Die beiden genannten Programme funktionieren, von Corel gibt's als
Beigabe zu CorelDraw auch einen Vektorisierer (Corel Trace), du kannst
mal nach PlasmaVektorizer googeln, das ist noch einer.
Aaaaaber - sie werden alle unterschiedliche Ergebnisse bringen und sind
alle auch noch einstellbar, sodass die Varianz der Ergebnisse sehr groß
wird. Da gibt's auch keinen Universal-Trick dagegen, da musst du selbst
versuchen, was für dich am besten funktioniert.
Und noch 'ne Einschränkung - jedes Objektiv verzerrt. Von speziellen
Repro-Objektiven mal abgesehen, aber so eines hast du wahrscheinlich
nicht. Also musst du zum Einen dein Stilleben eines Werkzeugeinsatzes
mittig und senkrecht von oben fotografieren und dann erst mal die
Verzerrung 'rausrechnen. Dazu könntest du mal mit PTLens
experimentieren.
Und die größte Einschränkung: Das mit bunten JPEG-Fotos angehen zu
wollen, wird in Enttäuschungen enden. JPEG hat als verlustbehaftetes
Format prinzipbedingt keine scharfen Farbübergänge, was für eine
Kantenerkennung logischerweise Gift ist. Und bei farbigen Untergründen
wird die Kantenerkennung auch Kanten erkennen, die gar nicht da sind.
Wenn du unbedingt fotografieren willst, dann würde ich an deiner Stelle
die Werkzeuge auf einem glatt weißen Untergrund anordnen, schattenfrei
ausleuchten (also mind. 4 Lampen), als RAW fotografieren, als TIF oder
BMP abspeichern. Dann die Objektiv-Verzerrung 'rausrechnen, dann die
Gradationskurve so anpassen, dass die Konturen sauber 'rauskommen. Evtl.
gleich nach Schwarzweiß (wirklich schwarzweiß, also Farbtiefe 1 Bit)
umwandeln. Dann vektorisieren. Dann im Vektor-Grafikprogramm (CorelDraw,
Inkscape...) die unerwünschten Vektorpfade entfernen. Und dann kannst du
schon ;-) mit dem CAD-Programm weitermachen...
Viel einfacher wäre, die Werkzeuge auf glatt weißem Untergrund
anzuordnen, mit einem Stift die Umrisse abzufahren und dieses Umrissbild
im Copyshop einscannen zu lassen. Die so erzeugte Datei kannst du ohne
weitere Aufbereitung zu vektorisieren versuchen.
Viel Erfolg!