Ladestrom mit LED anzeigen?

OP #4818342
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Hallo,

ich möchte mir den Ladevorgang meines Handys mit einer LED anzeigen 
lassen. Die Schaltung soll zwischen Ladegerät und Handy.

Gemessen habe ich den Ladestrom am Anfang mit knapp 400mA und wenn die 
Ladung fertig ist, fließen noch 15mA.


Die Schaltung im Anhang habe ich mir ausgedacht, aber sie funktioniert 
nicht gut.

Die LED wird viel zu zeitig dunkel.

Die LED sollte konstant leuchten und bei 15mA ausschalten.

Beim googeln habe ich gesehen, dass man das mit OPV machen kann, finde 
aber keine für mich geeignete Schaltung.

Kann mir bitte Jemand helfen?


Vielen Dank.


Tom
Angehängte Dateien:
#4818350
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Das funktioniert leider nicht, weil das Auge eine logatrithmische 
Charakteristik hat, während die Helligkeit der LED in deiner Schaltung 
linear mit dem Strom ansteigt.

Eine brauchbare Lösung wäre, wenn du aus dem Strom eine Impulsfrequenz 
ableitest und damit die LED blinken läßt.
Gast #4818407
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> Kann mir bitte Jemand helfen?

Das geht so garnicht weil dein Handy seinen Ladestrom auf Basis des 
Kabelwiderstandes einstellt.

Du braeuchtest also:

1. Einen OP der mit 0.1Ohm in der Zuleitung arbeiten kann.
2. Einen Logarithmierer um deine Augenempfindlichkeit rauszurechnen.
3. Einen Umgebungslichtsensor der die Helligkeit an die Umgebung anpasst 
weil das die Blende im Auge auch macht.
4. Einen Stromausgang fuer die LED.

Du koenntest einen Microcontroller nehmen und den Strom im Morsecode 
ausgeben. Das ist einfacher. :)

Olaf
Gast #4818425
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Wenn ich das richtig verstehe geht es nur darum dass die LED während des 
Ladevorgangs leuchtet. Nicht darum dass sie die Helligkeit ändert.
In dem Fall ist das Stichwort Schmitt-Trigger. Da gibt es verschiedene 
Schaltungen. Auch mit OPV.
Einfach mal eine Suchmaschine der Wahl anschmeißen. Das gehört zu den 
Elektrotechnik-Grundlagen.
Gast #4818430
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Ach ja. 4 Ohm als Messwiderstand sind wirklich zu viel. So aus dem Bauch 
heraus würde ich ein gutes Stück unter 1 Ohm bleiben.
Als Tipp: Rechne mal den Worst Case, also maximal möglicher Strom, mit 
dem gewünschten Widerstand und gleich das mit der USB-Norm ab.
Den Spannungsfall brauchst du ja aber ohnehin zur Schaltungsauslegung
Persönliche Seite #4818451
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Es gibt dedizierte Strommessverstärker, die auch mit 10mOhm 
zurechtkommen. Deren Datenblätter sind voll mit Schaltungsbeispielen. 
Dahinter ist nur noch ein Schwellwertschalter notwendig. Vielleicht 
malst du dir ein paar Kästchen mit den Komponenten, suchst dann in einem 
Elektronik-Lehrbuch nach Schaltungsbeispielen und fügst das dann 
zusammen.
Gast #4818462
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Falls Du die bisherige Schaltung pimpen willst Und 4,2V zur Ladung 
ausreichen:

Die 20mA der LED sind zu groß. Also effiziente nehmen und mit ~ 1mA 
betreiben, oder 1k statt 150R

Die 4Ohm sind zu klein. Wenn Du bei 30mA Ladestrom etwa 0,6V haben 
willst, wären 0,6/0,03 --> 20 Ohm notwendig.

der 1k ist zu groß. Da kannst du auch 50 Ohm nehmen.

Um den Spannungsabfall am Shunt zu begrenzen, brauchst Du zusätzlich 
eine Diode zwischen 5V und Last, 0,7V. Dann kannst Du den orignalen 4Ohm 
Widerstand als Basisvorwiderstand nehmen (also statt 1k bzw. 50 Ohm´).

Also:
statt 4R: 20R+parallele Diode
statt 1k: 4R
statt 150R: 1k
statt originale uralt-LED eine für 20Cent oder 30Cent.
Gast #4818525
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Nur mal angenommen, wir wollen mit 5V eine 3,5V Batterie laden und 
setzen einen 20 Ohm Shunt dazwischen. Dann benommen wir maximal 
(5-3,5)/20=75mA Ladestrom. Ob das hübsche Lämpchen das Warten wert ist?

Im Ernst, so kleine Meßspannungen mußt du wohl verstärken, dann geht 
auch ein vernünftiger Shunt.
Gast #4818840
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1
                     R1
2
+5V In o---+--------[===]-----+----------------------o +5V Out
3
           |                  |              
4
           |                  +--------|>|-------+  D1
5
           +--------------+   |                  |
6
           |              |   +--[===]---[===]---+  P1
7
           |              |       R5       ^     |
8
          |~|             >\|              |     |
9
     R3   |_|         T1    |--------------+     |
10
           |               /|                    |
11
    LED1   +--|>|---+     |                      |
12
                    |    |~|  R2                 |
13
                    |    |_|                    |~|  R4
14
                     \|   |                     |_|
15
                 T2   |---+                      |
16
                    </|                          |
17
                    |                            |
18
                    |                            |
19
                    |                            |
20
GND o---------------+----------------------------+---o GND

R1 = 0,1 Ω
R2 = 4,7 kΩ
R3 = 270 Ω
R4 = 2,7 kΩ
R5 = 1,2 kΩ
P1 = Trimmpoti 1 kΩ linear
T1 = BC327-40  (irgendein kleiner PNP)
T2 = BC337-40  (irgendein kleiner NPN)
LED1 = irgendeine Leuchtdiode

R4 lässt einen Strom durch D1 fließen, so dass an ihr ständig 0,7V 
abfallen. Mit dem Poti P1 greift man einen Teil dieser Spannung (0,4 bis 
0,7V) ab, um die Basis von T1 vorzuspannen.

Beim Laden addiert sich der Spannungsabfall an R1 zu dieser Vorspannung, 
so dass der Transistor T1 leitet. Dessen Ausgang steuert Basis von T2 
an, der die LED einschaltet.

Mit P2 stellt man die Einschaltschwelle ungefähr im Bereich 0 bis 3A 
ein.
Gast #4819057
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batman schrieb:
> Nur mal angenommen, wir wollen mit 5V eine 3,5V Batterie laden und
> setzen einen 20 Ohm Shunt dazwischen. Dann benommen wir maximal
> (5-3,5)/20=75mA Ladestrom. Ob das hübsche Lämpchen das Warten wert ist?
>
> Im Ernst, so kleine Meßspannungen mußt du wohl verstärken, dann geht
> auch ein vernünftiger Shunt.

Es gäbe noch die andere Lösung, vor der 5V Regelung den Strom zu messen:
1
                         +----+
2
  +-----+--|>|--+--R--+--|7805|--o
3
  |     |       |     |  +----+
4
  S  +--(--|>|--+     |     |
5
  S  |  |       |     |     |
6
  S  |  |     Elko  330nF   |   USB
7
  S  |  |       |     |     |
8
  S  |  +--|<|--+     |     |
9
  |  |          |     |     |
10
  +--+-----|<|--+-----+-----+----o
Bei dieser Schaltung darf der R 39 Ohm und grösser sein damit auch Toms 
Originalschaltung ab 20mA schon leuchtet, und nicht der Aufwand von 
Stefanus nötig ist. Bei Schaltnetzteilen muss der R dann vor den Abgriff 
an dem der TL431 die Ausgangsspannung misst.
Gast #4819116
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Aua 39*0.4²= 6.24 Watt, das wäre eine gute Ladeanzeige für Blinde.

3 Teile: Shunt, Poti, Komparator.

Mit dem Poti teilt man sich eine Referenzspannung aus den geregelten 5V 
und vergleicht damit die Spannung hinterm Shunt mit dem Komp.
Gast #4819578
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Uhu U. schrieb:
> Die BE-Diode des Transistors hat eine Schwellspannung von ~0,6 V

Der Begriff "Schwellspannung" für eine Diodenkennlinie entspringt nur 
einem beschränkten Horizont des Betrachters.

Die UI-Kennlinie verläuft exponentiell.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diode#Ideale_Diode_.2F_Shockley-Gleichung

Und damit ist auch das nicht vorhandene Schaltverhalten der 
ursprünglichen Schaltung zu erklären.
Gast #4819700
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Mein Schlaufon leuchtet beim Laden eigentlich auch groen.
Aber es fliesst kein Ladestrom.

Aber die freundlichen Chinesen haben mir einen "Charger Doctor"
fuer wenige Eu hinterhergeworfen.
Seit dem hab ich das im Griff.
Gast #4819998
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Im Prinzip so. Im Schaltplan simuliert I1 einen variablen 
Stromverbraucher (den Akku), V1 das 5V-Netzteil. Der Komparator ist der 
erstbeste aus der Liste gegriffen, ohne aufs Datenblatt zu gucken - also 
keine Ahnung ob er dabei raucht.

Die Grafik zeigt die LED-Spannung V(n003) und den Shuntstrom I(R4).
Angehängte Dateien:

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