Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik TV-Netzteil Elko Probleme


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von Friedlicher Gockel (Gast)


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Guten Morgen,

habe folgendes Problem. Das Netzteil meines TV's hat den Geist 
aufgegeben und 2 Elkos 68µF / 450V haben sich verabschiedet.
Hab neue gekauft, eingesetzt und angeschlossen. Alles lief.
30 Minuten später knallten die neuen wieder durch, TV lief aber weiter.
Habe danach nochmal neue reingesetzt um eine schlechte Charge 
auszuschließen, aber nach 30 Sekunden waren die auch wieder hin.

Die Elkos befindet sich direkt hinter dem Gleichrichter. Ansonsten sind 
ein paar Filter-Bausteine zu finden und dann geht es irgendwo Richtung 
Schaltregler (denk ich zumindest).

Schaltplan der Platine kann ich leider keine im Netz finden.

Den Gleichrichter habe ich ausgemessen und der scheint in Ordnung zu 
sein. Habe nun trotzdem einen neuen bestellt um diesen auszutauschen. 
Vllt hält der  nicht mehr die hohen Spannungen ab, obwohl ich von einem 
solchen Fall noch nie gehört habe.

Hat sonst jemand von euch vielleicht noch eine Clevere Idee woran es 
liegen könnte?

Bin für jede Anmerkung und Anregung dankbar

: Verschoben durch Moderator
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Friedlicher Gockel schrieb:
> Bin für jede Anmerkung und Anregung dankbar

Nenne uns doch mal den Typ des TV und mach Fotos von der Vorder- und der 
Rückseite des Netzteils, am besten so, das man was erkennen kann.

Erste wilde Vermutung ist, das du die Elkos falschrum eingebaut hast und 
die 2te, das da was mit der PFC nicht stimmt. Die dritte wäre, das die 
neuen Elkos Mist sind, was in der Branche nicht so ungewöhnlich ist.

von Friedlicher Gockel (Gast)


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Es handelt sich um einen Toshiba 40L5333.

Verpolung würde ich ausschließen aber manchmal ist man ja nicht ganz bei 
der Sache. Aber 2 mal hintereinander wäre schon selten dämlich.

Übrigens geht es um die 2 hübschen Braunen Elkos unten

von Friedlicher Gockel (Gast)


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Und nun noch die Unterseite

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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So, wie es aussieht, können sich an den beiden Elkos ja nicht mehr als 
die etwa 325V aufbauen, die nach der Gleichrichtung anstehen, und falls 
der Gleichrichter nicht defekt ist, hast du wirklich faule Elkos 
erwischt.

Prüfe also mal den GR, ob sich da eine Diode als Kurzschluss erweist - 
richtig rum sind die Elkos ja.
PFC scheidet aus, die kommt erst dahinter, das wird die Schaltung rund 
um QP1 sein.

Das aus deiner Steckdose nicht mehr als 230V~ rauskommt, setze ich jetzt 
mal voraus ;-)

Gute Fotos übrigens, schön gemacht.

: Bearbeitet durch User
von oldeurope O. (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> So, wie es aussieht

Auf den Bildern,
müssen sich an den Elkos ca. 400V aufbauen.
Vom Brückengleichrichter geht es über die
PFC-Drossel zu DP2 an deren Anode QP1 schaltet
und die Katode von DP2 geht dann zu den Elkos.

Matthias S. schrieb:
> PFC scheidet aus, die kommt erst dahinter

Sehe ich anders. Aber meine Augen sind auch nicht mehr
die Besten.
DP2 ok?
Dann würde ich mal ein Labornetzteil anklemmen und die
Widerstandsketten die an den Katoden DP1/2 hängen
prüfen.
Vermutlich haben Dir die Elkos die Halbleiter gerettet.

LG
old.

von hinz (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> So, wie es aussieht, können sich an den beiden Elkos ja nicht mehr als
> die etwa 325V aufbauen, die nach der Gleichrichtung anstehen, und falls
> der Gleichrichter nicht defekt ist, hast du wirklich faule Elkos
> erwischt.

Nö, des NT hat PFC. Steuerchip ist der Achtbeiner in der Mitte der 
Lötseite.

Ich tippe auf defekte Lötstelle, so dass die Regelschleife nicht mehr 
funktioniert.

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Friedlicher Gockel schrieb:
> Alles lief.
> 30 Minuten später knallten die neuen wieder durch, TV lief aber weiter.

Der TV lief weiter? Dann brauchst Du ja nichts mehr reparieren ;)

von Friedlicher Gockel (Gast)


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Erstmal vielen Dank an die vielen Rückmeldungen

Dirk J. schrieb:
> Der TV lief weiter? Dann brauchst Du ja nichts mehr reparieren ;)

Naja irgendwas scheint ja nicht in Ordnung zu sein, wohl ist dann nicht 
dabei.

Matthias S. schrieb:
> Prüfe also mal den GR, ob sich da eine Diode als Kurzschluss erweist -
> richtig rum sind die Elkos ja.

Gleichrichter war in Ordnung, werde ihn aber nun austauschen um sicher 
zu gehen

OXI T. schrieb:
> Dann würde ich mal ein Labornetzteil anklemmen und die
> Widerstandsketten die an den Katoden DP1/2 hängen
> prüfen.

Habe die Widerstände der Ketten auf der Rückseite durchgemessen und alle 
entsprachen ihren gedruckten Werten (1MOhm und 4MOhm)

hinz schrieb:
> Ich tippe auf defekte Lötstelle, so dass die Regelschleife nicht mehr
> funktioniert.

macht es Sinn alle Lötstellen nun abzugehen und neu zu löten?

Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein 230 V Netzteil analysiert habe 
und nicht genau weiß wie die arbeiten. Ich bin auf max. 24 V und µC 
spezialisiert.

von Mark S. (voltwide)


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Denkbar wäre, dass ein Fehler im PFC bewirkt, dass die Bus-Spannung nach 
oben davonläuft. Normal stehen knapp 400V am Elko. Wenn es wesentlich 
mehr wird, macht es Puff. Also
-häng ein DVM (600V DC) fest an den Elko
-bestrome kurz, so dass Du die Spannung ablesen kannst
-berichte

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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OXI T. schrieb:
> Sehe ich anders. Aber meine Augen sind auch nicht mehr
> die Besten.

Nö, deine Augen sind gut, nur meine lassen anscheinend nach. Die PFC 
Drossel liegt ja eindeutig in der Plusleitung zwischen GR und Elkos.

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