Forum: PC Hard- und Software Von .mp3 nach "AudioCD" für alte Anlagen


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von Wolle R. (oldschool)


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Hallo zusammen,

nein ich bin nicht der Fragesteller mit dem Radiorekorder aus den 
Kleinanzeigen. Aber es bringt eine Frage hervor, zu der ich nicht viel 
gefunden habe bei der Suche:

Manchmal möchte ich Musikstücke im Format .mp3 nicht nur am PC, sondern 
auch auf der Stereoanlage oder im Auto anhören. Die Geräte sind relativ 
alt und unterstützen keine MP3 Wiedergabe.
Also muss ich im Brennprogramm daraus Audio-CD Daten erstellen lassen.

Nun meine Frage: Was genau passiert da eigentlich? Die Dateien werden 
quasi ohne Verbesserung der Qualität auf das 10fache "aufgeblasen"... 
wie geht das? Mit Nullen auffüllen?

Wäre toll, wenn mir das wer beantworten könnte.


Mfg, Wolle

von Horst (Gast)


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Komprimieren und dekomprimieren ist ein wenig mehr als nur Nullen 
entfernen und wieder einfügen.
-> https://de.wikipedia.org/wiki/Datenkompression

von Tilo R. (joey5337) Benutzerseite


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Es wird nicht einfach mit Nullen aufgefüllt :-)

Die CD enthält Sample-Daten (44.1 kHz, 2 Kanäle, 16 bit)

Die MP3-Datei enthält eine verlustbehaft komprimierte Variante davon, in 
der Dinge, die Menschen nicht oder kaum hören entfernt wurden und 
effizient gepackt wurde. Beim Dekodieren werden daraus wieder 
Sample-Daten, die sich so ähnlich anhören wie die ursprünglichen 
Sample-Daten vor der MP3-Kodierung.

Vergleichbar ist das mit einer Bitmap-Datei (unkomprimierte 
Sample-Daten) vs. JPEG (verlustbehaftet komprimiert).

Zusätzlich sind auf der CD noch Fehlerkorrekturdaten, damit nicht jeder 
kleine Kratzer zu Aussetzern führt.

von Ich (Gast)


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Die Daten werden dekomprimiert. Auf der CD hast Du jedes einzelne Sample 
roh, unkomprimiert gespeichert - 16 bit mit 44.1 kHz, plus 
Fehlerkorrektur.
MP3 hingegen ist verlustbehaftet komprimiert, mit einigen Annahmen über 
die Signalverarbeitung in Ohr und Gehirn. Die dabei verworfenen Daten 
kommen natürlich nicht wieder, wenn Du aus einer MP3 eine Audio-CD 
machst.

(Nebenbei muss die MP3 beim Abspielen auf dem Weg vom Speicher zur 
Soundkarte (DAC) auch dekomprimiert werden.)

von Eventutel (Gast)


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Wolle R. schrieb:
> Die Dateien werden
> quasi ohne Verbesserung der Qualität auf das 10fache "aufgeblasen"...

Das klingt so negativ als Aussage. Der Punkt ist ja umgedreht die 
Einstampfung der Qualität zugunsten von Speicherplatz.

Wolle R. schrieb:
> wie geht das? Mit Nullen auffüllen?

K.A. - vllt so, das die Beschreibung des Signals durch das 
platzintensivere Signal selbst wieder ersetzt wird. Ich kenne mich mit 
dem Komprimierungsalgorithmus nicht aus.

von Wolle R. (oldschool)


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Ich schrieb:
> Die dabei verworfenen Daten
> kommen natürlich nicht wieder, wenn Du aus einer MP3 eine Audio-CD
> machst.

Genau das meinte ich. Was weg ist, ist weg. Da das ursprüngliche Signal 
nicht wiederhergestellt werden kann, muss man die Datei ja irgendwie 
füllen, um auf AudioCD Größe zu kommen.

Danke und Gruß,
Wolle

von oszi40 (Gast)


Angehängte Dateien:

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Wolle R. schrieb:
> das ursprüngliche Signal
> nicht wiederhergestellt werden kann, muss man die Datei ja irgendwie
> füllen, um auf AudioCD Größe zu kommen.

MP3 kann verschieden "gut" komprimieren. Je höher der 
Komprimierungsgrad, desto kleiner die Datei und desto mehr Verluste. Es 
gibt aber auch verlustfreie Verfahren wie FLAC 
https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Lossless_Audio_Codec

Bevor ich heute alles auf CD umwandeln würde, wäre ein Audio-Kabel vom 
MP3-Player zur Heimanlage auch eine schnelle Lösung. Evtl. ist noch ein 
Chinch-Adapter nötig.

von Manfred (Gast)


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Wolle R. schrieb:
> Genau das meinte ich. Was weg ist, ist weg. Da das ursprüngliche Signal
> nicht wiederhergestellt werden kann, muss man die Datei ja irgendwie
> füllen, um auf AudioCD Größe zu kommen.
Das ist vollkommen irrelevant, Leseverständnis ungenügend.
Wolle sagt eindeutig ".. im Auto anhören und.. 
Die_Geräte_sind_relativ_alt_und_unterstützen_keine_MP3_Wiedergabe." 
Dass MP3 durch die Konvertierung nicht verbessert werden kann, ist nicht 
Gegenstand der Aufgabenstellung. Abgesehen davon, wird die breite Masse 
zwischen MP3 und Audio-CD keinen Unterschied hören.

Wolle R. schrieb:
> Manchmal möchte ich Musikstücke im Format .mp3 nicht nur am PC, sondern
> auch auf der Stereoanlage oder im Auto anhören. Die Geräte sind relativ
> alt und unterstützen keine MP3 Wiedergabe.
> Also muss ich im Brennprogramm daraus Audio-CD Daten erstellen lassen.
Nero_Burning kann das, als letzte verwendbare Version sehe ich 
6.6_irgendwas. Damit habe ich CDs erzeugt, die mein 30 Jahre alter 
Philips-CD-Player abspielen kann.

von Wolle R. (oldschool)


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oszi40 schrieb:
> Bevor ich heute alles auf CD umwandeln würde, wäre ein Audio-Kabel vom
> MP3-Player zur Heimanlage auch eine schnelle Lösung. Evtl. ist noch ein
> Chinch-Adapter nötig.

Ja, das mache ich zum Teil auch, gerade für Hörbücher usw... da müsste 
ich ja die Datei erst teilen und dann 12 CDs erstellen für einmal 
anzuhören.
Da ist die Lösung ein Tablet PC mit Adapter 3,5mm --> DIN 5pol. Das gibt 
es tatsächlich ;)

Aber generell ist mir Musik auf CD lieber, gerade auch für unterwegs. 
Und das Autoradio kann man nicht so einfach tauschen, ist fest 
integriert.

Aber Danke allen hilfreichen Beiträgen!

Mfg, Wolle

von Amateur (Gast)


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Eigentlich passiert Garnichts!

Du (bzw. Deine Ohren) kannst nichts mit MP3 anfangen. Also expandiert 
Dein MP3-Player die Daten und stellt sie über etwas ähnliches, oder 
tatsächlich wenn im PC, wie eine Soundkarte zur Verfügung.

Natürlich hier gilt: Was weg ist weg.

Praktisch die gleichen, zusätzlichen, Fehler produziert Dein Expander.
Also relativ wenige (wohl gemerkt zusätzliche). Wie bereits gesagt was 
weg ist weg und besser geht's nicht.

von Harald W. (wilhelms)


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Wolle R. schrieb:

> Und das Autoradio kann man nicht so einfach tauschen, ist fest
> integriert.

Hat das denn keinen Audio-Eingang? Gerade viele ältere Geräte haben
sowas auf der Rückseite. Eine Umsetzung MP3 -> Audio ist jedenfalls
wesentlich einfacher als der Umweg über CD.

von Sebi (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Bevor ich heute alles auf CD umwandeln würde, wäre ein Audio-Kabel vom
> MP3-Player zur Heimanlage auch eine schnelle Lösung. Evtl. ist noch ein
> Chinch-Adapter nötig.

Das kannst du vergessen. Drehe ich beides voll auf, habe ich maximal 
Zimmerlautstärke (mit dem üblichen Rauschen). Bei den alten MP3-Player 
ging das noch, die hatten vermutlich mehr Power. Heute ist das 
vermutlich verboten, damit man keinen Hörschaden davon trägt. Selbst das 
ausschalten eben dieser Schutzfunktion brauchte kaum Besserung.

von michael_ (Gast)


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Sebi schrieb:
> Das kannst du vergessen. Drehe ich beides voll auf, habe ich maximal
> Zimmerlautstärke (mit dem üblichen Rauschen).

Da stimmt was generell nicht!
Was soll da rauschen?

von Harald W. (wilhelms)


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michael_ schrieb:

> Was soll da rauschen?

Das Meer vor der Haustür?

von Günter Lenz (Gast)


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Sebi schrieb:
>Drehe ich beides voll auf, habe ich maximal
>Zimmerlautstärke

Dann hebt man den Pegel eben etwas an. Es gibt Transistoren
Operationsverstärker und so weiter. MP3-Player haben einen
niederohmigen Ausgang wegen des niederohmigen Kopfhörers,
da kann man den Pegel auch leicht mit einem NF-Übertrager
anheben.

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