Im Allgemeinen musste man vor 10..15.. Jahren noch richtig ordentlich Geld ausgeben, um eine Soundkarte zu bekommen, auf der ein hochwertiger DAC verbaut ist, der auch Hifi- bzw. High-End Qualität besitzt. Heutzutage ist in jedem Onboard Soundchip, jedem Smartphone, ein hochwertiger DAC verbaut, der die Ansprüche der meisten Audioenthusiasten vollkommen befriedigt, und das, obwohl es sich nur um ein "minderwertiges Standardbauteil" handelt. Vergleicht man die mal mit DACs älterer Generation so stellt man teilweise recht deutlich fest, dass der Sound, den die älteren DACs produzieren ziemlich dumpf und detailarm daherkommt. Aber woran liegt das? Welche technischen Parameter haben sich im Laufe der Jahre in den Feld-Wald-Wiesen-DACs verbessert? lg Paul
Moin, Grad' im Audiobereich wird wohl die Ausbreitung des Sigma-Delta Wandlers massgeblich dazu beigetragen haben. "Frueher" musste man sich auf der Analogseite irgendwie ein moeglichst steilflankiges, aber ripplearmes und eng toleriertes Tiefpassfilter aus den Rippen schneiden. Das faellt bei SD-Wandlern flach, bzw. vereinfacht sich zu einem RC-Tiefpass. Der unangenehme, steilflankige Part konnte damit auf die digitale Seite verlagert werden - damit wirds billiger und besser. Wenn der eigentliche Wandler auch nur noch 1bit breit ist, gibt's auch ohne laserabgeglichene Widerstandsketten keine Linearitaetsprobleme mehr... Das gilt fuer beider Richtungen, also ADC und DAC. Gruss WK
Hallo, ich denke, so schlecht war z.B. ein CS4334 auch nicht gerade und der ist von 1992... Heute bekommt man den technologisch eben problemlos so nebenbei mit auf einen Chip für ein paar Cent. Ich kann auch nicht nestätigen, daß da früher was dumpf oder detailarm klang. Wenn der CS3443 richtig beschaltet war, kam auch hinten analog das raus, was man vorn digital reingetütet hat. Verbessert hat sich auf jeden Fall die Qualität von verlustbehafteten Kompressionsverfahren, da wird vergleichen "über alles" von damals und heute aber zu einem Problem. Verbessert haben sich auch die Bearbeitungswege, 24Bit/192kHz usw. kann man besser bearbeiten als 16Bit/44,1kHz, auch wenn man am Ende wieder auf diese geht. Man müßte also schon den alten und den aktuellen DAC mit dem identischen I2S füttern und schauen (hören) oder der neue da "besser" klingt. Ich vermute mal kaum bis garnicht. Gruß aus Berlin Michael
>Man müßte also schon den alten und den aktuellen DAC mit dem identischen >I2S füttern und schauen (hören) oder der neue da "besser" klingt. Ja aber im Blindtest und wenn man die beiden dann icht unterscheiden kann, lässt man das Thema ruhen. Ich wette es läuft so. Gruß J
Der einzige, was sich geändert hat, ist, daß es heutzutage sowas wie HIFi nicht mehr gibt. Damit lassen sich dann auch keine Bauteile mehr mit dem Begriff vermarkten. Paul H. schrieb: > Vergleicht man die mal mit > DACs älterer Generation so stellt man teilweise recht deutlich fest, > dass der Sound, den die älteren DACs produzieren ziemlich dumpf und > detailarm daherkommt. Ganz ehrlich, der Sound, den die DACs in den allersten CD-Spielern produziert haben, war genau der selbe wie das, was da heute so produziert wird. Alles andere ist Marketing und/oder Einbildung. Oliver
> Ganz ehrlich, der Sound, den die DACs in den allersten CD-Spielern > produziert haben, war genau der selbe wie das, was da heute so Noe, die hatten ja nur 14Bit Dynamik. Bloss weil aktuelle CDs auf 6-8Bit zusammenreduziert werden war das nicht immer so. :) Olaf
Olaf schrieb: > Noe, die hatten ja nur 14Bit Dynamik. Auch noe. Mein Sony CDP-101 von 1982 hat einen 16-Bit Wandler. Und der war der Erste. Der läuft auch noch und klingt richtig fett! (Gerade mal in Betrieb genommen - ich glaube da müssen Elkos neu ...) Für die 14-Bitter wurde außerdem Emphasis eingeführt, um die kleineren Pegel bei höheren Frequenzen mit mehr Dynamik zu versehen. Gruß Jobst
Um das auch nochmal zu beantworten: Paul H. schrieb: > noch richtig ordentlich > Geld ausgeben, um eine Soundkarte zu bekommen, auf der ein hochwertiger > DAC verbaut ist, Das lag aber ehr an den Soundkartenherstellern und nicht an den DACs. Das war einfach ein Geschäft. Vor 15 Jahren gab es schon günstige und gute Wandler. Paul H. schrieb: > Heutzutage ist in jedem Onboard Soundchip, jedem Smartphone, ein > hochwertiger DAC verbaut, der die Ansprüche der meisten > Audioenthusiasten vollkommen befriedigt Ja, jain. Wenn das Board nicht besonders geroutet ist, hört man schon leise die ein oder andere Rechneraktion. Da muss es dann auch kein 24 Bit/120dB Chip mehr sein. Paul H. schrieb: > Aber woran liegt das? Welche technischen Parameter haben sich im Laufe > der Jahre in den Feld-Wald-Wiesen-DACs verbessert? Andere Technologie (Delta-Sigma anstelle einzeln lasergetrimmer Widerstände) kleinere Gehäusebauformen. Jobst M. schrieb: > (Gerade mal in Betrieb genommen - ich glaube da müssen Elkos neu ...) Nö, alle Spannungen sind glatt. Musste nur mal neu kalibriert werden :-) Gruß Jobst
> Für die 14-Bitter wurde außerdem Emphasis eingeführt, um die kleineren > Pegel bei höheren Frequenzen mit mehr Dynamik zu versehen. Ich hab schon mal eine CD gesehen die mit Emphasis ausgenommen wurde. Du auch? Ich vermute mal die kann man an einer Hand abzaehlen. Und ich waere mir auch nicht sicher ob das moderne Player noch abspielen koennen. Olaf
Paul H. schrieb: > Vergleicht man die mal mit > DACs älterer Generation so stellt man teilweise recht deutlich fest, > dass der Sound, den die älteren DACs produzieren ziemlich dumpf und > detailarm daherkommt. Also der nun 34 Jahre alte CDP-101 geht bei -0.5dB bis 20kHz. Olaf schrieb: > Ich hab schon mal eine CD gesehen die mit Emphasis ausgenommen wurde. Du > auch? Ich habe sogar einige. Findet man vorallem bei Klassikaufnahmen aus den 80ern. Olaf schrieb: > Und ich > waere mir auch nicht sicher ob das moderne Player noch abspielen > koennen. Können sie. Das erledigt der Digitalfilter nebenbei mit. Gruß Jobst
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