Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Welcher Typ Widerstand hat die höchste Strom-Impulsbelastung ?


von Dirk (Gast)


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Hallo zusammen,
bei einem Kondensatornetzteil befinden sich 2 Widerstände in Reihe zum 
Kondensator, um den Einschaltstromstoß zu begrenzen.

Da der Kondensator im Einschaltmoment einen Widerstand nahe 0 Ohm hat, 
fließt für kurze Zeit ein erheblicher Stoßstrom durch die beiden 
Widerstände.

Welcher Typ Widerstände eigent sich am Besten für diese Aufgabe:
- Kohleschicht
- Metallschicht
- Drahtwiderstand ?

Gruß Dirk

von Schreiber (Gast)


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Dirk schrieb:
> - Drahtwiderstand ?

der da. Sinnvollerweise mit Lötsicherung als Übertemperaturschutz!

von Dirk (Gast)


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Schreiber schrieb:
> Lötsicherung als Übertemperaturschutz

Geht nicht, Schaltung ist vergossen, wenn Sicherung Kaputt, dann 
wegwerfen....

von Falk B. (falk)


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@  Dirk (Gast)

>Welcher Typ Widerstände eigent sich am Besten für diese Aufgabe:
>- Kohleschicht
>- Metallschicht

Nicht wirklich.

>- Drahtwiderstand ?

Schon besser.

Noch besser sind KohleMASSEwiderstände, dort besteht der gesamte 
Widerstandskörper aus dem entsprechenden Material. Die können sehr viel 
Pulsenergie schlucken, ohne kaputt zu gehen.

http://de.rs-online.com/web/p/widerstande-durchsteckmontage/0386446/

von Stephan H. (stephan-)


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spielt das bei den "kleinen" Strömen von Kondensatornetzteilen wirklich 
eine relevante Rolle ? Da wird doch der Kondansator mehr gestresst.

von Falk B. (falk)


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@ Stephan Henning (stephan-)

>spielt das bei den "kleinen" Strömen von Kondensatornetzteilen wirklich
>eine relevante Rolle ?

Es geht umd den Einschaltstrompuls! Da fließt mal fix 1A durch den 
WIderstand, bei 325V und mehr! Die gesamte Ladeenergie vom Kondensator 
landet auch im Widerstand, der dadurch nicht geschädigt werden darf.
1
E = 1/2 * C * U^2

Macht bei 100nF und 325V immerhin schon 5,2mJ.

> Da wird doch der Kondansator mehr gestresst.

Wie denn? Der hat ein ESR im Milliohmbereich, dem tut der 
Einschaltstrompuls gar nichts.

Praktisch wird man dennoch Millionen einfache Kohleschichtwiderstände in 
Kondensatornetzteilen finden. Wenn man Glück hat, wenigstens einen 0,5 
oder 1W Typen.

von Schreiber (Gast)


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Dirk schrieb:
> Schreiber schrieb:
>> Lötsicherung als Übertemperaturschutz
>
> Geht nicht, Schaltung ist vergossen, wenn Sicherung Kaputt, dann
> wegwerfen....

Besser "Schaltung wegwerfen" wie etwas später "Schaltung und Haus 
wegbrennen"!

Stephan H. schrieb:
> spielt das bei den "kleinen" Strömen von Kondensatornetzteilen wirklich
> eine relevante Rolle?

In der Theorie: nein

in der Praxis: JA. Es gibt auch Kondensatoren die irgendwann langsam 
aber sicher niederohmig werden.  Das gilt ausdrücklich auch für 
X2-Kondensatoren.

von Stephan H. (stephan-)


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Falk B. schrieb:
>> Da wird doch der Kondansator mehr gestresst.
>
> Wie denn? Der hat ein ESR im Milliohmbereich, dem tut der
> Einschaltstrompuls gar nichts.

da ging es mir mehr um den normalen Betrieb.

> Praktisch wird man dennoch Millionen einfache Kohleschichtwiderstände in
> Kondensatornetzteilen finden. Wenn man Glück hat, wenigstens einen 0,5
> oder 1W Typen.

zumal ja hier 2 in Reihe liegen. Daher alles /2.
Aber wir reden über C´s im nF Bereich die eine SEHR kleine Zeitspanne 
zur Ladung benötigen. Daher doch alles rein theoretisch bzw. wenig 
Praxis relevant ?

...shit zu langsam. Wenn die X2 wegaltern ist es doof. Aber dann brennt 
es eben ab.

ICh weis schon warum ich damit nichts mache. :-)

von Dirk (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Noch besser sind KohleMASSEwiderstände

Danke für den Hinweis.

Schreiber schrieb:
> "Schaltung und Haus wegbrennen"

Ist Industrieanwendung, Schaltung ist in einem Metallgeäuse verbaut.

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