Hallo,
ich würde gerne eine Uhr bauen. Unter der Haube mit einem Atmega, aber
nach außen hätte ich gerne retro :).
Ja, ich weiß, dass es Nixieröhren gibt, aber das ist nicht ganz mein
Fall.
Am liebsten hätte ich Draht, den ich zum Glühen bringen kann, in
emtsprechender Form als Anzeige.
Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas eignet sich
dafür?
Danke :)
> Am liebsten hätte ich Draht, den ich zum Glühen bringen kann,> in entsprechender Form als Anzeige.> Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas> eignet sich dafür?
Thomas Edison, der Erfinder der Glühlampe hat das mit Kohlefasern
gemacht, die er unter Vakuum in Glaskuppeln eingeschlossen hat.
Einfacher geht es wohl nicht.
ein beliebiges Inertgas.
Stickstoff ist imho das billigste.
In "echten" Röhren wird bei der Produktion etwas Metall verdampft, dass
sich dann schwarz am Glas absetzt. Die Idee dahinter ist, einen Vorrat
an unschädlich oxidierbarem Material zu haben, sollte sich doch mal ein
Sauerstoffmolekül verirren.
Sascha_ schrieb:> Imho werden die wie Glühbirnen evakuiert.
Glühbirnen werden nicht evakuiert. Die Splitter implodierender
Glaskolben würden eine hohe Verletzungsgefahr darstellen. Glühlampen
sind mit einer Schutzgasfüllung mit etwa Umgebungsdruck gefüllt.
Es gibt heizstrahler bei denen die Heizdrähte an offener Luft arbeiten
und das über viele hundert bis tausend Betriebsstunden.
Evtl. wäre ja sowas eine Option wenn der Stromverbrauch egal ist.
korn schrieb:> Den Draht muss ich halt vor Korrosion schützen. Welches Gas eignet sich> dafür?
Argon, technisch verwendet für MIG-/WIG-Schweißen?
Sascha_ schrieb:> Versuchst du gerade, eine Nixie Röhre selbst zu bauen?> Imho werden die wie Glühbirnen evakuiert.
Werden sie nicht, das sind vom Prinzip her Glimmlampen, also haben die
eine Gasfüllung.
korn will Glühfadenanzeigen bauen, suche mal nach "Minitron", die einzig
mir bekannte industrielle Version aus den 70er Jahren.
Tilo R. schrieb:> In "echten" Röhren wird bei der Produktion etwas Metall verdampft, dass> sich dann schwarz am Glas absetzt. Die Idee dahinter ist, einen Vorrat> an unschädlich oxidierbarem Material zu haben, sollte sich doch mal ein> Sauerstoffmolekül verirren.
Da war doch was mit der Getterpille, die später Fremdatome anbinden
soll?
Sascha_ schrieb:> Versuchst du gerade, eine Nixie Röhre selbst zu bauen?
Wohl nicht, eher Minitrons.
> Imho werden die wie Glühbirnen evakuiert.
Nixies sind Neonröhren. Das Orange ist die Farbe des angeregten Neon. Im
Vakuum wäre da nichts.
ArnoR schrieb:> Glühbirnen werden nicht evakuiert.
Doch, kleine Glühbirnen (Taschenlampenbirne, eventuell noch
Kühlschrankbirne) sind evakuiert. Besserer Wirkungsgrad. Grosse (normale
E27) nicht mehr, nicht stabil genug.
ArnoR schrieb:> Glühbirnen werden nicht evakuiert. Die Splitter implodierender> Glaskolben würden eine hohe Verletzungsgefahr darstellen.
Wird zwar gern behauptet, ist aber Quatsch. Die Druckdifferenz zwischen
innen und außen ist maximal 1 Bar, damit bekommt man keine Granate
gebastelt. Die Splitter fliegen nur soweit, wie sie der Hammer, mit dem
die Lampe zerschlagen wird, schleudert. Nicht anders, als ob man ein
Gurkenglas zerschlägt.
MfG Klaus
Leute, das ist doch im Rahmen dieses Threads völlig wurscht. Der TO ist
sicher ohnehin nicht dazu imstande, diese Anzeige zu bauen, sonst würde
er nicht hier um Hilfe bitten.
korn schrieb:> Am liebsten hätte ich Draht, den ich zum Glühen bringen kann, in> emtsprechender Form als Anzeige.
Soll das eine Anzeige werden oder ein Heizstrahler???
Was für eine beknackte Idee!
Tr schrieb:> Wie wärs mit LED Filamenten statt Glühdrähten?> https://youtube.com/watch?v=912MHhPdZ-c
Hat der "Elektor" vor einiger Zeit mal als "Leditron" angeprisen.
Die Einzelfilamente kann man sich in der Bucht beim geneigten Händler
aus China organisieren -- oder bei Segor.
Allerdings liegt die Betriebsspannung der Dinger außerhalb der sog.
"Schutzkleinspannung", so etwas bedarf also schon einiger Vorsicht beim
Aufbau.
Und mit voller Leistung sollte man die Dinger auch nicht betreiben, weil
die erforderliche Kühlung fehlt. In Retro-Ersatz-Glühlampen wird ein gut
wärmeleitendes Gas verwendet, das ist ein inertes Edelgas à la Xenon,
Argon o.ä.
Hallo korn,
meinst Du sowas wie im Bild?
Suche nach Numitron!
Edit:
Der Doppelpunkt sind 2 Mikro-Lämpchen vom Barthelme, die werden in
LCD-Armbanduhren verbaut.
Gruß
Johannes
Tilo R. schrieb:> In "echten" Röhren wird bei der Produktion etwas Metall verdampft, dass> sich dann schwarz am Glas absetzt. Die Idee dahinter ist, einen Vorrat> an unschädlich oxidierbarem Material zu haben, sollte sich doch mal ein> Sauerstoffmolekül verirren.
Da hast Du den Getter wohl etwas missverstanden.
Klaus schrieb:> Wird zwar gern behauptet, ist aber Quatsch. Die Druckdifferenz zwischen> innen und außen ist maximal 1 Bar, damit bekommt man keine Granate> gebastelt.
Naja, wenn ein alter Röhrenfernseher implodiert ist, hatte ein
Mensch im Zimmer wohl nur eine geringe Überlebenschance. Aller-
dings passierte sowas wohl nur sehr selten, weil vorn eine
Panzerglasscheibe eingebaut war.
Harald W. schrieb:> Naja, wenn ein alter Röhrenfernseher implodiert ist [...]
Die Bildröhre hat aber auch etwas mehr Oberfläche als eine Glühlampe.
Damit wirken dort wesentlich größere Kräfte.
Gruß
Jobst