Hallo Zusammen, wir nehmen gerade in der Schule verschiedene DC Filter durch. Da aber mein lehrer keinen mm vom Lehrplan abweichen will. Möchte ich gerne Tipps aus der praxis erhalten. Wenn eine Schaltung einen 5V DC eingang hat an dem dann uc usw hängen plus verschiedene Treiber etc. Gesamt wird ca 1A aufgenommen. Wie filtert ihr dann am Eingang? (L,C Filter??) Um sicherzu gehen dass hier keine Probleme die vom "netz" durchgeschleift werden entstehen? Wäre dankbar für ein paar Tipps. LG Steffen
Man muss wissen was man filtern will, das dies DYNAMISCH ist. Steffen schrieb: > Wenn eine Schaltung einen 5V DC eingang hat an dem dann uc usw hängen > plus verschiedene Treiber etc. Gesamt wird ca 1A aufgenommen. Dann kann dieser Filter auch puffernd wirkend. Es fehlen noch paar Randbedingungen in welcher Zeit zB das 1A abgefedert werden soll oder wie schnell das 1A bereitstehen muss nach dem Einschalten usw. Steffen schrieb: > Wie filtert ihr dann am Eingang? (L,C Filter??) > Um sicherzu gehen dass hier keine Probleme die vom "netz" > durchgeschleift werden entstehen? Was sol denn alles gefiltert werden ? Frequenzen, abfangen von Spannungs/Stromspitzen, EMV usw...
Hallo CHRIS, danke für die Antwort. Also ich möchte gerne alles "unschöne" sprich Spannungsspitzen / Stromspitzen evtl. filtern. Die 1A sind maximalbelastung. Normal sollten ca 400mA sein. LG
Steffen schrieb: > Wenn eine Schaltung einen 5V DC eingang hat an dem dann uc usw hängen > plus verschiedene Treiber etc. Gesamt wird ca 1A aufgenommen. Dann brauchst Du überhaupt kein Filter. Das Nutzsignal (5V/1A) soll ja nicht weg gefiltert werden, sondern die Störungen. Wenn Du keine Störquellen hast, mußt Du also auch nichts filtern. Wenn Du Störquellen hast, dann mußt Du erstmal feststellen, welche Störungen (Frequenz, Energie) sie aussenden und über welchen Weg. Danach kannst Du dann passende Filter und Abschirmungen dimensionieren. Oftmals sind Störungen aber nicht nur kabelgebunden. Dann ist ein Filter ohne Abschirmung vollkommen sinnlos. Z.B. die oft zu sehenden Klappferrite sind meist nur wenig wirksam. Sie sollen hauptsächlich nur optisch zeigen, der Hersteller hat mal den Begriff EMV irgendwo gehört.
Hallo Danke für die Antwort. Ich würde gerne ein 5V Netzteil verwenden ähnlich den USB Ladegeräten. Da diese aber zu 100% aus fernost kommen wollte ich einfach nur sichergehen dass hier auch wirklich nichts passiert. Mich hätte halt generell interessiert ob es etwas gibt dass man quasi bei jedem DC eingang verbaut um schon mal 90% der Fälle weg zu bekommen. VG Steffen
Steffen schrieb: > Also ich möchte gerne alles "unschöne" sprich Spannungsspitzen / > Stromspitzen evtl. filtern. Dann ist es auf den 5V dafür zu spät. Daß dort keine Spannungsspitzen drauf sind, dafür hat das Netzteil zu sorgen. Bestenfalls kann man eine Transzorb-Diode parallel schalten, falls das Netzteil mal den Geist aufgibt. Falls Schaltungsteile Rückspannungen oder Stromspitzen erzeugen, baut man direkt davor passende Schutzschaltungen, um die VCC für die anderen Schaltungsteile sauber zu halten. Für Hot-Plugging gibt es z.B. spezielle Strombegrenzer-ICs, die die Stromspitzen vermeiden.
Steffen schrieb: > Hallo Danke für die Antwort. > > Ich würde gerne ein 5V Netzteil verwenden ähnlich den USB Ladegeräten. > Da diese aber zu 100% aus fernost kommen wollte ich einfach nur > sichergehen dass hier auch wirklich nichts passiert. > > Mich hätte halt generell interessiert ob es etwas gibt dass man quasi > bei jedem DC eingang verbaut um schon mal 90% der Fälle weg zu bekommen. > > VG > Steffen Ja, nen Pufferkondensator für die Versorgungsspannung.
Steffen schrieb: > Ich würde gerne ein 5V Netzteil verwenden ähnlich den USB Ladegeräten. > Da diese aber zu 100% aus fernost kommen wollte ich einfach nur > sichergehen dass hier auch wirklich nichts passiert. Die Hauptgefahr ist fehlerhafte Netztrennung: http://www.heise.de/ct/ausgabe/2016-18-Gefaehrliches-Handy-Netzteil-analysiert-3294074.html
Steffen schrieb: > Also ich möchte gerne alles "unschöne" sprich Spannungsspitzen / > Stromspitzen evtl. filtern. Man könnte hier eine Z-Diode und einen zusätzlichen Siebkondensator einsetzen, das wäre aber schon etwas komisch, weil Du dann ja einen Teil der Funktionalität des Netzteils nachbaust. Grundsätzlich, wenn man komplette Baugruppen wie Netzteile zukauft, dann muss man denen auch vertrauen. Suppressordioden, Sicherungen, Varistoren usw. sind für Fehlerfälle gedacht. Wenn Du "L/C-Filter und Oberwellen die vom Netz eingeschleppt werden" dämpfen willst, dann besser vor dem Netzteil mit X-Kondensatoren (Metallfolie) zwischen Phase und Neutralleiter. Wie mein Namensvetter schon angesprochen hat: Auf der Innenseite, nahe an Deinen Bauteilen kannst Du dann den "dynamischen Innenwiderstand deiner Spannungsversorgung" mit Keramikkondensatoren senken, z.B. 47nF an jedem Speisepin zu Masse.
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