Moin moin,
ich möchte gern auswerten ob an einem Leiter 230V Netzspannung anliegt
oder nicht (möchte die Einschaltzeiten per µC protokollieren).
Das Ganze würde ich gern per Induktion abgreifen, möchte also ungern an
der Netzspannung irgendwas zwischen schalten. (so a la Leitungsfinder)
Gibt es dafür ein passendes IC ?
LG
Paul
ob an einem Leiter wirklich Spannung liegt kann man nur mit einem
nennenswerten Strom ermitteln, als Antenne kann man sich alles mögliche
einfangen deswegen funktionieren Leitungssucher ja auch nicht immer
zuverlässig.
Per Induktion?
Kommst du an den 220V Leiter ran?
Du könntest einen Draht herum wickeln und die induzierte Spannung
messen.
Du misst dann da halt den Strom ...
Was sind da für Verbraucher dran?
Immer dieselben?
Moin moin,
es handelt sich um eine Förderschnecke einer Pelletheizung. Das Kabel
liegt frei bis zum Brenner (Schuko-Stecker).
Sprich dort ist immer der gleiche Verbraucher aktiv (Motor der
Förderschnecke).
LG
Paul Serk schrieb:> ich möchte gern auswerten ob an einem Leiter 230V Netzspannung anliegt> oder nicht (möchte die Einschaltzeiten per µC protokollieren).
Lügenstift mit optokoppler
Abgesehen davon daß kapazitive Kopplung dir alles anzeigt nur nicht
zuverlässig ob da 230V durchgeschaltet sind:
Was nützt dir die Spannung zum Motor zu detektieren? Wenn die
Förderschnecke blockiert ist oder der Motor defekt oder ein
Wackelkontakt dreht die Schnecke trotzdem nicht.
Also solltest du eher das Drehen des Motors detektieren. z.B. mit einer
Schlitzscheibe auf der Welle und ner Gabellichtschranke, oder mit einem
schwarzen Punkt und ner Reflexlichtschranke, ...
@Der Andere
ne darum geht es ja nicht.... Ich möchte nur mitprotokollieren, wieviel
kg Pellets am Tag durchgehen. Das geht ja relativ easy in dem man die
Einschaltzeiten mitprotokollieren (in diesem Fall weiß ich, dass in
10min 1,8kg Pellets durchgehen)...
An der Schnecke möchte ich ungern rumbasteln (auch wegen Garantie usw).
LG
PAul
Paul Serk schrieb:> ne darum geht es ja nicht.... Ich möchte nur mitprotokollieren, wieviel> kg Pellets am Tag durchgehen.
Pellets durchspülen macht doch Krach, nimm doch ein Mikro und ein
bißchen Audiofiltering dahinter.
Hi!
Ich habe das jetzt so verstanden, dass du nicht prinzipiell wissen
willst, ob 230V überhaupt anliegen (also Leerlaufspannung), sondern ob
tatsächlich auch ein Strom fließt.
Sieh dir mal folgendes Projekt der Uni Michigan an:
https://github.com/lab11/powerblade
Die kommen mit einer intelligent platzierten Spule und mehreren OpAmps
aus. Gibt auch eine Publikation dazu, die das ganze näher erklärt...
Stichwort Strommesszange. Da führt man einen stromführenden Leiter durch
einen Luftspalt in einem Kern und misst dann mittels Hall Sensor das
Magnetfeld. Dafür muss man kein Kabel auftrennen.
Alterativ geht es bei größeren Wechselströmen auch mit dem
Transformatorprinzip. Ein paar Wicklungen auf einen Kern wickeln. Kabel
durchstecken und die induzierte Spannung mit Op-Amps verstärken.
Chris K. schrieb:> StrommesszangeChris K. schrieb:> Kabel> durchstecken
Das Problem waere das man auch in diesem Fall das Kabel auftrennen muss,
sonst heben sich das Magnetfeld von Hin- und Rueckleiter auf, aber das
moechte der TO ja nicht:
Paul Serk schrieb:> aber dort müsste ich das Kabel> auftrennen um das Ganze messen zu können
Ich denke dann verbleibt nur etwas zum dazwischenstecken...
Du kannst auch eine Leuchte parallel schalten und die Helligkeit messen.
Den Hallsensor kannst du auch am Motor anbauen. Der macht ein stärkeres
Magnetfeld als das Kabel.
Paul Serk schrieb:> Das geht ja relativ easy in dem man die> Einschaltzeiten mitprotokollieren
Da du eh nicht an die 230V willst, gehe ich davon aus, daß der Motor
über ein Schuko-Stecker eingesteckt ist?
Wenn ja einfach ein kleines 5V Schaltnetzteil (USB) parallel zum Motor
anschliessen. Das eventuell noch mit einem 220 Ohm Widerstand belasten.
Dann kannst du mit dem Arduino direkt an dem 5V Ausgang und Masse das
Ein Signal abnehmen.
Falls die Summe der Einschaltzeit reicht und die Zeitpunkte nicht
wichtig sind, reicht ein handelsübliches Verbrauchsmessgerät. Mindestens
meines mißt auch die Einschaltzeit. EKM265 von Conrad. Gibt es aber
leider nicht mehr zu kaufen. Ich gehe aber davon aus, dass andere das
auch können.
Paul Serk schrieb:> Das Ganze würde ich gern per Induktion abgreifen
Spannung induziert aber nichts, nur Strom.
> möchte also ungern an der Netzspannung irgendwas zwischen schalten.> (so a la Leitungsfinder)> Gibt es dafür ein passendes IC ?
Hast du keinen uC ?
> ich möchte gern auswerten ob an einem Leiter 230V Netzspannung anliegt> oder nicht (möchte die Einschaltzeiten per µC protokollieren).
Möchtest du messen, ob die Leitung eingeschaltet an Spannung liegt weil
sowieso dann immer das Gerät loslegt das an der Leitung angeschlossen
ist wie eine Lampe, oder möchtest du messen, ob ein an der sowieso an
der Leitung unter Dauerspannung stehendes Gerät nun Strom aufnimmt weil
es eingeschaltet worden ist, wie eine Waschmaschine ?
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.3
Das mit dem Steckernetzteil könnte man mal testen. Die Gefahr besteht
natürlich, dass die Spannung (auch wenns belastet ist) nicht gleich weg
ist... Aber testen kann man es ja mal :)
Paul Serk schrieb:> dass die Spannung (auch wenns belastet ist) nicht gleich weg> ist
Wo soll denn die Energie herkommen? Da sind nur Kondensatoren drin, die
den Ripple glätten sollen, wenn du die mit 20mA belastest bricht die
Spannung in wenigen Sekunden zusammen.
Du kannst ja diese Zeit messen und mit deinem Arduino einfach diese Zeit
bei jeder Einschaltphase abziehen. Dafür hat man ja einen µC.
yo, dass das Problem :) Einschaltdauer ca. 6 Sekunden, dann ca. 12
Sekunden Pause, dann wird wieder 6 Sekunden gefördert, dann wieder
Pause... Das muss also recht fix gehen, damit es noch genau bleibt :/
Michael B. schrieb:> Möchtest du messen, ob die Leitung eingeschaltet an Spannung liegt weil> sowieso dann immer das Gerät loslegt das an der Leitung angeschlossen> ist wie eine Lampe, oder möchtest du messen, ob ein an der sowieso an> der Leitung unter Dauerspannung stehendes Gerät nun Strom aufnimmt weil> es eingeschaltet worden ist, wie eine Waschmaschine ?Paul Serk schrieb:> richtig... Sobald Spannung anliegt, fließt auch Strom, weil der Motor> dann direkt anläuft :) Ich guck mir das mal an :)
S. P. Ass-Vogel schrieb:> Da wird eine Platine zwischen Dose und Stecker geklemmt, so richtig> berührungslos schaut das nicht aus.
Die Federkontakte die man dort sieht, dienen der Spannungsmessung. Die
Strommessung erfolgt berührungslos. Auf dem ersten Bild siehst du die
Spule links vom rechten "Durchlass". Der Strom wird über die in der
Spule induzierte Spannung gemessen.
Paul Serk schrieb:> yo, dass das Problem :) Einschaltdauer ca. 6 Sekunden, dann ca. 12> Sekunden Pause, dann wird wieder 6 Sekunden gefördert, dann wieder> Pause... Das muss also recht fix gehen, damit es noch genau bleibt :/
230V LED (wie auch immer, gibt genug Beispiele im Forum) und Photodiode.
Paul Serk schrieb:> Das muss also recht fix gehen, damit es noch genau bleibt :/
Dann nimm ein analoges Steckernetzgerät und entferne den Elko.
Oder: Wechselspannungsnetzgerät + Gleichrichter.
Die Spannungslücken muss dann die SW "auffüllen", oder Du nimmst einen
kleinen Kondensator (dennoch: Lastwiderstand nicht vergessen!).
Entweder erfasst du, ob die Spannung eingeschaltet ist:
Ein Mini-Netztrafo parallel zum Motor der Förderschnecke liefert dir
eine Spannung, die du mit Dioden, Kondensator und Spannungsteiler an
den µC anpassen kannst.
* Das wäre die Soll-Zeit. Bei störungssicherem Aufbau ist das auch die
Ist-Zeit
Oder du erfasst, ob der Schneckenmotor läuft:
Den Strom zur arbeitenden Förderschnecke kann man mit einem passenden
induktiven Stromwandler erfassen. Der wird ebenfalls mit Dioden,
Kondensator und Spannungsteiler an den µC angepasst.
- Die Dimensionierung ist etwas anders...
* Das wäre die Ist-Zeit. Wer will, kann dabei auch den zu hohen
Strom eines blockierten Schneckenmotors erfassen und diesen
Zustand als "Förderstrecke läuft nicht" bewerten...
Wenn das entladen eines Vorhandenen Kondensators für doch Problematisch
ist, denk auch an die Trägheit der Mechanik.
Zwei Pulse mit je 1 sek. werden Weniger fördern als ein Puls mit 2 sek.
Chris K. schrieb:> Nimm einen Hall-Sensor.
Korrekt. Den kann man auch einfach am Motor befestigen. Da gibts aus
naheliegenden Gründen ein starkes Magnetfeld solange der Motor läuft.
Sinnvollerweise wertet man die zeitliche Änderung des Signals aus, das
ist robuster wie nur den Absolutwert zu betrachten.