Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Video-Leitung Terminierungs Widerstand


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von H-G S. (haenschen)


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Hallo,

hat jemand Ahnung von diesen 75 Ohm-Widerständen mit denen man 
Videoleitungen (zB- SCART) terminiert ?

Es scheint es gibt 2 Möglichkeiten: Widerstand seriell zwischen 
Ausgangsverstärker und Videokabel, oder Widerstand parallel (nach Masse) 
am Ausgangsverstärker vor dem Videokabel.

Es wurde angedeutet dass sehr niederohmige Ausgangsverstärker den 
seriellen Widerstand brauchen ...



Ich plane demnächst mittels R2R-Netzwerk-A/D-Wandler so eine 
Videoleitung anzusteuern und der Ausgangsverstärker plus 
Terminierungswiderstand sollen richtig gemacht werden.

Am liebsten wäre mir etwas mit einem Transistor, und ich sah eine 
Schaltung mit einem Emitterfolger an 12V und 50 Ohm Emitter-Widerstand. 
Bei dem wurde die 75 Ohm-Serientermination vor dem Kabel verwendet. 
Klingt mir aber nicht sehr niederohmig die Transistorstufe ehrlichgesagt 
...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H-G S. schrieb:
> Am liebsten wäre mir etwas mit einem Transistor, und ich sah eine
> Schaltung mit einem Emitterfolger an 12V und 50 Ohm Emitter-Widerstand.
> Bei dem wurde die 75 Ohm-Serientermination vor dem Kabel verwendet.

Das ist eine übliche Schaltung. Zusammen mit dem 75 Ohm 
Abschlusswiderstand im Videoeingang ergibt sich allerdings ein 
Spannungsteiler, so das am Emitter der Endstufe der doppelte Normpegel 
liegen sollte.

von Paul (Gast)


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Üblicherweise hast Du zwei 75Ohm-Widerstände in Deiner Videoleitung.
Einen in Reihe am Ausgang Deiner Videoquelle und einen parallel am 
Eingang des Monitors/Rekorders/wasauchimmer.
Damit hast Innenwiderstand=Lastwiderstand und die übliche 
Leistungsanpassung bei der Übertragung.
Daß das richtig gemacht wurde erkennst Du daran, daß Du bei 
unbeschaltetem Ausgang den doppelten Pegel zu einen beschaltetet Ausgang 
hast (2Vpp zu 1Vpp bei Video)

von H-G S. (haenschen)


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Wieso terminieren manche den 75Ohm Widerstand nach GND hinter dem 
Ausgangsverstärker (nach dem Auskoppelkondensator, vor dem Videokabel) ?

Vielleicht wenn der Ausgangsverstärker einen hochohmigen Innenwiderstand 
hat ?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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H-G S. schrieb:
> Vielleicht wenn der Ausgangsverstärker einen hochohmigen Innenwiderstand
> hat ?

Hmm? Der Ausgangsverstärker ist nicht hochohmig, sondern im Gegenteil 
recht niederohmig (deswegen nimmt man einen Emitterfolger). Er muss ja 
an 75 Ohm den Normpegel liefern können.
Eine hochohmige Terminierung nach dem Koppelkondensator soll nur den 
Gleichspannungspegel auf der Videoleitung durch evtl. Leckströme des 
Kondensators runterdrücken.
Ein DC Pegel würde dazu führen, das es kurz mal auf dem Videoeingang 
hohen Pegel (blitzt kurz auf dem Schirm) beim Stecken der Verbindung 
gibt, bis die Eingangsterminierung das runterzieht.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Matthias S. schrieb:
> Hmm? Der Ausgangsverstärker ist nicht hochohmig, sondern im Gegenteil
> recht niederohmig

Kann, muss aber nicht. Hab' auch schon Video-DACs gesehen, die einen 
"Stromquellen"-Ausgang hatten. Da ging dann 75 Ohm nach Masse und 
parallel dazu hing der Videoausgang. Der DAC "sieht" dann insgesamt 37.5 
Ohm.

Der Videoleitung/dem angeschlossenen Geraet ist es voellig egal, ob 
hoch- oder niederohmiger Ausgangsverstaerker - es will 75 Ohm sehen, 
wenn's "in den Videoausgang 'reinschaut".

Gruss
WK

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