Wenn Geld keine Rolle spielt, würde ich Keysight/Agilent nehmen.
Hab damit zwar keine Erfahrung, aber wenn ich reich wäre würde ich mir
ein 4-Kanal 500MHz Keysight holen.
Dave hat ein Agilent, vielleicht auch Videos dazu.
Bei GW-Instek habe ich irgendwie ein komisches Gefühl. Ich würde Rigol
eher vorziehen (IMHO).
MfG
> Hab damit zwar keine Erfahrung, aber wenn ich reich wäre würde ich mir> ein 4-Kanal 500MHz Keysight holen.
Ich bin reich und wuerde es mir nur holen wenn ich die 500Mhz auch
brauche. Die breiten rauschbedingten Linien sind etwas nervig wenn man
meistens <100Mhz rumstochert.
Olaf
Olaf schrieb:> Die breiten rauschbedingten Linien sind etwas nervig wenn man> meistens <100Mhz rumstochert.
Bei Zeitablenkung langsamer als 20µs/div kannst du das Keysight in den
High Resolution Mode mit 12 Bit Auflösung schalten. Dann wird es
deutlich ruhiger.
Wenn du reich bist, kannst du dir ja gleich die Option 1M Speichertiefe
dazu bestellen.
PS:
Auch daran denken, dass die sehr nützlichen Dekodierfunktionen (USART,
SPI,...) meines Wissens auch als Option dazugekauft werden
müssen/sollten. Kann man jedoch auch nachträglich noch machen...
Vogelspinne schrieb:> Hi, ich will ein Oszilloskop kaufen.
Hallo Vogelspinne.
Ich will ein Auto kaufen.
Habe gesehen da gibts Audi und Toyota, z.B. Auris und A1
Kann man die empfehlen? Taugen die was?
Solange Du nicht sagst für was und welche Ansprüche Du hast können wir
nur die Galskugel bemühen. Auch bei Keysight gibt es Modelle die würde
ich beruflich nicht mal mit der Zange anfassen wollen die aber für jeden
Hobbybastler der was mit Audiotechnik/einfache Digitaltechnik macht
vollauf ausreichend sind.
rgds
Alexxx schrieb:> Auch daran denken, dass die sehr nützlichen Dekodierfunktionen (USART,> SPI,...) meines Wissens auch als Option dazugekauft werden> müssen/sollten. Kann man jedoch auch nachträglich noch machen...
Das sind teuer erkaufte Schickimickis.
Soetwas kann genauso gut ein kleiner PC-Logikanalysator für unter 10€
mit der passenden Software. Wenn es um solche Dinge geht, läuft der PC
meist sowieso und man hat wenig Vorteile von einem autonomen Gerät.
Olaf schrieb:> Ich bin reich und wuerde es mir nur holen wenn ich die 500Mhz auch> brauche.
Wenn ich es brauche, brauche ich nur selten den zweiten Kanal.
Damit das nicht unverständlich ist, nicht dieses ist meins. Ich habe
ein Rigol.
> Soetwas kann genauso gut ein kleiner PC-Logikanalysator für unter 10€> mit der passenden Software.
Der grosse entscheidende Vorteil der Hamegs ist das sie das auf ihren
Analogkanaelen machen koennen. Man muss damit gearbeitet haben um zu
verstehen wieviel besser das ist als nur ein digitaler Analyzer. Die
Welt in der wir leben und entwickeln ist analog. Digital ist nur ein
Ersatzschaltbild das manchmal nicht genau genug ist. :-)
Olaf
VogeL schrieb:> Speichertiefe 100 kiloPunkte> Bei 4 Kanälen und 200MHz wäre mir das ja zuwenig. Insbesondere wo es> woanders doch deutlich mehr gibt...
Gibt ja eine Option zu kaufen. dann hat man 1M-Samplespeicher pro Kanal.
Die anderen drosseln aber ungemein die Frames bei großen Speicher.
Teilweise unter 20.
Olaf schrieb:> Digital ist nur ein Ersatzschaltbild das manchmal nicht genau genug ist.> :-)
Solange man noch auf Analogebene mit dem Bus zu kämpfen hat, ist die
Dekodierung des Protokolls doch wohl eher ein Nebenschauplatz. Außerdem
hindert einen niemand daran, Oszi-Kanal und LA parallel an ein Signal zu
hängen, wenns dann unbedingt sein muss.
Beim PC-LA ist dafür fast jegliche Diskussion um Speichertiefe obsolet.
Ich verwende seit 20 Jahren Keysight/Agilent/HP Oszis und bin sehr
zufrieden
aktuell mehrere MSOX4054A
sehr gutes Gerät.
Die serielle Dekodierung auf Analogkanälen ist klasse.
einfach Differenztastkopf an den CAN und schon kann man ohne das ein
Gerät zu öffnen die Botschaften und den physikalisch Layer
kontrollieren.
Und auch auf eine ID Triggern.
wer redet denn von Hobby?
Du musst aber trotzdem nicht deine Armut als allgemeingültig ansehen.
Meine Hobby Fotoausrüstung und mein Hobbyauto haben mehr gekostet.
Volle schrieb:> Du musst aber trotzdem nicht deine Armut als allgemeingültig ansehen.
Mache ich nicht und wenn du dir das (und noch mehr) für dein Hobby
leisten kannst, sei es dir gegönnt.
Ich kenne keinen Neid und selbst Missgunst fällt mir sehr schwer. Das
müssen dann schon sehr große Arschlöcher sein, wenn ich denen etwas in
ihrem Leben missgönne. Eigentlich habe ich auch keine Missgunst. Das ist
so lange her, dass ich mich nicht mal erinnern kann, wann ich zuletzt
irgendwem irgendwas missgönnt habe. Dann auch sicher eher immaterielle
Sachen.
Aber sicher gibst du mir recht, dass das für den Otto-Normalverbraucher
sicher kein Gerät fürs Hobby ist.
6a66 schrieb:> Habe gesehen da gibts Audi und Toyota, z.B. Auris und A1
Hi 6a66,
von Audi und Toyota habe ich schon gehört, von Auris und A1 noch nicht.
Autos von Audi und von Toyota würde ich nehmen, von Auris und A1 nicht,
weil ich noch nie davon gehört habe.
Ich kenne Geräte von Rohde+Schwarz (Hameg) und Tektronix, die aber sehr
teuer sind. Im Internet habe ich auch schon viel von Rigol gehört und
die Firma scheint auch nicht so schlecht zu sein. Es gibt Hersteller,
die sind schrott - Unitrend von Reichelt. Ich hatte das Pech, mal so ein
Oszilloskop in die Hände zu bekommen und quäle mich damit seit 5 Jahren
herum, weil alleine der Lüfter so laut ist. Ich habe den Lüfter auch
schon abgeklemmt gehabt, aber das Gerät steht eher unbenutzt in der Ecke
und ich nutze wieder mein altes Analog-2Kanal-Oszilloskop von Hewlet
Packard.
GW-Insteak und Keysight-Geräte habe ich noch nie in der Hand gehabt und
real gesehen.
Meine Anforderungen an das Oszilloskop:
- 4 - Kanal
- 200 MHz
- mind. 8kanal Logikanalyzer
- LAN (auf jeden Fall!) - und USB-Schnittstelle (gibt wohl eh keine ohne
USB), kein GPIB. Die Geräte sollten auf alle Fälle mit LabVIEW VI´s und
im Idealfall auch mit Simulink ansprechbar sein.
Da ich schon verschiedene Geräte von Hameg (bzw. R+S) habe (aber noch
kein DSO), würde ich schon zu Hameg tendieren, aber man muss viele
Sachen separat hinzukaufen (meisstens die LAN-Schnittstelle) und man
kann Softwarepakete zum Decodieren von I2C, CAN-Bus etc. für das Oszi
separat hinzukaufen für den Logikanalyzer.
Zu Keysight und GW-Insteak kann ich nichts sagen, daher mein Wunsch nach
einer Einschätzung.
Das zugeteilte Budget für das Oszilloskop liegt bei 2500 Euro (netto).
Vogelspinne schrieb:> von Audi und Toyota habe ich schon gehört, von Auris und A1 noch nicht.> Autos von Audi und von Toyota würde ich nehmen, von Auris und A1 nicht,> weil ich noch nie davon gehört habe.
:)))
Toyota Auris und Audi A1 :))
Vogelspinne schrieb:> Meine Anforderungen an das Oszilloskop:>> - 4 - Kanal> - 200 MHz> - mind. 8kanal Logikanalyzer> - LAN (auf jeden Fall!) - und U .....
Hört sich beruflich an und nicht nach Hobby, wenn doch Hobby dann schon
sehr ambitioniert.
Ich denke da ist die Auwahl limitiert.
R&S (Hameg), Keysight, LeCroy, Tek - das sollten die vier Player sein.
Ich selbst verwende das MSOX-3034, bis SEHR zufrieden. Ich würde wieder
zu einem Keysight tendieren.
Mach es doch so, dass das gerät ertsmal 80% abdeckt und dann die
restlichen 20% Aanforderunegn nachinverstieren.
LA im Scope halte ich für SEHR Sinnvoll, würde ich nicht mehr anders
machen wollen, hast Du nur EINE Kiste im Gepäck die alles kann
(Geschmackssache!).
Von den Rigols und Konsorten habe ich auch schon Scopes gesehen, kann
ich nur sagen: Behelf. Kommt aber eben auf Deine Ansprüche an.
Ist wie mit den Fotoapparaten: Fotos macht jeder, die Qualität
unterscheidet sich aber.
rgds
> Das zugeteilte Budget für das Oszilloskop liegt bei 2500 Euro (netto).
DAfuer koenntest du vermutlich gerade so eben ein Hameg bekommen
das diese Anforderungen erfuellt:
> - 4 - Kanal> - 200 MHz> - mind. 8kanal Logikanalyzer> - LAN (auf jeden Fall!) - und U ..
Ich denke Keysight/Agilent wird da wohl 1k teurer sein.
Aber immer darauf achten was man fuer Softwarelizenzen dabei bekommt.
Durch kauf zur rechten Zeit kann man da viel Geld sparen.
Olaf