Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Reedrelais vor oder nach Koppelkondensator


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von Christophe J. (chj)


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Hallo,

ich möchte ein Sinussignal (ca. 50-2000 Hz, mit Gleichstromanteil) über 
ein Reedrelais vor der Endstufe schalten. Momentan hängt die Sinusquelle 
(ein XR2206) mittels eines 470-nF-Koppelkondensators am Verstärker 
(einem TDA7052B).

Ist meine Annahme richtig, dass das Relais zwischen Koppelkondensator 
und Verstärker am besten aufgehoben ist (um Schaltknackser durch den 
Gleichstromanteil zu vermeiden)?

Grüße
chj

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Ohne weitere Bauteile drumherum spielt es keine Rolle, in welcher 
Reihenfolge die beiden Bauteile in Reihe geschaltet werden. Denn bei der 
Reihenschaltung fließt immer durch beide Bauteile der selbe Strom.

von Cyborg (Gast)


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Stefan U. schrieb:
> Denn bei der
> Reihenschaltung fließt immer durch beide Bauteile der selbe Strom.

Auch Gleichstrom durch einen Kondensator?

von oszi40 (Gast)


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---o/o---
Ob der Umladevorgang jetzt oder gleich stattfindet wird wenig 
Unterschied sein. Interessanter wäre die Schaltung. Ob irgendwo noch ein 
sinnreicher Ableitwiderstand ist?

von Christophe J. (chj)


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Siehe Schaltplan im Anhang - momentan sitzen C5 und R7 (dimensioniert 
wie im TDA-7052B-Datenblatt) direkt vor dem Eingang anstatt vor dem 
Relais.

von oszi40 (Gast)


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Ich würde erst mal die Leitung zum XR auftrennen (od. C5 zum Test kurz 
auslöten) um zu prüfen ob "der Plopp" noch da ist. Es könnten nämlich 
auch Umadevorgänge weiter hinten in der Endstufe einen Plopp erzeugen? 
Deswegen wird bei einigen Hifi-Geräten der Lautsprecher erst verzögert 
zugeschaltet.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wenns auf jeden Fall ploppfrei sein soll, machst du einen C vor und 
hinter dem Reedrelais und an beide Enden des Kontaktes einen hochohmigen 
Widerstand gegen Masse, 47k -470k.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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>> Denn bei der
>> Reihenschaltung fließt immer durch beide Bauteile der selbe Strom.

> Auch Gleichstrom durch einen Kondensator?

Da der Kondensator keinen Gleichstrom durchlässt, fließt auch durch den 
Relaiskontakt kein Strom. Wie gesagt fließt durch alle in Reihe 
geschalteten Teile der selbe Strom. Das ist ein Grundgesetz der 
Elektrizität.

von R. M. (Gast)


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Da der XR2206 an seinem Ausgang einen Gleichspannungsanteil hat, gibt es 
beim ersten Einschalten auf jeden Fall einen lauten Plautzer.
Wenn Du den vermeiden möchtest, dann am Besten 
XR-Ausgang->Koppelkondensator, Ableitwiderstand nach Masse, dann 
Relaiskontakt zur Endstufe. Deren Eingang scheint ja (fast) 
Gleichspannungsfrei zu sein.
mfG

von Christophe J. (chj)


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Vielen Dank erstmal für die bisherigen Antworten.

Leider habe ich immer noch deutliche Schaltklicks. Im Anhang die 
Schaltung, wie sie momentan aussieht. Die Klicks werden, soweit ich das 
beurteilen kann, aber nicht durch einen (hier nicht vorhandenen) 
Gleichspannungsanteil verursacht, sondern weil nicht beim Nulldurchgang 
des vom XR2206 kommenden Sinus geschaltet wird.

Gibt es eine nicht allzu aufwendige Möglichkeit, das Sinussignal bei den 
Schaltvorgängen gedämpft ein- bzw. ausschwingen zu lassen?

von Route_66 H. (route_66)


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Christophe J. schrieb:
> Gibt es eine nicht allzu aufwendige Möglichkeit, das Sinussignal bei den
> Schaltvorgängen gedämpft ein- bzw. ausschwingen zu lassen?

Ja, über den Eingang DC-volume-control (Pin 4).

von Christophe J. (chj)


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Die Idee hatte ich ursprünglich verworfen, weil ich angenommen hatte, 
dass mir dann der (nicht schnell genug schaltende) Mute-Modus des 
TDA7052B in die Quere kommt - und die unklaren Angaben zur 
Funktionsweise des Volume-Control-Pins im Datenblatt waren auch nicht 
gerade hilfreich.

Habe es nun aber trotzdem mal getestet, und es funktioniert tatsächlich 
wie gewünscht. Danke! :-)

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