Hallo liebes Forum,
ich habe mich mal wieder an LTSpice gewagt und wollte eine Single Supply
Addierer aufbauen, Schaltplan siehe Anhang.
Die Schaltung funktioniert wie sie soll, allerdings werden dafür die
Koppelkondensatoren benötigt. Das wundert mich, denn es handelt sich um
ideale Spannungsquellen ohne DC-Anteil. Kann mir jemand erklären, wieso
LTSpice völligen Unsinn (oder ich verstehe etwas nicht, kann auch sein)
simuliert, wenn ich die Koppelkondensatoren entferne?
Vielen Dank! :)
hinz schrieb:> Häng halt V2, V3 und R4 auch ans richtige Potential, nicht an GND.
Welches wäre das? Andere Single-Supply-Addierer die ich gesehen habe
haben es genauso wie ich gemacht.
Blauzahn schrieb:> hinz schrieb:>> Häng halt V2, V3 und R4 auch ans richtige Potential, nicht an GND.>> Welches wäre das? Andere Single-Supply-Addierer die ich gesehen habe> haben es genauso wie ich gemacht.
Na vielleicht die virtuelle Masse zwischen R5 und R6?
Und der Ausgang braucht dann aus einen C, weil auch da ein
Gleichspannungsanteil von V1/2 auftaucht.
OpAmp verstehen hilft:
Der versucht die Differenz zwischen den beiden Eingängen auf 0 zu
regeln.
Im Rahmen seiner Möglichkeiten (Versorgungsspannung)
Man könnte es auch so sagen:
Wenn DC= 0 und Amplitude= 2, dann ergibt das ein Signal von +/-1V!
Außerdem ist der Bezugspegel ja bei 15V/2= 7.5V!
Was du machen wolltest(?): *DC= 7.5V* / Ampl.= 2V oder 3V.
Dann brauchst du die Kondensatoren nicht mehr!
Wenn du jedoch Masse-bezogene Eingangssignale willst, musst du den OPA
mit + & -15V versorgen!
Beachte:
Der LT1001 ist wohl kein Rail-Rail-OPA.
D.h. der Ausgang kommt höchstens mit einem Abstand von 1V an die
Betriebsspannungen ran.
> Die Schaltung funktioniert wie sie soll, allerdings werden dafür die
Koppelkondensatoren benötigt.
Spannungsquellen in SPICE haben immer einen DC-Anteil. Bei deinen
Quellen hast du z. B. Offset=0 in der Spezifikation von SINE()
angegeben.
Hallo Blauzahn,
wenn man mit einen universellen Opamp simulieren möchte, dann bietet
sich das Modell "UniversalOpamp2" an. Mit Rechtsklick auf diesen Opamp
geht ein Dialogfenster auf in dem man dessen Eigenschaften, z. B.
Bandbreite(GBW) und Slewrate verändern kann.
Helmut S. schrieb:> Spannungsquellen in SPICE haben immer einen DC-Anteil.
Das ist interessant, heißt das, obwohl der DC-Anteil auf 0 gesetzt wurde
benötigt man für korrekte Simulation Koppelkondensatoren, da Spice nur
sieht, dass die Spannungsquelle die Möglichkeit für eine
Gleichstromkomponente bietet?
>wenn man mit einen universellen Opamp simulieren möchte, dann bietet
sich das Modell "UniversalOpamp2" an.
Ah, sehr gut zu wissen, danke!
Vielen Dank an alle :)
> dass die Spannungsquelle die Möglichkeit für eine Gleichstromkomponente bietet?
ALle Spannungsquellen haben einen Innenwiderstand von 0Ohm für alle
Frequenzen, auch für DC.
Blauzahn schrieb:> Das ist interessant, heißt das, obwohl der DC-Anteil auf 0 gesetzt wurde> benötigt man für korrekte Simulation Koppelkondensatoren,
Das ist keine Eigenschaft von LTSpice sondern eine Eigenschaft deiner
Schaltung.
Deine Quellen haben einen DC-Anteil von 0V bezogen auf Masse. Aber dein
Verstärker bezieht sich nicht auf Masse sondern auf eine virtuelle Masse
bei 7,5V. Bezogen auf diese virtuelle Masse haben deine Quellen
natürlich einen Gleichanteil, und der wird (ohne Koppelkondensatoren)
natürlich mitverstärkt.
Achim S. schrieb:> Deine Quellen haben einen DC-Anteil von 0V bezogen auf Masse. Aber dein> Verstärker bezieht sich nicht auf Masse sondern auf eine virtuelle Masse> bei 7,5V. Bezogen auf diese virtuelle Masse haben deine Quellen> natürlich einen Gleichanteil, und der wird (ohne Koppelkondensatoren)> natürlich mitverstärkt.
Achja, ja das war mir klar^^ Danke :)