USB 3.1 Gen 2 Chip/IC

Gast #4801540
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Hey,

hat wer von euch bereits einen USB 3.1 Gen 2 Chip gefunden bzw. im 
Einsatz oder kann mir sagen, wann es welche geben soll?
Suche eine einfache Möglichkeit große Datenmengen zu übertragen( 
>1Gbyte/s).
Ethernet kenne ich mich nicht so gut aus, gibt es da einfache Lösungen 
bereits auf dem Markt? Möchte mich ungern mit Protokollen etc 
rumschlagen müssen.

Vielen Dank
Gruß
Phil
Gast #4801662
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Von einem Messgerät zu einem Laptop, Entfernung/Kabellänge ca. 10cm, 
wenn nötig kürzer.

Bräuchte halt eine Chip den ich an einen FPGA hängen kann und direkt als 
"Converter" dient, wie es sie auch für USB 2.0 etc gibt.
Gast #4801702
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Meinst SATA vom Messgerät direkt zum Motherboard des PC's?
Darüber habe ich auch nachgedacht, USB wäre halt nur schöner, finde halt 
nur kaum Chips dafür. Ethernet wäre ggf. auch eine Alternative.
Hatte nur gehofft, dass usb 3.1 gen 2 bereits erhältlich ist.
#4802106
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Phil schrieb:
> Ethernet kenne ich mich nicht so gut aus, gibt es da einfache Lösungen
> bereits auf dem Markt? Möchte mich ungern mit Protokollen etc
> rumschlagen müssen.

Im generellen ist Ethernet meist viel einfacher zu handhaben als USB.
Nur schon, weil es keine speziellen Treiber auf dem Computer für das 
Endgerät braucht.

Es gibt fertige Module dafür, aber ich kenne keines mit Gigabit-Ethernet 
(gibts aber bestimmt).
z.B. bei Lantronics oder AK-Nord kannst Du Dich mal nach 
Ethernet-Modulen umsehen.
#4802150
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Phil schrieb:
> Operator S. schrieb:
>> Hoffentlich meinst du aber Gigabit oder? Ansonsten wirds selbst bei
>> 10Gbit/s Ethernet knapp
>
> Nein ich meine schon Gigabyte, weswegen ja auch nur USB 3.1 gen 2 in
> Frage käme.

Ja dann halt mehrere 10Gbps Ethernet Leitungen parallel (gäbe zwar schon 
40Gbps und 100Gbps, aber wohl derzeit unbezahlbar). Vergiss USB, wenn es 
zuverlässig und ausbaufähig sein soll.

Aber ich denke mal, wenn Du dauernd so eine krasse Datenrate brauchst, 
machst Du grundsätzlich etwas falsch.
Erzähle doch mal was über Deine Anwendung.
Gast #4802216
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Ok vielen Dank für die Hilfe, ich werde mir mal Ethernet genauer 
angucken, bin bisher davon ausgegangen, dass es deutlich komplizierter 
ist als USB.


Johnny B. schrieb:
> Aber ich denke mal, wenn Du dauernd so eine krasse Datenrate brauchst,
> machst Du grundsätzlich etwas falsch.
> Erzähle doch mal was über Deine Anwendung.

Naja, Messgerät halt. Wir können viel Detektieren, müssen halt die 
Datenmengen transferieren, was momentan der Flaschenhals ist.


Danke soweit!

PS:
Ihr schreibt noch jemand in meinem Namen...wer auch immer das ist.
#4802285
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Phil schrieb:
> Die Daten sollen direkt auf die Festplatte/SSD geschrieben werden, nicht
> noch weiter verarbeitet werden.

Und auf welche SSD kannst Du kontinuierlich 1 GByte/s schreiben?

Das geht nur mit nem dicken RAID-Array mit vielen SSDs parallel, evtl. 
sogar mehreren Controllern und dann ner ganzen Menge Tuning. Das ist 
aber definitiv nix was in ein Notebook passt. Plane nen 19"-Rack.

Alternative wäre evtl. so ne PCIe-SSD-Karte. Da gibts auch welche die 
extrem auf Speed getrimmt sind. Aber auch nix für nen Notebook.
Gast #4802286
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LTT schrieb:
> Hast Du Dir schonmal die Datenerfassungsgeräte von Tasler
> angesehen?
> http://tasler.de/de/ltt/index.html
> Da werden auch sehr große Datenströme generiert, aber zunächst intern
> auf einer SSD gepuffert.
> Wäre das nicht auch für Deine Anwendung eine Möglichkeit zunächst intern
> zu puffern?

Hi,

schöner wäre natürlich eine direkte Übertragung, aber falls ich nichts 
finden sollte, wäre das natürlich auch möglich.
Danke für den Tipp.


Ansonsten meinen Dank an alle für die Hilfe, hab genug Vorschläge hier 
bekommen, war eine große Hilfe!
Vielen Dank.
Gast #4802299
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Gerd E. schrieb:
> Und auf welche SSD kannst Du kontinuierlich 1 GByte/s schreiben?
>
> Das geht nur mit nem dicken RAID-Array mit vielen SSDs parallel, evtl.
> sogar mehreren Controllern und dann ner ganzen Menge Tuning. Das ist
> aber definitiv nix was in ein Notebook passt. Plane nen 19"-Rack.

wir leben fast im Jahr 2017!

Samsung: 960 PRO
-Bis zu 3.500MB/s sequentielle Lese- und 2.100MB/s

OCZ RVD400
--Schreiben 1550 MB/s

http://www.golem.de/news/samsung-960-pro-im-test-sparsame-2-tbyte-ssd-mit-kupfer-aufkleber-1610-123872.html


es ist also weniger eine frage der SSD als eine Frage der Software. Mit 
einem Thread kann man die Leistung nicht schaffen, da muss man schon 
etwas parallelisieren.
Gast #4802320
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Bernd K. schrieb:
> Die Formulierung "Bis zu" würde mich so lange skeptisch stimmen bis ich
> es mit eigenen Augen gesehen hätte, mit mehr Daten als in den
> Schreibcache passen und Dauerstrich bis die SSD voll ist. Vor allem bei
> explizit als Consumer-Produkten vermarkteten Artikeln.

die "PRO" steht nicht für Consumer.

Suche einfach ein paar Tests im Netz, da findest sich keiner wo sie 
weniger als 1Gbyte/s schafft. (außer bei sinnlos kleinen Blockgrößen und 
nur eine Thread).
Gast #4802331
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Bernd K. schrieb:
> Was nackter IO-Durchsatz im Flaschenhals mit irgendwelchen Threads weit
> außerhalb der Flasche zu tun haben soll erschließt sich mir nicht.

aktuelle Festplatten arbeiten mehre Warteschlangen parallel ab. Wenn man 
nur eine Warteschlange nutzt, wirken sich Latenzen negativ auf den 
Gesamtdurchsatz aus.
#4802519
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Festplatten so rasch mal mit Messdaten vollschreiben, das braucht doch 
höchstens das CERN, wenn sie wieder mal Teilchen kollidieren lassen...
Aber auch die werden die Daten erst mal zwischenpuffern müssen und erst 
dann rel. langsam wegschreiben können.
Allenfalls lässt sich mit einer sehr einfachen Kompression der Umfang 
der zu übertragenen Daten noch wesentlich vermindern, so dass es dann 
nicht mehr so krasse Anfordernugen an die Übertragung und das 
Wegschreiben benötigt.
Gast #4802549
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Johnny B. schrieb:
> Hier noch eine Präsentation vom CERN, wo sie Ende 2011 ein SAN evaluiert
> haben. Das sieht sehr aufwändig aus und bringt aber dennoch "nur"
> 700MB/s weg. Die schreiben mit diesem Durchsatz in eine Oracle
> Datenbank.
>
> https://canali.web.cern.ch/canali/docs/Storage_testing_RAC11g_UKOUG_LC_DW.pptx

das Dokument ist von 2009 - das gab es keine SSD und auch keine NVME 
Protokoll sowie die M2 Schnittstelle.
#4802722
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External PCIe existiert. PCIe sollte für ein FPGA kein Problem sein, und 
es ist die direktestmögliche Verbindung zu einem Rechner.

Das hier sind die standardisierten Kabel und Stecker.
http://www.molex.com/molex/products/family?key=external_pci_express_pcie

Darüber gehen 4 PCIe Lanes.

Das hier ist eine Adapterkarte, die an einem PC einen externen PCIe x4 
herausführt:
http://www.ioi.com.tw/products/proddetail.aspx?CatID=106&HostID=2046&ProdID=1060150

Für Notebooks gibt es Thunderbolt. Das sind im Prinzip auch 4 PCIe 
Lanes, aber Du brauchst einen speziellen Intel-Chip, der aus Thunderbolt 
wieder PCIe macht. Keine Ahnung, ob es den auf dem freien Markt gibt. 
Apple bekommt den natürlich - in den TB-GBit Ethernet Adaptern sind die 
zB verbaut (und zwar IM TB-Stecker selber!).

Wenn es unbedingt ein Notebook sein soll, wirst Du wohl um Thunderbolt 
und einen der neuen Apple Macbook Pro mit 4 TB3 nicht drumrum kommen. 
Diese Kisten sind zwar teuer, haben aber auch die erforderliche schnelle 
SSD eingebaut.

fchk

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