Glimmdraht vor Oxidation schützen

Gast #4782035
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Hallo,

ich würde gerne eine Uhr bauen. Unter der Haube mit einem Atmega, aber 
nach außen hätte ich gerne retro :).

Ja, ich weiß, dass es Nixieröhren gibt, aber das ist nicht ganz mein 
Fall.
Am liebsten hätte ich Draht, den ich zum Glühen bringen kann, in 
emtsprechender Form als Anzeige.

Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas eignet sich 
dafür?

Danke :)
Gast #4782045
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> Am liebsten hätte ich Draht, den ich zum Glühen bringen kann,
> in entsprechender Form als Anzeige.

> Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas
> eignet sich dafür?

Thomas Edison, der Erfinder der Glühlampe hat das mit Kohlefasern 
gemacht, die er unter Vakuum in Glaskuppeln eingeschlossen hat. 
Einfacher geht es wohl nicht.
Gast #4782084
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korn schrieb:
> Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas eignet sich
> dafür?
Argon, technisch verwendet für MIG-/WIG-Schweißen?

Sascha_ schrieb:
> Versuchst du gerade, eine Nixie Röhre selbst zu bauen?
> Imho werden die wie Glühbirnen evakuiert.
Werden sie nicht, das sind vom Prinzip her Glimmlampen, also haben die 
eine Gasfüllung.

korn will Glühfadenanzeigen bauen, suche mal nach "Minitron", die einzig 
mir bekannte industrielle Version aus den 70er Jahren.

Tilo R. schrieb:
> In "echten" Röhren wird bei der Produktion etwas Metall verdampft, dass
> sich dann schwarz am Glas absetzt. Die Idee dahinter ist, einen Vorrat
> an unschädlich oxidierbarem Material zu haben, sollte sich doch mal ein
> Sauerstoffmolekül verirren.
Da war doch was mit der Getterpille, die später Fremdatome anbinden 
soll?
Gast #4782390
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Sascha_ schrieb:
> Versuchst du gerade, eine Nixie Röhre selbst zu bauen?

Wohl nicht, eher Minitrons.

> Imho werden die wie Glühbirnen evakuiert.

Nixies sind Neonröhren. Das Orange ist die Farbe des angeregten Neon. Im 
Vakuum wäre da nichts.

ArnoR schrieb:
> Glühbirnen werden nicht evakuiert.

Doch, kleine Glühbirnen (Taschenlampenbirne, eventuell noch 
Kühlschrankbirne) sind evakuiert. Besserer Wirkungsgrad. Grosse (normale 
E27) nicht mehr, nicht stabil genug.
Gast #4782472
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ArnoR schrieb:
> Glühbirnen werden nicht evakuiert. Die Splitter implodierender
> Glaskolben würden eine hohe Verletzungsgefahr darstellen.

Wird zwar gern behauptet, ist aber Quatsch. Die Druckdifferenz zwischen 
innen und außen ist maximal 1 Bar, damit bekommt man keine Granate 
gebastelt. Die Splitter fliegen nur soweit, wie sie der Hammer, mit dem 
die Lampe zerschlagen wird, schleudert. Nicht anders, als ob man ein 
Gurkenglas zerschlägt.

MfG Klaus
Gast #4782699
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Max M. schrieb:
> Soll das eine Anzeige werden oder ein Heizstrahler???
> Was für eine beknackte Idee!

Nun, sehen halt retro aus
https://www.google.com/search?q=minitron+segment&prmd=ivns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&dpr=1&gws_rd=ssl

und sind teurer als Nixies
https://www.etsy.com/de/listing/194242387/fuji-minitron-3015f-incandescent-7?ref=related-1

da lohnt Selbstbau. Aber die Glühdrähte, die man aus anderen 4.5V/10mA 
Lämpchen entnehmen könnte, müssen unter leichter Federzugspannung 
eingebaut werden, weil sie bei Erwärmung länger werden.

Ich würde sie aus solchen zusammenbeuen
https://www.conrad.de/de/micro-lampe-4x19mm-6v-50ma-axial-5st-725824.html
obwohl der Abstand vom Ende recht gross ist.
Persönliche Seite #4782734
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Tr schrieb:
> Wie wärs mit LED Filamenten statt Glühdrähten?
> https://youtube.com/watch?v=912MHhPdZ-c

Hat der "Elektor" vor einiger Zeit mal als "Leditron" angeprisen.

Die Einzelfilamente kann man sich in der Bucht beim geneigten Händler 
aus China organisieren -- oder bei Segor.

Allerdings liegt die Betriebsspannung der Dinger außerhalb der sog. 
"Schutzkleinspannung", so etwas bedarf also schon einiger Vorsicht beim 
Aufbau.

Und mit voller Leistung sollte man die Dinger auch nicht betreiben, weil 
die erforderliche Kühlung fehlt. In Retro-Ersatz-Glühlampen wird ein gut 
wärmeleitendes Gas verwendet, das ist ein inertes Edelgas à la Xenon, 
Argon o.ä.
#4782806
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Klaus schrieb:

> Wird zwar gern behauptet, ist aber Quatsch. Die Druckdifferenz zwischen
> innen und außen ist maximal 1 Bar, damit bekommt man keine Granate
> gebastelt.

Naja, wenn ein alter Röhrenfernseher implodiert ist, hatte ein
Mensch im Zimmer wohl nur eine geringe Überlebenschance. Aller-
dings passierte sowas wohl nur sehr selten, weil vorn eine
Panzerglasscheibe eingebaut war.

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