Forum: Haus & Smart Home Wandlampe mit Metallgehäuse, Schutzklasse II


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von Jürgen K. (jkellers)


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Moin! Ich habe eine Wandlampe zur festen Wandmontage, 230 V laufen durch 
einen metallischen Schwanenhals, Schutzklasse II, ausgeliefert mit 
Anschlussleitung mit Eurostecker.
Diese Lampe möchte ich fest an einem Wandauslaß montieren. Bauartlich 
und entsprechend der Schutzklasse ist an der Lampe keine 
Anschlussmöglichkeit für PE vorgesehen. Ein metallisches Gehäuse NICHT 
mit PE zu verbinden widerstrebt mir aber zutiefst.
Laut VDE wäre das aber sogar verboten. Zitat "Wird ein Kabel mit 
Schutzleiter verwendet, darf dieser nicht an das Gehäuse angeschlossen 
werden und muss wie ein aktiver Leiter behandelt werden (VDE 0100 Teil 
410, 412.2.2.4)." Das verstehe ich nicht...
Wird das bei Wandmontage aufgehoben oder wie ist das korrekte Vorgehen? 
Die Szenarien, in denen ich durch eine Gehäuseerdung Schaden anrichte, 
erscheinen mir sehr konstruiert und Schutzklasse I würde ich, wann immer 
es sinnvoll geht, bevorzugen.

von Hubert M. (hm-electric)


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Der grün/gelbe wird nicht angeschlossen, er wird Isoliert. Wenn die 
Lampe Schutzklasse II hat, dann hat sie das, und ich würde mir keine 
weiteren Gedanken darüber machen. Solltest du trotzdem den Schutzleiter 
anschließen, bist du der Hersteller der Lampe und dafür Verantwortlich.
Jede Hifi Anlage, Sat-Receiver usw.  haben ein Metallgehäuse, und ist 
auch Schutzklasse II, da macht man sich keine Gedanken darum, warum bei 
einer Wandlampe?

von Jürgen K. (jkellers)


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Danke Hubert! Der Gedanke den ich mir so mache ist: eine 230 V-Leitung 
schubbert über Jahre durch einen in China gefertigten gratigen 
Schwanenhals und bei jeder Bewegung gehen 1 mikro-Meter der Doppeliso 
verloren.

Und da stört mich halt, einen vorhandenen PE in einer Wago-Klemme 
wegzulegen, wenn ich den mit gleichem Aufwand auch auf Gehäuse legen 
kann...

Die Frage ist, gibt es Situationen, in denen ich durch überflüssige 
PE-Einbindung die Sicherheit verschlechtere?

(Meistens hat VDE ja einen Grund--nur manchmal erschließt er sich mir 
nicht auf Anhieb ;-)

von Sven L. (sven_rvbg)


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Klingt nach Ikea... Hat mir letztens auch jemand gezeigt, im Unterteil 
der Lampe war da ein Kunststoffgehäuse in dem die Anschlussleitung 
geführt wird.

Ich kann deine Bedenken absolut nachvollziehen, aber Hubert hat es auf 
den Punkt gebracht.

Klar beim HiFi-Gedöns ist kein Schwanenhals dran, der bewegt wird.

Im Regelfall wird aber zuerst der Kabelbruch dasein, als  das die 
Leitung durchscheuert...

Habe aber auch schon mal eine Wandleuchte gehabt, bei der die Drähte zur 
Fassung tatsächlich durchgescheuert waren, da wars zum Glück SK I.

Auch wenns nicht draufsteht, ist das Zeugs halt nicht zum dauernden 
Verstellen gedacht.

von MaWin (Gast)


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Jürgen K. schrieb:
> Schutzklasse II, ausgeliefert mit Anschlussleitung mit Eurostecker.

Also ninnendrin alles doppelt isoliert, z.B. Aderleitung im Mantel, 
Klemmen im PLastikgehäuse.

> Ein metallisches Gehäuse NICHT mit PE zu verbinden widerstrebt mir
> aber zutiefst

Da SK II ist das nichts anderes, als wenn du deine netzbetriebene 
Weckeruhr in eine Blechbox stellst.

Das Ding IST schon isoliert, da muss man nicht noch den Schutzleiter 
montieren
1
      Unterbrochen
2
   PE ---   ------------+----------------------+
3
                        |                      |
4
HAK L ----------------+-(--------------------+ |
5
                      | |                    | |
6
    N --------------+-(-(------------------+ | |
7
                    | | |                  | | |
8
                    Lampe                     U
9
                                           Defekt

von Paul B. (paul_baumann)


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Sven L. schrieb:
> Klar beim HiFi-Gedöns ist kein Schwanenhals dran, der bewegt wird.

...Aber beim Benutzer.

MfG Paul

von Max T. (maxled)


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Mich beschäftigt folgendes:
Schutzklasse II wird in einem Metallgehäuse durch doppelte Isolierung 
erreicht.
Bei einer E14/E27 Fassung (Kabel+Schalter vergossen)- wie sieht dort in 
einem Metallgehäuse die doppelte Isolierung aus? Zählt dazu bereits das 
Kunststoffgehäuse der Fassung und die Leitungsummantelung (Ader+Mantel)?

Oder muß die Leitung noch in ein z.B. Röhrchen, oder in einem 
zusätzlichen Schrumpfschlauch geführt werden?
Oder sogar das Gehäuse an der Stelle im Innenbereich mit Kunststoff 
gekapselt werden?

MfG Max

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