Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wearable Fitness Tracker mit offener Datenschnittstelle


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von Lona Emmerich (Gast)


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Guten Tag,

ist jemandem ein tragbarer Fitness-Tracker bekannt, dessen Daten ich 
selbst abgreifen und verarbeiten kann, ohne App-Zwang und Cloud? Ob 
wireless oder nicht, wäre egal. Reine Pulsmessung würde mir im Grunde 
reichen.

Grüße Lona

von Jim M. (turboj)


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Wenn Dir Puls (Herzrate) reicht, dann nimm doch irgendeinen BT Smart 
Brustgurt. Dessen Datenformat ist bei Bluetooth Low Energy 
standardiesiert.

von christoph1024 (Gast)


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Das ist so ein Punkt, über den ich mich lange geärgert habe: Ich hab 
keinen Tracker gefunden ohne Cloudzwang und vernünftigem Datenexport.

Ich habe dann zähneknirschend die Epson Pulsense PS100 über Cloud 
genutzt. Der Tracker ist gut, ziemlich genau, 36h Laufzeit trotz 24/7 
Pulsaufzeichnung.

Epson bietet an, Entwicklern die Schnittstellenbeschriebung zukommen zu 
lassen, wenn denn ein lohnenswertes App-Projekt vorliegt. Als 
Privatpersonen ohne App-Ambitionen ist da wenig zu machen.

Gottseidank hat ein deutscher Entwickler die Beschreibung bekommen und 
MyPs entwickelt, welches komplett ohne Cloud auskommt und ALLE Daten 
exportierbar macht (csv). Dazu ist MyPs bei weitem besser als die 
Original-App.

Ich importiere die Daten in eine eigene Access-Analysedatenbank und 
kombiniere die Daten mit Trainings- und Ernährungs- und den 
Körperfettdaten meiner Tanita 601 (speichert als csv auf SD-Karte).

Um die Trackerdaten einfach zu importieren (ohne manuellen CSV-Export) 
habe ich folgenden Weg eingerichtet:

MyPs erzeugt automatisch ein Backup aller Daten auf der SD-Karte. Das 
Backup-File ist eine SQLITE-Datenbank. Ich habe eine Sync-App (SMB-Sync) 
installiert, welche automatisch alle meine Datensicherungen und Bilder 
auf dem Handy über WLAN oder VPN auf mein Synology-Nas synct, auch diese 
SQLite-Datenbank.

Auf meinem Rechner habe ich den SQLite-ODBC-Treiber installiert, sodass 
ich die enthaltenen Tabellen des MyPS-Datenfiles in Access verknüpfen 
kann. Der Import selbst sind dann nur noch ein paar Abfragen auf 
Knopfdruck. Die Tabellen sind im Prinzip selbsterklärend und über die 
App-Oberfläche einfach zu interpretieren.

Das ist nach meinen Recherchen bisher der einzige Weg und 
24h-Puls-Tracker, um ohne Cloud die Aktivitätsdaten, und zwar in 
beliebiger Form und dazu noch komplett selbst verarbeiten zu können.

Das kann natürlich mittlerweile überholt sein.
Ist nicht ganz das, wonach gefragt ist aber vieleicht hilft es ja.

von Robert K. (Firma: Medizintechnik) (robident)


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Würdest Du Die Access-DB anderen bereitstellen? (leer natürlich, ohne 
Daten)

von Axel S. (a-za-z0-9)


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christoph1024 schrieb:
> Das ist so ein Punkt, über den ich mich lange geärgert habe: Ich hab
> keinen Tracker gefunden ohne Cloudzwang und vernünftigem Datenexport.

Wenn man ein Garmin Edge als Fitnesstracker akzeptiert,
dann kann der das. Das Datenformat ist .FIT und der Upload
zu Garmin Connect ist nur optional.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Das ist so ein Punkt, über den ich mich lange geärgert habe: Ich hab
> keinen Tracker gefunden ohne Cloudzwang und vernünftigem Datenexport.

Denkst du etwa, die Daten würden Dir gehören? Da hast du aber etwas 
missverstanden.

von Christoph K. (christoph1024)


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Robert K. schrieb:
> Würdest Du Die Access-DB anderen bereitstellen? (leer natürlich, ohne
> Daten)
Sorry, ich hab da einiges an Zeit hineingesteckt und das ist auch meine 
Spielwiese, um ein paar neue Ideen für eine App zu testen.

Ausserdem würde dir diese nicht viel nützen, denn die Daten liegen 
letztlich in der MariaDB auf dem NAS, nicht in der Access-Datenbank. 
Daraus ein standalone DB zum weitergeben zu machen dauert etwas.

Aber wenn es nur darum geht, die Daten in eine eigene Datenbank zu 
laden- das ist wirklich sehr einfach wenn die Tabellen per ODBC 
verknüpft sind.

>Denkst du etwa, die Daten würden Dir gehören? Da hast du aber etwas
missverstanden.
Das ist wirklich eine traurige Entwicklung. Grade bei den Trackerdaten. 
Man kann den kompletten Tagesablauf daraus ableiten, man gibt einen 
wirklich tiefen Einblick in sein Leben, und das Wildfremden. Überhaupt 
bei dem ganzen Cloud-Thema. Dabei wäre es so einfach, Cloud-Ergonomie 
mit eigenem Netz umzusetzen ohne irgendwelche Daten zu kompromittieren. 
Es ist zwar einiges an Einrichtungsarbeit, aber im Moment funktioniert 
das schon sehr gut. CarDav/CalDav mit DavDroid auf Android, über die 
Tools von Synology auf NAS-Seite, Sogo mit Thunderbird und Lightning, 
SMB Sync und man hat seine wichtigen Daten, Musik und Medien auch ohne 
Google, Apple und Co überall verfügbar und aktuell.

>Wenn man ein Garmin Edge als Fitnesstracker akzeptiert,
>dann kann der das. Das Datenformat ist .FIT und der Upload
>zu Garmin Connect ist nur optional.
Ich finde es wirklich gut, dass Garmin diesen Weg gegangen ist und dem 
User die Wahl lässt. Das Gerätekonzept ist natürlich für einen anderen 
Bereich ausgelegt, und hat schon einige Nachteile gegenüber einem 
Armband.

Die 24h-Messung mit Brustgurt ist schon unangenehm. Und der Preis für 
die zusätzliche, bei vorhandenem Smartphone doppelte vorhandene 
gleichartige  Hardware ist auch hoch und dazu nicht so ergonomisch vom 
Mitschleppaufwand her.
Das Pulsense-Armband gibt es dagegen mittlerweile für unter 50€, und es 
hält 36h durch, ist angenehm zu tragen. Eine andere Welt für einen 
anderen Einsatzbereich halt.

von Andrea (Gast)


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Ich hatte lange danach gesucht und mit der TomTom spark (dieselbe wie 
Runner) und ttwatch und runalyze alles im heimischen Netzwerk auf dem 
Raspi gespeichert.

100% ohne Daten in der Cloud oder beim Hersteller möglich. Selbst die 
Aktivierung der Uhr ist offline!
Zudem bietet runalyze echt gute Funktionen.
Darüber bin ich aufmerksam darauf geworden: http://42digits.de
Grüße
Andrea

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