Arduino Modul an 3,3V Spannung abschalten

Gast #4807529
Lesenswert?

Hallo,

ich habe einen Arduino Uno und ein Modul das mit 3,3V direkt vom Arduino 
PIN versorgt wird. Nun ist es so das das Board Softwaremäßig 
abgeschaltet werden soll. Wie kann ich von einen AusgangsPIN die 3,3V 
Versorgung für das Modul unterbrechen? Welchen Transistor und Widerstand 
nehme ich da am besten?

Vielen Dank
Stephan
Gast #4807676
Lesenswert?

Stephan schrieb:
> Nun möchte ich am Arduino z. B. mit PIN 7 die VCC vom Modul
> unterbrechen.

Das Mindeste was du noch angeben solltest (um eine
vernünftige Antwort zu bekommen) ist die Art des Moduls und
die voraussichtliche Stromaufnahme.

Wenn du das nicht willst musst du dir vielleicht selbst im
Forum eine Lösung suchen. Da gibt es nämlich welche. Ja, und
es gibt auf dieser Seite auch eine umfangreiche Suchfunktion.
#4807690
Lesenswert?

Was für ein Arduinomodell (Nano, Uno, Mega, Micro)?
Pin 7 ist ein IO-Pin (Pinnummer Dx oder Ax, x ist eine Zahl)?
Welchen Maximaldauerstromverbrauch hat das Modul?
Was für ein Modul überhaupt?

Bei weniger als 50mA ist ein 2N3906 mit 1-10kOhm Basiswiderstand genug.
Bis 500mA BC53-10 o.Ä. mit gleichem Widerstand.
Darüber Leistungstransistoren oder Logik-Level Mosfet wie IRLZ44N mit 
eventuellem Schutzwiderstand und Kühlkörper.
Gast #4807699
Lesenswert?

Paul S. schrieb:
> Bei weniger als 50mA ist ein 2N3906 mit 1-10kOhm Basiswiderstand genug.
> Bis 500mA BC53-10 o.Ä. mit gleichem Widerstand.
> Darüber Leistungstransistoren oder Logik-Level Mosfet wie IRLZ44N mit
> eventuellem Schutzwiderstand und Kühlkörper.

Bei Fragestellern wie diesen (der auch nicht den Verdacht hegt
dass hier bereits Lösungsvorschläge vorhanden und suchbar sind)
ist ein Schaltplan in Prosa sicherlich nicht geeignet ihm die
nötige Information zu vermitteln.
#4807736
Lesenswert?

Bildersuche in Google nach "transistor switch vcc circuit", zweiter 
Treffer:
https://electronics.stackexchange.com/questions/95100/arduino-npn-and-common-cathode-rgbs
In der ersten Antwort stehen genug Möglichkeiten drin, wie du es machen 
kannst. Besonders die Grafik mit dem einen PNP-Transistor solltest du 
dir mal ansehen. (Oder den UDN2981, wenn du es total einfach haben 
willst, wobei das etwas übertrieben ist.)
Gast #4807891
Lesenswert?

Hallo,

tut mir leid das ich mich nicht präziser ausgedrückt habe. Ich bin 
Softwareentwickler und möchte einen Freund helfen. Daher weiß ich die 
Bezeichnung des Moduls nicht, nur das ich die 3.3V Versorgungsspannung 
bei bestimmten Inputs wegschalten soll.

Das Modul zieht max. 150 mA.

Ja, ich habe meine Frage falsch gestellt und nein ich wollte keine 
fertige Lösung oder Schaltplan.

Vielen Dank an allen die mir hier weitergeholfen haben (u. a. Paul). 
Dachte nicht das es dann doch so simple ist.

Stephan
#4808138
Lesenswert?

Stephan schrieb:
> [...] Ich bin
> Softwareentwickler und möchte einen Freund helfen. Daher weiß ich die
> Bezeichnung des Moduls nicht, nur das ich die 3.3V Versorgungsspannung
> bei bestimmten Inputs wegschalten soll. [...] Das Modul zieht max. 150 mA.

Schreib so etwas das nächste mal direkt im Anfangspost, das macht es für 
alle einfacher.

Stephan schrieb:
> Dachte nicht das es dann doch so simple ist.

Hat sich jetzt alles geklärt, oder hast du noch Unklarheiten? Wenn ja, 
ist hier der ideale Ort, um sie zu beseitigen.
Gast #4808178
Lesenswert?

Paul S. schrieb:
> (Oder den UDN2981, wenn du es total einfach haben
> willst, wobei das etwas übertrieben ist.)
Der ist bei 3,3Volt bestimmt bestens geeignet, aus dem Datenblatt:

Collector-Emitter Saturation Voltage VCE(SAT)
VIN = 2.4 V, IOUT = -100 mA typ.1.6 max.1.8 V

Wenn wirklich ein Schaltelement in der 3,3V-Leitung gebraucht wird, 
dürfte man kaum an einem FET vorbei kommen.
#4808232
Lesenswert?

150 mA ist deutlich zu viel, um sie direkt aus einem Arduino-Pin zu 
nehmen. Persönlich würde ich das auch über einen MOSFET regeln (z. B. 
mit einem IRF3708). Wichtig ist dabei aber zu beachten, das man damit in 
der Regel GND schaltet und nicht die 3,3 Volt Versorgungsspannung. Ich 
hab hier gerade noch eine kleine Platine dafür rumliegen. Wenn Du 
willst, kann ich Dir was zusammenlöten.
Gast #4808523
Lesenswert?

Vielen Dank nochmal für Eure Hilfen.

In der Regel nehme ich für meine Ausgänge immer einen ULN2803. Da komme 
ich immer gut aus. Nun ist die Situation aber so das die Lastspannung 
niedriger ist als mein Output.

Ich hatte zwar danach gesucht aber seltsamerweise nun erst gefunden das 
es auch mit einem ULN2803 gehen sollte (ich bin nicht so fit in 
Datenblätter lesen):

http://dduino.blogspot.de/2012/03/arduino-uln2803.html

Mir wäre es schon am sympatischten in diesem Fall die 3.3V zu schalten. 
Evtl. würde GND auch gehen, muss ich aber testen wenn ich das Modul 
habe.

----

Ich hätte noch eine theoretische Frage, hat jetzt nichts mit diesem 
Modul zu tun, kann also auch ein 5V Modul sein:

Wenn ich nun mit einem/mehrere IO-Pins (SCK oder was auch immer) 
verbunden bin und schalte die VCC ab dann könnte - kann nicht müssen - 
sich doch das Modul die VCC über die Eingangs-Pin holen was ja fatal 
wäre? Das habe ich zumindest so gegoogelt.

Danke
Stephan
#4808827
Lesenswert?

ich weiß, das ist jetzt kleinlich, aber ein MOSFET ist auch ein 
Transistor (MOSFET kommt vom englischen metal-oxide-semiconductor 
field-effect transistor). Die korrekte Frage müsste also heißen: warum 
ist ein MOSFET besser geeignet als ein Bipolar-Transistor?

Das liegt nicht so sehr an den 3,3 V. Im Gegenteil: das schränkt die 
Auswahl an möglichen geeigneten MOSFET's sogar stark ein. Diese sind 
aber grundsätzlich besser als Bipolar-Transistoren geeignet um große 
Stöme zu Schalten. Jetzt kann man darüber streiten, ob 150 mA ein großer 
Strom ist oder nicht ... und abhängig davon zum Schluß kommen, ob eine 
MOSFET oder ein "normaler" Bipolar-Transistor besser ist.
Gast #4808846
Lesenswert?

Günter M. schrieb:
> ich weiß, das ist jetzt kleinlich, aber ein MOSFET ist auch ein
> Transistor (MOSFET kommt vom englischen metal-oxide-semiconductor
> field-effect transistor). Die korrekte Frage müsste also heißen: warum
> ist ein MOSFET besser geeignet als ein Bipolar-Transistor?

Nein das ist nicht kleinlich sondern die Beitragenden haben dir
als relativen Laien die Problematik nicht genau genug erklärt.

Im Verlauf dieses Thread wurde das Wort Saturation
verwendet welches darauf hinweist dass trotz eingeschaltetem
Transistor du nicht einen quasi Null-Spannungsabfall über der
Kollektor-Emitter-Strecke bekommst. Dieser Spannungsabfall ist
bei einem MOSFET über die Drain-Source-Strecke wesentlich kleiner
da der Kanalwiederstand sehr klein sein kann.
Der Effekt ist einfach dass du am eingeschaltetet Objekt deine
gewünschte Spannung "besser" bekommst. Ausserdem wirkt eine
vorhandene Restspannung auch wie eine Verschlechterung der
Spannungsstabilisierung was die Zielschaltung weniger
bestriebssicher macht.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren