Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ersatz für µA726


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von Ralf J. (hennes008)


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Hallo zusammen,

ich suche eine Möglichkeit, den nicht mehr erhältlichen, beheizten (also 
temperaturstabilisierten) Doppeltransistor µA726 zu ersetzen. Vor etwa 
10 Jahren lief schon mal so ein Thread hier durch, allerdings nur mit 
mäßigem Erfolg.

Meine grobe Idee ist nun, das Transistor-Array CA3046 zu bemühen und 
zwar dergestalt, dass ich mit einem Transistor (aus diesem Array) den 
Chip beheize und mit einem zweiten Transistor (ebenfalls aus diesem 
Array) die Temperatur messe. Die einzutellende Temperatur liegt bei 
80°C, also oberhalb dessen, was maximal im Gehäuse auftreten kann 
(können sollte).

Bevor ich nun daran gehe und so etwa zwanzig bis dreißig ICs schrotte, 
wollte ich besser mal vorher fragen, ob es da inzwischen echte 
Alternativen gibt, oder ob vielleicht jemand schon einen fertigen 
Schaltplan für eine solche IC-Heizung (evtl. sogar mit dem CA3046) auf 
Lager hat.

Und ja, das Ding brauche ich für den VCO eines Synthesizers. :-)

Viele Grüße
Hennes

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von Pete K. (pete77)


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von Ralf J. (hennes008)


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Super!, vielen lieben Dank. Die Seite hatte ich irgendwie gestern schon 
mal offen... Komisch, dass ich das übersehen hatte.

Vielen Dank und viele Grüße
Hennes

von Lurchi (Gast)


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Um sicher zu gegen den CA3046 nicht versehentlich durch zu viel Strom zu 
zerstören, würde ich noch einen Transistor als externe Strombegrenzung 
(BE an den Emitterwiderstand der Heizung) nutzen. Sonst sieht de Heizung 
ganz gut aus.

von S.B.Z. (Gast)


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Vergiss es. Hab ich zu S.B.Z.-Zeiten schonmal mit einem
RFT-Tranistorarray (B342 glaub ich) probiert.

Das Gehaeuse leitet die Waerme viel zu gut ab, als das
mit den geringen Stroemen da irgendwas nennenswert warm wird.

Von den Stroemen die dann im Substat vagabundieren mal
ganz abgesehen.

von Werner H. (pic16)


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S.B.Z. schrieb:
> mit den geringen Stroemen da irgendwas nennenswert warm wird.

Den mach ich dir (zerstörungsfrei) so warm das du dir die Finger 
verbrennst.

von S.B.Z. (Gast)


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> Den mach ich dir (zerstörungsfrei) so warm das du dir die Finger
> verbrennst.

Angebaer.

von ArnoR (Gast)


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Pete K. schrieb:
> http://donaupeter.de/synth/uA726/uA726.htm

Seltsame Schaltung.

Warum wird ein Transistor (D) totgelegt? Den könnte man parallel zu 
Transistor (B) betreiben und damit die Heizleistung gleichmäßiger 
verteilen und die Belastung der Transistoren halbieren.

Da an Transistor (D) alle Pins kurzgeschlossen sind, liegen R5 und R6 
direkt in Reihe, einer würde also reichen.

R2 ist auch überflüssig, Transistor (B) ist ein Emitterfolger.

von Lurchi (Gast)


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R2 gibt ein grobe Strombegrenzung für den Heizer - ob die Ausreicht ist 
aber nicht sicher.

R5,R6 geben eine Definierte Spannung für den nicht genutzten Transistor. 
Das kann wegen der Wechselwirkung über ein gemeinsames Substrat schon 
wichtig sein.

von ArnoR (Gast)


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Ja, das Substrat bestimmt das negativste Potential das die Transistoren 
sehen dürfen. Wenn man das wie in der Schaltung auf ~-1V legt, ist die 
nicht mehr als vollwertiger Ersatz des µA726 einsetzbar. Das ist die 
allerdings wegen der nur halb so großen Uce ohnehin nicht.

Der Spannungsabfall durch den Basisstrom von Transistor (B) an R2 erhöht 
den Hub am Ausgang des TL061, so dass der Transistor nicht den vollen 
möglichen Strom durch R3/R4 treiben kann. Alternativ könnte man unter 
Verzicht auf R2 R3/R4 im Wert erhöhen und hätte eine saubere Begrenzung, 
da die max. Ausgangsspannung des TL061 (+13,5V) die Basisspannung und 
damit den Emitter-/Kollektorstrom begrenzt. Man hätte dann mit weniger 
Aufwand eine Strombegrenzung die nicht vom Basisstrom des Transistor (B) 
bestimmt wird.

von Ralf J. (hennes008)


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Das Uce ist zwar mit 15V arg klein, aber dennoch sollte diese Spannung 
eigentlich nicht in der Schaltung auftreten, obwohl der Synthesizer mit 
-10V und +10V gespeist wird. I.d.R. sollten zwischen Kollektor und 
Emitter maximal 4V bis 5V gegen -1V auftreten.
Andererseits heißt das, dass ich die Widerstände (Heizung und 
Substrat-Transistor) ein wenig umrechnen muss, da ich keine +15V zur 
Verfügung habe, sondern eben nur -10V und +10V. Das sollte aber das 
geringste Problem darstellen.
Das Substrat muss unterhalb des niedrigsten Potenzials liegen. Da werde 
ich die Widerstände R5 und R6 auch noch mal kontrollieren, ob das 
Substrat (der Emitter) wirklich tiefer liegt, als das Potenzial am 
Emitter des Transistorpaares.

Danke für eure Ideen und viele Grüße
Hennes

von Lurchi (Gast)


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R3/R4 sollen schon klein sein, damit die Leistung auch im Transistor 
abfällt. R2 als Strombegrenzung, oder halt besser noch ein zusätzlicher 
Transistor der den Basisstrom weg regelt ist da schon angebracht.

Vereinfachen könnte man bei der 10 V Regelung - der Elko auf der 
Ausgangsseite ist nicht nötig.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Beitrag "[S] µA726 Doppeltransistor"
da hatten wir das Thema µA726 schon mal.

von Kurt Diedrich (Gast)


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Wir haben jetzt zwar schon 2020, aber falls das Thema noch aktuell sein 
sollte: Ich benutze einfach zwei ganz gewöhnliche Transistoren vom Typ 
BC547, umhülle sie mit Styropor und setze sie in ein kleines Kunststoff- 
oder Holzkästchen mit dicken Wänden (ca. 4 x 6 x 6 cm Außenmaße). In 
diesem Gehäuse befinden sich direkt neben den Transistoren noch zwei in 
Serie geschaltete 1/4-Watt Widerstände, die mit 12 V DC ohne 
Unterbrechung versorgt werden. Der Innenraum heizt sich nach 10 Minuten 
auf etwa 40 Grad auf. Danach kann der Exponentialkonverter für die VCOs 
auf Oktavreinheit abgeglichen werden. Das Ganze funktioniert wunderbar, 
und die Stimmung bleibt stabil (nach der genannten Aufheiz-Zeit). Die 
Genauigkeit der exponentiellen Kennlinie ist bei allen Transistoren 
gleich gut, so dass der verwendete Typ keine wesentliche Rolle spielt.

von Jens G. (jensig)


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Kurt Diedrich (Gast)

>Serie geschaltete 1/4-Watt Widerstände, die mit 12 V DC ohne
>Unterbrechung versorgt werden. Der Innenraum heizt sich nach 10
>Minuten
>auf etwa 40 Grad auf. Danach kann der Exponentialkonverter für die

Das kannste aber auch vollkommen weglassen, wenn da ohnehin nix geregelt 
wird. Den Temperaturunterschied zw. Sommer und Winter haste dann 
trotzdem, nur eben auf anderem Niveau ...

von sven_la (Gast)


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Heute nimmt dann vielleicht besser sowas wie den SSI2130 von 
http://www.soundsemiconductor.com/ Link zum Datenblatt gleich auf der 
Homepage.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Kurt Diedrich schrieb:
> Wir haben jetzt zwar schon 2020, aber falls das Thema noch aktuell sein
> sollte: Ich benutze einfach zwei ganz gewöhnliche Transistoren vom Typ
> BC547,

Einen dualen BC847BS. Besser thermogekoppelt als zwei BC547.

: Bearbeitet durch User
von Arno H. (arno_h)


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Gibt es auch matched als BCM847DS.

Arno

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