P-Kanal FET Gate defekt

#4792068
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Hallo zusammen

Ich habe bei einer Schaltung einen P-Kanal FET(Q4A) eingesetzt der 
defekt ist. Zwischen Gate und Source (PIN1 und PIN2) ist er niederohmig 
geworden.
Hat jemand schon eine solche Erfahrung gemacht und eine Ahnung warum 
dies passieren kann? Bei einer Überlast zerstört sich der FET 
normalerweise zwischen Drain und Source, aber beim Gate hatte ich dies 
noch nie gehabt.

Danke für Feednbacks.
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#4792113
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Simpel schrieb:
> Wenn Q16 sperrt und C22 leer ist, stehen 24V Ugs am Q4A.

Nö.

Das Schaltzeichen ist zwar ziemlich komisch, aber offensichtlich soll 
das ein p-Kanal MOSFET sein. Source oben an 24V, Drain unten an C22. Der 
Pfeil am Symbol soll wohl die Bodydiode darstellen.

Aber der FET kriegt halt -15V U_gs. Ich habe jetzt nicht das Datenblatt 
gecheckt, ob er das noch aushält. Und natürlich gilt das auch nur, wenn 
die +24V den Nominalwert haben. Ein kleiner Spike auf dieser Spannung 
und der FET gibt Rauchzeichen. Eine Umdimensionierung des Spannungs- 
teilers R11/R12 auf U_gs = -12V und eine 12V Z-Diode parallel zu R11 
wäre IMHO besser.
Gast #4792204
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Ja die Diode ist die Freilaufdiode im FET, laut Datasheet liegt VGS max 
bei +-20V:
http://www.diodes.com/_files/datasheets/ZXMP6A17DN8.pdf

Durch R11 und R19 liegen max. 15.42 V an, solte also passen. Die 24V 
primärseitig sind begrenzt, was den Ladestrom von C22 begrenzt, auch 
wenn es theoretisch ein Kurschluss bedeuten würde. I_DM liegt bei 15.6A 
(Pulsed Drain Current).

Das mit der Z-Diode oder einer Anpassung vom Spannungsteiler kann ich 
mir anschauen, demnach müsste die zu hohe Spannung am Gate die Ursache 
sein, ich fand eben auch keine andere schlüssige Erklärung, denn wenn 
der C22 oder sonstige Verbraucher das Problem wären, hätte ich einen FET 
mit D-S Kurschluss und nicht das Problem beim Gate...

Danke mal im Voraus
#4792434
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Erax schrieb:
> Wieviele PMOS sind Dir denn schon gestorben?

Dies ist der erste bei ca. 150 Geräten die je 4 Stück verbaut haben...
Darum sehe ich es auch weniger kritisch, da auch Burst, Surge, HF 
Einkopplung usw. im EMV Labor ok waren ohne irgendwelche Probleme zu 
verursachen, aber ich habe es eben nicht so gerne, wenn Bauteile 
"unerklärlich" zerstört werden...

Grüsse
#4792449
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Matthias S. schrieb:
> Der MOSFet könnte schon vor dem Einbau beschädigt worden sein.

Ja das könnte durchaus passiert sein da eventuell bei den Prototypen die 
anschliessend vergossen wurden nicht sauber auf ESD Schutz geachtet 
wurde...
Ich habe soeben ein anderes Layout erstellt und da einen neuen N-Fet 
gesucht (für eine andere Anwendung), habe gesehen, dass mittlerweile 
viele FETs ESD Dioden im Gate schon verbaut haben... Wohl nicht ohne 
Grund und die Technik macht es (fast) kostenlos möglich
#4792451
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Mach F. schrieb:
> Ja das stimmt, der Strom der 24V Versorgung ist aber begrenzt und somit
> kann auch theoretisch nur soviel Strom fliessen wie das Netzteil
> hergibt.

Das Netzteil hat allerings am Ausgang nach der strombegrenzung auch 
einen Elko...

Jörg W. schrieb:
> Zeig mir mal den Elko dieser Baugröße, der wirklich in der Lage
> wäre, so einen Strom aufzunehmen. ;-)

Kurzzeitig sind alle aktuellen Elkos schaltfest, können also den 
Kurzschlusstron tragen.
#4792462
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in meiner Industiezeit waren mal alle bestückten FETs nach dem Einbau 
defekt, Rds off nur noch einige kOhm, es wurde nach langwieriger Suche 
festgestellt das sie von der Rolle geschnitten beim Fall in den 
Auffangbehälter angeschädigt wurden durch statische Enladung, drehende 
Rolle (FET gegurtet) Aufladung, harte Entladung im Auffangbehälter.
#4792470
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Matthias S. schrieb:
> Ihr vergießt auch die Prototypen? Ohne dir zu nahe zu treten, aber ist
> das nicht sinnlos? Wie wollt ihr denn daran noch was messen?

Ja die Prototypenserie von 50Stück wurde anschliessend vergossen, da 
bezüglich Feuchtigkeit grosse Probleme auftraten. Zuerst wurde dioese 
nur lackiert, was aber nicht genügend Schutz brachte, jetzt sind diese 
vergossen und ich hatte noch nie eienn Ausfall, und mit 
Dichtungsentferner löst sich die Vergussmasse wieder auf :-) nicht sehr 
hübsch aber was solls
#4792520
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machfax schrieb:
> laut Datasheet liegt VGS max bei +-20V:
> http://www.diodes.com/_files/datasheets/ZXMP6A17DN8.pdf
>
> Durch R11 und R19 liegen max. 15.42 V an, solte also passen.

Wenn ich mir das Datenblatt ansehe, scheint oberhalb -U_gs = 10V nicht 
mehr viel zu passieren - R_ds_on mäßig. Darum mit U_gs nicht höher gehen 
als nötig und liber mehr Abstand zu den maximum Ratings lassen. Oder 
eben mit einer Z-Diode begrenzen. Vor allem wenn man Bursts auf der +24V 
Leitung nicht sicher ausschließen kann.

> Die 24V
> primärseitig sind begrenzt, was den Ladestrom von C22 begrenzt, auch
> wenn es theoretisch ein Kurschluss bedeuten würde.

Ich hätte C22 einfach weggelassen.

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