Hallo alle,
entwickelt man ein Gerät (auf Mikrocontroller-Basis), für welches eine
(grafische) Benutzeroberfläche benötigt wird, ist es vielleicht nicht
ganz abwegig, auf ein preisgünstiges Smartphone bzw. Tablet
zurückzugreifen.
Freilich muss man sich dann auch noch mit der Android (oder iOS)
Programmierung herumschlagen.
Dieses Kickstarter Projekt:
https://www.kickstarter.com/projects/481671730/app-enable-products-without-writing-wireless-or-ap
verspricht eine Lösung, die ohne "native" Programmierung auf der
Tabletseite auskommt. Statt dessen schickt der Mikrocontroller ein paar
Byte als Konfigurationsbefehl (welcher Knopf wie beschriftet wird / wo
dargestellt wird usw.) und bekommt den fertigen Knopfdruck seriell (via
Bluetooth) zurückgeliefert.
Die Frage ist - gibt es so etwas nicht längst schon?
Oliver T. schrieb:> Die Frage ist - gibt es so etwas nicht längst schon?
Wird auf BT verzichtet und statt dessen (W)LAN genutzt, so lässt sich
das mit einem embedded Webserver auf dem µC lösen. Das hat den Vorzug,
daß es nicht nur mit einem Tablet oder Smartphone, sondern mit jedem
Gerät funktioniert, das Webseiten anzeigen kann.
@rufus: Danke für die Anregung!
Nun, die Ressorcen des steuernden Mikrocontrollers sind womöglich zu
begrenzt, um einen Webserver zu implementieren.
Eigentlich versuche ich herauszufinden, ob es schon
vorhandene/etablierte Lösungen gibt, die dem Konzept "Smart.IO" (siehe
oben) ziemlich nahe kommen.
Ich hatte mal Grafik-LCDs mit GUI-Software und serieller Steuerung
gefunden, aber nichts, was auf ein Tablet aus dem Consumerbereich als
Display und (Touch-) Eingabe zurückgreift.
Ich hab mal einen Webserver fueer einen Mega32 geschrieben. Die
Resourcen, sprich Rechenzeit waren bescheiden wenn man ihn per serielle
Schnittstelle benutzt hat. Er muss ja nur auf http-GET antworten, und
eine Text-Seite zurueckliefern. Und dort wo man will die Werte
einfuellen.
Oliver T. schrieb:> Eigentlich versuche ich herauszufinden, ob es schon> vorhandene/etablierte Lösungen gibt, die dem Konzept "Smart.IO" (siehe> oben) ziemlich nahe kommen.
bin nicht sicher, ob sowas gemeint sein könnte, aber das hier kam vor
Jahren mal als Bediensystem für eine frühe "Wordclock" zum Einsatz:
Android-App: "bluetooth SSP tools pro"
Dem Ding wurde eine simple XML-Datei untergeschoben, aus der dann eine -
eher einfach gestrickte - UI für einen uC gerendert wurde, Touchbuttons
und -Regler etc.
>> Ich hatte mal Grafik-LCDs mit GUI-Software und serieller Steuerung
die aktuell "angesagten" Teile dieser Kategorie sind wohl die Nextions:
https://www.itead.cc/display/nextion.html> gefunden, aber nichts, was auf ein Tablet aus dem Consumerbereich als> Display und (Touch-) Eingabe zurückgreift.
Oliver T. schrieb:> Eigentlich versuche ich herauszufinden, ob es schon> vorhandene/etablierte Lösungen gibt, die dem Konzept "Smart.IO" (siehe> oben) ziemlich nahe kommen.
Blynk (http://www.blynk.cc/) fällt mir da ein. Ich kann nicht erkennen,
was obiges Kickstarter-Projekt besser könnte.
@ranzcopter:
Das geht schon ziemlich in die angedachte Richtung. Sieht auf den ersten
Blick zwar wie eine einfache Serial-Terminal-App aus, aber
konfigurierbare Buttons klingt vielversprechend. Mal sehen, ob die
Konfiguration auch irgendwie zur Laufzeit der App geändert werden kann,
das werde ich mir näher anschauen.
@snke_p:
Interessante Sache, danke für den Tip! Freilich ist der Lösungsansatz
bei blynk auch wieder anders als bei Smart.IO. Es soll möglichst ohne
Internetverbindung und "IoT" tun. Halt "nur" eine Displaylösung für 'nen
Mikrocontroller.
Sieht für mich so aus, als wäre das Smart.IO Kickstarter Projekt mit
(fertiger) App, BLE-Modul und einfacher API eine ganz pfiffige Idee, die
vielleicht "genau so" doch noch nicht realisiert/publiziert wurde. Fast
ein wenig überraschend...
Oliver T. schrieb:> Sieht für mich so aus, als wäre das Smart.IO Kickstarter Projekt mit> (fertiger) App, BLE-Modul und einfacher API eine ganz pfiffige Idee, die> vielleicht "genau so" doch noch nicht realisiert/publiziert wurde. Fast> ein wenig überraschend...
Für mich nicht, da du das mit deinen Beiträge beabsichtigt hast.
Oliver T. schrieb:> Die Frage ist - gibt es so etwas nicht längst schon?
Nein, aber man kann es sich mit einem ESP8266 in kurzer Zeit
zusammenbasteln.
Möglicherweise leidet das Design etwas, die Funktion leidet jedoch
sicher nicht
Allerdings auch für WLAN, aber ansonsten gibt es sowas schon recht
lange.
http://netio.davideickhoff.de/de/
Wenn man viele einfache BT Geräte ansteuern möchte könnte man sich ja
noch Gedanken über ein WLAN->BT Gateway machen.
Naja - rein karitativ sind ja die wenigsten Kickstarter ausgerichtet.
Aber $16 für Modul inkl. Software ist jetzt keine Investition, die ich
mir erst genehmigen lasse müsste.
Das Problem besteht offenbar darin, dass man als Initiator an den
(Versand-) Kosten nichts mehr abändern kann, sobald der Kickstarter
läuft. Daher nun die Verrenkungen mit der nachträglichen Erstattung. Ob
das alles glattgeht weiss vorher kein Mensch, aber dass es den Anbieter
schon seit 20 Jahren gibt, ist wohl immerhin als gutes Omen zu
interpretieren.