Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Feinsicherung 10mA wo kaufen?


von Axel S. (a-za-z0-9)


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Moin,

im Plattenspieler meiner Eltern (SP3001 aus der Tätärä) hat es die 10mA 
Feinsicherung für den Tonarmlift gerissen. Die Üblichen Verdächtigen 
bieten als kleinsten Wert nur 35mA. Kennt noch jemand eine Quelle für 
kleine Stückzahlen? (max. 10 Stück könnte ich mir vorstellen)

von Sebastian S. (amateur)


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Farnell hat ein paar im Angebot.
Solltest Du aber genauer werden, so kann Dir der Eine (oder der Andere) 
vielleicht helfen. Die meisten Sicherungen, im Elektronik Bereich haben 
das Format 5X20mm oder 6,3X32mm.

von hinz (Gast)


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http://www.littelfuse.com/~/media/electronics/datasheets/fuses/littelfuse_fuse_313_315_datasheet.pdf.pdf

Und die gibts auch bei den üblichen Verdächtigen. Vor einem Blick auf 
den Preis empfehle ich aber die Gummizelle zu betreten.

von MaWin (Gast)


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Etstens bezweifle ich dass da einr 10mA Sicherung drin ist.

Dann gibts die durchaus
http://tout-electrique.com/mesure-portable/574822-fusible-rapide-10ma-5x20-380v.html
aber frage nicht wie viele du für den Preis bekommst.
Ich würde eine Glühlampe nehmen, die trennt bei Überstrom auch
https://www.conrad.de/de/gluehlaempchen-mit-anschlusskabel-15-v-002-w-klar-beli-beco-inhalt-1-st-1437444.html
https://www.conrad.de/de/gluehlaempchen-mit-anschlusskabel-15-v-002-w-klar-beli-beco-inhalt-1-st-1437444.html

von (prx) A. K. (prx)


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In 6x32 gibts die z.B. bei TME - aber nicht ganz billig.
In 5x20 gibts da nur 20mA aufwärts.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Sebastian S. schrieb:
> Solltest Du aber genauer werden, so kann Dir der Eine (oder der Andere)
> vielleicht helfen.

<seufz>

Im Kontext "DDR-Gerät" hatte ich angenommen, daß jedem klar ist, daß 
"Feinsicherung" 20x5 bedeutet. Und ja, der Nennwert ist 10mA und flink.

Die Sicherung soll den Hitzdraht des Tonarmlifts schützen, wenn z.B. der 
Tonarm arretiert ist und der wedelnde Hundeschwanz den Plattenspieler 
startet :)

von (prx) A. K. (prx)


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Axel S. schrieb:
>"DDR-Gerät"

Vielleicht ist nicht jedem das Synonym "Tätärä" geläufig. ;-)

von Frosch (Gast)


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@ Axel

Es wäre schön, wenn Du einfach Klartext redest und man nicht erst 
herumraten muss.

von Cyborg (Gast)


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A. K. schrieb:
> In 5x20 gibts da nur 20mA aufwärts.

Die geht auch. So kritisch ist das ganze nicht.

von Huh (Gast)


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Frosch schrieb:
> @ Axel
>
> Es wäre schön, wenn Du einfach Klartext redest und man nicht erst
> herumraten muss.

Was ist an "10ma 5x20" unklar und rätselhaft?

von wrdlbrmft (Gast)


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Cyborg schrieb:
> A. K. schrieb:
>> In 5x20 gibts da nur 20mA aufwärts.
>
> Die geht auch. So kritisch ist das ganze nicht.

Kennst du den Plattenspieler?

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Moin,

vorab eine Entschuldigung: ich habe euch ganz umsonst aufgescheucht. 
Nachdem ich jetzt das Servicemanual des Plattenspielers besorgt habe und 
da in der Tat keine 10mA Feinsicherung gefunden habe, hat mein Vater das 
Gerät noch mal geöffnet und hatte sich deutlich falsch erinnert. Es ist 
die 500mA Sicherung nach dem Gleichrichter auf Niederspannungsseite. Und 
die ist nun doch problemlos zu besorgen.

Allerdings ist der Riemen hin (es lagen 4 Einzelteile lose im Gerät) und 
das Lager des Motors ist auch sehr schwergängig. Gut möglich, daß allein 
das feste Lager die Sicherung hat kommen lassen. Ob der Plattenspieler 
jemals wieder tut, ist fraglich. Zumindest mit Weihnachtsplatten sieht 
es düster aus.

Der Tonarm wird bei diesem Plattenspieler übrigens komplett mechanisch 
mit Energie aus dem Antriebstrakt bewegt und angehoben/abgesenkt.

von oszi40 (Gast)


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Axel S. schrieb:
> das Lager des Motors ist auch sehr schwergängig

Öl verharzt nach x Jahren. Einen Motor auseinandernehmen garantiert noch 
nicht in jedem Fall einen erfolgreichen Zusammenbau je nach Präzision.

von Jürgen B. (dl2jmb)


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Axel S. schrieb:
> das Lager des Motors ist auch sehr schwergängig.

Da dürfte die Quelle des Übels liegen.

Bei Drehkondensatoren aus DDR-Fertigung (RFT) sind häufig die Lager
völlig festgeklebt. Erst wenn man sie auseinandernimmt, reinigt
und neu schmiert, sind sie wieder drehbar.
Vielleicht wurde bei Deinem Motor das gleiche Schmierfett verwendet.

von Teo D. (teoderix)


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Axel S. schrieb:
> Der Tonarm wird bei diesem Plattenspieler übrigens komplett mechanisch
> mit Energie aus dem Antriebstrakt bewegt und angehoben/abgesenkt.

Nich das ich jetzt Tausende zerlegt hätte, aber is das nich normal?

von (prx) A. K. (prx)


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Teo D. schrieb:
> Nich das ich jetzt Tausende zerlegt hätte, aber is das nich normal?

Geht auch ohne klassischem Tonarm. Beispielsweise indem man den 
Plattenteller bewegt: 
http://www.hifi-studio.de/hifi-klassiker/Transcriptor/Transcriptor_Transcriber.htm
https://www.youtube.com/watch?v=vbAROj46e-0

von Teo D. (teoderix)


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A. K. schrieb:
> Geht auch anders:

Kenn ich, wollt aber keinen mit Riemenantrieb :)

Und zerlegt hab ich von den Teilen zum Glück keinen, mir reicht's 
schon an die vielen schönen Dampfradios zu denken etc... :´(

von Peter D. (peda)


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Axel S. schrieb:
> Zumindest mit Weihnachtsplatten sieht
> es düster aus.

Wozu gibt es Youtube.
Als Filter "Lang (> 20 Minuten)" auswählen, um Platten zu finden.
Ladt Dir das Gewünschte auf nen USB-Stick.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Jürgen B. schrieb:
> Vielleicht wurde bei Deinem Motor das gleiche Schmierfett verwendet.

Kein Schmierfett. Präzisionsmotoren (Band/Kassettengeräte, Platten- 
spieler etc.) verwenden traditionell Lager aus Sinterbronze. Die werden 
bei der Produktion in Öl eingelegt und saugen sich richtig voll. Die 
Kapillarwirkung sorgt dann dafür, daß immer Öl aus dem Reservoir in den 
Spalt zwischen Welle und Lagerbuchse gezogen wird. Es sei denn das Öl 
ist mal alle oder der Motor steht sehr lage still.

Gut, den Plattenspieler habe ich meinen Eltern vor 26 Jahren abgetreten, 
nachdem ich mir von den letzten Mark der DDR einen HK-PA 1203 gekauft 
hatte. Das einzige Teil was da mal gewechselt worden ist, ist die 
Abtastnadel. Sogar der Riemen war noch original.

Mal sehen ob dem Motor mit etwas Ballistol wieder auf die Beine geholfen 
werden kann. Nach dem Wechsel der Sicherung hat er sich zumindest (wenn 
auch etwas widerwillig) schon mal gedreht.

von Teo (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Mal sehen ob dem Motor mit etwas Ballistol wieder auf die Beine geholfen
> werden kann.

Wenn geht, regelrecht ne Zeit einlegen :)

von Teo D. (teoderix)


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von Huh (Gast)


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Teo D. schrieb:
> Axel S. schrieb:
>> Kein Schmierfett.
>
> http://www.ggt-gleitlager.de/de/technik/schmierung...
Genau, da wird auch beschrieben, daß für Sinterlager kein Fett verwendet 
wird, sondern das Lager bei der Herstellung in Öl eingelegt wird.

von MM (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Mal sehen ob dem Motor mit etwas Ballistol wieder auf die Beine geholfen
> werden kann.

Ich habe dafür Silikonöl genommen ohne klemmende Rückfälle (falls die 
Entscheidung zum Mittel noch wankt).

von MaWin (Gast)


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MM schrieb:
> Ich habe dafür Silikonöl genommen

"Für die Schmierung Metall-Metall ist Silikonöl denkbar schlecht 
geeignet."

von Teo D. (teoderix)


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MaWin schrieb:
> "Für die Schmierung Metall-Metall ist Silikonöl denkbar schlecht
> geeignet."

Ohje...
https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol#Zusammensetzung

von asdf (Gast)


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Teo D. schrieb:
> MaWin schrieb:
>> "Für die Schmierung Metall-Metall ist Silikonöl denkbar schlecht
>> geeignet."
>
> Ohje...
> https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol#Zusammensetzung

Irgendwie verstehe ich das nicht.
MM hat gesagt, daß er Silikonöl verwendet hat. Daraufhin sagte MaWin, 
daß Silikonöl schlecht geeignet ist.

Und jetzt kommst du mit der Zusammensetzung von Ballistol?

von Teo D. (teoderix)


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asdf schrieb:
> Irgendwie verstehe ich das nicht.

Beide haben irgendwie recht....

asdf schrieb:
> MM hat gesagt, daß er Silikonöl verwendet hat.

Hab ich auch und sogar bessre Erfolge erzielt, als mit geeigneteren 
Schmiermittel.
Ballistol scheint den alten Schmodder besser auszuspülen. Allerdings 
wurden die rettbaren, alle nach relativ kurzer Zeit abgestellt (1-2J).

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