Guten Abend zusammen, ich habe eine Frage zur Wheatstone-Brücke. Im Anhang seht ihr ein Bild von der dazugehörigen Aufgabe. Die Wheatstone-Brücke besteht ja im Prinzip aus 4 Widerständen. Jeweils zwei Widerstände bilden einen Spannungsteiler, der dem anderen Spannungsteiler gegenüber liegt. Ein Amperemeter verbindet die zwei Spannungsteiler in der Mitte. Parallel zu den Spannungsteilern wird noch eine Spannung U angelegt. Soweit ich weiß ist das Prinzip, wenn man drei Widerständen kennt, dass man den vierten mittels "Abgleichverfahren" berechnen kann. Folgendes wurde bei dem "Experiment gemacht": Schaltung wurde aufgebaut und an dem Helipot R1,R2 und Stöpselrheostat R4 solane "herumgedreht" bzw. "herumgesteckt" bis am Amperemeter 0uA angezeigt wurden. Zu meinen Fragen: 1. Warum darf über dem Amperemeter kein Strom fließen, sodass ich R3 bestimmen kann? 2. Es gilt ja R1/R2=R3/R4. Warum gilt das nur, wenn über dem Amperemeter kein STrom fließt? LG Paul
Gast
#4820624
Aus R1/R2 = R3/R4 folgt U1/U2 = U3/U4 und dadurch hat zur Folge, dass der Strom über das Amperemeter = 0 sein muss.
Gast
#4820641
Paul E. schrieb: > Warum darf über dem Amperemeter kein Strom fließen, Wenn Strom fließt, musst Du ihn messen und aufwendig Rechnen. Wenn kein Strom fließt, musst Du nur genau das erkennen (= kein Ausschlag) Blende den linken Teil (Spannungsquelle und 20k) einfach aus. Stell Dir vor die Gesamtspannung über (R3 und R4) ist 1V, die Spannung am Mittelpunkt entsprechend Ua=(1V*R3/(R3+R4)) An R1+R2 liegen die gleichen 1V an, die Spannung am Mittelpunkt (1V*R1/(R1+R2)) ist genau dann genauso groß wie Ua, wenn kein Strom fließt. Dann gilt also: Ua=1V*R1/(R1+R2)=1V*R3/(R3+R4) Wegkürzen und Ausklammern kannst Du sicher.
Ist R1/R2 = R3/R4 bedeutet das, dass die Spannung links und rechts am Amperemeter gleich ist. Liegen aber an Deinem Amperemeter links und rechts z.B. 3V an, so ist die Spannungsdifferenz, die ja den Stromfluss bewirkt, gleich null.
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