Horido,
kann mir jemand "grob" sagen, wo der unterschied zwischen einer
gekoppelten Induktivität und einem 1:1 Transformator liegt?
Bislang dachte ich, das wäre das selbe, doch dann habe ich Dokumente
gefunden (zu nicht isolierenden Weinberg Wandlern / nicht isolierte
Push-Pull Wandler) bei denen "beides" verwendet wird.
Heißt für mich: Da gibt es einen Unterschied, den ich nicht kenne.
Danke für Eure Hilfe!
Ganz sicher bin ich jetzt nicht, aber ich würde mal vermuten, dass beim
Transformator primär Energieübertragung das Ziel ist, während gekoppelte
Induktivitäten auch und vor allem Energie speichern sollen …
Ohne Ahnung von Leistungselektronik zu haben, würde ich raten, dass
beim Transformator die Querinduktivität so hoch ist, dass sie
vernachlässigt (∞, nicht 0) werden kann.
Von gekoppelten Induktivitäten spricht mein beim Sperrwandler, weil es
sich hier genau genommen um eine Drossel mit Zusatzwicklung(en) handelt.
Hartgesottene Schaltnetzteilentwickler bekommen immer gleich Augen-/oder
Ohrenkrebs, wenn man von Sperrwandler-Trafos schreibt/spricht.
Transformatoren sehen zwar genauso aus, aber hier erfolgt die
Energieübertragung in der Durchflussphase. Alle herkömmlichen Netztrafos
fallen in diese Kategorie, außerdem die Übertrager in Durchflußwandlern
etc.
voltwide schrieb:> Von gekoppelten Induktivitäten spricht mein beim Sperrwandler, weil es> sich hier genau genommen um eine Drossel mit Zusatzwicklung(en) handelt.
Ist meiner Meinung nach die gleiche Korinthenkackerei wie
Schrauben[zieher|dreher].
Gekoppelte Induktivitäten bilden einen Transformator und vice versa. Das
ist auch vollkommen unabhängig vom Übertragungsverhältnis oder einem
Luftspalt.
1
Two (or more) inductors in proximity that have coupled
2
magnetic flux (mutual inductance) form a transformer...
voltwide schrieb:> Hartgesottene Schaltnetzteilentwickler bekommen immer gleich> Augen-/oder Ohrenkrebs, wenn man von Sperrwandler-Trafos> schreibt/spricht.
Nun ja...
Ausgeschaltete Glühlampen dürfen ja auch nicht GLÜHlampen
genannt werden, nicht wahr..?!
> Transformatoren sehen zwar genauso aus, aber hier erfolgt die> Energieübertragung in der Durchflussphase.
Was hat denn der Stromfluss durch den Halbleiterschalter mit
dem Stromfluss im Trafo zu tun?
Eine gekoppelte Induktivität hat einen anderen Einsatzort als ein
Transformator und wird auch anders verschaltet. Solche Induktivitäten
werden z.B. in Netzfiltern verwenden. Ein SEPIC-Wandler hat z.B. einen
besseren Wirkungsgrad, wenn sich seine zwei Spulen auf einem Kern
befinden. Mit einem Transformator hat das rein gar nichts gemeinsam.
excurso schrieb:> Ein SEPIC-Wandler hat z.B. einen besseren Wirkungsgrad, wenn> sich seine zwei Spulen auf einem Kern befinden. Mit einem> Transformator hat das rein gar nichts gemeinsam.
Na logisch.
Das ist ein genauso fundamentaler Unterschied wie der zwischen
einem Spion und einem Kundschafter.
voltwide schrieb:> Transformatoren sehen zwar genauso aus,
Würde ich nicht unbedingt sagen. Sperrwandler (gek.
Induktivitäten)brauchen einen Luftspalt um die Energie zu speichern,
was bei einem klassischen Transformator nicht notwendig ist.
Man könnte es so ausdrücken:
Ein Transformator ist eine gekoppelte Induktivität, aber nicht jede
gekoppelte Induktivität ist ein Transformator ;)
David P. schrieb:> voltwide schrieb:> Transformatoren sehen zwar genauso aus,>> Würde ich nicht unbedingt sagen. Sperrwandler (gek.> Induktivitäten)brauchen einen Luftspalt um die Energie zu speichern
Das ist der so genannte Speichertransformator.
Possetitjel schrieb:> Na logisch.> Das ist ein genauso fundamentaler Unterschied wie der zwischen einem> Spion und einem Kundschafter.
Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische
Trennung vorliegt, was bei z.B. SEPIC nicht der Fall ist?
Das ist der Grund, warum nicht jede gekoppelte Induktivität auch
gleichzeitig ein Trafo ist.
excurso schrieb:> Man könnte es so ausdrücken:>> Ein Transformator ist eine gekoppelte Induktivität, aber nicht jede> gekoppelte Induktivität ist ein Transformator ;)
Ja.
excurso schrieb:> Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische> Trennung vorliegt, was bei z.B. SEPIC nicht der Fall ist?>> Das ist der Grund, warum nicht jede gekoppelte Induktivität auch> gleichzeitig ein Trafo ist.
Nein.
Der Andere schrieb:> excurso schrieb:> Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische> Trennung vorliegt,>> Was ist dann für dich ein Spartrafo?
Ist ein Spartrafo eine gekoppelte Induktivität?
excurso schrieb:> Der Andere schrieb:>> excurso schrieb:>> Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische>> Trennung vorliegt,>>>> Was ist dann für dich ein Spartrafo?>> Ist ein Spartrafo eine gekoppelte Induktivität?
Eindeutig ja!
Besonders deutlich sieht man es, wenn er zum Hochtransformieren benutzt
wird. Also wenn an der Anzapfung eingespeist wird und an der gesamten
Wicklung abgenmmen wird. Wie soll die gesamte Wicklung sonst induziert
werden als über eine induktive Kopplung von der Teilwicklung aus?
Huh schrieb:> Wie soll die gesamte Wicklung sonst> induziert werden als über eine induktive Kopplung von der Teilwicklung> aus?
Ähmm... Dadurch, dass der andere Teil der Wicklung mit der Last einen
geschlossenen Stromkreis bilden?
excurso schrieb:> Huh schrieb:>> Wie soll die gesamte Wicklung sonst>> induziert werden als über eine induktive Kopplung von der Teilwicklung>> aus?>> Ähmm... Dadurch, dass der andere Teil der Wicklung mit der Last einen> geschlossenen Stromkreis bilden?
Der geschlossene Stromkreis, der zweifellos existiert, bringt aber keine
Hochtransformierung. Das kann nur über die Kopplung der Induktivitäten
passieren.
excurso schrieb:>> Was ist dann für dich ein Spartrafo?>> Ist ein Spartrafo eine gekoppelte Induktivität?
Du verdrehst gerne anderen die Worte?
Du hast gesagt ein Trafo hätte immer eine galvanische Trennung:
excurso schrieb:> Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische> Trennung vorliegt,
Und das ist FALSCH! Siehe Spartrafo.
Huh schrieb:> excurso schrieb:> Huh schrieb:> Wie soll die gesamte Wicklung sonst> induziert werden als über eine induktive Kopplung von der Teilwicklung> aus?>> Ähmm... Dadurch, dass der andere Teil der Wicklung mit der Last einen> geschlossenen Stromkreis bilden?>> Der geschlossene Stromkreis, der zweifellos existiert, bringt aber keine> Hochtransformierung.
Ja eben doch! Weil im zweiten Teil der Wicklung durch den Strom ja eine
Spannung entsteht und dieser mit dem ersten Teil der Wicklung einen
induktiven Spannungsteiler bildet.
Mary-Medi-Jane schrieb:>> Ein Transformator ist eine gekoppelte Induktivität, aber nicht jede>> gekoppelte Induktivität ist ein Transformator ;)>> Ja.
Richtig, bis hierhin.
excurso schrieb:> Schon mal aufgefallen, dass bei einen Trafo immer eine galvanische> Trennung vorliegt, was bei z.B. SEPIC nicht der Fall ist?>> Das ist der Grund, warum nicht jede gekoppelte Induktivität auch> gleichzeitig ein Trafo ist.
Falsch. Das ist nicht der Grund. Sondern wie oben schon genannt liegt
die Differenz darin, ob die Energieübertragung in der Fluß- oder in der
Sperrphase stattfindet.
(Recherchiere mal den Unterschied von Flyback zu Fly-Buck.)
Und teils wird ein Bauteil auch für beide Zwecke verwendet - siehe Dein
Weinberg-Converter (gibt aber auch andere). Dabei ist dann eine
Differenzierung sinnlos.
excurso schrieb:> Huh schrieb:>> excurso schrieb:>> Huh schrieb:>> Wie soll die gesamte Wicklung sonst>> induziert werden als über eine induktive Kopplung von der Teilwicklung>> aus?>>>> Ähmm... Dadurch, dass der andere Teil der Wicklung mit der Last einen>> geschlossenen Stromkreis bilden?>>>> Der geschlossene Stromkreis, der zweifellos existiert, bringt aber keine>> Hochtransformierung.>> Ja eben doch! Weil im zweiten Teil der Wicklung durch den Strom ja eine> Spannung entsteht und dieser mit dem ersten Teil der Wicklung einen> induktiven Spannungsteiler bildet.
Mach mal einen Versuch: Nimm eine Wicklung und schalte in Reihe eine
zweite Wicklung. Diese zweite Wicklung ordnest du so an, daß zur ersten
Wicklung keinerlei induktive Kopplung besteht (ausreichende Entfernung,
90° versetzte Anordnung etc.). Jetzt legst du an die erste Wicklung eine
Wechselspannung an. Mißt du jetzt an der gesamten Wicklung (erste +
zweite Wicklung) die gleiche Spannung wie an einem Spartrafo mit beiden
Wicklungsteilen auf einem Kern (also mit induktiver Kopplung)?
Diesen Versuch habe ich schon in den 70er Jahren gemacht, als ich
angefangen habe mich mit Elektronik zu beschäftigen.
Ich bin auf deine Ergebnisse gespannt!
David P. schrieb:> Würde ich nicht unbedingt sagen. Sperrwandler (gek.> Induktivitäten)brauchen einen Luftspalt um die Energie zu speichern,> was bei einem klassischen Transformator nicht notwendig ist.
Natürlich, mir fällt es jetzt wie Schuppen von denselben, ein Luftspalt
speichert Energie, so wie im Kondensator.
excurso schrieb:> Erst lesen, dann Schreiben!excurso schrieb:> Leute, könnt ihr nicht lesen?
Sp... Du? Lies doch selbst mal richtig. Und schmeiß da oben ein paar
Kohlen nach, da fehlt Dampf.
excurso schrieb:> Keine Lust :)
So? Du begehrst die Vermehrung von Wissen, ohne Bereitschaft, etwas
Dext.. ...gy einzuwerfen, um die grauen Zellen darauf vorzubereiten?
Böser Du. ^^
Homo Habilis schrieb:> ...ohne Bereitschaft, etwas> Dext.. ...gy einzuwerfen, um die grauen Zellen darauf vorzubereiten?>> Böser Du. ^^
...ed Bull zeigt schon keine Wirkung mehr :D