Mein Chef möchte, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache. Notwendig ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für meine Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts bringen. Der eigentliche Knaller ist, dass meine Chef möchte, dass ich diese Fortbildung gefälligst am Wochenende mache oder mir Urlaub dafür nehme. Schließlich würde er das Ganze ja schon bezahlen. Normalerweise würde ich dem Mann - diplomatisch formuliert natürlich - sagen, wo er mich mal kann, das Problem ist, dass ich noch in der Probezeit bin... Was mache ich jetzt am Besten? Darf er so etwas vielleicht sogar verlangen?
Dein Chef würde dir eine Fortbildung zahlen, die ihm selbst nichts bringt, er würde dir also quasi einen Gefallen tun - und du regst dich auf, dass er dir die Zeit dafür nicht noch zusätzlich vergütet?! So einen wie dich würde ich gleich wieder rauswerfen!!!
Nimm Bildungsurlaub. Normalen Urlaub hast du anscheinend noch gar keine Anwartschaft erarbeitet. Um wie viel Tage geht es denn? Auf jeden Fall eine Vereinbarung treffen, dass du ein Zertifikat erhältst, spätestens wenn du aus den Firma austritst. Spielt keine Rolle ob die Fortbildung nachhaltig ist. Es zeigt zumindest, dass du lernwillig bist und das spricht für dich.
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Was mache ich jetzt am Besten? Darf er so etwas vielleicht sogar > verlangen? Besorg dir einen gelben Zettel!
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Mein Chef möchte, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache. Notwendig > ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für meine > Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts bringen. Fahrsicherheitstraining, weil du die beiden schnellsten Firmenwagen an den Gartenzaun gelehnt hast, oder wie? > Der eigentliche Knaller ist, dass meine Chef möchte, dass ich diese > Fortbildung gefälligst am Wochenende mache oder mir Urlaub dafür nehme. > Schließlich würde er das Ganze ja schon bezahlen. Das ist bei bestimmten Schulungen normal. Werde doch mal konkret und nenne die Art der Schulung...
Lothar M. schrieb: > Zwangsfortgebildeter schrieb: >> Der eigentliche Knaller ist, dass meine Chef möchte, dass ich diese >> Fortbildung gefälligst am Wochenende mache oder mir Urlaub dafür nehme. >> Schließlich würde er das Ganze ja schon bezahlen. > Das ist bei bestimmten Schulungen normal. Werde doch mal konkret und > nenne die Art der Schulung... Es ist ganz bestimmt nicht normal, dass der Erholungsurlaub zur Fortbildung herangezogen wird oder werden kann. Das gilt auch für das Wochenende. An der Stelle des TOs würde ich anfangen mich woanders zu bewerben.
> Es ist ganz bestimmt nicht normal, dass der Erholungsurlaub zur > Fortbildung herangezogen wird oder werden kann. Das gilt auch für das > Wochenende. An der Stelle des TOs würde ich anfangen mich woanders zu > bewerben. Richtig! Dein Chef will das du diese Weiterbildung machst? Es gibt Gesetze und darin steht dass das Arbeitszeit ist! Auch dein Chef muss sich daran halten. Echt unglaublich was sich so mancher erlaubt.
Union schrieb: > Es ist ganz bestimmt nicht normal, dass der Erholungsurlaub zur > Fortbildung herangezogen wird oder werden kann. Weil wir ja alle immer sooooo arg im Stress stehen. Mein Arbeitgeber bietet mir .z.B. Sprachkurse an. Je nachdem, ob ich die für meine Arbeit brauchen könnte oder nicht, bekomme ich die zur Hälfte als Arbeitszeit vergütet. Und sonst mache ich das in meiner Freizeit.
Was mich stutzig macht: Seit wann werden denn Wochenendtage als Urlaubstage herangezogen? Gewöhnlich nimmt man Werktage als Urlaubstage, also Mo-Fr. Am Wochenende braucht man dafür seinen Urlaubsanspruch nicht verplempern, auch nicht nach der Probezeit. Wie kommt der Chef denn auf so einen Quatsch?
Cyborg schrieb: > Seit wann werden denn Wochenendtage als > Urlaubstage herangezogen? Habe ich doch erklärt. Ich soll das Ganze entweder am Wochenende machen oder unter der Woche und mir dafür Urlab nehmen.
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Habe ich doch erklärt. Hast du noch nicht mitbekommen, dass Cyborg zu blöd zum lesen ist und auch sonst immer nur unsinniges Zeug von sich gibt? Einfach ignorieren...
Lothar M. schrieb: > Werde doch mal konkret und nenne die Art der Schulung... Nein. Das könnte mich identifizierbar machen. Diese Zusatzquali ist für einen Arbeiter in der Produktion sinnvoll, hat für einen Ingenieur aber kaum Nutzen und bringt auch bei zukünftigen Bewerbungen keinen Mehrwert. Privat bringt es mir auch nichts. Allerdings ist das im Endeffekt auch egal. Hier geht es um etwas anderes.
Dann lass es doch einfach bleiben wenn es dir nix bringt und du es für die Arbeit nicht brauchst?!
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Diese Zusatzquali ist für einen Arbeiter in der Produktion sinnvoll Vielleicht bist du zu abgehoben und sollst mal die reale Welt kennen lernen ohne dich schmutzig zu machen. Gibt ja genug Beispiele von weltfremden Konstruktionen, die nicht entstanden wären wenn der Ing. mal eine Woche aufm Bau malocht hätte. Z.B. Dübellöcher 1 cm neben der Kabeleinführung, obwohl das Gehäuse 20cm breit ist. Wer das 1x montieren musste würde das niemals wieder so entwerfen.
Trollalarm schrieb: > Hast du noch nicht mitbekommen, dass Cyborg zu blöd zum lesen ist und Auch nicht viel blöder, als das was du so ablässt. > auch sonst immer nur unsinniges Zeug von sich gibt? Zum Beispiel? Scheint nicht oft der Fall zu sein, sofern ich mich an Kritik überhaupt erinnere. Nobody is Perfect. > Einfach ignorieren... Dann gehe doch mit gutem Beispiel voran. Ignoriere mich, dann muss ich deinen Müll wenigstens nicht lesen. ;-b
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Mein Chef möchte, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache. Notwendig > ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für meine > Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts bringen Du betrachtest das falsch. Wechsel die Perspektive. Die Frage ist: Was bringt die Fortbildung deinem Chef? Will er dich irgendwo hin manövrieren? Vielleicht sieht er Dich in zwei Jahren irgendwo in der Produktion als Teamleiter... Oder er will dich einfach nur los haben. Versuche das ganze aus seiner Perspektive zu betrachten, das kann Dir helfen. Davon abgesehen habe ich (fast) alle mir angebotenen Fortbildungen genutzt. Und ja ich hab dafür auch teilweise das Wochenende genutzt. Mann weiss nie, für was man eine Fortbildung später nicht gebrauchen kann. Und wenn es nur Türöffner für das nächste Bewerbungsgespräch ist...
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Was mache ich jetzt am Besten? Ihm sagen, dass das ein nettes Angebot ist, du das privat aber nicht benötigst und deshalb privat auch nicht teilnimmst. > Darf er so etwas vielleicht sogar verlangen? Natürlich nicht.
Perspektive schrieb: > Will er dich irgendwo hin manövrieren? Ihr seid mir ja schöne Nutztiere. Habt ihr keinen eigenen Willen und wisst nicht was ihr wollt?
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800330: > Würdest du einen Betriebswirt bei einer großen Spedition den LKW > -Führerschein machen lassen, damit er die Touren übernimmt, wenn mal > gerade keine Fahrer da sind oder er die LKWs umparken kann? War mal bei einer Firma, da hatten die eine Werksfeuerwehr mit richtigen FW-Fahrzeugen. Da die auch den Brandschutz für angrenzende Leigenschaften übernahm, mußten da die Leute auch einen LKW Führerschein haben. Nur mal z.Bsp.!
Diek schrieb: > Dann lass es doch einfach bleiben wenn es dir nix bringt und du es für > die Arbeit nicht brauchst?! Eben, gelber Zettel!
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800330: > Würdest du einen Betriebswirt bei einer großen Spedition den LKW > -Führerschein machen lassen, damit er die Touren übernimmt, wenn mal > gerade keine Fahrer da sind oder er die LKWs umparken kann? Wenn das wirtschaftlichen Sinn ergibt, warum nicht? Aber dann muss das auch während der Arbeitszeit passieren.
genervt schrieb: > Perspektive schrieb: >> Will er dich irgendwo hin manövrieren? > > Ihr seid mir ja schöne Nutztiere. Habt ihr keinen eigenen Willen und > wisst nicht was ihr wollt? Warum denken wenn Gott lenkt?
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Cyborg schrieb: >> Seit wann werden denn Wochenendtage als >> Urlaubstage herangezogen? > > Habe ich doch erklärt. Ich soll das Ganze entweder am Wochenende machen > oder unter der Woche und mir dafür Urlab nehmen. Gibt Arbeitsverträge da sind keine festen Arbeitstage vereinbart! Da zählt der Urlaub auch für Samstag und Sonntag!
Автомат К. schrieb: > Cha-woma M. schrieb: >> Besorg dir einen gelben Zettel! > > Wann warst Du das letzte Mal beim Arzt? Vor sechs Tagen.
Cha-woma M. schrieb: > Gibt Arbeitsverträge da sind keine festen Arbeitstage vereinbart! > Da zählt der Urlaub auch für Samstag und Sonntag! Da zählt erstmal das Gesetz: Mindesturlaubsgesetz für Arbeitnehmer (Bundesurlaubsgesetz) BUrlG § 3 Dauer des Urlaubs (1) Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. (2) Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.
Perspektive schrieb: > Du betrachtest das falsch. Wechsel die Perspektive. Die Frage ist: > Was bringt die Fortbildung deinem Chef? guter Ansatz. Vielleicht ist es auch viel trivialer: der Chef will nur die Fortbildungsquote in seiner Abteilung erhöhen damit er beim Oberchef / Aufsichtsrat / wasweißich seine Kennzahlen verbessern kann. Und da war diese Fortbildung die billigste. Dafür würde es helfen, wenn der TO eine für Ihn wirklich sinnvolle oder interessante Fortbildung als Alternative vorschlägt. Am besten mal bei den Kollegen rumfragen was die für Fortbildungen gemacht haben und was da für Konditionen üblich waren. Dem Chef dann etwas ähnliches vorschlagen.
Wenn es nur EIN Wochenende ist und die Firma ALLES bezahlt(inkl. Reise/Unterkunft/Verpflegung), würde ich innerhalb einer Probezeit schon mal mitmachen. Wirst dann ja wohl auch nicht der einzige Teilnehmer dort sein. Eine Selbstverständlichkeit sollte daraus aber nicht werden. Gibts bei euch einen Tarifvertrag der sowas genauer regelt? In unserem steht drin: "Zeiten von vereinbarten Qualifizierungsmaßnahmen gelten als Arbeitszeit". Ich hatte noch nie eine Schulung oder Weiterbildung für die ich mir hätte Urlaub oder ein Wochenende nehmen müssen.
Cha-woma M. schrieb: > genervt schrieb: >> Perspektive schrieb: >>> Will er dich irgendwo hin manövrieren? >> Ihr seid mir ja schöne Nutztiere. Habt ihr keinen eigenen Willen und >> wisst nicht was ihr wollt? Du interpretierst das Falsche rein, es geht nicht darum nicht zu denken. Es geht darum heraus zu finden, welches Interesse der Chef hat, damit man selber das wiederum für seine Interessen besser nutzen kann. Mögliches Interesse: * Chef benötigt noch ein paar Schulungen für die QS. Sonst bekommt er einen auf den Deckel. * Chef will den TS los werden und "ärgert" ihn mit solchen Punkten. * Chef braucht einen Ingenieur in der Fertigung und der braucht ggf Knowhow um fachlich vom Team anerkannt zu werden. * usw... Wenn er nur seine Schulungsstatistik erhöhen will, hat der TS ggf Glück und kann alternative Vorschläge machen. Wenn er den TS in die Fertigung bringen will, sind ihm Seine Vorschläge egal... Sun Tsu: Kenne Deine Cheffes...
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Notwendig ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für > meine Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts > bringen. Warum fragst du nicht einfach deinen Chef was das soll?
Peter schrieb: > zwangsfortgebildeter schrieb: >> Notwendig ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für >> meine Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts >> bringen. > > Warum fragst du nicht einfach deinen Chef was das soll? Muss Peter recht geben. zwangsfortgebildeter sieht nur seine Sicht. Dem Chef bringt die Fortbildung irgendetwas. Sonst würde er sie nicht offerieren....
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Der eigentliche Knaller ist, dass meine Chef möchte, dass ich diese > Fortbildung gefälligst am Wochenende mache oder mir Urlaub dafür nehme. Geht leider nicht, am Wochenende bin ich privat unterwegs. Welch ein Pech... Lass dir mal Eier wachsen ;-) Du musst nicht alles tun was der Chef will. Wie, du bist noch in der Probezeit? Erst recht kein Grund, dir alles gefallen zu lassen. Oder denkst du etwa, das wird später mal besser? Wenn du dich jetzt gleich zum Affen machst für ihn, dann bleibt dir das. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. (und ja, ich sprech da aus Erfahrung...) Also es gibt zwei Möglichkeiten: 1. Die Schulung ist sinnfrei => Nicht deine Zeit wert, solange du nicht bezahlt wirst. 2. Die Schulung ist sinnvoll => Dann sollte auch Geld da sein, um dich BEZAHLT da hin zu schicken.
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800563: > meckerziege schrieb: >> Oder denkst du etwa, das wird später mal besser? > > Weiß ich nicht. Nur im Moment bin ich noch ohne Angabe von Gründen > kündbar. Das ist der Knackpunkt. Auch nach der Probezeit bist du kündbar, beispielsweise wenn sich der Tätigkeitsschwerpunkt der Firma so verlagert hat das der Mitarbeiter mit seinen Schulbankkenntnissen nicht mehr einsetzbar ist. Daraus resultiert eigentlich ein Eigeninteresse an den qualifizierenden Massnahmen. http://www.channelpartner.de/a/berufliche-weiterbildung-rechte-und-pflichten,2595883 Und ohne Weiterbildung während des Berufs kann es in 20 Jahren schlecht aussehen sich als 45-jähriger gegen Absolventen bei Bewerbungen auf andere Firmen durchzusetzen.
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800562: > Nur hier geht das Ganze in meine > Freizeit rein und die will ich dem Laden nicht opfern. Dann sag das und die Sache ist gegessen.
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Mein Chef möchte, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache. Notwendig > ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für meine > Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts bringen. > > Der eigentliche Knaller ist, dass meine Chef möchte, dass ich diese > Fortbildung gefälligst am Wochenende mache oder mir Urlaub dafür nehme. > Schließlich würde er das Ganze ja schon bezahlen. Welche Schulungen werden am Wochenende gehalten? MBA oder anderes Berufsbegleitendes? Six Sigma? Projektmanagment? Fitness für Übergewichtige? Welche Schulung will der Chef, die für deine Tätigkeit nix bringt? Schwer vorzustellen, irgendwas mit Arbeitsschutz wie Ersthelferkurs, Oder Laserschutzbeauftragter? Oder gehst um Normen wie RoHS,REACH,EMC? Oder Sozialkompetenz wie Knigge-Kurs? Rechnest du beim Chef auch Arbeitszeit für das Lesen von Fachmagazinen ab? Oder liesst du keine? Bist Du ein Mort? - https://de.wikipedia.org/wiki/Mort,_Elvis,_Einstein
Also bei uns gibt es Fortbildung nur selbst bezahlt und in der Freizeit. Mittelständische SW-Entwicklerbude, da wird halt erwartet das man sich Abends und am Wochenende in neue Themen einliest. Bin da immer sehr neidisch auf einen Kumpel, der arbeitet in einer Maschinenfabrik in der IT, Bezahlung ist an IG Metall angelehnt, der würde sämtliche Fortbildungen bezahlt bekommen und könnte das in der Arbeitszeit machen bzw. würde die Stunden für Samstags gut geschrieben bekommen. Aber machen tut er nichts, nur rum maulen was für ein scheiß Laden das wäre.
Allenfalls waere interessant worum es bei der Fortbildung geht. Vielleicht erfasst der Poster auch nicht, worum's der Firma geht. Sag mal.
M.M.n Trollfaktor 95%, denn welche ernstgemeinte berufliche Fortbildung findet am Wochenemde statt?
Dumdi D. schrieb: > M.M.n Trollfaktor 95%, denn welche ernstgemeinte berufliche Fortbildung > findet am Wochenemde statt? Aus- und Weiterbildung zum Luden?
Michl schrieb: > Also bei uns gibt es Fortbildung nur selbst bezahlt und in der Freizeit. > Mittelständische SW-Entwicklerbude, da wird halt erwartet das man sich > Abends und am Wochenende in neue Themen einliest. Bei uns gibt es Fortbildung nur vom AG bezahlt und zählt als Arbeitszeit, allerdings können wir mit Fortbildung (offiziell) keine Überstunden aufbauen, Wochenend- oder Abendkurse sind also Freizeit, aber das kommt praktisch nie vor. Falls der Zeitaufwand doch mal völlig aus dem Ruder läuft, sind unsere Vorgesetzten aufgerufen, sich kulant zu zeigen. Was das im Einzelnen heißt, ist Verhandlungssache. Üblicherweise bestimmen wir selbst, welche Fortbildung für uns wichtig ist, und der Vorgesetzte entscheidet dann, ob das genehmigt wird. Wenn jemand nicht gerade einen Kurs im Havanna-Style-Zigarrendrehen machen will oder schon 5 Fortbildungen in diesem Jahr mitgemacht hat, ist das im Allgemeinen kein Problem. 1-2 fachbezogene Fortbildungen pro jahr sind von der Leitung ausdrücklich gewünscht. Bis auf ein paar obligatorische Kurse für neue Mitarbeiter werden normalerweise keine Fortbildungen angeordnet. MaWin. schrieb: > Ihm sagen, dass das ein nettes Angebot ist, du das privat aber nicht > benötigst und deshalb privat auch nicht teilnimmst. Genau das würde ich auch vorschlagen. Aus bitterer Erfahrung kann ich Dir einen guten Rat geben: Den Ball am Anfang der Karriere flach zu halten, ist gut und richtig. Aber sich zum Depp machen zu lassen ist von Anfang an falsch. Es ist eine verbreitete Vorgehensweise bei vielen "Führungskräften", am Anfang anzutesten, wie leidensfähig ihre Mitarbeiter sind. Es ist wichtig, dass Du hier gleich auf der richtigen Schiene eingegleist wirst, denn von der falschen kommst Du nie wieder runter. Anfangs wird das ein paar Reibereien geben, aber dann sind die Fronten geklärt Also lass Dir von Deinem Chef mal erklären, worin er den Sinn dieser Fortbildung sieht. Wichtig ist: sachlich bleiben. Lass ihn die Fehler machen. Wenn er trotzdem ausrastet, pack Deine Sachen und geh, vermutlich bist Du in eine Knochenmühle geraten.
Lothar M. schrieb: > Union schrieb: >> Es ist ganz bestimmt nicht normal, dass der Erholungsurlaub zur >> Fortbildung herangezogen wird oder werden kann. > Weil wir ja alle immer sooooo arg im Stress stehen. Mein Arbeitgeber > bietet mir .z.B. Sprachkurse an. Je nachdem, ob ich die für meine Arbeit > brauchen könnte oder nicht, bekomme ich die zur Hälfte als Arbeitszeit > vergütet. Und sonst mache ich das in meiner Freizeit. Du kannst deine Rechte an deinen Chef abtreten. Damit habe ich kein Problem. Wenn mein Chef von mir eine Fortbildung verlangt, dann ist das zu 100 Prozent bezahlte Arbeitszeit. Von meinen Rechten weiche ich kein Jota ab.
Es sollte erst mal geklärt sein was da genau gemeint ist: Der Lehrgang ist Arbeitszeit. Für eine Prüfung lernen ist durchaus nicht zu 100% bezahlte Arbeitszeit.
Fortbildung ist wichtig! ;) http://www.golem.de/news/verbrenner-know-how-sorgen-bei-mercedes-mitarbeitern-wegen-elektroautos-1611-124593.html
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800562: > hier geht das Ganze in meine Freizeit rein und die will ich dem Laden > nicht opfern. Kündige. In der Probezeit geht das ratzfatz... Union schrieb: > Von meinen Rechten weiche ich kein Jota ab. Frei nach dem Motto: "Was? Warum sollte ICH bremsen? ICH hatte Vorfahrt!"
Lothar M. schrieb: > Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800562: >> hier geht das Ganze in meine Freizeit rein und die will ich dem Laden >> nicht opfern. > Kündige. In der Probezeit geht das ratzfatz... > > Union schrieb: >> Von meinen Rechten weiche ich kein Jota ab. > Frei nach dem Motto: > "Was? Warum sollte ICH bremsen? ICH hatte Vorfahrt!" Es ist doch so, dass gerade Leute, die gegenüber Unternehmern und Vorgesetzten Willfährigkeit zeigen, die Vorfahrt nicht brauchen. Vorfahrt brauchen nur Leute die sich gegen Unternehmerwillkür durchsetzen & behaupten. In diesem Sinne Wünsche ich mir weiterhin: Gute Fahrt!
Lothar M. schrieb: > "Was? Warum sollte ICH bremsen? ICH hatte Vorfahrt!" aka "rechts frei - links bezahlt die Versicherung" ;-)
tja..solche Angestellten braucht es niemand!! Will sich fortbilden in etwas was dem Arbeitgeber überhaupt nichts bringt im gegenteil womöglich sogar eher für den Wechsel des Jobs der schon geplant ist. merktst Du noch was?!? Wenn Du dich im interesse DEINER Firma fortbilden wills,t also irgendwas was nützlich für die Firma ist..aber Du hast keinen Anspruch daruf eine fortbildung z.B: als Rennfahrer oder Pilot zu machen, wenn Du als Programmierer arbeitet.. Echt ungalube was bei manchen in der Erziehung falsch gelaufen ist und dann auch noch auf sein Recht pochen...hoffentlich hat Dein Cehf dich ab jetzt auf dem kieker!!
Zwangsfortgebildeter schrieb: > Notwendig > ist die Zusatzqualifikation, die ich dort erwerben würde für meine > Tätigkeit nicht. Würde mir auch für zukünftige Tätigkeit nichts bringen. Dann sei dorch froh, dass dein Chef dir den Töpfer- oder Kochkurs bezahlt. Dann kannst du dort auch Eier schaukeln in deiner Freizeit. Bei uns sehen "Fortbildungen" so aus, dass ein Vertreter ins Haus kommt und ein paar bunte Prospekte abliest. Fachlich ist der sowieso mau. Letztens wollte er mir langjährig bewährte Kondensatoren rauspflegen: "Was verwenden Sie denn atuell?" - "Ich verwende $namhafter_Herrsteller$" - "Hm, achso, ja, ähm..., ruder die kenn ich ja gar nicht. Aber wir haben da auch was im Programm, ist nur bisschen teuer, als Ihre, aber vielleicht überlegen Sie es sich ja?" - "??" Paar tage später kamm dann ein Angebot über DC/DC-Wandler. WTF?
Union schrieb: > Es ist doch so, dass gerade Leute, die gegenüber Unternehmern und > Vorgesetzten Willfährigkeit zeigen, die Vorfahrt nicht brauchen. Es ist aber auch durchaus so, dass sich manche Vorgesetzte diese "Willfährigkeit" im positiven Sinne merken können. Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh brannte". Da hätte ich mich dieser Willfährigkeit auch entgegen setzen und einfach sagen können: ICH habe Vorfahrt! Ich habs nicht getan, meinen Urlaub unterbrochen und letztlich davon mehrfach profitiert.
Dumdi D. schrieb: > welche ernstgemeinte berufliche Fortbildung > findet am Wochenemde statt? Sorry meine MS-Zertifizierung forderte auch ein paar Opfer. Aber Wissen kann man im Gegensatz zu materiellen Dingen (wie Dienstwagen) BEHALTEN wenn man eine Firma verlassen sollte. Warum sollte ein Chef Geld für Unsinn ausgeben? Es wird einen Grund geben! Du kennst ihn nur nicht.
Union schrieb: > Es ist doch so, dass gerade Leute, die gegenüber Unternehmern und > Vorgesetzten Willfährigkeit zeigen, die Vorfahrt nicht brauchen. > Vorfahrt brauchen nur Leute die sich gegen Unternehmerwillkür > durchsetzen & behaupten. Typischer Vertreter der Betonbeamtenmentalität. Du arbeitest bestimmt in einem Großkonzern, oder bist im realen Leben ganz klein mit Hut. Das Zauberwort heist miteinander reden und Kompromiss finden. Auch zwischen Chef und Angestellter. Damit das funktioniert gehören zwei, wenn du das vorneherein nicht kannst -und dein Beitrag liest sich so- dann prima: Immer mit dem Kopf duch die Wand, nur die Wand ist meist stabiler.
Das Motto: Wenn es keine Personalentwicklung gibt, entwickelt sich das Personal eben selbst.
es gibt durchaus auch Fortbildungen die man machen muss ohne einen primären Nutzen darin zu sehen. Da wäre z.B. die ISO-Zertifizierung zu nennen. Um da zu bestehen muss der Betrieb u.u. Jedem bestimmte schulungen zukommen lassen, egal ob er Die real auch nutzt oder nicht. Nur in der Freizeit muss das nicht sein. In der Probezeit würde ich aber die Zähne zusammenbeissen und es einfach durchziehen oder gleich Bewerbungen schreiben.
Lothar M. schrieb: > Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem > wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh > brannte". Da hätte ich mich dieser Willfährigkeit auch entgegen setzen > und einfach sagen können: ICH habe Vorfahrt! > Ich habs nicht getan, meinen Urlaub unterbrochen und letztlich davon > mehrfach profitiert. Es ist aber schon ein Unterschied, ob man jemandem hilft, der in einer (mehr oder weniger) Notsituation ist oder ob man einfach mit sich alles machen lässt. Hättest du das auch gemacht, wenn der Chef dich in der Zeit auf irgendeine beliebige Fortbildung geschickt hätte (gut, wundern würde es mich nicht ^^). Die Frage ist auch, wie der Chef drauf ist, wenn es mal um entgegenkommen geht. Ein Arzttermin in der Freizeit, mit Antrag, Ausstempeln und Nacharbeiten oder 'passt schon'?
traurig ist, das es heute offensichtlich schlicht zu viel verlangt ist, den Menschenverstand mal einzusetzen. Versetzt euch doch einfach mal in die Lge eines Arbeitgebers und setellt euch dann die Frage erneut..würdet ihr es machen? Und seit ehrlich zu euch selbst!! Und die Antwort lautet dann zu 90%. NEIN!!! Außer alles ist total super, die Firma läuft wie von selbst und man will den Angestellten das mal erlauben zur Motivation udn weil das Arbeitsklima sowieso schon so toll ist...aber in wievielen Unternehmen ist das bitte noch so, der Wettkampf ist leider knallhart.. Ach ja un ich bin selber Arbeitgeber! weiß also wovon ich rede!
@Birgit: Und Du solltest Dir angewöhnen aufmerksam zu lesen! Zwangsfortgebildeter: "!!!! Mein Chef möchte !!!, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache...."
ah ok :-) Da hast Du glatt recht. Dann sollte er dankbar sein!
Vielleicht soll er ja rausgeekelt werden .-) Das sollte er dann mal so akzeptieren :-)
Birgit schrieb: > tja..solche Angestellten braucht es niemand!! > Will sich fortbilden in etwas was dem Arbeitgeber überhaupt nichts > bringt Bitte richtig lesen, steht gleich im ersten Post: Zwangsfortgebildeter schrieb: > Mein Chef möchte, dass ich eine bestimmte Fortbildung mache. Thema verfehlt, setzen, sechs ;) Meine Meinung: Freizeit ist heilig. Will der Chef mehr als die vertraglich vereinbarten Stunden, muss das honoriert werden. Du erfüllst deinen Teil des Vertrags ( z.B. 40Std./Woche), er seinen ( Gehalt X). Diesen Standpunkt vertrete ich, da ich es mir aktuell Leisten kann. Auch in der Probezeit. Ob du dir das in deiner Situation acuh leisten kannst, kann ich nicht beurteilen. Natürlich kann man über solche Dinge reden. Dazu muss man aber die Eier in der Hose haben und auch dem Chef mal Nein sagen. Er will dich schulen lassen, wie du es schilderst. Er ist im Zugzwang. Vielleicht kannst du ihm einen Kompromiss anbieten. Du machst "seine" Schulung zu seinen Bedingungen mit. Dafür kannst du dir im nächsten Jahr selbst eine weitere Schulung aussuchen z.B.. Viel Erfolg.
Birgit hat etwas überreagiert ;) Hoffentlich kommt das nicht öfter vor ;) Immer kühl bleiben und Grenzen abstecken :)
Dussel schrieb: > Ein Arzttermin in der Freizeit, mit Antrag, > Ausstempeln und Nacharbeiten oder 'passt schon'? Das soll wohl ironisch zu verstehen sein? Wenn man den Wunsch hat im Notfall (z.B. bei Schmerzen) einen Arzt aufzusuchen muss man nur Bescheid geben und geht. Das kann der Chef auch nicht verweigern, weil die Gesundheit über wirtschaftlichen Belangen steht. Klar versuchen die Chefs das zu ihrem Vorteil weg zu diskutieren, aber die Rechtslage dürfte da eindeutig sein. Der Krankheitsstand und wie darauf von den Firmen aggressiv reagiert wird, beweist meine Worte. Nur, gegen den gelben Schein sind die halt trotzdem Machtlos. Birgit schrieb: > Menschenverstand Die Redewendung heißt GESUNDER Menschenverstand. Da gibts nämlich auch das andere Extrem. Birgit schrieb: > der Wettkampf ist leider knallhart.. Auch hier heißt es wörtlich Wettbewerb. Sportliche Auseinandersetzungen nennt man Wettkampf, aber Geschäft ist kein Sport, höchsten Mord. Birgit schrieb: > Ach ja un ich bin selber Arbeitgeber! weiß also wovon ich rede! Da würde ich aber nicht so dick auftragen. Arbeitgeber werden ist nicht schwer, Arbeitgeber sein, dagegen sehr (Vom Vater werden, abgeleitet.;-b). Gewerbeschein und Erlaubnis von der Arbeitsagentur reicht. Abgeprüft wird die Kompetenz nach meinem Wissen beim Meister, BWL und anderen Personalberufen, aber sonst so gut wie nie. Birgit schrieb: > Dann sollte er dankbar sein! Wofür !! Wenn der Nutzeffekt unklar ist und die Fortbildung quasi angeordnet wird, wozu soll man dafür dankbar sein? Letztendlich muss das jeder für sich allein entscheiden. Und nicht vergessen, Versprechungen haben auf Arbeitgeberseite nur eine sehr geringe Halbwertszeit. Wichtig ist, dass der Mitarbeiter motiviert ist. Birgit schrieb: > Vielleicht soll er ja rausgeekelt werden .-) Das sollte er dann mal so > akzeptieren :-) Da sich das Beschäftigungsverhältnis noch in der Probezeit befindet, dürfte die Einlassung ziemlich sinnlos sein, mal ganz abgesehen davon, dass die Betriebsgröße gar nicht bekannt ist, um abschätzen zu können, ob eine Kündigung leicht oder schwierig sein könnte. Liest du auch mal den ganzen Thread oder nur die letzten Posts? Knobikocher schrieb: > Dazu muss man aber die Eier > in der Hose haben und auch dem Chef mal Nein sagen. Bei dem Klima, was in deutschen Firmen heutzutage so grassiert, möchte ich den erleben, der das tut, wenn er jederzeit austauschbar ist. Da hab ich nur sehr wenige Firmen erlebt, die da mit sich reden lassen. Viele sind da absolut uneinsichtig und intolerant. Betonköpfe pur. Selfmade Man schrieb: > Birgit hat etwas überreagiert Eher würde ich von einer falschen Vorstellung oder umfangreichen Halbwissen Birgits ausgehen. Ist ja auch ein bisschen viel verlangt, neben den Beruflich/Fachlichen/Wirtschaftlichen auch noch im Sozialen ein high Performer zu sein. Das wird sehr viele schlicht überfordern.
Knobikocher schrieb: > Meine Meinung: > Freizeit ist heilig... Ja, dann hat man wenigstens irgendwas zum Anbeten. > Diesen Standpunkt vertrete ich Mein Standpunkt ist: Freizeit hat nur der, der eine Arbeit hat. Denn sonst nennt sich das nicht Freizeit, sondern Arbeitslosigkeit. Deshalb ist es im Zweifelsfall primär wichtig, (s)eine Arbeit zu behalten. Auch wenn das mal ein wenig Freizeit kostet...
Lothar M. schrieb: > Denn sonst nennt sich das nicht Freizeit, sondern Arbeitslosigkeit. Heute bist da aber wieder feinfühlig. ;-b > Deshalb > ist es im Zweifelsfall primär wichtig, (s)eine Arbeit zu behalten. Auch > wenn das mal ein wenig Freizeit kostet... Sofern das nicht zu einer Gewohnheit wird. Verhindern lässt sich das nämlich kaum.
Lothar M. schrieb: > Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem > wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh > brannte". Da hätte ich mich dieser Willfährigkeit auch entgegen setzen > und einfach sagen können: ICH habe Vorfahrt! > Ich habs nicht getan, meinen Urlaub unterbrochen und letztlich davon > mehrfach profitiert. Hab ich auch schon gemacht, sehr oft sogar. Angefangen in meiner Ausbildung, Abends, am Wochenende und im Urlaub. Bezahlt oder ausgeglichen wurde das nie. Dachte damals noch das sich das Positiv auf meine Anstellung auswirkt, hatte schon mündlich abgemacht das ich nach der verkürzten Ausbildung mit 30k einsteige. Nachdem ich mir dann natürlich nichts gesucht habe, wurde mir ein Vertrag mit knapp 22k Brutto hingelegt, mit einem 3 Jahresplan auf knapp 28k. Dann kamen einige Firmen dazwischen die ein solches "Engagement" sogar verlangt haben. In der aktuellen Firma war ich wieder so blöd und hab solchen Spielchen mitgemacht, zum Dank wurde mir die Zeit im Urlaub nur Stundengenau wieder gut geschrieben, also 15 Stunden an 3 verschiedenen Tagen gearbeitet, dafür wurden dann 1,5 Tage Urlaub gut geschrieben. Wobei der halbe am Jahresende gleich wieder verfallen ist. Beim nächsten Arbeitgeber mach ich sowas auch nicht mehr mit.
Michl schrieb: > Beim nächsten Arbeitgeber mach ich sowas auch nicht mehr mit. Willst du dann wirklich die Alternative hin nehmen? Einstellen und Beschäftigung ist auch immer ein Spannungsverhältnis von gegenseitigen Interessen. Da werden von Arbeitgeber oft die Grenzen ausgereizt und bei entsprechenden Individuen mal über beansprucht.
Michl schrieb: > Lothar M. schrieb: >> Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem >> wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh >> brannte". Da hätte ich mich dieser Willfährigkeit auch entgegen setzen >> und einfach sagen können: ICH habe Vorfahrt! >> Ich habs nicht getan, meinen Urlaub unterbrochen und letztlich davon >> mehrfach profitiert. Sorry, das zahlt sich nur in den allerwenigsten Fällen aus, meiner Erfahrung nach! Am häufigsten gilt das, was im Vertrag steht: schwarz auf weiss. Versprechungen vom Chef, von dem- oder derjenigen.. da würde ich die Hand nicht ins Feuer legen!
Lothar M. schrieb: > Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem > wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh > brannte". Es war bei uns parktisch an der Tagesordnung, Kollegen im Urlaub zu belästigen. Das klappt nur, weil fast niemand den Arsch in der Hose hat, das mal grundsätzlich zu klären. Und es resultiert überwiegend aus unfähigen Vorgesetzten. Für mich habe ich das dann einmal grundsätzlich klären müssen! Wenn dann bei mir kam "Der xxx hat Urlaub, ist aber zuhause - rufen sie ihn an", habe ich das ebenso abgelehnt, der Abteilungsoberkasper wollte natürlich nicht selbst anrufen. Urlaub ist Urlaub, weg ist weg - und ich bin immer noch in dem Laden, und zwar unbelästigt. Von einigen Kunden werde ich nach dem Urlaub wieder einmal hören "na gut, dass sie wieder da sind" - weil natürlich ein paar Dinge schief gelaufen sind. Finde ich nicht toll, aber es ist nicht mein Job, mir das anzuziehen.
klausi schrieb: > Versprechungen vom Chef, von dem- oder derjenigen.. da würde ich die > Hand nicht ins Feuer legen! Nein, da waren keine Vorleistungen oder Versprechen im Spiel. Es war einfach so, dass von denen, die "es konnten", nur ich zu Hause war. Sauladen schrieb: > Es war bei uns parktisch an der Tagesordnung, Kollegen im Urlaub zu > belästigen. Bei "uns" eben nicht. Das hat die Dringlichkeit m.E. irgendwie unterstrichen... > Von einigen Kunden werde ich nach dem Urlaub wieder einmal hören "na > gut, dass sie wieder da sind" - weil natürlich ein paar Dinge schief > gelaufen sind. Hört sich irgendwie wie mangelhafte Kommunikation und unzureichende Dokumentation an...
Lothar M. schrieb: > Hört sich irgendwie wie mangelhafte Kommunikation und unzureichende > Dokumentation an... ... oder unzureichender Personalplanung? Für Urlaub und Krankheit sollte es eine Vertretungslösung geben. Evtl. ist obige Fortbildung genau zu so einem Zweck und unser TS Zwangsfortgebildeter weiß nur nix.
Knobikocher schrieb: > Freizeit ist heilig. Will der Chef mehr als die vertraglich vereinbarten > Stunden, muss das honoriert werden. Du erfüllst deinen Teil des Vertrags > ( z.B. 40Std./Woche), er seinen ( Gehalt X). > > [...] > > Natürlich kann man über solche Dinge reden. Dazu muss man aber die Eier > in der Hose haben und auch dem Chef mal Nein sagen. Ich persönlich habe das Gefühl, seitdem ich grundsätzlich nicht SOFORT aufspringe und JA sage, hat sich meine Lage in der Firma VERBESSERT! Das ist ein gern gemachter Fehler, den ich früher oft begangen habe. Ich hab versucht es allen recht zu machen, natürlich helf ich hier mit, fahre da noch hin etc. Gedankt wird es nicht. Mittlerweile mache ich das nicht mehr so. Damit wird es jetzt mehr geschätzt und gewürdigt, wenn ich mir Zeit nehme. Früher: "Jemand muss am Sonntag nach X reisen, da gehts Montag früh los, hast du da Zeit?" - "Ja natürlich!". Dank gibts kaum. Belohnung auch nicht. Heute: "Jemand muss am Sonntag nach X reisen, .... hast du da Zeit" - ich: "muss ich schauen ob das geht" - 1 Tag Zeit lassen - ich: "Ja hab ich hinbekommen dass ich Zeit hab, hier ist der Antrag auf Überstundenanordnung" Da kam kein Murren, keine Diskussion. Antwort war sogar: "Ja da bekommst du noch Feiertagszuschlag!". Sauladen schrieb: > Es war bei uns parktisch an der Tagesordnung, Kollegen im Urlaub zu > belästigen. Das klappt nur, weil fast niemand den Arsch in der Hose hat, > das mal grundsätzlich zu klären. Und es resultiert überwiegend aus > unfähigen Vorgesetzten. Im Urlaub entscheide ICH, ob ich erreichbar bin. Auf dem Handy bin ich eben nicht erreichbar, E-Mail ruf ich nicht ab (ein paar Treudoofe lassen die sich sogar aufs Privathandy weiterleiten....). Wenn ich Kollegen im IHREM Urlaub eine Mail schreibe, dann wird im Betreff deutlich markiert, dass diese E-Mail erst NACH dem Urlaub zu lesen ist bzw. sie nicht kritisch ist, falls sie doch mal reinschauen ins Postfach. (Ich erwarte auch erst eine Antwort wenn sie wieder im Büro sind.) Generell ist es vollkommen in Ordnung nicht erreichbar zu sein. Im Ausland hab ich den Arbeitslaptop gar nicht dabei, ist auch unter Umständen gar nicht zulässig, einerseits wegen Exportkontrolle, andererseits auch, wenn das Ding gestohlen wird. ("WIE? Sie haben ihren DIENSTLaptop im Zug in Osteuropa liegen lassen?"). Per Handy bin ich eh oft nicht erreichbar, kein Empfang, nicht dabei, ... Wenn ich erreichbar sein soll, dann sollen sie mir Bereitschaft bezahlen. Bin doch kein Hund den man hier an die Kette hängt!
meckerziege schrieb: > Ich persönlich habe das Gefühl, seitdem ich grundsätzlich nicht SOFORT > aufspringe und JA sage, hat sich meine Lage in der Firma VERBESSERT! Respekt muss man sich eben verdienen. Waschlappen werden halt entsprechend behandelt.
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800562: > Der Laden hat 25 Mitarbeiter. Übrigens ist mit dem Chef reden sinnlos. > Die Erfahrung habe ich mittlerweile gemacht. Einfach machen, egal wie > unsinnig ist oft die einfachere Lösung. Und wie stellst du dir dann eine sinnvolle Zusammenarbeit für die Zukunft vor? Für mich wäre es unbefriedigend, für einen so dummen Menschen zu arbeiten. Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800563: > Nur im Moment bin ich noch ohne Angabe von Gründen > kündbar. Das ist der Knackpunkt. Das ist kein Knackpunkt, dir steht diese Möglichkeit ebenfalls offen. Nutze sie.
Wolfgang E. schrieb: > Für mich wäre es unbefriedigend, für einen so dummen Menschen zu arbeiten. Ich finde es sehr gewagt, die Intelligenz eines Unbeteiligten anhand der einseitigen (und zuerst mal egoistischen) Beschreibung eines Unbekannten beurteilen zu wollen.
Zwangsfortgebildeter schrieb im Beitrag #4800562: > Der Laden hat 25 Mitarbeiter. Übrigens ist mit dem Chef reden sinnlos. > Die Erfahrung habe ich mittlerweile gemacht. Einfach machen, egal wie > unsinnig ist oft die einfachere Lösung. Nur hier geht das Ganze in meine > Freizeit rein und die will ich dem Laden nicht opfern. Gelber Zettel!
Sauladen schrieb: > Lothar M. schrieb: >> Mich hat eines meiner "Vorgängerunternehmen" einmal als Notnagel aus dem >> wohlverdienten und genehmigten Urlaub geholt, weil "die Bude lichterloh >> brannte". > Es war bei uns parktisch an der Tagesordnung, Kollegen im Urlaub zu > belästigen. Das klappt nur, weil fast niemand den Arsch in der Hose hat, > das mal grundsätzlich zu klären. Und dann? Arsch hoch => Stuhl weg, so läufts in der DDR 4.0! > Und es resultiert überwiegend aus > unfähigen Vorgesetzten. Logo, der VG ist die Sau, die Schuld ist!
Cha-woma M. schrieb: > Arsch hoch => Stuhl weg, so läufts in der DDR 4.0! Was war denn die DDR 2.0 und 3.0?
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