der MOC nie wieder ausschalten.

Stichwort Haltestrom, richtig? Deswegen geht er nicht mehr. Ergibt Sinn. 
Vielen Dank für eure Hilfe :)

von ArnoR (Gast)


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OXI T. schrieb:
> Wozu der Widerstand? Ist doch ein Triaclington.

Typisch Darius.

Der Triac braucht zu lange um einzuschalten. Um den Maximalstrom (1A) 
des MOC nicht zu überschreiten, müsste der Triac innerhalb von 310ns 
zünden, weil die Stromanstiegsgeschwindigkeit bei 325V und 100µH 
3,25A/µs ist.

von Manfred (Gast)


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MaWin schrieb:
> Ja, schlechtestefalls, denn die 35mA sind ja der schlechteste Fall, ein
> soclher TRIAC zündet auch oft bei 5mA.
Ein guter Weg, ein Triac zu demolieren ist zu wenig Gatestrom bei Last.
Die 35mA stehen im Datenblatt und sollten eingehalten werden.

Interessant ist noch im Datenblatt für den CW-Typ "3 quadrants". In 
irgendeinem Thread wurde hier die Tage eine Grafik der Quadranten und 
Zünd-Polarität abgekippt, finde ich leider nicht.

von Hp M. (nachtmix)


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Warum speicherst du nicht die Energie für einen Zündimpuls in einem 
Kondensator bei 30V oder so ?
Das machen die meisten Dimmer so und Kapazitäten von 50nF sind mehr als 
ausreichend.

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