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Forum: HF, Funk und Felder LED Leuchten stören Radioempfang


Autor: Christoph K. (chriskuku)
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Ich habe in der Küche ein paar 230V LED Leuchten, die den UKW 
(neudeutsch:FM) Empfang stören. Darf das sein?

--
Grüße
Christoph

Autor: Alex W. (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Darf das sein?

Nein

Autor: wegdamit (Gast)
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Ikea um die Ohren hauen. China-Mist.

Autor: Christoph K. (chriskuku)
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Alex W. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Darf das sein?
>
> Nein

Gut, rhetorische Frage einsilbig beantworten ist auch'n Beitrag.

Autor: Huh (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Alex W. schrieb:
>> Christoph K. schrieb:
>>> Darf das sein?
>>
>> Nein
>
> Gut, rhetorische Frage einsilbig beantworten ist auch'n Beitrag.

Was soll man sonst noch sagen?
Es darf nicht sein, deshalb ist die einzige Lösung: Zurück geben!

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Christoph K. schrieb:
> Gut, rhetorische Frage einsilbig beantworten ist auch'n Beitrag.

Dann solltest Du Deine rhetorischen Fragen als solche kennzeichnen. Und 
da Deine Ursprungsnachricht ausschließlich aus einer solchen Frage 
bestand, musste man durchaus annehmen, dass die Frage ernstgemeint war.

Die Antwort "Nein" beantwortet zudem die Frage in dem genau richtigen 
Umfang.

Autor: F. B. (flump)
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Man könnte jetzt sicher auch schreiben, dass die Lampe niemeals einen 
EMV Test (Störausstrahlung) erfolgreich bestanden hätte oder etwas in 
die Richtung ;-)

Aber ich finde die Aussage NEIN eigentlich gut, weil Sie den Nagel auf 
den Kopf trifft.

Ich habe einmal bei 12Volt (Halogenstrahler Ersatz) LED Leuchtmittel das 
Gehäuse kaputt gemacht und die Platinen mit Wärmeleitkleber auf ein Alu 
Blech (t=10mm) geklebt um für den Arbeitsplatz gebündelt eine gute 
Ausleuchtung zu bekommen.

-> Im Lampensockel stören Sie das Radio nicht, da das Gehäuse 
beschichtet ist (zumindest meine Vermutung)

-> Offen aufgeklebt stören Sie das Radio

Wobei ja nicht die LEDs selber emv-technisch strahlen, sonder das 
Schaltnetzteil vor den LEDs (egal ob buck-converter oder 
boost-converter)

Autor: F. B. (flump)
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Nach meinem Verständnis dürften Sie dann kein CE Zeichen tragen.

Aber wie sieht es mit der Schwankung der Bauteilwerte aus ?
Oder Schwankungen in der Beschichtung/Material welches die 
Störausstrahlung verhindern sollte ?
Kann die dazu führen, dass im Einzelfall eine LED-Lampe die 
Anforderungen nicht erfüllt ?

Ich kenne mich in diesem Gebiet leider nicht so extrem gut aus, aber 
wäre interessant, ob dies der Fall seien darf.

Autor: Sven D. (sven_la)
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Hier gehört als erstes gemessen. Schliesslich kann die Lampe auch völlig 
in Ordnung sein und die EMV Grenzwerte einhalten. Dann wäre das Radio 
das Problem.

Autor: Funker (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Ich habe in der Küche ein paar 230V LED Leuchten, die den UKW
> (neudeutsch:FM) Empfang stören.

Weder ist FM an UKW gebunden, noch ist UKW auf FM beschränkt.
Meinst du Radio mit  Breitband FM 300kHz im 100MHz-Bereich?

Christoph K. schrieb:
> Gut, rhetorische Frage einsilbig beantworten ist auch'n Beitrag.

Was ist an der Frage rethorisch?

Es gibt Grenzwerte für EM-Störpegel und die müssen eingehalten werden. 
Irgendein "UKW (neudeutsch:FM)" ist kein Kriterium, allenfalls ein 
Indiz, dass da Grenzwerte überschritten sein könnten. Die 
vorgeschriebenen Grenzwerte nehmen aber wenig Rücksicht auf die 
Empfindlichkeit irgendwelcher Empfänger, sondern sind mehr durch 
wirtschaftliche Interessen getrieben.

Autor: Funker (Gast)
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F. B. schrieb:
> Ich kenne mich in diesem Gebiet leider nicht so extrem gut aus ...

"extrem gut" würde ich mal durch "kaum" ersetzen. Das dürfte es besser 
treffen, auch wenn es sich nicht so gut anhört ;-)

SCNR

Autor: F. B. (flump)
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Ok, die Lampe/Leuchtmittel wird man ziemlich problemlos zurückgeben 
können und man kann auch schauen ob mit einer neuen Lampe der Empfang 
besser wird.

Aber grundsätzlich würde mich schon interessieren, wie es gehandhabt 
wird, wenn ein Gerät mit CE Kennzeichnung (sollte ja dann die EMV Normen 
erfüllt haben) durch technische "Probleme" (eher Schwankungen) bei der 
Fertigung, die Normen nicht mehr schafft.

Das "kaum" lasse ich gelten, ich weis zumindest wie ein EMV Test 
aussieht und kann in der NORM nachsehen welche Grenzwerte hier 
eingehalten werden müssen.

Autor: asdf (Gast)
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Funker schrieb:
> F. B. schrieb:
>> Ich kenne mich in diesem Gebiet leider nicht so extrem gut aus ...
>
> "extrem gut" würde ich mal durch "kaum" ersetzen. Das dürfte es besser
> treffen, auch wenn es sich nicht so gut anhört ;-)
>
> SCNR

Stimmt. Klingt wirklich komisch, wenn er schreiben würde
> Ich kenne mich in diesem Gebiet leider nicht so kaum aus ...
;-)

Autor: Funker (Gast)
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F. B. schrieb:
> Aber grundsätzlich würde mich schon interessieren, wie es gehandhabt
> wird, wenn ein Gerät mit CE Kennzeichnung (sollte ja dann die EMV Normen
> erfüllt haben)

CE bedeutet: Der Verkäufer ist der Meinung/behauptet, dass ...
Und der Zoll prüft bei der Einfuhr erstmal nicht, ob die Normen erfüllt 
sind, sondern, ob der Aufkleber drauf ist.

Bei Dieselautos hat sich die Zulassungsbehörde bei der Typzulassung auch 
jahrelang nicht um die tatsächliche Zusammensetzung der Abgase 
gekümmert.

Autor: Christoph K. (chriskuku)
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Bei IKEA kann man ja so ziemlich alles zurückgeben, wenn's nicht gerade 
due eigene Schwiegermutter ist.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
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Christoph K. schrieb:
> Bei IKEA kann man ja so ziemlich alles zurückgeben, wenn's nicht gerade
> due eigene Schwiegermutter ist.

Die ist meist auch aus anderem Holz...
;-)
MfG Paul

Autor: jürgen (Gast)
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Die Grenzwerte mögen ja überschritten sein, aber nach dem neuen 
EMV-Gesetz liegt das Einschreiten im Ermessen der BundesNetzAgentur und 
die sagt jetzt meist: Nimm doch Internet!
Dass der Händler die Leuchten zurücknimmt, ist unwahrscheinlich.

Die ganze Störstrahlungs-Gesetzgebung ist ein schönes Beispiel dafür,
wie sehr uns die Industrielobby beherrscht. Im Bundestag haben die sogar 
ihre eigenen Büros. Die Grenze zur K......... ist da leicht 
überschritten.

Ausführliches zu dieser Problematik kann man auf der Webseite des DARC 
nachlesen.

Autor: HF-Werkler (Gast)
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Hallo,
klar kann es sein, dass die Leuchte den Empfang eines schwachen Signals 
stören kann, selbst wenn alle Grenzwerte beim Test und in der Produktion 
eingehalten werden.

Ein "Pass" bei der EMV bedeutet nur, dass der Störpegel nicht extrem 
hoch ist, sondern unterhalb einer definierten Feldstärke liegt. Schwache 
Sender können aber u.U. in Innenräumen gerade noch Empfangbar sein, und 
dabei unterhalb der zulässigen Störabstrahlung der LED-Leuchte liegen.

Weiterhin können eine "kreative" Verkabelung zu starken 
Störabstrahlungen führen (Hin und Rückleiter nicht parallel geführt, 
z.B. gerne vorhanden bei alten Wechslerschaltungen mit zwei 
Lichtschaltern).

Gruss

Autor: BastelIng (Gast)
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Kann man sowas eigentlich irgendwie an die BNetzA schicken - so dass sie 
es prüfen müssen?

Ob man nun für 3 Euro Ersattung zum Möbelmarkt oder Discounter fährt - 
und sich dann statt mit einem störenden mit einem womöglich gut 
"brandverursachenden" oder kindermordendem Isolationsschaden - 
Ersatzprodukt beglücken lässt wäre mir mittlerweile nicht mehr egal.

Ich fahre da nur ab und an als maligner Schnäppchenjäger mit einem 
Sammlerkollegen hin - wenn ich nach dem viel zu seltenen Sammstags- 
Antiquitätenflohmarktbummel den Laden ohne weiteren Einkauf mit seinem 
vermutlich bezüglich der vollkosten subventionierten Frühstückspreis 
schädigen möchte.

Als hier ansässiges Kleinunternehmen wird man mit Vorschriften gequält - 
und die Großen versuchens mit "lassDichNichtErwischen - 
ZahlIchAusDerPortokasse" die paarhunderttausend für den Rückruf stören 
die doch bestimmt nicht wirklich.

Letztens hing dort im Ausgangsbereich ein schäbiger DinA3? Zettel mit 
dem Rückruf eines LED Nachtlichts bei dem der Deckel abfallen könnte. 
Stromschlaggefahr. Wer das wohl liest. Ob das doll in der Zeitung war? 
Hauptsache schön billig.

Vielleicht doch mal MadeInGermany kaufen.
Meine Vosla LED-Fadenlampenbirne aus heimischer Ernte leuchtet seit ca 4 
Jahren problemlos 8-12 Stunden am tag im Flur vor sich hin. Der 
Spektrumanalysator im Nachbarraum hat sich noch nicht darüber beschwert. 
Die diversen Empfänger auch nicht.

Autor: Ham (Gast)
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Hallo

"Vielleicht doch mal MadeInGermany kaufen.
Meine Vosla LED-Fadenlampenbirne aus heimischer Ernte leuchtet seit ca 4
Jahren problemlos 8-12 Stunden am tag im Flur vor sich hin. Der
Spektrumanalysator im Nachbarraum hat sich noch nicht darüber 
beschwert."

Ob die wirklich Made in Germany sind wage ich zu bezweifeln - eventuell 
"assembled in Germany by Robots".
Aber wenn der Auftraggeber aus Deutschland (Europa, USA, Japan) kommt, 
genaue Vorgaben (evtl. eigenes Design) macht und nicht nur auf den Preis 
schaut kann auch der "Chinamann" hervorragende Qualität abliefern.

Ansonsten:
Bitte mal weniger Bildzeitung lesen und weniger RTL schauen
die Energiesparleuchten welche du wohl ansprichst sind weder 
Kernbrennstäbe noch sind sie mit Flusssäure befüllt oder beinhalten 
Stoffe die zum Kindesmord oder zur Brandanfachung geeignet sind 
(Extremer Missbrauch mal abgesehen - aber dann ist auch Wasser, Salz und 
sogar Obst aus öklogischen Anbau potentielle Mordwerkzeuge...) .
Ham

Autor: Inschenör (Gast)
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Meine Mikrowelle in der Küche stört den WLAN Empfang, das finde ich noch 
schlimmer als UKW.

Autor: B. B. (Firma: 3B LED) (waflija)
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Fangen wie mal vorne an:

Die Lampe darf natürlich nichts anderes stören. Siehe die angesprochene 
EMV Richtlinie.
Stellst du jetzt eine Störung fest, bau das Ding aus und gib es zurück. 
Hier gehts dann auch soweit ich weiß nicht um Garantie, sondern 
Gewährleistung. Der Hersteller hat dir ja ein Produkt verkauft, was 
nicht den gültigen Standards entspricht. Theoretisch müsste der 
Hersteller dann einen Rückruf starten, falls das an der Serie liegt. Du 
kannst das auch den zuständigen Behörden direkt melden, da passiert aber 
alles recht langsam.

Finden tust du die hier:
https://webgate.ec.europa.eu/icsms/public/authoritySearch.jsp?locale=de

Stellt jemand anders es fest, z.B. ein Amateurfunker in der 
Nachbarschaft ruft der die Bundesnetzagentur an. Wenn du nett nachbohrst 
oder als Funker den richtigen kennst kommt innerhalb kurzer Zeit der 
Funkmesswagen. Der misst dann deine Birne ein und stellt dir als 
Verursacher der Störung eine saftige Rechnung. (zwischen einigen Hundert 
bis 20.000€ Rechnungen habe ich da schon gehört) Je nachdem wie lange 
dir brauchen. Theoretisch kann man sich das Geld dann wohl vom 
Hersteller wieder zurück klagen...

PS: Ich wette das Vosla die Dinger nicht in DE herstellt. Die Faden-LEDs 
sind nämlich sicherlich auch nur zugekauft. Außerdem: Auch in DE kann 
man Schrott herstellen. Es geht nicht um die Nationalität sondern die 
Qualitätsansprüche und Kontrolle des Chefs :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Sven D. (sven_la)
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B. B. schrieb:
> Die Lampe darf natürlich nichts anderes stören. Siehe die angesprochene
> EMV Richtlinie.

Das ist falsch. Solange die Störaussendung einen festgelegten Pegel 
nicht überschreitet darf die LED Lampe stören so viel sie will.

Autor: Michael K. (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)
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Inschenör schrieb:
> Meine Mikrowelle in der Küche stört den WLAN Empfang, das finde ich noch
> schlimmer als UKW.

Deswegen liegt WLAN im 2,4Ghz Bereich.
Durch die massenhafte Verwendung von Mikrowellenöfen ist der Bereich 
kommerziel nicht zu nutzen und jeder darf darauf herumjuckeln fast wie 
es ihm passt.
Die einzuhaltenden Grenzwerte sind in dem Bereich sehr großzügig.

jürgen schrieb:
> Die Grenzwerte mögen ja überschritten sein, aber nach dem neuen
> EMV-Gesetz liegt das Einschreiten im Ermessen der BundesNetzAgentur
Was super gut ist.
Warum sklavisch Grenzwerte einhalten wenn in bestimmten Fällen Ausnahmen 
gemacht werden können ?
Wir hatten mal einen Fall wo ein Gerät durch den EMI Test gekommen ist, 
jahrelang an einen sehr spezielen Kunden verkauft wurde und erst nach 
einer Modifikation und ereutem Test aufgefallen ist das das Labor damals 
einen Bock geschossen hat und das Gerät in der Realität strahlte wie ein 
Weihnachtsbaum.
Der Kunde konnte das in seinem Einflussbereich trotzdem per Ausnahme 
genehmigen weil die Erfahrungswerte eindeutig kein Problem zeigten und 
wir trotz intensivster Bemühungen noch nicht mal in die Nähe der 
vorgschriebenen Grenzwerte kamen.

> Die ganze Störstrahlungs-Gesetzgebung ist ein schönes Beispiel dafür,
> wie sehr uns die Industrielobby beherrscht. Im Bundestag haben die sogar
> ihre eigenen Büros.
Jetzt stell ich mir gerade vor was die Politik für Gesetze erlassen 
würde ohne die fachkundige Unterstützung der Industrie.
Ein FU müsste die gleichen Grenzwerte einhalten wie ein USB Stick und 
schwups gäbe es keine FUs mehr in der EU.

Es ist nicht alles böse in der Verquickung zwischen Politik und 
Industrie.
Vernünftige Zusammenarbeit zwischen beiden sichert unseren 
Wirtschaftsstandort und unsere Einkommen.

B. B. schrieb:
> Der misst dann deine Birne ein und stellt dir als
> Verursacher der Störung eine saftige Rechnung. (zwischen einigen Hundert
> bis 20.000€ Rechnungen habe ich da schon gehört) Je nachdem wie lange
> dir brauchen. Theoretisch kann man sich das Geld dann wohl vom
> Hersteller wieder zurück klagen...
Was für ein hahnebüchender Unsinn !
Es wird die Ausserbetriebnahme vefügt und der Hersteller / Importeur 
bekommt auf die Mütze.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Michael K. schrieb:
> Es ist nicht alles böse in der Verquickung zwischen Politik und
> Industrie.
> Vernünftige Zusammenarbeit zwischen beiden sichert unseren
> Wirtschaftsstandort und unsere Einkommen.

Genau so ist es. Ohne eine entsprechende Zusammenarbeit wäre die 
Buschtrommel das modernste Kommunikationsmittel, vielleicht noch ein 
paar staatlich betriebene Postkutschen. Als Industrieunternehmen ist man 
primär daran interessiert, Produkte auf den Markt zu bringen, die von 
den Kunden akzeptiert werden. Es geht nicht daran, möglichst schädliche 
Produkte zu verkaufen.

Viele Standandisierungen erfolgen auch nicht etwa, weil der Staat 
unbedingt einheitliche Produkte sehen will, sondern um die 
Interoperabilität zu verbessern und vor allen auch im Bereich des 
Wareneinkaufes einen Wettbewerb zu schaffen. Ein schönes Beispiel sind 
Schrauben. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Schrauben nicht 
standardisiert waren. Wenn jemand eine Schraubverbindung benötigte, 
stellte er sich an die Drehbank oder nahm eine Feile, dachte sich 
Durchmesser, Steigung und Gewindeform aus und legte los. Erst später 
erkannte man die Kostenvorteile standardisierter Schrauben.

Autor: B. B. (Firma: 3B LED) (waflija)
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Sven D. schrieb:
> Das ist falsch. Solange die Störaussendung einen festgelegten Pegel
> nicht überschreitet darf die LED Lampe stören so viel sie will.

Auch falsch. Jedes Gerät hat eine "sende" Toleranz bis zum Pegel von X, 
im Gegenzug muss aber jedes Gerät aber mindestens genau diesen Pegel X 
vertragen, dass ist in der EMV auch festgelegt. Am Ende sollten also 
alle Geräte friedlich miteinander leben können, ohne das eines eine zu 
starke Störung sendet oder abbekommt. Tritt also bei einem Gerät eine 
Störung auf, ist eines der beiden Geräte nicht standardkonform.
Bei Endkundengeräten ist der Pegel der erlaubten Störungen extrem 
niedrig, daher sind gerade Retrofit Leuchtmittel häufig ein Problem.

Fest steht: Stört die LED ein wenige Meter entferntes Radio 
überschreitet dass in jedem Fall die Grenzwerte und zeigt eine 
magelhafte Verarbeitung oder schlechte Bauteile Punkt.

Autor: Sven D. (sven_la)
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B. B. schrieb:
> Sven D. schrieb:
>> Das ist falsch. Solange die Störaussendung einen festgelegten Pegel
>> nicht überschreitet darf die LED Lampe stören so viel sie will.
>
> Auch falsch. Jedes Gerät hat eine "sende" Toleranz bis zum Pegel von X,
> im Gegenzug muss aber jedes Gerät aber mindestens genau diesen Pegel X
> vertragen, dass ist in der EMV auch festgelegt.

Genau nichts anderes schrieb ich. Wenn die LED den Grenzwert einhält und 
das Radio nicht EMV konform ist, darf die LED stören. Dies ist nicht der 
LED anzulasten.

B. B. schrieb:
> Tritt also bei einem Gerät eine
> Störung auf, ist eines der beiden Geräte nicht standardkonform.

B. B. schrieb:
> Fest steht: Stört die LED ein wenige Meter entferntes Radio
> überschreitet dass in jedem Fall die Grenzwerte und zeigt eine
> magelhafte Verarbeitung oder schlechte Bauteile Punkt.

Deswegen schrieb ich bereits weiter oben:

Sven D. schrieb:
> Hier gehört als erstes gemessen. Schliesslich kann die Lampe auch
> völlig
> in Ordnung sein und die EMV Grenzwerte einhalten. Dann wäre das Radio
> das Problem.

Autor: B. B. (Firma: 3B LED) (waflija)
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Michael K. schrieb:
> Was für ein hahnebüchender Unsinn !
> Es wird die Ausserbetriebnahme vefügt und der Hersteller / Importeur
> bekommt auf die Mütze.

Ich habe die Beiträge aus der CQ-DL leider nicht mehr. Aber da tauchen 
regelmäßig entsprechende Kurzmeldungen auf und man findet sie sicherlich 
auch im Archiv. ich zitiere mal aus dem Merkblatt des Vereins zu 
Störungsmeldungen "In diesen Fällen ist die
Bundesnetzagentur berechtigt, den entstandenen Aufwand dem 
Störungsverursacher in Rechnung zu stellen." Störungsverursacher ist der 
Betreiber / Besitzer der Anlage. Das ganze fällt grob in den Bereich 
Betreiberhaftung / Störerhaftung.
Der Störungsverursacher darf sich dann wieder mit einem Schadenersatz an 
den Hersteller wenden, da er ja ein Produkt mit nicht eingehaltenen 
Vorschriften verkauft hat.
Es gab zu dem Thema sogar eine Reportage der ÖRE, da genau dieses 
Szenario einigen Ebay Kunden passiert ist. Der (deutsche) Händler war 
dann pleite und die Kunden blieben auf dem Schaden sitzen.

Ein defekter Toaster kostet dich auch sicherlich keine 20k€, auch wird 
die BNA nicht für jede Meldung einen Messwagen schicken.

Autor: B. B. (Firma: 3B LED) (waflija)
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Sven D. schrieb:
> Genau nichts anderes schrieb ich. Wenn die LED den Grenzwert einhält und
> das Radio nicht EMV konform ist, darf die LED stören. Dies ist nicht der
> LED anzulasten.

Dann sind wir uns ja einig. Das so etwas hier im Forum noch einmal vor 
kommt. ;)

Ich bleibe trotzdem dabei, dass die Wahrscheinlichkeit des Leuchtmittels 
als Verursacher sehr hoch ist. Gerade Radio und Fernsehfrequenzen sind 
besonders geschützt und die Grenzwerte extrem niedrig. Würd ich in jedem 
Fall zurück bringen, man kann da ja auch Spaß mal nach dem EMV-Ergebnis 
fragen. Haben müssten die sowas ja.

Autor: Michael K. (Firma: Knoelke Elektronik) (knoelke)
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B. B. schrieb:
> Es gab zu dem Thema sogar eine Reportage der ÖRE, da genau dieses
> Szenario einigen Ebay Kunden passiert ist.

Die sicher durch den China Direktimport zum Inverkehrbringer geworden 
sind und damit voll haftbar für nicht konforme Geräte.
Die gleichen die Rotz und Wasser heulen und sich echauffieren wenn der 
Zoll ihre Chinakracher garnicht erst ins Land lässt.

Das Privatkunden des innereuropäischen Handels mit irgendwelchen 
finanziellen Forderungen konfrontiert werden wenn sie Geräte 
bestimmungsgemäß einsetzen und sich den Verfügungen der 
Bundensnetzagentur beugen halte ich für ein Gerücht.

Wenn Du zuverlässige anderslautende Quellen hast lasse ich mich jedoch 
eines besseren belehren.

Autor: HF-Werkler (Gast)
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B. B. schrieb:
> Sven D. schrieb:
> Ich bleibe trotzdem dabei, dass die Wahrscheinlichkeit des Leuchtmittels
> als Verursacher sehr hoch ist. Gerade Radio und Fernsehfrequenzen sind
> besonders geschützt und die Grenzwerte extrem niedrig.
Soso...

Wie hoch sind denn die nach deiner Meinung die geltenden Grenzwerte und 
welche Frequenzen sind "besonders" geschützt? Wann war die letzte 
EMV-Messung, bei der du im Labor deines Vertrauens zugegen warst?

Nach der mir bekannten in Europa aktuell angewandten Norm, sehe ich 
keinen speziellen Schutz für den "UKW-Bereich". Die zulässige Limitlinie 
für gestrahlte Emissionen ist Flach von 30MHz bis 230MHz und bei 
zeitgemässer Messtechnik weit entfernt von der "Rauschgrundlinie"(in den 
zertifizierten Laboren so ca. 20-30dB bei 10m Messentfernung).

Daher kann es sehr wohl der Fall sein, dass ein schwacher UKW-Empfang 
gestört wird, trotz Einhaltung der EMV-Limite durch die LED-Leuchte.

Siehe Fall des TE: Innenantenne am Empfänger, Nahe am LED-Leuchtmittel

Also einfacher gesagt, obwohl beide Geräte EMV-Konforn sind, kann es bei 
naher Plazierung und schlechtem Empfang (niedriger Empfangspegel des 
gewünschten Senders) zu Störungen kommen.

Autor: Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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HF-Werkler schrieb:
> Also einfacher gesagt, obwohl beide Geräte EMV-Konforn sind, kann es bei
> naher Plazierung und schlechtem Empfang (niedriger Empfangspegel des
> gewünschten Senders) zu Störungen kommen.

Dann kann man also dem Betreiber des Rundfunksenders die für den 
Funkmesstrupp entstandenen Kosten aufbürden, wenn er nicht im gesamten 
Sendegebiet für ordentliche Empfangspegel sorgt. :-)

Autor: W.S. (Gast)
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Christoph K. schrieb:
> Bei IKEA kann man ja so ziemlich alles zurückgeben..

Bloß: WARUM?

Also, wollt ihr nun über die Schlechtheit der Welt jammern?

Meine Antwort ist: Nimm ein paar Doppelloch-Kerne zur Hand und schleife 
jeweils einen in die Zuleitungslitzen deiner Fassung ein - je näher an 
der Fassung, desto besser. Ich meine damit so etwa 1 bis 5 cm und nicht 
mehr. Und je einen Kern für jede Litze, also pro Lampe ZWEI Stück.

Das sollte das Problem lösen. Und glaube bloß nicht, du könntest es mit 
dem Zurückgeben und Verwenden eines "deutschen" Produktes lösen. Die 
sind nämlich auch nicht besser.

Allenfalls könntest du mit einer klassischen Glühbirne (also die Dinger 
mit dem Wolframdraht) die Sache aus der Welt schaffen.

W.S.

Autor: voltwide (Gast)
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Paul B. schrieb:
> Christoph K. schrieb:
>> Bei IKEA kann man ja so ziemlich alles zurückgeben, wenn's nicht gerade
>> due eigene Schwiegermutter ist.
>
> Die ist meist auch aus anderem Holz...
> ;-)
> MfG Paul

You made my day!

Autor: voltwide (Gast)
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Wie schon geschrieben wurde, garantiert auch die Einhaltung der 
Normwerte nicht störungsfreien Radioempfang in unmittelbarer Nähe des 
Störers.
An die zunehmende Anzahl von Störquellen werden wir uns gewöhnen 
(müssen).
Im Bastelkeller habe ich letztlich ein 44W-LED-Deckenarbeitslicht 
angebracht, das nun das ca 1m entfernte Transistorradadio auf UKW 
störte.
Ein Entstörferrit über dem Netzkabel nahe der Lampe hat eine deutliche 
Verbesserung gebracht.

Autor: Uwe D. (monkye)
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Christoph K. schrieb:
> Alex W. schrieb:
>> Christoph K. schrieb:
>>> Darf das sein?
>>
>> Nein
>
> Gut, rhetorische Frage einsilbig beantworten ist auch'n Beitrag.

Cool, was der Eine "erwartet" und der Andere antwortet. Geschlossene 
Frage, da ist ein Ja/Nein legitim.

Viele Beiträge lese ich nur wegen der angewendeten Kommunikation. Der 
Sachinhalt gerät häufig schnell aus dem Fokus.

Nichts für ungut.

Autor: Zo Z. (zozok)
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Einige Exemplare stören den UKW-Empfang und WLAN, andere stören gar 
nicht.

Eine Störung des Radioempfangs in mehreren Metern Entfernung ist 
meistens nicht OK, besonders wenn Du Nachbarn hast.

Laien/Verbraucher sollen gar nichts an Elektroanlagen basteln, vergiß 
also ganz schnell alle gutgemeinte Ratschläge mit irgendwelchen 
Ferriten, die ohnehin nur bei Einströmungen und nur bedingt helfen.

LED-Spot-Serien verschwanden öfter plötzlich und kommentarlos mit 
Importverbot wegen Nichteinhaltung der Grenzwerte.

BTW ein IKEA-Schrott-Beispiel

http://www.ikea.com/ms/de_DE/pdf/recall/KW06_recall.pdf

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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Sven D. schrieb:
> B. B. schrieb:
>> Die Lampe darf natürlich nichts anderes stören. Siehe die angesprochene
>> EMV Richtlinie.
>
> Das ist falsch. Solange die Störaussendung einen festgelegten Pegel
> nicht überschreitet darf die LED Lampe stören so viel sie will.

Es kann ja sein dass sie direkt in die ZF (oder gar NF) gelangt, die 
Grenzwerte aber trotzdem einhält.
Das wäre dann das "Problem" des UKW-Radios.

 Kurt

Autor: Bernd K. (prof7bit)
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Michael K. schrieb:
> Jetzt stell ich mir gerade vor was die Politik für Gesetze erlassen
> würde ohne die fachkundige Unterstützung der Industrie.
> Ein FU müsste die gleichen Grenzwerte einhalten wie ein USB Stick und
> schwups gäbe es keine FUs mehr in der EU.

Da hat dann die Industrie aber anscheinend ganz schön geschlampt an dem 
Tag als sie der Politik die gewünschten Abgasgrenzwerte für 
Dieselfahrzeuge diktiert haben.

Autor: michael_ (Gast)
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Kurt B. schrieb:
> Es kann ja sein dass sie direkt in die ZF (oder gar NF) gelangt, die
> Grenzwerte aber trotzdem einhält.
> Das wäre dann das "Problem" des UKW-Radios.

Höchstwahrschenlich nicht.
Wenn es dort Probleme geben sollte, dann gibt es massive Probleme im 
gesamten Frequenzbereich.

Autor: Kurt B. (kurt-b)
Datum:

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michael_ schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>> Es kann ja sein dass sie direkt in die ZF (oder gar NF) gelangt, die
>> Grenzwerte aber trotzdem einhält.
>> Das wäre dann das "Problem" des UKW-Radios.
>
> Höchstwahrschenlich nicht.
> Wenn es dort Probleme geben sollte, dann gibt es massive Probleme im
> gesamten Frequenzbereich.

Ob nur schwach Stationen gestört werden, oder die Störung "überall" 
auftritt das wissen wir ja (noch) nicht.

Selbst starke UKW-Sender (FM) erzeugen keine hörbaren Störungen wenn sie 
direkt in die NF einstreuen, da gibt's höchsten 
Klirrfaktorverschlechterung.
AM-Signale, so wie sie bei Schaltnetzteilen oder AM-Sendern usw. 
auftreten, durchaus.
Typisches Beispiel waren die Pagerufsender die unten bei 87,5 MHz in AM 
sendeten, diese kamen immer durch sobald sie den Weg in den NF-Teil 
gefunden hatten (BE-Strecke als Gleichrichtung).

 Kurt

Autor: Chris (Gast)
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Ich habe über dem Basteltisch 3 kaltweiße 10W Flutlichter hängen sowie 
1x 20W mit warmweißem Licht. Eine dieser Lampen ging einige Zeit nach 
dem Kauf kaputt: Bei der verbauten LED hatten die Bonddrähtchen gelöst. 
Ich habe sie damals mit einer neuen LED (1€ aus China) repariert und 
keine Probleme mehr damit gehabt.

Nach 2 Jahren Betrieb der Lampen stellten wir fest, dass sie massive 
Störungen auf den unteren Amateurfunkbändern verursachen. Mit einem 
Weltempfänger-Radio konnten wir den Lärm auch noch in der Parallelstraße 
stark hören.

Die damals reparierte Lampe war mit Abstand der stärkste Störer (nun 
stillgelegt). Interessanterweise befindet sich auf dieser Lampe, im 
Gegensatz du den anderen scheinbar baugleichen, auch kein Label. Somit 
auch keine Herstellerangabe, kein CE-Zeichen, keinerlei Aufdruck eben. 
Ich versuche im Moment, nachzuvollziehen, wo ich sie gekauft habe.

Leider verursachen die anderen Lampen ebenfalls Störungen, wenn auch 
deutlich schwächer. Es handelt sich um breitbandige Signale, die im 
Abstand von 10 ms synchron zur Netzfrequenz auftreten und im Funk als 
100 Hz Brummen zu hören sind. Die Lampe ohne Label pulste nicht 
netzsynchron.

Ich bin noch nicht sicher, wie ich das Problem jetzt lösen kann. Die 
Lampen kosteten 10 € / Stück. Da ein neues ordentlich entstörtes 
Netzteil einzubauen, wird vermutlich teurer und ich müsste erst mal ein 
Modell findet, das in die Lampe passt.

Autor: Axel R. (Gast)
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Antenne abschirmen ;hua

StromTuner

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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Chris schrieb:

> Leider verursachen die anderen Lampen ebenfalls Störungen, wenn auch
> deutlich schwächer. Es handelt sich um breitbandige Signale, die im
> Abstand von 10 ms synchron zur Netzfrequenz auftreten und im Funk als
> 100 Hz Brummen zu hören sind. Die Lampe ohne Label pulste nicht
> netzsynchron.

Das hört sich nach Phasenanschnittsteuerung an.
Mach mal Klapperritte/Drosseln direkt am Ausgang des Netzteils dran.
Zusätzlich kleine ceramisch C sind da auch oft hilfreich.


 Kurt

Autor: waflija (Gast)
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Kurt B. schrieb:
> Chris schrieb:
>
>> Leider verursachen die anderen Lampen ebenfalls Störungen, wenn auch
>> deutlich schwächer. Es handelt sich um breitbandige Signale, die im
>> Abstand von 10 ms synchron zur Netzfrequenz auftreten und im Funk als
>> 100 Hz Brummen zu hören sind. Die Lampe ohne Label pulste nicht
>> netzsynchron.
>
> Das hört sich nach Phasenanschnittsteuerung an.
> Mach mal Klapperritte/Drosseln direkt am Ausgang des Netzteils dran.
> Zusätzlich kleine ceramisch C sind da auch oft hilfreich.
>
>  Kurt

Das halte ich bei LEDs für sehr unwahrscheinlich. Meist liegt es hier 
eher an einer eingesparten oder magelhalften Filterung des 
Schaltnetzteils. Ohne Drosel + Kapazität im richtigen Verhältnis geht 
die Störung direkt in Netz. Dann wird deine zuleitung zur Sendeantenne. 
Dazu kommt teilweise eine ungeschirmte PWM auf der Ausgangseite. Für 
beides ist ein Ferrit nur mit viel Glück hilfreich. - Einzig ein 
externer netzfilter würde helfen, aber der kostet wahscheinlich mehr als 
eine vernüftige Leuchte.

Netzsyncrone Störungen werden bei Chinageräten meist durch die 
primärseitige Regelung verursacht. - Klemm mal ein Ozi (falls vorhanden) 
direkt vor die Leuchte. Da siehst du schön was da alles rauskommt.

Ein hochwertiges Netzteil wäre da sinnvoller, aber bei der Preisklasse 
unmöglich. (bei ca. 10€ VK in DE liegen die Materialkosten bei 3-4 USD, 
ca. 1 USD für die LED und 1-2 USD für Gehäuse. Wie viel da für das 
Netzteil bleibt darf jeder selber ausrechnen...)

Autor: Kurt B. (kurt-b)
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waflija schrieb:
> Kurt B. schrieb:
>> Chris schrieb:
>>
>>> Leider verursachen die anderen Lampen ebenfalls Störungen, wenn auch
>>> deutlich schwächer. Es handelt sich um breitbandige Signale, die im
>>> Abstand von 10 ms synchron zur Netzfrequenz auftreten und im Funk als
>>> 100 Hz Brummen zu hören sind. Die Lampe ohne Label pulste nicht
>>> netzsynchron.
>>
>> Das hört sich nach Phasenanschnittsteuerung an.
>> Mach mal Klapperritte/Drosseln direkt am Ausgang des Netzteils dran.
>> Zusätzlich kleine ceramisch C sind da auch oft hilfreich.
>>
>>  Kurt
>
> Das halte ich bei LEDs für sehr unwahrscheinlich. Meist liegt es hier
> eher an einer eingesparten oder magelhalften Filterung des
> Schaltnetzteils. Ohne Drosel + Kapazität im richtigen Verhältnis geht
> die Störung direkt in Netz. Dann wird deine zuleitung zur Sendeantenne.
> Dazu kommt teilweise eine ungeschirmte PWM auf der Ausgangseite. Für
> beides ist ein Ferrit nur mit viel Glück hilfreich. - Einzig ein
> externer netzfilter würde helfen, aber der kostet wahscheinlich mehr als
> eine vernüftige Leuchte.

Das kanns natürlich auch sein, brauchen ja nur eine Art 
Powerfaktorkorrektur mit eigesetzt zu haben.

Ich erinnere mich an ein Laptop_Nezteil, das führte zu unangenehmen 
Krachern und Brummerei im UKW-Band.
Hier half ein Aufklappferrit.


 Kurt

Autor: Reinhold Jäger (Gast)
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ob es sein darf weiss ich auch nicht! aber ich habe folgende 
Feststellung gemacht: LED Lampen die in unserer alten Wohnung geleuchtet 
haben ohne den UKW Empfang zu stören stören jetzt in der neuen 
Wohnung--aber heftig!!
Gleichzeitig hab ich festgestellt dass in der neuen Wohnung der UKW 
-Empfang schwächer ist-wegen grösserer Entfernung zum Umsetzer. 
Ausserdem waren in der alten Wohnung Holzdecken, in der neuen sind 
Stahlbetondecken. Die Standorte der Lampen zum Radio sind in etwa 
gleich. Ob das schwache UKW- Signal die Ursache ist kann ich leider 
nicht sagen, habe keine entsprechenden Messgeräte. Aber mir fällt keine 
andere Erklärung ein. werde mal eine Antennenbuchse ins Radio löten und 
dann mit Schirmkabel experimentieren, vielleicht bringt da ja was. Das 
Ergebnis schreib ich dann hier auf.
LG Opa reinhold

Autor: Hp M. (nachtmix)
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Andreas S. schrieb:
> Es ist noch gar nicht so lange her, dass Schrauben nicht
> standardisiert waren. Wenn jemand eine Schraubverbindung benötigte,
> stellte er sich an die Drehbank oder nahm eine Feile, dachte sich
> Durchmesser, Steigung und Gewindeform aus und legte los.

Und noch weniger lang her ist der Krieg der Gewinde und die daraus 
resultierenden Gefahren.
Ist dir der OMF (optimized metric fastener) noch ein Begriff?

Grund für dessen "Erfindung" waren Bestrebungen, das metrische System in 
den USA einzuführen.
Damit nun der amerikanischen Wirtschaft keine einseitigen Nachteile 
entstünden, hat man sich dort dieses "optimierte  metrische Gewinde" 
ausgedacht, auf das auch der Rest der Welt für viel Geld darauf 
umstellen müsse.
Ein ganz klein bischen anders und dem Vernehmen nach selbst von 
Fachleuten von den ewig schon genormten M-Gewinden kaum zu 
unterscheiden.
U.U. aber lebensgefährlich, wenn es mit "richtigen" M-Gewinden 
kombiniert wurde.

Zum Glück ist dieser Mist nahezu spurlos in der Versenkung verschwunden. 
Selbst Google findet kaum etwas dazu:
https://ia902505.us.archive.org/14/items/usmetricstudyin3451desi_0/usmetricstudyin3451desi_0.pdf
https://books.google.de/books?id=qq3IdWd1vQkC&lpg=PA48

und  letztlich:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41558890.html

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjKr9fTm57VAhXLChoKHemGAqYQFggpMAE&url=http%3A%2F%2Fwww.indfast.org%2Finfo%2Ffree-technical-info.asp%3Ffld%3DBulletins%255CBulletin%26f%3DISO%2520Fastener%2520Standards%2520Should%2520Be%2520Used%2520for%2520All%2520Metric%2520Fasteners.pdf&usg=AFQjCNFJ-FdswM0HIg4_YVVOpI37_wbsRw

: Bearbeitet durch User
Autor: Manfred (Gast)
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Reinhold Jäger schrieb:
> LED Lampen die in unserer alten Wohnung geleuchtet
> haben ohne den UKW Empfang zu stören stören jetzt in der neuen
> Wohnung--aber heftig!!
> Gleichzeitig hab ich festgestellt dass in der neuen Wohnung der UKW
> -Empfang schwächer ist-wegen grösserer Entfernung zum Umsetzer.
Damit hast Du die Erkenntnis "Störabstand" gewonnen.

Einen Wandler, der absolut keine Störstrahlung erzeugt, gibt es nicht. 
Also hat man Grenzwerte, wieviel abgestrahlt werden darf, um noch 
normgerecht zu sein.

Wenn das Nutzsignal nicht nenneswert größer als der Störer ist, kommt es 
zu Störungen.

Oder andersherum interpretiert: Wenn das Nutzsignal richtig groß ist, 
wird auch ein 'Störer' toleriert, der vielleicht etwas mehr als zulässig 
abstrahlt.

Autor: Kurt (Gast)
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Reinhold Jäger schrieb:

> gleich. Ob das schwache UKW- Signal die Ursache ist kann ich leider
> nicht sagen, habe keine entsprechenden Messgeräte.

Bau dir eine Dipolantenne* und halte sie ans Fenster, dann siehst du ob 
es so ist oder nicht.

* Latte, 1.4 Meter, von der Mitte aus einmal den Innenleiter und einmal 
den Schirm drangenagelt.

Mit dem Kabel zur Empfängerbuchse (wenn vorhanden, ansonsten an den 
Eingang für die Stabantenne und Schassis.


 Kurt

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