Forum: Ausbildung, Studium & Beruf "Zu stark verschulte Studiengänge"


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von D. I. (Gast)


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http://www.spiegel.de/karriere/berufseinsteiger-personalchefs-sind-unzufrieden-mit-uniabsolventen-a-1124519.html

Das war auch überhaupt nicht vorhersehbar, wenn man versucht möglichst 
schnell (G8+Bachelor), möglichst junge Arbeitsbienchen zu schaffen und 
zum Hochschulabschluss zu prügeln, ...

von Muckel (Gast)


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>Dabei fragen Ifo und der Personaldienstleister Randstad

Wenn ich mir vor Augen führe, was gerade Randstad so an Absolventen in 
die Firmen schleppt, dann wundere ich mich nicht, daß ein Grossteil der 
Personalchefs unzufrieden ist.

@Personalchefs:

Macht eure Arbeit und schafft Personalentwicklungsmöglichkeiten.

Dann stellt gute Absolventen direkt ein.

Dann bildet sie weiter und bezahlt sie gut, dass sie bleiben, statt (wie 
60%) nach zwei Jahren zu einer anderen Firma zu wechseln.

Bezahlt eure Angestellten auch im höheren Alter und biltet sie weiter, 
statt auf Zeitarbeiter zu setzen.

Firmen, die das tun, haben keine Probleme und auch keinen 
Fackräftemangel.

von Der Andere (Gast)


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D. I. schrieb:
> Das war auch überhaupt nicht vorhersehbar, wenn man versucht möglichst
> schnell (G8+Bachelor), möglichst junge Arbeitsbienchen zu schaffen und
> zum Hochschulabschluss zu prügeln, ...

Meist haben wir ja sehr unterschiedliche Meinungen, aber hier hatte ich 
beim lesen genau das gleiche gedacht wie du :-)

Und jetzt sind die tollen HR-Manager völlig überrascht.
They get what they pay for ...

von MaWin (Gast)


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Es war (und ist) Absicht und es ist schlau.
Wer sein Abi macht, hat bloss Allgemeinbildung. Nun sucht er sich ein 
fachspezifisches Studium. Da sollte er erst mal den Stand der Technik, 
also das schon bekannte in diesem Fach, erlernen. Das geht am 
einfachsten in gut durchgeplanten Stundenplänen, so ist der 
Bachelor-Studiengang definiert. Leider haben das viele deutsche 
Hochschulen nicht begriffen. Es gibt keinen Grund, das Chaos einer 
offenen Diskussionsgruppe, die freie Wahl der Reihenfolge oder gar den 
undefinierten Zeitbedarf einer Forschungsarbeit dort einzuplanen. Das 
darf man dann im Master machen, wenn es darum geht, das Handwerkszeug zu 
erlernen, wenn man über den Stand der Technik hinaus will, also in 
Forschung und Erfindung zu gehen an statt als Gebrauchsingenieur das 
eher einfache Leben der menschlichen Rechenmaschine zu fristen.

von Thomas (Gast)


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MaWin schrieb:
> Das
> darf man dann im Master machen,

Da macht es aber keiner, weil es 1) genauso verschult abläuft und 2) 
jeder Masterand Panik davor hat, durch irgendwelche riskanten 
eigeninitativen Dinge, die über Klausuren bestehen und Maul halten 
hinausgehen, die heilige Regelstudienzeit (die für Klausuren bestehen 
und Maul halten ausgelegt ist) zu überschreiten, und deshalb keinen Job 
zu finden.

von Jack (Gast)


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Die beschriebene Wirkung

>> Sie seien unselbstständig, könnten keine Probleme lösen und hätten eine
>> schlechte Allgemeinbildung

sehe ich auch. Das entspricht meiner Beobachtung der Studenten und 
Berufsanfänger die sich bei uns in der Firma tummeln. Mit der 
diagnostizierten Ursache

>> Zu stark verschulte Studiengänge

habe ich meine Probleme. Die fehlenden Eigenschaften ließen sich sicher 
auch in einer schulähnlichen Umgebung vermitteln.

Für mich passt das Gesamtpaket nicht. Zu schlecht auf das Studium 
vorbereitet. Zu einfach eine Studienberechtigung zu bekommen. Zu kurze 
Studienzeit. Zu wenig Anforderungen an die Studenten im Studium und zu 
wenig Förderung dass die Anforderungen erfüllt werden können. Dazu die 
Tatsache, dass die falsche Leute aus den falschen Gründen die falschen 
Fächer studieren.

Dagegen ist die semi-stramme Organisation des Studiums ("Verschulung") 
nur eine Nebensächlichkeit.

Wird es in naher Zukunft besser? Ich glaube nicht. In der gerade 
veröffentlichten PISA-Studie muss sich Deutschland vorhalten lassen, 
dass sich kaum Schüler eine Karriere in den Naturwissenschaften 
vorstellen können. In ihrem PISA-Wahn werden das unsere 
Bildungspolitiker dazu nutzen um wieder Werbung für 
naturwissenschaftlich Studiengänge zu machen. Da sie den Unterschied 
nicht kennen wird die Werbung wieder für alle MINT-Fächer gemacht 
werden.

von D. I. (Gast)


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Jack schrieb:
> In der gerade
> veröffentlichten PISA-Studie muss sich Deutschland vorhalten lassen,
> dass sich kaum Schüler eine Karriere in den Naturwissenschaften
> vorstellen können.

Nun ja, mit einem abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften kann 
mans in der Bundespolitik schließlich auch weit bringen. Da reichts dann 
Experte für Empörologie zu sein.

von Jack (Gast)


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D. I. schrieb:
> Nun ja, mit einem abgebrochenen Studium der Theaterwissenschaften kann
> mans in der Bundespolitik schließlich auch weit bringen. Da reichts dann
> Experte für Empörologie zu sein.

Die Studienabbruchquote soll seit einiger Zeit gesenkt werden. Da 
könnten uns die Experten für Empörologie ausgehen. Wir geben einfach 
jedem einen Studienabschluss in Irgendwas.

von Maximilian B. (maxblank)


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Jack schrieb:
> Die beschriebene Wirkung
>
>>> Sie seien unselbstständig, könnten keine Probleme lösen und hätten eine
>>> schlechte Allgemeinbildung
>
> sehe ich auch. Das entspricht meiner Beobachtung der Studenten und
> Berufsanfänger die sich bei uns in der Firma tummeln.

Vielleicht kann ich da soweit noch nicht mitreden, da ich erst im 
dritten Semester bin...
Allerdings bin ich auch grad mittendrin, also was solls:

Zum Punkt "unselbstständig":
ja, das stimmt, zumindest bei den meisten. TEAM heißt nicht umsonst 
"Toll, Ein Anderer Machts", warum also sollte man sich ewig hinter eine 
Aufgabe klemmen, wenn man sie vom Kollegen haben kann? (da muss ich mich 
glatt selbst an der Nase fassen)

Damit zusammen hängt natürlich das Unvermögen, Probleme zu lösen:
die meisten Probleme, grade was Aufgaben betrifft, liesen sich durch 
ewiges Wiederholen der "Lösungswege" zwar beseitigen, sobald man aber 
eine "unbekannte" Aufgabenstellung hat, nützt das auch nicht mehr viel 
und man steht wieder da wie die Kuh vorm Berg.
Praxis vermisse ich gänzlich, und wenns mal ein "Praktikum" gibt, dann 
is das auch wieder nur ein relativ kleiner Teil...
Aber gerade mit der Praxis und ihren Problemen kann man die Studenten 
dazu bewegen, auch mal das Hirn zu benutzen und nicht nur auswendig 
gelernten Inhalt hin zu rotzen

Was die Allgemeinbildung betrifft:
ich habe das Gefühl, dass heute alles zur Allgemeinbildung gemacht wird.
Aber ganz ehrlich gesprochen, mir, als 
elektroniker/mechaniker/installateur nur um ein paar zu nennen, kann es 
doch erstmal vollkommen egal sein, welcher Sesselpusper wann mal unser 
König war.
Oder welcher Maler in welchem Stil gemalt oder diesen geprägt hat.
Es ist zwar schön so etwas zu wissen, wenn man sich dafür interressiert, 
aber nicht zwingend notwendig.
Viel wichtiger wäre es doch, einem Schüler auf dem Gymnasium im 
technischen Zweig solche Dinge zu ersparen, und ihm dafür Grundlagen 
mitzugeben die in einem technischen Studiengang von bedeutung sind, 
nämlich
Mathe, Physik, Chemie, Informatik, eventuel noch Biologie
(ganz wichtig ist natürlich auch die Landessprache und (technisches) 
Englisch)
Man wird fast nie alles davon brauchen, aber man wird deutlich 
wahrscheinlicher darauf treffen, als auf kunst, musik und dergleichen.
Und auch die Geschichte der letzten 500 bis 1000 Jahre sollte 
ausreichend sein, um unsere Geschichte heute hinreichend erklären zu 
können.

Damit sähe die Vorbereitung auf ein (technisches) Studium schon deutlich 
besser aus.

Im großen und ganzen betrachte ich unser (gymnasiales) Schulsystem als 
zu Allgemein (warum bietet man verschiedene zweige an wenn am Ende jeder 
den gleichen Wissensstand haben soll?), zu kurz und gestopft (dem G8 
sein dank) und zu theoretisch (in der Praxis habe ich bisher am meisten 
gelernt)
Und auch das StudienSystem ist meiner Meinung nach noch zu theoretisch 
und zu kurz, der eine begreift den Inhalt eben sofort und der andere 
braucht länger

von Pit Stop (Gast)


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D. I. schrieb:
> Das war auch überhaupt nicht vorhersehbar, wenn man versucht möglichst
> schnell (G8+Bachelor), möglichst junge Arbeitsbienchen zu schaffen und
> zum Hochschulabschluss zu prügeln, ...

Wer hat damals am lautesten nach kürzer Schul und Studienzeiten 
geschrieen? Die Industrie! Jetzt haben sie was sie wollten und ist auch 
wieder nicht recht. Industrie am Dauerjammern, seit 150 Jahren.

von Benji (Gast)


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Maximilian B. schrieb:
> Was die Allgemeinbildung betrifft:
> ich habe das Gefühl, dass heute alles zur Allgemeinbildung gemacht wird.
> Aber ganz ehrlich gesprochen, mir, als
> elektroniker/mechaniker/installateur nur um ein paar zu nennen, kann es
> doch erstmal vollkommen egal sein, welcher Sesselpusper wann mal unser
> König war.

Dickes Veto.

Wir brauchen nicht noch mehr Fachidioten sondern mündige, gebildete 
Bürger.
Dazu gehören Geschichte, Geographie und auch andere "unnütze" Fächer 
unverzichtbar dazu.
Einem mündigen Menschen fällt es auch viel leichter sich in Neues 
einzuarbeiten, Paralellen zu erkennen und Schlüsse zu ziehen.

von Der Andere (Gast)


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Maximilian B. schrieb:
> Man wird fast nie alles davon brauchen, aber man wird deutlich
> wahrscheinlicher darauf treffen, als auf kunst, musik und dergleichen.

Das kommt davon wenn man nur noch Youtube und Soaps in Fernsehen 
konsumiert.
Arme Welt :-(

von Brad Hard (Gast)


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Benji schrieb:
> Wir brauchen nicht noch mehr Fachidioten sondern mündige, gebildete
> Bürger.
Zustimmung.
> Dazu gehören Geschichte, Geographie und auch andere "unnütze" Fächer
> unverzichtbar dazu.
Geschichte wiederholt sich. Immer und immer wieder. Sieh Dir die Sendung 
der "Tagesschau vor 25 Jahren" an, dann bestätigt sich das.
> Einem mündigen Menschen fällt es auch viel leichter sich in Neues
> einzuarbeiten, Paralellen zu erkennen und Schlüsse zu ziehen.

Das soll vermieden werden. Vor Allem das Ziehen von Schlüssen in 
Verbindung mit einem guten Gedächtnis ist gefährlich.

von Maximilian B. (maxblank)


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Benji schrieb:
> Wir brauchen nicht noch mehr Fachidioten sondern mündige, gebildete
> Bürger.
> Dazu gehören Geschichte, Geographie und auch andere "unnütze" Fächer
> unverzichtbar dazu.
> Einem mündigen Menschen fällt es auch viel leichter sich in Neues
> einzuarbeiten, Paralellen zu erkennen und Schlüsse zu ziehen.

Aber gerade Fachidioten will die Industrie doch haben, oder etwa nicht? 
;D
Außerdem sage ich nicht, zumindest hoffe ich nicht dass es so 
rübergekommen ist, dass diese fächer unnötig sind
Dass diese Art von allgemeinbildung im Leben außerhalb der Arbeit 
unverzichtbar ist, stelle ich auch nicht in frage
Sie haben nur einfach im jetzigen ausmaß nichts in der Vorbereitung auf 
ein technisches Studium zu suchen.

Der Andere schrieb:
> Das kommt davon wenn man nur noch Youtube und Soaps in Fernsehen
> konsumiert.
> Arme Welt :-(

Bis vor einem Jahr konnte ich dank unserer ultra schnellen 2Mbit/s 
leitung (teilweise deutlich drunter) YouTube so gut wie kaum nutzen, ich 
war schon froh, wenn ich ab und zu mal wikipedia oder das ELKO oder 
microcontroller.net nutzen konnte um etwas nach zu lesen
Und jetzt da ich Youtube nutzen kann, zähle ich einen Motorradkanal, 
einen (elektro)bastel kanal und ein bisschen musik zu meinen abos und 
playlists

Und ja, ich lese noch, manchmal sogar Bücher, ich weiß dass das abnormal 
ist

Und bleib mir ja weg mit soaps, wenn ich so etwas sehe, oder leute die 
eine solche verblödung in bewegten Bildern als Trinkspiel nutzen, wird 
mir schlecht.
Es ist mir unvorstellbar, wie beschränkt man sein muss um seine person 
für so einen dreck zu verkaufen

Also stell mich bitte nicht als jemanden dar, der sich durch solche 
Sachen komplett manipulieren lässt, alles was ich geschrieben habe 
entstammt meiner eigenen meinung und diese muss nicht von jedem geteilt 
werden.

Abgesehen davon bin ich bisher in zwei Jahren FOS und eineinhalb jahren 
Studium nicht im enferntesten mit Kunst oder Musik in berührung 
gekommen, abgesehen von der die ich mir auf YouTube anhöre

In diesem Sinne

von Hannes Maier (Gast)


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Zu stark verschwulte Studiengänge? Dann ist es kein Wunder das die 
Geburtenrate im Sturzflug ist. Wo wird das noch hinführen, das kann nur 
in Sodomie enden.

von Falk B. (falk)


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@ Benji (Gast)

>> elektroniker/mechaniker/installateur nur um ein paar zu nennen, kann es
>> doch erstmal vollkommen egal sein, welcher Sesselpusper wann mal unser
>> König war.

>Dickes Veto.

>Wir brauchen nicht noch mehr Fachidioten sondern mündige, gebildete
>Bürger.
>Dazu gehören Geschichte, Geographie und auch andere "unnütze" Fächer
>unverzichtbar dazu.
>Einem mündigen Menschen fällt es auch viel leichter sich in Neues
>einzuarbeiten, Paralellen zu erkennen und Schlüsse zu ziehen.

Prinzipiell richtig, aber dann darf dabei aber auch kein Schauspieler 
und Labersack rauskommen, der zu allem ne Meinung aber von nichts Ahnung 
hat.
Die Balance machts. Darum ist das Abitur im Wesentlich auch noch 
allgemeinbildend, wenn gleich es da schon seit langem die Wichtung mit 
Wirtschaft/Technik/Sprachen/Musikgymnasium gibt, welche ich auch für 
sinnvoll halte. Auch auf dem Technikgymnasium gibt/gab es genügen 
"Nebenfächer" wie Geographie und Geschichte, um eben NICHT als Nerd zu 
enden. Aber da muss auch der Schüler selber was draus machen und sich 
nicht nur berieseln lassen.

von klausi (Gast)


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Matthis B. schrieb im Beitrag #4818755:
> Es sind nicht alle Studenten so, aber zu 95% heute minimum. Das
> konvergiert gegen eine Normalverteilung.

Früher war alles besser?

Gibt ja so ein Sprichwort, was irgendein Philosoph im Jahre x n. Chr. 
gebracht hat:
Die Generation von heute taugt nix und die werden es zu nie was bringen 
sinngem. ;-)

von MaWin (Gast)


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Matthis B. schrieb im Beitrag #4818755:
> Gucke ich mir die heutigen Studenten an, muss ich doch immer wieder
> erkennen, dass dies keine Studenten sind.
> Der Stoff wird einfach aufgenommen, ohne kritisch zu hinterfragen.

Das ist bei Bachelor, also erlernen des Standes der Technik, auch
gar nicht angebracht.

Kritisch hinterfragen kannst du immer noch hinterher, nach dem du
wenigstens die Grundlagen verstanden hast.

Nichts nervt mehr, als der Lehrling der bereits alles anzweifelt
weil er meint, Alles besser zu wissen.

Schlimmer ist, daß Erkenntnisse, für die die Menschheit Jahrhunderte
gebraucht hat, heute als selbstverständlich erachtet werden.
Da kommen in Mathe elegante Beweise, Integral-Subsititutionen vor,
und als Schüler glaubt man, man müsse ebenso leicht auf neue
Beweise und Integralsubstitutionen kommen, weil verschwiegen wird,
daß die eleganten Beispiele die Zufallsfunde von Jahrhunderten sind.
Ebenso in Chemie und Physik.

von Feinschlecker (Gast)


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D. I. schrieb:
> http://www.spiegel.de/karriere/berufseinsteiger-pe...
>
> Das war auch überhaupt nicht vorhersehbar, wenn man versucht möglichst
> schnell (G8+Bachelor), möglichst junge Arbeitsbienchen zu schaffen und
> zum Hochschulabschluss zu prügeln, ...

Was für ein unsinniges Gelaber. Ingenieurstudiengänge waren schon immer 
verschult. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist das vielleicht 
was Neues.

von Nop (Gast)


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klausi schrieb:
> Gibt ja so ein Sprichwort, was irgendein Philosoph im Jahre x n. Chr.
> gebracht hat:
> Die Generation von heute taugt nix und die werden es zu nie was bringen
> sinngem. ;-)

Das war dem griechischen Philosophen Sokrates aus Athen. Unterschlagen 
wird dabei, daß er damit vollkommen recht hatte, denn nicht lange nach 
ihm spielte Athen keine Rolle mehr, weder militärisch noch kulturell 
(die Post ging dann in Pergamon ab).

von Nop (Gast)


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Nop schrieb:
> der griechische Philosoph

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Muckel schrieb:
> enn ich mir vor Augen führe, was gerade Randstad so an Absolventen in
> die Firmen schleppt, dann wundere ich mich nicht, daß ein Grossteil der
> Personalchefs unzufrieden ist.

Vllt. sollte man den Bock nicht zum Gärtner machen!

Ansonsten "Personalchefs", wieder mal win Mythos der noch nicht 
hinterfragt wurde.

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Feinschlecker schrieb:
> Was für ein unsinniges Gelaber. Ingenieurstudiengänge waren schon immer
> verschult.
Ja!
> In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist das vielleicht
> was Neues.
Ja!

von Der Andere (Gast)


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Feinschlecker schrieb:
> Was für ein unsinniges Gelaber. Ingenieurstudiengänge waren schon immer
> verschult.

Na jetzt wissen wir ja zumindest daß du kein oder zumindest ein FH 
Studium gemacht hast.

von Feinschlecker (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Na jetzt wissen wir ja zumindest daß du kein oder zumindest ein FH
> Studium gemacht hast.

Erst TH auf Diplom und dann FH auf Bachelor. Kein großer Unterschied vom 
Aufbau her. An der TH war der Stundenplan im Grundstudium genauso 
vorgegeben, wie an der FH. Das Ganze war nur um den Faktor 5 - 10 größer 
von der Studentenzahl her. Im Hauptstudium gab es auch Pflichtfächer für 
Alle, soweit ich weiß. So lange war ich da nicht.
Klausuren konnte man im Grundstudium auch nicht nach belieben schreiben, 
sondern musste erst diverse aus den ersten beiden Semestern bestanden 
haben, um welche aus späteren Semestern des Grundstudiums schreiben zu 
dürfen.
Nix große Freiheit. Also hör auf zu labern.

von Der Andere (Gast)


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Feinschlecker schrieb:
> soweit ich weiß. So lange war ich da nicht.
Ah ja

Feinschlecker schrieb:
> Nix große Freiheit. Also hör auf zu labern.

Ach so, nicht verschult heisst also für dich "große Freiheit", klar daß 
du dann auf die FH bist, denn lernen muss man natürlich trotzdem.
Und daß es Kernfächer gibt, und die Grundlagen zum Vordiplom sitzen 
müssen hat auch nichts mit "verschult" zu tun.
Ich habe so ein bischen den Verdacht du setzt große Freiheit mit feiern 
und faulenzen gleich.

von Feinschlecker (Gast)


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Der Andere schrieb:
> Ach so, nicht verschult heisst also für dich "große Freiheit",

Vielleicht klären wir erstmal auf welcher Baumschule du warst und was 
für dich verschult heißt.

Der Andere schrieb:
> klar daß du dann auf die FH bist,

Was klar?

von Thomas1 (Gast)


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klausi schrieb:
> Früher war alles besser?
>
> Gibt ja so ein Sprichwort, was irgendein Philosoph im Jahre x n. Chr.
> gebracht hat:
> Die Generation von heute taugt nix und die werden es zu nie was bringen
> sinngem. ;-)


Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, 
die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.

(Otto von Bismarck)

von TH == FH (Gast)


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Feinschlecker schrieb:
> Erst TH auf Diplom und dann FH auf Bachelor. Kein großer Unterschied vom
> Aufbau her.

Natürlich nicht, ist doch beides das gleiche. Zumindest kenne ich hier 
im Umkreis viele FHs, die sich in den letzten Jahren einfach in TH 
umbenannt haben. Meiner Meinung nach ist das nur ein billiger Versuch, 
sich dem FH-Image zu entledigen und sich zumindest namentlich in die 
Nähe einer TU zu rücken.

von Anonym (Gast)


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TH == FH schrieb:
> Feinschlecker schrieb:
> Erst TH auf Diplom und dann FH auf Bachelor. Kein großer Unterschied vom
> Aufbau her.
>
> Natürlich nicht, ist doch beides das gleiche. Zumindest kenne ich hier
> im Umkreis viele FHs, die sich in den letzten Jahren einfach in TH
> umbenannt haben. Meiner Meinung nach ist das nur ein billiger Versuch,
> sich dem FH-Image zu entledigen und sich zumindest namentlich in die
> Nähe einer TU zu rücken.

Nur blöd, dass sich auch eine der renomiertesten TUs in Deutschland 
selbst TH nennt, aber objektive Fakten stören hier ja die meisten eh 
nur.

von Manager (Gast)


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Wenn dieser renommierte TU zufällig "Aachen" sein sollte, dann ist die 
Abwertung zurecht. Die taugt nix!

von TH == FH (Gast)


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Da hat Matthis aber ausnahmsweise Recht. Wobei man anhand seiner 
Sozialkompetenz durchaus annehmen könnte, dass er selbst von genannter 
"TH" stammt. Gut, dann weiß er wenigstens mal, von was er spricht. ;-)

von Dipl.- G. (hipot)


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D. I. schrieb:
> 
http://www.spiegel.de/karriere/berufseinsteiger-personalchefs-sind-unzufrieden-mit-uniabsolventen-a-1124519.html
>
> Das war auch überhaupt nicht vorhersehbar, wenn man versucht möglichst
> schnell (G8+Bachelor), möglichst junge Arbeitsbienchen zu schaffen und
> zum Hochschulabschluss zu prügeln

G8 ist überhaupt kein Problem und jedwedem G9 vorzuziehen. Man sollte 
Jugendliche so kurz wie möglich und so lange wie nötig in der Schule 
lassen, um Raum für die individuelle Entwicklung NACH der Schule zu 
lassen.

Das Problem unserer Zeit sind jetzt verschulte Unistudiengänge und 
Altlasten des preußischen Bildungssystems (ein jeder Fliegenschiß muß 
benotet werden statt die Studenten unbeschwert machen lassen, statt 
Schonraum Uni und freies Lernen beamtenhaftes gerichtsfestes Pauken).
Man hätte das Gegenteil von Bologna machen müssen; Regelstudienzeit rauf 
auf 6-7 Jahre und eine Kultur schaffen, wo vereinzelte Episoden des 
Müßiggangs nicht verurteilt sondern toleriert oder sogar als essentiell 
für den Lernprozeß erkannt werden.

von Benji (Gast)


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Dipl.- G. schrieb:
> Man hätte das Gegenteil von Bologna machen müssen; Regelstudienzeit rauf
> auf 6-7 Jahre und eine Kultur schaffen, wo vereinzelte Episoden des
> Müßiggangs nicht verurteilt sondern toleriert oder sogar als essentiell
> für den Lernprozeß erkannt werden.

Also ein Waldorf-Studium ;-)

von Dipl.- G. (hipot)


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Benji schrieb:

> Also ein Waldorf-Studium ;-)

Nee, ein richtiges Humboldt-Studium :P

von Feinschlecker (Gast)


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Dipl.- G. schrieb:
> Regelstudienzeit rauf auf 6-7 Jahre

Damit auch du endlich sagen kannst, du hättest dein Studium in 
Regelstudienzeit geschafft...aber ich weiß Leute wie du haben "nebenbei 
viel am Lehrstuhl geforscht"...

von Henry G. (gtem-zelle)


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Benji schrieb:
> Dipl.- G. schrieb:
>> Man hätte das Gegenteil von Bologna machen müssen; Regelstudienzeit rauf
>> auf 6-7 Jahre und eine Kultur schaffen, wo vereinzelte Episoden des
>> Müßiggangs nicht verurteilt sondern toleriert oder sogar als essentiell
>> für den Lernprozeß erkannt werden.
>
> Also ein Waldorf-Studium ;-)

Wow, Humboldt ist für dich wie Waldorf? Lies mal zur Abwechslung ein 
Buch und lunger nicht so viel auf SPON und RTL.de rum.

: Bearbeitet durch User
von Benji (Gast)


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Henry G. schrieb:
> Wow, Humboldt ist für dich wie Waldorf? Lies mal zur Abwechslung ein
> Buch und lunger nicht so viel auf SPON und RTL.de rum.

Nanana mein lieber Henry,
das war doch nicht abwertend gemeint. Ist bei dir der Begriff Waldorf 
etwa negativ behaftet?
Der Smiley ;-) weißt im Allgemeinen auch auf die Scherzhaftigkeit einer 
Aussage hin.

Du scheinst grundlos wütend und verbittert zu sein.
Ums mit deinen Worten zu sagen: lies ein Buch und lunger weniger im A&B 
herum, das macht depressiv.

von Henry G. (gtem-zelle)


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Benji schrieb:
> Henry G. schrieb:
>> Wow, Humboldt ist für dich wie Waldorf? Lies mal zur Abwechslung ein
>> Buch und lunger nicht so viel auf SPON und RTL.de rum.
>
> Nanana mein lieber Henry,
> das war doch nicht abwertend gemeint. Ist bei dir der Begriff Waldorf
> etwa negativ behaftet?
> Der Smiley ;-) weißt im Allgemeinen auch auf die Scherzhaftigkeit einer
> Aussage hin.

Nönö, das war ein dümmliches Smiley, passt schon.


> Du scheinst grundlos wütend und verbittert zu sein.

Du scheinst "Visionen" zu haben.

> Ums mit deinen Worten zu sagen: lies ein Buch und lunger weniger im A&B
> herum, das macht depressiv.

Da muss ich dir recht geben.

von TH == FH (Gast)


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Schau an, Matthis hat sich wieder einen neuen Account angelegt.
Bin ja mal gespannt, wie lange der jetzt "halten" wird...

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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TH == FH schrieb:
> Meiner Meinung nach ist das nur ein billiger Versuch,
> sich dem FH-Image zu entledigen und sich zumindest namentlich in die
> Nähe einer TU zu rücken.

Von der Politik umjubelt, von der Unternehmerschaft gewollt.

Und was ist schon dran, wenn die FH`s auch das Promotionsrecht bekommen?

Die Universitäten haben doch auch jahrzehntelang die Promotionen wie 
Geschenke verteilt.
Leistung?
Eher das Gegenteil war wichtig!

Je mehr der Mythos der "wissenschaftlichen" Hochschule entschleiert 
wird, desto eher wird wieder die wissenschaftliche Leistung zu 
Anerkennungen gelangen.
Das Berufsbeamtentum und wissenschaftliches Arbeiten passen so zusammen 
wie Engerlinge und saftige Wiesen.
Das Eine gibt es nur mit dem anderen. Aber saftige Wiesen und Engerlinge 
gibt es nicht lange zusammen!

von Jack (Gast)


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TH == FH schrieb:
> Natürlich nicht, ist doch beides das gleiche. Zumindest kenne ich hier
> im Umkreis viele FHs, die sich in den letzten Jahren einfach in TH
> umbenannt haben. Meiner Meinung nach ist das nur ein billiger Versuch,
> sich dem FH-Image zu entledigen und sich zumindest namentlich in die
> Nähe einer TU zu rücken.

Es ist ein unnötiger Versuch. Das Image der FHs ist nicht schlecht, die 
Arbeitslosenquote, sowie das statistische Risiko arbeitslos zu werden, 
sind bei Uni- und FH-Ingenieuren fast gleich.  Bis etwa 2003, vor dem 
Platzen der New Economy und vor dem allgemeinen Umsichgreifen von 
Bologna, war die Arbeitslosenquote von FH Absolventen im Vergleich zu 
Uni Absolventen sogar deutlich besser (2,9% zu 4,2%). Das könnte auch 
ein Grund für die anhaltende Verbitterung einiger Uni Absolventen wie 
Matthis  Be. sein.

Geschlagen werden beide sowieso von höheren Berufsabschlüssen wie 
Handwerksmeistern, die ein deutlich niedrigeres Risiko haben arbeitslos 
zu werden.

Mit Bologna ist aus Unis und FHs nur noch eine Soße geworden. Ob da ein 
T oder ein F vor dem H steht ändert daran nichts. Unis arbeiten wie wild 
daran ihren Praxisbezug zu verbessern, FHs legen Forschungsprogramme 
auf. Das Geld für die Umbenennung von FHs sollte man sich sparen und in 
die Lehre investieren.

von Dr. Ötte (Gast)


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