hallo,
ich habe eine entfernte fritz!box 7490 bei meinen eltern stehen.
Ich benutze kein dns, da mein vater einen geschäftskunden anschluß hat
und die ip adresse immer die gleiche ist.
jetzt habe ich nas dort hin getellt, da die upload geschwingigkeit dort
viel interessanter als bei mir zu hause ist.
auf die fritz!box oberfläche komme ist, wenn ich https://11.22.33.44 (ip
adresse der fritz!box) eingebe.
was muss ich eingeben, um auf die oberfläche vom nas zu kommen? Die
lokale ip adresse lautet 192.168.178.39
muss ich einen port dafür frei geben? wenn ja, welchen und wo?
ja, ich habe diese wissenslücke leider.
vielen dank
dennis
Bist Du Sicher das es eine gute Idee ist einen Geschäftsanschluss zu
manipulieren wenn Du nicht genau weißt was Du tust?
Was willst Du schnell hochladen? Alles 100% legal?
Bedenke das evtl. die dann Firma haftet.
Bei Sicherheitsproblemen wirst Du der Erste Ansprechpartner sein.
das stichwort ist NAT, das sollte sich auf der fritzbox einstellen
lassen.
ich gebe allerdings pegel recht… lass das lieber.
hab ich dich außerdem richtig verstanden? du kannst auf die
verwaltungsoberfläche der fritzbox übers internet zugreifen? und du
willst einen http(s) port einer internen nas im internet erreichbar
machen? zwei ganz schlechte ideen.
c.m. schrieb:> hab ich dich außerdem richtig verstanden? du kannst auf die> verwaltungsoberfläche der fritzbox übers internet zugreifen? und du> willst einen http(s) port einer internen nas im internet erreichbar> machen? zwei ganz schlechte ideen.
ja, ist alles richtig. warum ist das schlecht?
auf die fritz!box oberfläche kann ich mit dem benutzernamen und kennwort
bereits zugreifen.
jetzt mochte ich genau so auf die benutzeroberfläche vom nas zugreifen.
Genau so mit benutzernamen und passwort.
ich habe dafür gerade in der entfernter fritzbox die portweiterleitung
zur nas-ip eingerichtet.
funktioniert leider nicht, weil ich den port noch im nas einstellen
muss.
muss dafür also hin fahren.
in wie fern ist das gefährlich?
dennis schrieb:> einen port dafür frei geben?
Einen oder auch mehrere. Jenachdem mit welchen Protokollen du auf das
NAS zugreifen willst. Und zwar auf der Fritz deines Vaters.
Oder du machst es per VPN.
dennis schrieb:> habe diese wissenslücke
Dann nimm einen der unzähligen HowTos im Net.
> auf die fritz!box oberfläche komme ist, wenn ich https://11.22.33.44 (ip> adresse der fritz!box) eingebe.
Wenn die Oberfläche aus dem WAN ereichbar ist solltest du ein STARKES
Passwort haben
Hallo Dennis,
Du musst mindestens ein Vpn einrichten. Alles andere ist Harakiri.
Suchbegriffe dazu sind um das richtig zu machen:
DMZ, VPN, FIREWALL mit mehreren Schnittstellen zur Trennung von internem
Netz / Firmennetzwerk
Solange Du nicht genau weißt was Du tust, würde ich empfehlen Dir Hilfe
zu holen und schnellstens den Zugang zur Fritzbox über Internet
abzuschalten.
Gruß Sven
vielen Dank an alle, werde dann lieber ein vpn einrichten.
eine Frage habe ich trotzdem:
>Wenn die Oberfläche aus dem WAN ereichbar ist solltest du ein STARKES>Passwort haben
was ist daran sooooo schlimm, wenn jemand auf meine(bzw die von meinem
vater) fritzbox kommt?
was kann man damit anrichten, außer alle einstellungen verstellen?
jetzt wirklich.
Zum Beispiel das gleiche das du vorhast.
(S)einen Rechner mit in das Firmennetzwerk bringen.
Kundendaten sammeln, Viren verbreiten, weltweit telefonieren usw usw
dennis schrieb:> was ist daran sooooo schlimm, wenn jemand auf meine(bzw die von meinem> vater) fritzbox kommt?
Ähh wenn du das nicht selbst herausfindest solltest du von dem Projekt
die Finger lassen.
Die Fritzbox ist der zentrale Zugangspunkt zu dem Netzwerk. Wenn man den
unter Kontrolle hat kann man damit wirklich alles anstellen. Beispiel:
Daten abfangen/verändern, Telefongespräche mitschneiden, sämtliche
Geräte im LAN ausspähen/hacken, Angriffe von eurer IP aus starten, ...
AVM hatte vor gar nicht so langer Zeit auch eine heftige
Sicherheitslücke in der Oberfläche.
Das UI von einem Router (besonders von den Plastikroutern) sollte
NIEMALS vom WAN aus erreichbar sein. Genau genommen sollte so ein Gerät
überhaupt keinen Dienst anbieten, nur Routing & Firewall machen. Das
geht bei den Kombigeräten natürlich nicht, aber man sollte diese Regel
beherzigen wenn man entscheidet was von wo aus erreichbar sein muss.
VPN wurde erwähnt, das ist schon der richtige Ansatz. Die Oberfläche vom
NAS wird auch nicht besonders gesichert sein, das sollte also auch nicht
weltweit erreichbar sein.
Alternative: Kleinen Server mit richtiger Software (z.B. Seafile über
Apache Proxy mit HTTPS) und den ans www hängen. Aber bitte mit richtiger
Hardware, Raspberry Pi usw. kannst du dafür vergessen.
dennis schrieb:> und die ip adresse immer die gleiche ist.> auf die fritz!box oberfläche komme ist, wenn ich https://11.22.33.44 (ip> adresse der fritz!box) eingebe.
Diese IP-Adresse ist sicher gefaked. Natürlich ist es richtig, das zu
tun, aber du hättest es auch klarstellen können, dass sie gefaked ist.
> was muss ich eingeben, um auf die oberfläche vom nas zu kommen? Die> lokale ip adresse lautet 192.168.178.39>> muss ich einen port dafür frei geben? wenn ja, welchen und wo?
Es gibt (mindestens) zwei Möglichkeiten. Die erste (und einzig
empfehlenswerte) ist die Einrichtung eines VPN. Und dann
schnellstmöglich die Möglichkeit zum Fernzugriff bei der Fritzbox
abschalten... Der "Fernzugriff" auf die Fritzbox ist dann immer noch
über das VPN möglich, Zieladresse: 192.168.178.1. Das NAS kannst du nach
Aufbau des VPN genauso erreichen, als wärest du im LAN des
Zielnetzwerks.
Die zweite ist Port-Forwarding auf eine andere Portnummer. Sprich: Du
suchst dir irgendeinen Port aus, über den du das NAS erreichen willst,
z.B. 44444. Dann richtest du auf der Fritzbox ein Port-Forwarding von
44444 auf 192.168.178.39 Port443 ein.
Im Browser des entfernten Rechners musst du dann als Ziel-URL eingeben
"https://11.22.33.44:44444".
Vorsicht vor Serverbetrieb!
Egal ob Du eine "Portfreigabe" einrichtest oder irgendwas über VPN
zauberst: Du betreibst damit einen Server im Internet (entweder einen
File-Server mit http(s), cifs, nfs, whatever oder eben einen
VPN-Server).
Ein aus dem Internet erreichbarer Server ist immer ein Angriffsvektor
und sollte professionell betrieben und laufend gewartet werden.
Gerade NAS-Kisterln sind typischerweise schlecht gewartet (von wem
auch?) - ich kenne z.B. Unmengen von solchen Boxen, die noch die zwei
Jahre alte Heartbleed-Lücke aufweisen.
Der harmlos scheinende Begriff "Portfreigabe" bedeutet auch: Die
Protokolldiodenfunktion des NAT-Gateways (manche nennen das Firewall)
wird dadurch unterlaufen. Angreifer befinden sich dadurch direkt im
vermeintlich internen Netz und können, wenn es mit dem Server ein
Problem gibt, munter von innen aus agieren.
Ergebnis: Wer Server betreibt, geht damit ein Risiko ein. Die Balance
zwischen gefährdeten Assets (Daten am Server, andere Geräte im Netz) und
dem Aufwand, der in den Betrieb gesteckt wird, sollte wohlüberlegt
werden.
Wer erst fragen muß, wie er das Netz durch eine Fritzbox zum Server
bekommt, hat wahrscheinlich nicht die Kenntnisse, um das Risiko
ausreichend abzuschätzen und zu behandeln und fährt daher mit einem
Account bei einem beliebigen Webhoster besser.
Alexander T. schrieb:> Egal ob Du eine "Portfreigabe" einrichtest oder irgendwas über VPN> zauberst> in aus dem Internet erreichbarer Server ist immer ein Angriffsvektor
Ein über VPN erreichbarer Server ist KEIN aus dem I-Net erreichbarer
Server!
VPN = virtual PRIVATE Network!
Max M. schrieb:> Ein über VPN erreichbarer Server ist KEIN aus dem I-Net erreichbarer> Server!>> VPN = virtual PRIVATE Network!
Auch ein VPN Endpunkt ist nicht von selber da! Dazu gehört eine
Serversoftware und eine Konfiguration; beides ggf. auf der Fritzbox.
Und auch diese Komponente will, wie jeder Web-, File- oder Sonstwas
Server gewartet, konfiguriert und betrieben betrieben werden. Ansonsten
ist es ein Angriffspunkt.
Das ist alles keine Zauberei und durchaus möglich! Man muss auch keine
Angst davor zu haben es zu testen, auszuprobieren und zu lernen.
ABER:
- Das Netzwerk von Vatterns Firma ist nicht der richtige Ort damit
anzufangen.
- Wenn die gewünschte Funktion zu ersten Mal da ist heißt das noch lange
nicht, dass nichts weiter getan werden muss.
Joachim B. schrieb:> Alexander T. schrieb:>> und fährt daher mit einem>> Account bei einem beliebigen Webhoster besser.>> [ironie]> ja ist klar, die werden nie gehackt und sind alle zuverlässig.> [/ironie]
Aber wenn ein gehostetes Service gehackt wird ist nicht Pappas
Firmennetz als Kollateralschaden betroffen. Kompartimentierung ist die
Idee dabei.
Viele NAS können als VPN-Endpunkt (Server) arbeiten, zB. Synology oder
Qnap. So mache ich das: Portweiterleitung (VPN) von Fritzbox auf NAS,
das macht die VPN-Verbindung auf und dann bin ich "drin" ... Hacker
haben seit ca. 3 Jahrem noch keine Spuren hinterlassen.
Max M. schrieb:> Ein über VPN erreichbarer Server ist KEIN aus dem I-Net erreichbarer> Server!
Zumindest nicht, wenn richtig gemacht und bei Bedarf aktualisiert.
dennis schrieb:> jetzt habe ich nas dort hin getellt, da die upload geschwingigkeit dort> viel interessanter als bei mir zu hause ist.
Wozu benötigst du eine hohe Upload-Rate? Deine Uploads selbst können es
kaum sein, denn von dir aus ums Eck ins Internet ist dadurch auch nicht
schneller.
Ob dein Vater glücklich darüber sein wird, wenn sein Uplink vom
Sohnemann zugestopft wird und er dadurch in seiner Arbeit behindert
wird?