Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Drehimpulsgeber Anzahl Impulse


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von Frank (Gast)


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Hi,

Für ein Projekt muss ich eine Zahl (Sollwerte Frequenz) auf einer 2x16 
LCD-Anzeige verändern. Hierfür möchte ich einen Rotary Encoder / 
Drehimpulsgeber verwenden.

Könnt Ihr mir eine Empfehlung geben, wie viele Raster / Impulse pro 
Umdrehung für solch einen Zweck sorgenvoll sind?

von Arduino Fanboy D. (ufuf)


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Knopfdurchmesser?
Anzahl Stufen zwischen min, max?

: Bearbeitet durch User
von Frank (Gast)


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Der Durchmesser ist erst einmal egal. Mir geht es nur darum 
herauszufinden, welche Anzahl der Raster ihr aus Erfahrung empfehlen 
könnt, um die beste "Usability" zu bieten.

Ich hab leide keine Solche teile da, um es auszuprobieren.

von Peter R. (pnu)


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Das hängt doch sehr vom Stellbereich und der Schrittweite ab.

Geh also davon aus, dass die Hersteller der Drehimpulsgeber für Radios 
usw. sich da schon Gedanken machten. Schau daher erst einmal, was bei 
den üblichen Versendern für diesen Zweck so angeboten wird, wenn  Du Dir 
selbst nicht traust. Da gibts wohl so Werte zwischen 8 und 20.

Ich selbst habe schon Schrittmtore aus alten Festplatten für diesen 
Zweck missbraucht. Deren feine Rastung von 5° je Schritt bringt ein 
schnelles Vorwärtskommen, lässt aber die Feineinstellung um einen 
Schritt auch wirklich zur Feinarbeit werden.

Bei größeren Zahlen sollte die Verstellwirksamkeit änderbar sein, etwa 
in der Form Zehner, Tausender, also zwei Dekaden weit, oder bei zehn 
Schritten  je Umdrehung um eine Dekade vor bzw. zurück. Da sind acht 
oder zehn Schritte je Umdrehung schon passend. Das ist dann mit 
billigen, einfach mechanisch arbeitenden Gebern üblich.

Aber das ist eine Frage des individuellen Anspruchs. (schnell oder fein 
einstellbar usw.?)

Bei einem Dot-matrix-Display hat eine Übertragung mit sehr schneller 
Schnittstelle wenig Sinn, da die Daten jeweils in ein längeres Telegramm 
eingefügt werden und das LCD sowieso Wertänderungen häufiger ca. 10  je 
sec garnicht darstellen kann.

Da brauchts einen Zähler als Zwischenspeicher, von  dem dann z.B. 
zehnmal je sec der aktuelle Stand an das Display übergeben wird, was das 
Dispay vor "Verwirrung" verschont.

: Bearbeitet durch User
von W.S. (Gast)


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Frank schrieb:
> Ich hab leide keine Solche teile da, um es auszuprobieren.

Ja und?
Dann kauf dir doch mal ein paar davon. Sowas gibt es billig für 
jedermann bei Pollin. Im Allgemeinen kannst du davon ausgehen, daß eben 
das, was so angeboten wird, schon ganz vernünftig ist. Da kann man 
eigentlich keine wirklichen Fehler machen - außer sich zu doof anstellen 
bei der Verwendung selbiger Teile.

W.S.

von Peter R. (pnu)


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Frank schrieb:
> Der Durchmesser ist erst einmal egal. Mir geht es nur darum
> herauszufinden, welche Anzahl der Raster ihr aus Erfahrung empfehlen
> könnt, um die beste "Usability" zu bieten.

Dann setz Dich halt mal an ein Gerät wie Autoradio, Navi, Stereoanlage, 
das einen solchen Drehgeber hat.
Größere Schrittfolgen als zehn Impulse pro Umdrehung sind da schon eine 
Ausnahme.

Wenn man halt einen Kurzwellenempfänger hat, dessen Frequenz in 
100-Hz-Schritten verstellbar ist, freut man sich auf ein Rad mit 100 
Schritten geradezu.
Bei mir ists ein DDS-Generator mit 0,1Hz Schrittweite bis zu 9,99... 
MHz.
Da kommen die 72 Schritte plus Dekadenverstellung gerade recht.

von Klaus (Gast)


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Frank schrieb:
> Ich hab leide keine Solche teile da, um es auszuprobieren.

http://www.pollin.de/shop/dt/Njg2OTU3OTk-/Bauelemente_Bauteile/Passive_Bauelemente/Potis_Trimmer_Encoder/Encoder_PANASONIC_EVEQDBRL416B.html

Das kost weniger als 1 Taler, da kann man doch mal etwas ausprobieren

MfG Klaus

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wenn man verschieden skalierte Parameter bedienen muss, programmiere ich 
unterschiedliche Schrittweiten auf die Parameter. Auch eine 
Beschleunigung bei schnellerem Drehen kann manchmal angenehm sein.

von Noti (Gast)


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Tipp: nimm eine möglichst hohe Auflösung. Ist sie zu hoch, kannst du sie 
billig runterskalieren (ein paar Zeilen Code). Wäre sie zu tief --> 
Hardware wechseln.

Hohe Auflösung hilft auch bei den angesprochenen Schmähs wie Wegänderung 
in Geschwindigkeit ableiten um bei schnellen Drehungen größere 
Schrittweiten zu verwenden.

von W.A. (Gast)


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Noti schrieb:
> Tipp: nimm eine möglichst hohe Auflösung. Ist sie zu hoch, kannst du sie
> billig runterskalieren (ein paar Zeilen Code).

Für eine "möglichst hohe Auflösung" muss man dann allerdings die 
richtige Hardware verwenden. Drehgeber gibt es durchaus mit einer 
Auflösung von 20000 Schritten pro Umdrehung, dann allerdings ohne 
Rastung. Da braucht man dann schon die richtige Hardware, die bei 
zügigem Drehen noch mitspielt.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Noti schrieb:
> Tipp: nimm eine möglichst hohe Auflösung. Ist sie zu hoch, kannst du sie
> billig runterskalieren (ein paar Zeilen Code). Wäre sie zu tief -->
> Hardware wechseln.

Genau so. Wobei "hoch" relativ ist bei den einfachen mechanischen 
Drehencodern um die es hier geht. 15 Impulse / 30 Rastpunkte pro 
Umdrehung sind ca. das höchste was man kriegt. Z.B. bei Reichelt

https://www.reichelt.de/STEC11B02/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=73912&artnr=STEC11B02

Wenn der Knopf nicht gar zu klein ist, dann kann man mit einem solchen 
Drehgeber einzelne Rastungen gut ansteuern und hat andererseits genug 
Auflösung, um eine ansprechende Dynamik hinzubekommen.

von Noti (Gast)


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W.A. schrieb:
> mit einer
> Auflösung von 20000 Schritten pro Umdrehung

Stimmt, aber ich bin von einem "Handeingabegerät" ausgegangen und nicht 
von einem industriellen Encoder. Also für Drehknopf, kostengünstig und 
somit meist mechanisch (Schleifer) mit irgendetwas im Bereich von 20 
oder 30 Pulsen pro Umdrehung.

Deshalb der Ratschlag für erste Experimente was Besseres zu verwenden: 
lieber 30 als 12 Pulse, lieber optisch las mechanisch...
Und egal ob 10, 100 oder gar 1000 Pulse pro Umdrehung, solange ein 
Mensch von Hand "anreißt" kommt auch der schwächste Controller trotz 
SW-Decoding nicht ins Schwitzen (außer der Anwender verbockt es: prelle, 
schlechter Code...).

von Manfred (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Genau so. Wobei "hoch" relativ ist bei den einfachen mechanischen
> Drehencodern um die es hier geht. 15 Impulse / 30 Rastpunkte pro
> Umdrehung sind ca. das höchste was man kriegt.
Ich habe einen 15h-Timer gebaut, den ich in 30 Schritten "aufziehen" 
muß. Der Drehencoder hat 20 Schritte, das ist mir für diese Anwendung 
schon fast zu fein.

von W.A. (Gast)


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Noti schrieb:
> Stimmt, aber ich bin von einem "Handeingabegerät" ausgegangen und nicht
> von einem industriellen Encoder. Also für Drehknopf, kostengünstig und
> somit meist mechanisch (Schleifer) mit irgendetwas im Bereich von 20
> oder 30 Pulsen pro Umdrehung.

Gerade bei Frequenzeingaben ist es sehr angenehm, wenn man sich nicht 
durch die Ziffern durchtasten muss, sondern mit einem höher aufgelösten 
Encoder, einer anständigen Schwungmasse und vielleicht noch einem 
Beschleunigungsalgorithmus zügig übers Frequenzband drehen kann. Zu fein 
darf der Encoder dafür allerdings auch nicht sein, weil man sonst eine 
Frequenz nicht mehr genau einstellen kann, ohne dass sie wieder 
wegspringt.

von MaWin (Gast)


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Frank schrieb:
> Der Durchmesser ist erst einmal egal. Mir geht es nur darum
> herauszufinden, welche Anzahl der Raster ihr aus Erfahrung empfehlen
> könnt

Also ich mag keine mit nur 32 oder so Rasten, und finde erst welche ab 
100 Raststellungen angenehmn bedienbar und trotzdem feinfühlig von 
Schritt zu Schritt drehbar, auch 200 geht noch (Schrittmotor als 
Drehimpulsgeber), 360 ist mir zu viel.

von m.n. (Gast)


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W.A. schrieb:
> Gerade bei Frequenzeingaben ist es sehr angenehm, wenn man sich nicht
> durch die Ziffern durchtasten muss, sondern mit einem höher aufgelösten
> Encoder, einer anständigen Schwungmasse und vielleicht noch einem
> Beschleunigungsalgorithmus zügig übers Frequenzband drehen kann.

Das sehe ich auch so.
Beitrag "Schrittmotor als Drehgeber mit Dynamik, AVR"

von Frank (Gast)


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Danke für eure Antworten.  Einfach mal ein paar Bauteile zu  bestellen, 
ist für mich als sparsamer Mensch, keine Option.
Ich werde jetzt mal etwas mit ca. 24 Schritten versuchen.

von W.A. (Gast)


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Frank schrieb:
> Einfach mal ein paar Bauteile zu  bestellen,
> ist für mich als sparsamer Mensch, keine Option.

Du könntest gucken, ob du nicht in irgendeiner Ecke noch ein 
Diskettenlaufwerk mit einen kleinen Schrittmotor rumliegen hast.

Die 90ct, die z.B. ein EC11 Rotary encoder bei Ebay kostet, sind doch 
wenig Lehrgeld, um etwas über den Umgang und die Haptik zu lernen. Bei 
24 Schritten wirst du jeweils nur eine Stelle einstellen können und 
musst dann per zusätzlicher Bedienung auf die nächste wechseln.

Viel Spaß bei deinem Projekt.

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